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Berufung eingelegt

Irland schlägt Apples 13 Milliarden Euro aus

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39 Kommentare 39

Irland setzt sich gegen die Aufforderung der EU-Kommission, von Apple 13 Milliarden Euro an Steuergeldern nachzufordern, nun aktiv zur Wehr. Das Land hat nach Angaben des Finanzministers der Irischen Republik vor dem Europäischen Gerichtshof Berufung eingelegt. Man stimme mit der Auffassung der Europäischen Kommission nicht überein und so bliebe keine andere Wahl, als in dieser Sache das Gericht der Europäischen Union anzurufen.

apple-geld

Der weitere Verlauf des Verfahrens ist noch ungewiss, die Diskussionen für und wider der Steuernachzahlung flammen jedoch wieder auf. Zweifellos hat Apple die gegebenen Konditionen mit Irland ausgehandelt und vertraglich gefestigt, somit ist dem Unternehmen nach Stand der Dinge kein Verstoß gegen das europäische Recht vorzuwerfen. Problematisch ist allerdings die Auffassung Irlands, durch Steuervergünstigungen Großkonzerne anzulocken und diesen damit eine Hintertür zur Steuervermeidung bieten.

Apple beispielsweise versteuert seine europäischen Gewinne in Irland zu einem konkurrenzlos günstigen Steuersatz von 0,005 Prozent. Aber Apple ist nur eines von vielen Unternehmen, die von den attraktiven Steuermodellen auf der grünen Insel profitieren. Somit dürfte die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs grundsätzlichen Charakter haben. Letztendlich geht es um eine wettbewerbsrechtliche Frage, die EU-Staaten müssen sich auf einen gemeinsamen Spielraum hinsichtlich der Steuervergünstigungen einigen, um sich nicht gegenseitig unlauter Konkurrenz zu machen. Irland kann so eigenmächtig auf etliche Milliarden eigentlich in Europa anfallende Steuern verzichten, obwohl das Land vor wenigen Jahren noch dringend auf Finanzhilfen der restlichen EU-Staaten angewiesen war.

Via Reuters

Donnerstag, 10. Nov 2016, 18:28 Uhr — Chris
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Rede mit!
  • Apple sollte mal was für seine Mitarbeiter springen lassen!

  • Trocknet den Sumpf aus… billiger sind Apples Produkte durch den Deal sicher nicht geworden.

  • Also wenn Irland das Geld nicht will ich nehm es gerne!

  • Ganz einfach, der Gewinn sollte in dem selben Land a geführt werden wo er auch entsteht und zu dem Prozentsatz den dieses Land auch fährt … ganz einfach. Wenn ich das schon höre das ein Land einfach so hinweg entscheidet das Geld einfach nicht angenommen wird … tztztz…

  • In einer tollen UNION leben wir…. Egoismus und Firmengehörigkeit….
    Sanktionen gegen Irland!
    Irgendwann wird das Land und seine Leute Hilfe benötigen. Ich hoffe dass dann alle weg sehen.

  • Die 13 Milliarden sind geteilt durch die 4,6 Millionen Einwohner über 2.800 € pro Kopf. Ist schon ne Menge Holz, die da ausgeschlagen wird.
    Die sollten mal in einem Referendum ihre Einwohner fragen, was die eigentlich davon halten!

    • Die haben mehr davon, wenn Apple und andere weiterhin in Irland bleiben, als einmalig die Summe zu bekommen, woraufhin die ganzen Unternehmen Irland verlassen.

  • So ein Linker Blödsinn hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Bezeichnend für Europa!
    Irland ist das einzig vernünftige Land. Die sind halt clever, wenn dem Staat so wenig Steuern reichen um seine Pflichten dem Bürger gegenüber erfüllen zu können. Das ist nicht verwerflich sondern lobenswert!
    Anstatt Steuermilliarden zu verschleudern ( so macht das beispielsweise Deutschland) gegen sie sparsam damit um.

    Dann reicht auch ein Satz von 0.005%.

    Bravo Irland – shame on you germany!

    • Ja, klar. Irland musste durch Deine Steuergelder unterstützt werden. Aber macht nix, die sind ja so schlau und wir Deutschen sind halt dumm- kapieren das System nicht. Bist Du Deutscher? Ich will nicht dumm sein!

      In einer Gemeinschaft zu leben, heisst auch sich an gewisse Regeln halten.

      Und gegen Steuerverschwendung haben wir alle etwas!

    • Meine Güte, so viel Unwissenheit in einem Kommentar ist schon rekordverdächtig…
      Irland musste bis vor ein paar Jahren durch EU Gelder gepuffert werden. Haushaltstechnisch würde Irland sicherlich die 13 Milliarden begrüßen (welcher Staat würde das nicht…). Daraus würde aber die Konsequenz resultieren, dass man es sich mit Apple verscherzt. Apple ist logischerweise auch nur irgendein Konzern der gewinnorientiert handelt, auch wenn viele Apple-Fans das manchmal anders sehen. Irland hat großes Interesse daran den europäischen Sitz von Apple zu halten, das schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern wertet den Standort auch enorm auf (=> EU-Sitz des wertvollsten Konzerns der Welt…), deshalb, und nur deshalb stellt der Staat sich auf die Seite Apples. Ganz sicherlich nicht weil sie das Geld nicht gebrauchen könnten.
      Die EU hat einheitliche Regeln und Steuerdumping um sich gegenseitig auszuspielen, kann sicherlich nicht die Lösung, gar Zukunft des europäischen Binnenmarktes sein.

