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Apple schließt die Türen

Iranische Apps verschwinden: US-Sanktionen erreichen den App Store

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Nach Angaben des Technik-Portals Techrasa, seinerseits auf die iranische Startup-Szene spezialisiert, hat Apple begonnen iranische iOS-Anwendungen aus dem App Store zu entfernen und scheint damit Sanktionen des U.S. Department of the Treasury umzusetzen, die Finanztransaktionen mit dem Iran untersagen.

Iran Radio

Zwar verfügt der Iran – im Gegensatz zu Deutschland, Dänemark, Spanien und Co. – nicht über eine spezifische App Store-Filiale, Apple hat im vergangenen Jahr jedoch mit der Zulassung von iPhone- und iPad-Anwendungen begonnen, die durch iranische Entwickler eingereicht wurden.

Ein Kompromiss, der vorerst zum Erliegen gekommen zu sein scheint. Stimmen die von Techrasa veröffentlichten Informationen, soll Apple nicht nur Apps von iranischen E-Commerce Giganten wie etwa dem Online-Kaufhaus Digikala entfernt haben, sondern untersagt Entwicklern aus der Region auch das Einreichen neuer Anwendungen.

Statt dem Zugang zum App Store präsentiert Cupertino betroffenen Entwicklern nun die folgende Info-Meldung:

“Unfortunately, there is no App Store available for the territory of Iran. Additionally, apps facilitating transactions for businesses or entities based in Iran may not comply with the Iranian Transactions Sanctions Regulations (31CFR Part 560) when hosted on the App Store. For these reasons, we are unable to accept your application at this time. We encourage you to resubmit your application once international trade laws are revised to allow this functionality.”

Montag, 30. Jan 2017, 18:15 Uhr — Nicolas
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  • Ist das iPhone im Iran nicht sogar von staatlicher Seite verboten? So wie Pokémon angeprangert wurde?

    • Das stimmt, offiziell sind Apple Produkte im Iran verboten. Tatsächlich jedoch läuft (gefühlt) jeder dritte mit einem iPhone 5-7 durch die Stadt, insbesondere in der Hauptstadt Teheran, in den Vierteln der Besserverdienenden. Apple Produkte sind dort so tagtäglich wie hierzulande. Ich habe Freunde im Iran, die von MacBook, über iPhone bis zur Watch viele Produkte besitzen und sogar in Genuss von qualitativen Reparaturservices kommen, die natürlich durch Dritte betrieben werden. Man sagte mir, ausländische Zwischenhändler der Anrainerstaaten können die Produkte nahezu problemlos einführen und dann in Handyshops vertreiben. Offiziell ist das verboten, tatsächlich wird das nicht überprüft und nur dann politisch instrumentalisiert und gegen diese Händler verwendet, wenn sie aus anderen Gründen unliebsam geworden sind.

  • Ja super gemacht… erst letztens endlich mal den Friedens und Annäherungprozesss begonnen mit dem Iran und jetzt alles wieder vorbei…
    Wollte Trump sich nicht mal zurückziehen aus der Welt, aber wird eher wieder mehr Krieg/Terrorismus in den nahen Osten bringen! Ähnliches Thema Israel/Palästina

      • Ne Tim, das liegt nicht am iPhone!!!

        Es liegt an der USA! Und deren „USA first“ Politik. Und wenn Du jetzt dein iPhone umdrehst, liest Du, „assembled in California“
        Jetzt noch ein bisschen Hexenwerk, in dem du dein Safari Browser öffnest und nach “ California “ googelst, dann stellst du fest, in welchem Land Kalifornien liegt!

        Und jetzt wird es nochmal ein ganz ein kleines bisschen schwerer… du musst das, nicht knochige, zwischen deinen Ohren für etwas völlig Neues verwenden, das nennt sich „nachdenken“ dauert meistens etwas und kann man auch nicht erzwingen. Aber mit ein bisschen Glück, kommst du drauf was diese Posts, dann mit Apple und all diesen komplizierten Sachen zu tun hat.

        Teu teu teu!!! Aber wird schon, Rom ist ja auch nicht an einem Tag erbaut worden.

    • Es gab keinen Friedensprozess mit dem faschismusähnlichen System, das nach China die höchste Zahl an Hinrichtungen aufweist. Wohl aber einen weltweit umstrittenen Atom-Deal, an dessen Ende die Freigabe finanzieller Mittel und in Folge eine enorme Aufrüstung der Iranischen Diktatur steht (Schland mag daran gut verdienen), aktuell die forcierte Entwicklung von Interkontinentalraketen.
      Für iranische Entwickler tut es mir persönlich leid, aber dies ist eine der ganz wenigen Aktionen, die ich richtig finde: der Iran gehört boykottiert, bis dieses unmenschliche und zivilisationsfeindliche System zusammenbricht.

      • Saudi-Arabien gehört auch boykottiert. Ach ne, dann können wir nicht mehr günstig tanken, das geht dann nicht!

  • Keine Ahnung warum genau Diese Sanktionen gegen den Iran existieren, aber….tja Pech…als Entwickler hat man wohl selten die Chance an der Situation in Iran etwas zu ändern und Apple muss die Sanktionen beachten…die sind sowieso schon ein Dorn im Auge für Trump ;) trotzdem scheisse sowas

  • Den Ruf von Hillary Clinton als Kriegstreiberin, setzt Trump jetzt um. Hoffentlich erkennt Amerika ihren Wahlfehler ein und handelt danach, bevor sich die Lage weiter verschärft. Was beim, mal sehen wo das hinführt und gebt dem Mann doch mal eine Chance, herumkommt, hat die Geschichte gezeigt. Trump hat doch jetzt schon auf ganzer Linie bewiesen, dass er für das Präsidentenamt untauglich ist!

