Mehr als 100 Lernspiele für den Einstieg
GCompris statt Lerncomputer: Kostenlose Lernsoftware für Kids von 6-12
Viele Eltern kennen die Lerncomputer von VTech. Die Geräte wecken bei Kindern oft schnell Interesse und vermitteln spielerisch den ersten Umgang mit einem Computer. Gleichzeitig fallen Verarbeitung, Funktionsumfang und Preis nicht immer so aus, dass sich die Anschaffung lohnt. Hinzu kommt, dass in vielen Haushalten ohnehin ältere Notebooks, Macs oder PCs ungenutzt herumliegen.
Eine interessante Alternative ist die kostenlose Lernsoftware GCompris. Das Open Source Projekt steht für Windows, Linux, Android und weitere Plattformen bereit. Auch eine Version für den Mac ist verfügbar. Die Software richtet sich in erster Linie an Kinder im Grundschulalter und begleitet diese bei den ersten Schritten am Rechner.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur klassische Lerninhalte, sondern auch grundlegende Computerkenntnisse. Kinder lernen den Umgang mit Maus und Tastatur, üben das Schreiben erster Wörter, lösen Rechenaufgaben oder beschäftigen sich mit Farben, Formen und einfachen Denkspielen. Ergänzt wird das Angebot durch Schach, Memory, Vier gewinnt, Geografie, Naturwissenschaften und weitere Themenbereiche. Insgesamt umfasst GCompris inzwischen mehr als 100 sogenannter „Aktivitäten“.
Kostenlos, werbefrei und ohne Ablenkungen
Gerade der Umgang mit Maus und Tastatur dürfte für viele Kinder inzwischen wieder an Bedeutung gewinnen. Tablets und Smartphones sind häufig die ersten digitalen Geräte im Alltag. Entsprechend fehlt oft die Routine im Umgang mit klassischen Eingabegeräten, obwohl diese in Schule und später auch im Berufsleben weiterhin eine Rolle spielen.
Der Informatik-Lehrer Thomas Mohr über Maus- und Tastatur-Kompetenz
Positiv fällt auf, dass GCompris vollständig ohne Werbung, In App Käufe oder andere Ablenkungen auskommt. Stattdessen konzentriert sich die Anwendung ausschließlich auf ihre Lernangebote. Während jüngere Kinder zu Beginn von Eltern begleitet werden sollten, können viele Aufgaben später auch selbstständig bearbeitet werden.
Auf dem Mac gibt es derzeit eine kleine Einschränkung. Die aktuelle Programmgeneration GCompris 26 steht für macOS noch nicht bereit. Stattdessen wird weiterhin Version 4.3 angeboten. Für Privatanwender ist das allerdings kaum ein Nachteil, denn die jüngsten Aktualisierungen betreffen vor allem Funktionen für Bildungseinrichtungen.
Die Mac-Version ist zudem nur rund 140 Megabyte groß, startet schnell in einem normalen Programmfenster und lässt sich ohne längere Einarbeitung bedienen. Gerade ältere Rechner, können so noch einmal als kindgerechter Lernrechner genutzt werden.



Wer seinen Kindern programmieren beibringen möchte, dem kann ich Scratch empfehlen (geeignet ab 6 Jahren).
Damit hat mein Sohn sehr schnell den Umgang mit Maus, Tastatur usw. gelernt und wir programmieren kleine Spiele zusammen.