    • Est Gehirn einschalten dann kommentieren

    • Du tust mir echt im Kopf weh. Die EU und die anderen Staaten melken und Bankenhilfen beantragen, damit man den Pflichten nachkommt und dann so dreist sein und Unternehmen bevorzugen, weil sie ein paar Hundert Arbeitsplätze schaffen. Das geht auch nur in deinem Kopf, in dem Kopf von nem Steuervermeider und nem korruptem irischen Politiker auf. Nach dir kommt die Sinkflut..

  • habt ihr mal an die Arbeitsplätze gedacht. als wenn es nicht für beide Seiten eine win win Situation wäre und Irland einfach nur die Steuern verschenkt .

  • @pusche
    Was haben Apple Steuezahlungen mit Steuerverschwendung zu tuen?
    Zunächst erstmal nicht

  • Ich teile die Meinung des von mir gewählten EU-Abgeordneten Sonneborn (die PARTEI). Grandioses Statement. Nachzuschauen auf YouTube.

  • Auch wenn es moralisch verwerflich ist, dass das was Apple (innerhalb legaler Grenzen) tut, so darf man nicht vergessen, dass wenn Irland die 13 Milliarden jetzt nähme, das zu einem Dominoeffekt führen würde…

    Oder glaubt ihr ernsthaft, dass Apple die einzige Firma mit Sitz in Irland ist…?

  • Was hier auch nicht zur Sprache kommt ist, dass Apple beim Repatriieren der Gewinne in die USA mit dem Differenzsteuersatz zu 35% belastet wird. Soll heißen: Angenommen Apple bezahlt 1% Steuern in Irland (tatsächlich ist es sogar weniger), so hätte das Unternehmen beim Zurückholen dieser Gewinne in die USA die Differenz zum dortigen Körperschaftsteuersatz von 35% (=34%) zu bezahlen. Würde Apple in Irland bspw. 10% bezahlen, so wären in den USA weitere 24% zu entrichten. In beiden Fällen wäre die Gesamtbelastung jedoch identisch (jeweils 35%).
    Unterm Stich ist dieses ganze Tamtam für Apple daher nur relevant, soweit die Gewinne nicht in die USA geholt werden sollen und davon wiederum profitiert Irland.

    • Genau.. und auf wie viel Milliarden Barreserven sitzt noch einmal apple?! Sie führen das Geld ja nicht zurück also zahlen sie genau die 0,005% Steuern und du brav 19% wenn du ein MacBook kaufst. Irgendwie komisch dass ein Unternehmen dass auf Milliarden Euros sitzt nichts zahlt und du 19% oder?!

      • Diese Sichtweise hinkt jedoch, denn ein Unternehmen hat als juristisches Gebilde keine Konsumrelevanz. Was zählt sind die dahinterstehenden Aktionäre, denn nur diese können einen Nutzen aus den Gewinnen ziehen. Bei den Aktionären kommen die Gewinne jedoch nicht derart niedrigversteuert an, da sie zuerst in die USA repatriiert werden müssen, was derzeit mit einer hohen Steuerbelastung einhergehen würde.
        Davon ausgegangen, dass die Gewinne irgendwann bei den Aktionären auf den Bankkonten landen sollen – und auf Dauer würde nichts anderes Sinn ergeben – so würden in jeden Fall die entsprechenden Steuern entrichtet werden müssen (sogar über OECD-Schnitt). Kritisch ist daher letztlich nur die territoriale Verteilung des Steueraufkommens, denn obwohl in Irland erwirtschaftet, würde quasi die gesamte Besteuerung des Gewinns in den USA erfolgen. Die Darstellung, dass Unternehmen wie Apple keine Steuern zahlen ist dagegen schlichtweg falsch, denn das ist, wie dargestellt, nur ein aufschiebender Effekt.

  • Das verhalten von Apple und Co. ist sowas von unmoralisch!!!! Pfui!!!! Sollen sie doch am Geld ersticken.

  • Die von der EU festgelegten 13 Milliarden sind eh reine Phantasiewerte und werden früher oder später, im Zweifel von einem Gericht, nach unten korrigiert.

  • Auf jeden Fall scheint Irland auf diese Art einen Weg aus der Krise gefunden zu haben! Wenn diese Sache mit Apple vertraglich festgelegt war und ist, dann soll es doch so sein, wenn die Iren auf das Geld nicht bestehen wollen. Für die Zukunft allerdings sollten sie sich entscheiden, ob EU-Richtlinien oder nicht. Nur das Positive heraus ziehen wird nicht gehen und ist der Gemeinschaft gegenüber ja auch nicht so richtig fair, oder?!

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