    • Man muss ja nicht jeden Unfug („Ruf“) nachplappern, Denken hilft. Im Übrigen: Trump ist zwar wirklich schlimm, aber die USA haben auch McCarthy überstanden. Wenn aktuell Diplomaten, Gerichte, Zeitungen, Bürger und selbst Republikaner den Rücken gerade machen, zusammen mit den vielen Auslands-Amerikanern, ist das doch ein sehr gutes Zeichen.
      Man sollte unbedingt auch das Positive wahrnehmen. :)

  • Wird auch Zeit! Schließlich darf auch niemand in den Iran einreisen der auch nur einen Visa Stempel aus Israel im Pass hat, von Israelis ganz zu schweigen.
    Wenn dieses Pack die westliche Welt so hasst, dann sollen sie auch weiter Trommeln und nicht mobil telefonieren.

    • Dass der Mossad mehrere iranische Wissenschaftler ermordet hat sollte dann aber auch nicht unerwähnt bleiben.

      • Und warum hat der Geheimdienst das getan?
        Naja, solange wir nicht so unmittelbar existenziell bedroht sind, können wir natürlich komfortabel über andere Länder urteilen.

    • Dann versuche mal nach Israel einzureisen mit einem iranischen oder syrischen Stempel im Pass. Mit ein wenig Glück reicht es schon wenn Du iranische Kontakte hast, dass Du Schwierigkeiten bei der Einreise hast.
      Wer keine Ahnung hat …

      • @Teetrinker: Ist kein Problem, solange du keine wirtsch. oder polit. Kontakte zu sicherheitsrelevanten Bereichen hattest (genau dafür gibts ja die Interviews).
        Dass ein Staat, kleiner als Hessen und unter permanenter Bedrohung, einen hohen Aufwand leisten muss, um sich zu schützen (leider!), sollte dir doch wohl einleuchten. Es ist das faschistische System Irans, dieses riesigen Landes (inkl. Syrien, diesem Hort des Friedens, und der von Iran finanzierten Terrormiliz, Hisb’allah, die – höher gerüstet als die meisten Staaten dieser Welt – schon den schönen und bis vor einer Generation noch mehrheitlich christlichen Libanon zerstörte), das dem jüdischen Staat mit Vernichtung droht, nicht umgekehrt!

    • Pack ??? Verlierst du gerade etwas die Kontrolle über deinen Verstand ? Oder hast du eigentlich nichts gegen nicht Europäer, aber …. ?

      Nur mal um deinen Bildungsgrad etwas zu puschen… das menschliche Genom unterscheidet nicht nach Staaten… und wenn ein Mensch egal welcher ethnischer Herkunft, was doofes macht, ist deshalb nicht die ganze ethnische Rasse so, wie das einzeln handelnde Individuum !!!

      • @ei Phone
        Na wer hier die Kontenance verliert ist wohl ziemlich offensichtlich ;-)
        Und ja, ich schrieb von Pack.
        So wie auch unser nicht zu beneidender neuer Außenminister bereits anders denkende betitelte.
        Ich passe mich also nur dem allgemeinen Sprachgebrauch an.

  • >Apple hat im vergangenen Jahr jedoch mit der Zulassung von iPhone- und iPad-Anwendungen begonnen, die durch iranische Entwickler eingereicht wurden.

    Wo ist das Problem?
    dann läd man sich dei Apps eben aus nem anderen Store runter,
    ist ja nicht so als wäre der Apple store der einzige,wo man Apps für iOS bekommt.

    • Richtig. Darum geht es aber nicht. Apple darf kein Geld an iranische Entwickler geben.
      Das heißt diese Apps werden nicht mehr angeboten und die iranischen Entwickler können kein Geld verdienen.

  • Zuerst gross gegen die Einreisesperre motzen und dann …

  • Ist mir recht. Iran ist sowieso nur eine schlechte Kopie von Irak. Selbst den Namen haben sie geklaut, bis auf den letzten Buchstaben, nur damit es keine Copyright-Probleme gibt. Lächerlich!

  • @ifun-Redaktion: Wer oder was hat Euch geritten, das Titelbild dieses Beitrages „Junge Frau hinter blauem Schal in Wüsten-Umgebung“ irgendwie mit dem Iran in Verbindung zu bringen wollen? So wie es aussieht, ist das oben zu sehende Bild in der Sahara und da genauer gesagt in Marokko aufgenommen worden (ein entprechend identisches und zuordenbares Bild findet man auf einem Facebook-Profil einer jungen Frau aus Osteuropa) – steht also leider in keinem Zusammenhang mit dem Iran. Wenn Ihr schon eine echte, verhüllte und junge Iranerin abbilden wollt, dann fragt mal eine, ob sie euch ein Bild zur Veröffentlichung gibt – vielleicht findet ihr in Isfahan, Shiraz oder Teheran sogar eine App-Programmiererin (attraktive junge Perserinnen gibt es da genügend). Junge Frauen im Iran verhüllen zudem ihren Kopf/ihre Haare definitiv anders also oben zu sehen bzw. nutzen die seit langem in vielen bunten Farben verfügbaren Hijabs vielfach ganz locker als modisches Accessoire und gehen damit auf Konfrontation zu den immer noch bestehenden Kleidervorschriften.

  • Apple sollte sich schämen einen Kotau vor mittalterlich eingestellten Patriarchen zu machen. Eine Firma, die an der Zukunft schraubt, fällt damit selbst zurück.
    Hier hieße es Rückrat zeigen und im Zweifel Apple auslagern. Wer sich einmal beugt kriegt den Buckel immer geklopft und selbigen nicht mehr gerade. Trumps Restriktionen haben doch gerade erst angefangen.
    Da werden noch einige Häuser brennen, die Lunte ist gelegt……

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