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Suche und Play Store im Visier

Google muss wegen DMA-Verstößen 890 Millionen zahlen

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13 Kommentare 13

Bei Google liegt derzeit regelmäßig Post aus Brüssel im Briefkasten. Erneut sieht sich der Konzern mit dem Vorwurf konfrontiert, gegen das Gesetz über digitale Märkte (DMA) verstoßen zu haben. Die Europäische Kommission hat in diesem Zusammenhang zwei Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt.

Die Beanstandungen ähneln in Teilen den Vorgaben, die die EU bereits gegenüber Apple durchsetzt. Konkret hat die EU-Kommission zum einen die Darstellung eigener Angebote in der Google-Suche und zum anderen die Regeln für App-Entwickler im Google Play Store beanstandet. Nach Auffassung der Behörde verstößt das Unternehmen in beiden Punkten gegen das Gesetz über digitale Märkte. Dafür verhängte die Kommission Geldbußen in Höhe von 460 Millionen Euro beziehungsweise 430 Millionen Euro.

Eu

Fehlende Neutralität bei der Google-Suche

Im ersten Fall gelangte die Kommission zu dem Ergebnis, dass Google eigene Angebote wie Shopping-, Hotel-, Flug- oder Sportergebnisse in der Suche prominenter platziert als vergleichbare Dienste anderer Unternehmen. Dies geschehe unter anderem durch bevorzugte Platzierungen in den Suchergebnissen sowie auffälligere Darstellungen und zusätzliche Filterfunktionen. Für Wettbewerber stünden diese Möglichkeiten nicht in gleichem Umfang zur Verfügung.

EU nimmt auch den Play Store ins Visier

Der zweite Beschluss betrifft den Google Play Store. Nach Auffassung der EU-Kommission müssen Entwickler ihre Kunden kostenlos auf alternative Kaufmöglichkeiten außerhalb des App-Stores hinweisen dürfen. Dazu zählen beispielsweise Käufe über eigene Webseiten oder andere App-Marktplätze.

Nach Auffassung der Behörde schränken die bisherigen Vorgaben von Google diese Möglichkeit ein. Entwickler könnten ihre Angebote nicht frei bewerben oder Nutzer ohne Einschränkungen zu alternativen Bezugswegen führen. Zudem hält die Kommission die von Google verlangten Gebühren im Zusammenhang mit solchen Weiterleitungen sowie deren Laufzeit für nicht mit den Vorgaben des DMA vereinbar.

60 Tage Zeit für Änderungen

Google muss die beanstandeten Praktiken innerhalb von 60 Tagen ändern. Andernfalls drohen zusätzliche Zwangsgelder. Nach Angaben der EU-Kommission hat Google bereits erste Änderungen umgesetzt und weitere Anpassungen vorgeschlagen. Es steht Google allerdings auch noch offen, gegen die Entscheidungen Berufung einzulegen.

23. Juli 2026 um 14:52 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Geil man! Meint ihr die werden was verändern oder sind das Peanuts für die?

  • Ich bin kein EU-Hasser – aber man sollte sich langsam wirklich fragen… ist schon fast witzig mittlerweile, woher sehr viel Geld der EU kommt (was nie den scheinbar benachteiligten Nutzern zugute kommt)…

    Google soll seine eigenen Entwicklungen präferieren? Nein, sowas aber auch.

    Als Beispiel, was die EU stört: „Google soll durch optisch hervorgehobene Darstellungen – etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM – seine Suchergebnisse prominenter angezeigt als die der Konkurrenz“ – ja und?
    Ich denke, ein großer Teil der Nutzer liebt genau diese schnellen, einfachen und trotzdem sehr übersichtlichen und informativen Anzeigen.

    Auch die Begründung, Google soll auf andere Preise hinweisen und nicht selbst die Angebotssuche darstellen… Wenn ich bei Rewe einkaufe, sagt mir auch keiner, dass es bei Netto günstiger wäre oder es tatsächlich nochmal ein minimal besseres Angebot gäbe.
    Regt sich jemand auf – nein – weil sich jeder informieren hätte können.

    Und Google sagt ja selbst, jetzt „müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“.
    Also ein Nachteil, den wieder wir außerhalb der USA haben. Außerdem wird das System noch offener und es gibt noch mehr Sicherheitsmechanismen, die nur noch halb oder gar nicht greifen können. Genauso ist es mit Apple und den Vorgaben, welche getroffen werden.

    Soll die EU doch vielleicht mal die Nutzer fragen, ob sie sich wirklich an so etwas stören oder ob es tatsächlich Alternativen gäbe, die besser sind und mit mehr Nutzen… glaub ich fast nicht.

  • Weil immer wieder die Leute fragen wieso Apple seine Funktionen in der EU einschränkt aber es bei Google/Android vorhanden ist. Weil sie es einfach tun. Da sieht man was darauf folgt…

  • Unser Land, unsere Regeln.

    Entweder dran halten oder Koffer packen.

    Die EU macht das richtig und hat meine volle Unterstützung.

  • Leider sind in der letzten Zeit etliche Fakeshops in der google-Suche ganz weit vorne, die für ihre Werbung bei google gut bezahlen, aber keine Wahren an die Kunden liefern, aber deren Geld kassieren ….

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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