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Bereits überfinanziert

Kritik am radikalen Umbau: Final Cut-Dokumentation wird produziert

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Das Kickstarter-Projekt Off the Tracks hätte eigentlich noch mehr als zwei Wochen Zeit gehabt, um sich seine Vorfinanzierung in Höhe von $10.000 zu sichern – ein Puffer, der nun nicht mehr benötigt wird. 18 Tage vor dem Kampagnen-Ende hat der Filmemacher Bradley Olsen über $20.000 eingesammelt.

Tracks

Der Dokumentarfilm über den radikalen Umbau der von Apple bereitgestellten Videoschnitt-Software „Final Cut Pro“ wird nun produziert.

Laut Olsen soll sich „Off the Tracks“ mit der Schockwelle auseinandersetzen, die Apple mit der Veröffentlichung der generalüberholten Version X der Videoschnitt-Anwendung in der Kreativ-Community vom Zaun gebrochen hat.

There’s an exciting future for the next generation of content creators and I personally believe Final Cut Pro X will play an important role in that future. Off the Tracks is more than just a documentary about a product. It’s also a case study of how creative individuals react to disruptive technological changes.

Der Film, der voraussichtlich im Februar 2018 veröffentlicht werden soll, wird vor allem auf Gespräche mit betroffenen Anwendern setzen und will hinterfragen, ob die Community nicht vielleicht etwas zu kritisch auf Apples Software-Neustart reagierte.

Die Profi-Software, darauf hatte ein Produkt-Manager des vor knapp sechs Jahren komplett neu aufgelegten Branchen-Werkzeuges erst kürzlich aufmerksam gemacht, freut sich inzwischen über 2 Millionen Einzelplatz-Installationen.

Apple führte Final Cut Pro X am 21. Juni 2011 in den Mac App Store ein und zeichnete den Download damals noch mit einem Verkaufspreis von 239 Euro aus – inzwischen kostet die App 299 Euro 329 Euro.

Der im Gegensatz zu vorherigen Versionen deutlich beschnittene Funktionsumfang sorgte nach der Ausgabe der neuen Anwendung für harsche Kritik aus der Community und verhalf Apples Profi-Software unter anderem zu einem Auftritt in der amerikanischen Late-Night Talk Show „Conan“.

Laden im App Store
Final Cut Pro
Final Cut Pro
Entwickler: Apple
Preis: 329,99 €
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Trailer: Off the Tracks

Montag, 03. Jul 2017, 14:37 Uhr — Nicolas
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  • Jetzt lese ich hier auch, dass das Programm 299€ kosten soll. In meinem AppStore wird es mit 329,99€ angegeben!

  • ich nutze FCP X seit 2012, kann also die vorherige Version nicht beurteilen … bin außerdem „Hobby-User“, aber eine andere Frage drängt sich mir bei diesem Artikel auf:

    Warum wird so ein Film über die Crowd finanziert?
    Oder anders:
    Was hätte ich davon, wenn ich mich an der Finanzierung beteilige, außer den Film dann hoffentlich irgendwann sehen zu können?

    Oder habe ich da grundsätzlich etwas falsch verstanden?

    • Bei anderen Crowdsourcing Filmen wurde man anteilig an den Einnahmen beteiligt. Keine Ahnung wie das bei diesem aussieht

      • okay, danke Andreas,
        bei einem „Spielfilm“ mit Erlösen im Verleih o.w.a.i. würde ich das erkennen, aber ein Film über die kritische Auseinandersetzung mit dem Release einer neuen Software-Version bringt Einnahmen?

        Hm, ich muss ja nicht mitfinanzieren … hätte mich nur interessiert ;-)

    • Nunja. Zunächst mal macht man sowas überhaupt erst möglich. Ohne Geld kann sowas ja schlecht produziert werden.
      Andere finanzieren ihre Filme auch ohne crowd: ja, aber da sind Firmen oder Institutionen die Geldgeber. Denen gegenüber muss man sich verantworten.
      Je nachdem wieviel man gibt bekommt man ja noch Sachen dazu.

    • Schau doch einfach auf die Kickstarter Seite was sie dir anbieten.
      In dem Fall darfst du die Vorpremiere sehen, weiter Trailer, Bekommst den Soundtrack Tshirts usw. :)

  • und die schneiden dann ihren Film mit …… FinalCutPro ? ;)

  • Außer ein paar kleinen Produktionsfirmen kenne ich in Deutschland keinen Sender oder Dienstleister, der mit FCX schneidet. Die meisten sind nach dem Aus von FCP auf Avid oder Premiere umgestiegen. Das dauert zum Teil noch bis heute an und manchen schneiden auch jetzt noch mit Final Cut Pro.

    • Dass du dir selbst widersprichst merkst du aber oder?

    • Wo widerspricht er sich denn? Es gibt Firmen, die noch mit FCS schneiden und andere sind auf Avid oder Premiere umgestiegen. Ich selbst habe seinerzeit das Angebot von Adobe wahrgenommen, die Creative Suite (Premiere incl.) zum halben Preis zu erstehen und habe Final Cut den Rücken gekehrt. Bin heute noch zufrieden damit. Für mich war der damalige Switch zu FCPX völlig hirnrissig und offenbarte mir die unsagbare Arroganz von Apple, selbst Profianwendern ihr Glück aufnötigen zu wollen, unabhängig davon ob FCPX (mittlerweile) wieder ein ernstzunehmendes Produkt ist oder nicht.

  • Bin schon sehr gespannt auf die Doku. War damals auch etwas geschockt, aber da ich es nur Semiprofessionel hauptsächlich für Trainee videos inhouse war es wohl für mich nicht so schlimm und auch wirklich an der Seite für eine angepasste Oberfläche.

  • was nun?
    vom zaun gebrochen oder losgetreten?
    beides in eins geht nicht.
    :-)

  • Apple ist seit ein paar Jahren dabei gute Software zu verstümmeln. Funktionen zu streichen oder einzuschränken ist schon etwas länger Apples Idee von Innovation. Ich musste bei mir sehr wichtiger Software deshalb immer mehr auf Konkurrenzprodukte umstellen. …

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