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Branchenweites "Project Glasswing"

KI gegen Hacker: Apple beteiligt sich an neuer Sicherheitsinitiative

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Mit Project Glasswing startet eine branchenübergreifende Initiative, die zentrale Software-Infrastrukturen besser vor Cyberangriffen schützen soll. Zu den beteiligten Unternehmen zählen neben Anthropic und Apple unter anderem auch Amazon, Microsoft und Google. Auch Netzwerkausrüster, Sicherheitsfirmen und Organisationen aus dem Open-Source-Umfeld sind eingebunden.

Project Glasswing Square

Apple bringt dabei seine Erfahrung aus der Absicherung eigener Plattformen wie iOS und macOS ein. Gerade diese Systeme stehen regelmäßig im Fokus von Angreifern und gelten zugleich als wichtige Testfelder für neue Schutzmechanismen. Durch die Teilnahme erhält Apple Zugriff auf neue Analysewerkzeuge und kann gleichzeitig eigene Erkenntnisse in das Projekt einbringen.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Sicherheitslücken schneller zu erkennen und zu schließen. Die Partner nutzen dafür ein neues KI-Modell namens Claude Mythos Preview, das speziell für die Analyse von Softwarecode entwickelt wurde.

Claude Mythos entdeckt Sicherheitslücken

Das eingesetzte Modell kann Programmcode eigenständig untersuchen und Schwachstellen identifizieren. In ersten Tests wurden tausende bislang unbekannte Sicherheitslücken gefunden, darunter auch sogenannte Zero-Day-Schwachstellen in Betriebssystemen und Browsern. Einige dieser Fehler bestanden bereits seit vielen Jahren und blieben trotz umfangreicher Prüfungen unentdeckt.

Die Funktionsweise lässt sich vereinfacht so erklären, dass die KI große Mengen Code analysiert, Zusammenhänge erkennt und potenzielle Angriffspunkte simuliert. Dadurch sinkt der Aufwand, Sicherheitsprobleme aufzuspüren. Gleichzeitig wächst jedoch das Risiko, dass solche Technologien auch von Angreifern genutzt werden.

Project Glasswing setzt daher bewusst auf eine defensive Nutzung. Die beteiligten Unternehmen testen das Modell in ihren eigenen Systemen und teilen Ergebnisse mit der Branche. Ergänzend stellt der Initiator Anthropic finanzielle Mittel sowie Nutzungsguthaben bereit, um auch kleinere Organisationen und Open-Source-Projekte einzubeziehen.

Die Initiative ist langfristig angelegt. Neben der technischen Analyse sollen auch neue Standards für den Umgang mit Sicherheitslücken entstehen. Dazu zählen schnellere Update-Prozesse und automatisierte Prüfverfahren. Angesichts der wachsenden Bedeutung von KI in der Softwareentwicklung sehen die Partner hier einen notwendigen Schritt, um bestehende Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen.

08. Apr. 2026 um 06:41 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    10 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das ist natürlich zu begrüßen. Allerdings müsste auch deutlich mehr gegen Spammer gemacht werden! Die sind die absolute Seuche.

  • Dann ist es ja nur eine Frage der Zeit bis Hacker die KI nutzen um doch wieder rein zu kommen

    • Für eine Code-Analyse braucht man natürlich zunächst den Code. Bei proprietäre Software ist schwer dranzukommen. Auch ohne KI würde man in proprietärer Software massenhaft Schwachstellen finden, wenn man die Möglichkeit zum Suchen hätte. Audits waren bisher meist zu aufwändig und wurden nicht gemacht. Dank KI kann man das jetzt in Angriff nehmen. Freie Software hat naturgemäß erheblich mehr Reviews hinter sich, sofern sich jemand für den Code interessiert und falls er verdaulich ist (Hacker dürften hier im der Mehrzahl der „Reviewer“ sein).

  • Das Wettrüsten geht weiter

    Die einzelnen Firmen müssten das doch machen seit es KI gibt, oder?

    Die Prompunterschiede zwischen lies meinen Text Korrektur und untersuche meinen Code auf Schwachstellen erscheinen mir marginal

  • Müsste es nicht heißen „KI gegen KI“? Die KI sucht Sicherheitslücken die sie (selbst) zuvor programmiert hat?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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