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Empfehlenswerte Mac-Werkzeuge II: Flexiglass

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Nach dem ersten Teil – Bartender – geht es heute wieder um ein Werkzeug, das man einmal installiert um es dann zu vergessen. Auch dieses Mal geht es ums Handling, jedoch jetzt ums Fensterhandling.

flexiglas

Fenster sind nicht nur unter Microsoft Windows omnipräsent, auch in OS X spielt sich alles in Fenstern ab. Ein Problem jedoch besteht darin, dass Fenster verschoben, verkleinert bzw. vergrößert oder auch neu arrangiert werden müssen um mit den einzelnen Applikationen zu arbeiten. Ein Beispiel, das sicherlich jeder kennen wird: Man hat zwei Finder-Fenster und möchte für einen Vergleich beide Fenster so positioniert haben, dass man die jeweiligen Inhalte optimal dargestellt bekommt. Oder man füllt z.B. anhand eines PDF-Dokuments eine Tabelle in Numbers, oder, oder…

Oft ist man dazu gezwungen, die offenen Fenster händisch so zu positionieren, dass man diese optimal im Blick hat.

Für gewöhnlich fährt man mit dem Mauszeiger in die Titelleiste um das Fenster zu verschieben, oder an den Fensterrand um die Größe zu verändern. Genau hier greift Flexiglass (9€ – Mac App Store-Link) ein und ermöglicht z.B. durch verschieben des Fensters an den rechten Rand, dass dieses Fenster die rechte Hälfte des Bildschirms einnimmt. Ein zweites Fenster kann nun entsprechend analog auf die andere freie Hälfte des Bildschirms platziert werden. Diese Methode ist schon deutlich schneller als die Fenster mühselig mit der Maus zu positionieren. Möchte man bis zu vier Fenster positionieren, schiebt man die entsprechenden Fenster in die jeweilige Bildschirmecke, so dass der Bildschirm nun entsprechen geviertelt wird.

Flexiglass kann jedoch auch ganz ohne Mauszeiger verwendet werden.

flexi1

Mittels wirklich leicht einprägsamen Tastaturkürzel positioniert man fortan die Fenster. Auf der rechten Seite des oben abgebildeten Bildschirmfotos sind die möglichen Fensterpositionen inkl. der Tastenkombination dargestellt. Um das aktuell fokussierte Fenster z.B. zu zentrieren reicht es die Control-, Option-, Command- und c-Taste (ctrl+alt+cmd+c) gleichzeitig zu betätigen. Wer mehr als einen Bildschirm sein eigen nennt, kann sogar ein Fenster auf diese Weise super schnell auf den nächsten Bildschirm legen (ctrl+alt+cmd+p). Einfacher geht es wirklich nicht.

Die beiden Funktionen Real Zoom bzw. Real Close, welche auf der linken Seite des Bildschirmfotos beschrieben sind, halte ich für Sinnfrei, da Real Zoom nichts anderes ist als Maximieren (ctrl+alt+cmd+f) und Real Close einfacher über cmd+q realisiert werden kann.

Und als ob die beschriebenen Funktion noch nicht genug wären, legen die Macher von Flexiglass noch einen drauf. Es geht immer noch ums Fensterhandling, diesmal ums freie Positionieren und die Veränderung der Fenstergröße ganz ohne Titelleiste oder Fensterrand anwählen zu müssen.

flexi-2

In meinem Fall, ich arbeite auf einem MacBook, wird das Multitouch Trackpad vorgegeben. Möchte man ein Fenster nicht an die zuvor beschriebenen festen Postionen verschieben, aber auch nicht den Mauszeiger unbedingt auf die Titelleiste des Fensters bewegen, so hält man die Option-Taste (alt) und verschiebe, versetze nun mit zwei Fingern das Fenster.

Auch die Größe eines Fensters kann man so ganz leicht verändern, ohne erst an den Rand des entsprechen Fensters den Mauszeiger zu bewegen. Anstatt zwei Fingern muss man hierfür nun drei benutzen.

Diese beiden Funktionen gelten immer für das Fenster über welchem der Mauszeiger gerade steht. Zusätzlich kann man noch einen farblichen Rahmen um das entsprechende Fenster legen lassen, so dass man sofort sieht welches Fenster mit welcher Aktion bedient wird. Im obigen Beispiel steht türkis für Fenster verschieben und gelb für Fenstergöße ändern. Auch lassen sich hierfür andere Tasten- / Finger-Kombinationen definieren. Eine wirklich sehr flexibel Funktionalität wie ich finde.

Dieses kleine, feine Werkzeug darf auf meinem Mac nicht mehr fehlen, ohne kann ich nicht mehr arbeiten. Flexiglass wird über den App Store vertrieben und kostet 9 Euro. Mit Blick auf das Plus an Komfort ist dies, wie ich finde, ein mehr als gerechtfertigter Preis. Zudem bietet der Hersteller über seine Website eine 15-tägige Testversion an, so dass man vor einem Kauf selbst testen kann, ob diese App auch für den eigenen Arbeitsfluss geeignet ist.

Den dritten und vorerst letzten Teil dieser Reihe „Meine drei wichtigsten Werkzeuge“ gibt es demnächst hier auf ifun.de

(Direkt-Link)

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17. Jan 2014 um 16:24 Uhr von Detlef Fehler gefunden?


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