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Calendar 2 wurde von Apple gestoppt

Finanzierung durch Krypto-Mining verstößt gegen App-Store-Richtlinien

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27 Kommentare 27

Ein Nachtrag noch zu unserem gestrigen Bericht über den Versuch, die Kalender-App Calendar 2 durch das Mining von Kryptowährung zu finanzieren. Wie sich nun herausstellt haben nicht die Entwickler selbst sondern Apple die Anwendung nach kurzer Zeit wieder aus dem App Store entfernt. Begründet wurde die Maßnahme mit einem Verstoß gegen die Richtlinien für das Angebot von Software über den Mac App Store. Mittlerweile ist Calendar 2 ohne die umstrittene Funktion wieder erhältlich.

Calendar 2 App Krypto Mining

Offenbar ist die innerhalb der App angebotene und offen kommunizierte neuartige Finanzierungsmethode den Apple-Prüfern zunächst entgangen. Die Verantwortlichen wurden wohl erst durch die Medienberichte diesbezüglich auf den Umstand aufmerksam, dass die Entwickler hier neue Wege erkunden, und haben dann entsprechende Schritte unternommen. Laut Apple verstößt die angebotene Bezahlvariante Krypto-Mining gegen die Richtlinie, dass Apps effizient arbeiten und weder den Akku zu schnell entladen noch übermäßige Wärme produzieren oder die verwendeten Geräte unnötig stark belasten sollen.

Wie die Entwickler der App Qbix mitteilen, habe man die Funktion daraufhin komplett entfernt und konnte die App mit Apples Unterstützung innerhalb kürzester Zeit wieder über den Mac App Store anbieten.

Calendar 2 ist vor allem mit Blick auf das Design der App um Meilen von den Ansprüchen entfernt, die wir an eine Kalender-App für den Mac haben. Mit ihrem Experiment haben die Entwickler jedoch wichtiges Neuland beschritten, sei es auch nur, um bei Apple die Sensibilität für unvermeidliche Entwicklungen in diesem Bereich zu wecken.

Laden im App Store
Calendar 2
Calendar 2
Entwickler: Qbix, Inc.
Preis: Kostenlos+
Laden
Mittwoch, 14. Mrz 2018, 8:19 Uhr — Chris
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Rede mit!
  • Trolls die „scheiss apple kann ich das nicht als benutzer selbst entscheiden ob ich heroin nehme rhabarber rhabarber rhabarber“ brüllen in 3 – 2 – 1 …

  • Danke an die Medien das ihr Apple mal wieder geholfen habt… *ironieoff*

    Wenn ich ein Pro Gerät habe und dafür viereckig Geld gelatzt habe dann sollte ich entscheiden was ich damit mache und das ist eben die Kiste bis zum Anschlag belasten. Dafür sind die pro‘s doch gebaut . Und wenn es eben bitcoin Mining ist.

    Wenn ich sowas lese dann brauche ich mir kein pro Gerät mehr kaufen.

    • Dafür sind mobile Geräte nicht gebaut. Du kannst kurz zeitig viel Leistung abrufen. Aber nicht permanent. Thermisch ist das schon unmöglich. Die wurden deutlich herunter takten. Und ja, letztendlich entscheidest du was du mit deinem Gerät anstellst. Ich bin kein Freund des mining Booms. Aber verbieten sollte man es nun auch nicht. Mfg

    • Du findest also ok, wenn eine !Kalender-App! 35% CPU-Last erzeugt? (laut Rezensionen)
      Dieses Kryptomining läuft permanent im Hintergrund.
      Meiner Meinung nach ist das ok, wenn man z.B. Filme bearbeitet. Aber eine Kalender-App?!?

      Natürlich darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass Apple durch das Kryptomining In-App Einkünfte entgehen, aber ich glaube tatsächlich, dass das nicht der Hauptgrund für den Bann ist, sondern die (unnötig) hohe Systemlast.

      • Der dritte Satz bezieht sich auf den ersten!

        Herrje, man sollte seine Posts vor dem Absenden nochmal lesen. ;-)

    • Das mag für dich gelten, weil du weißt, was du deinen Geräten „antust“. Viele Nutzer haben davon aber keine Ahnung, denken sich ‚cool! quasi kostenlos!‘ und wundern sich dann, warum das Gerät ständig heiß läuft, der Akku ruckzuck leer ist und der Akku bald getauscht werden muss. Und wer ist in den Augen DIESER Leute Schuld? Apple! Und das will Apple nicht. Apple will auch nicht, dass Geräte aufgrund nicht vorgesehener und vorhergesehener Nutzung ein Verhalten an den Tag legen, das eventuell den Nutzer sogar schädigen könnte. Hierzu gibt es auch Richtlinien, an die sich herstellende Unternehmen halten müssen. Und das tun sie, indem sie entweder Grenzen für bestimmte Nutzung durch den Endverbraucher festlegen (z.B. Unterschied zwischen privatem und gewerblichem Verwendungszweck) oder eben Grenzen für Entwickler

      • Das Apple ein börsennotiertes Unternehmen ist ist dir aber auch klar? Hier entgehen Apple Einnahmen. Stell dir vor jeder würde auf den Zug aufspringen. Selbst wenn die App noch so sehr auf das Mining hinweisen würde, dann würde Apple sie trotzdem nicht zulassen. Das ist wahrscheinlich der primäre Grund, deine Ausführungen kommen dann eher aus der Marketing Abteilung. Warum weißt Apple nochmal nicht auf die Drosselung der CPU bei alternden Akku neuerer iOS Geräte hin? Merkste selbst, oder?

    • Naja … hier werden ja immer die akkugeräte vorgehalten.
      Aber beim iMac oder iMac pro oder Mac Pro gibt es keine Akkus.

      Vielleicht hätte man beim initialisieren der App eine Abfrage machen können wie die App finanziert werde soll (inApp o. Mining) und die Auslastung mit Tageszeiten zum einstellen vorgeben, dementsprechend hätten die User bewusst die Wahl. Was danach geschieht liegt in den Händen der User. aber so macht man die idee schon kaputt bevor man überhaupt irgendwelche schlüsse ziehen konnte. :/

      35% ist ja dann auch nicht viel und da der Mac sowieso 24/7 an ist kann er ruhig über Nacht minen.
      rechenpower ist ja heutzutage gebug vorhanden.

      so werden wir wohl nie erfahren wo die Sache hingeht.
      aber wie schon erwähnt von meinen Vorrednern wird es für Apple wieder nur um Geld gehen.

      • Niemand hindert Dich daran das zu tun. Du kannst ja auf deinen Mac installieren was Du willst und bist nicht auf den Apple- Appstore beschränkt.
        Ich bin froh das die Apps aus dem Appstore Einschränkungen unterliegen. Nie würde ich mir Programme von weitgehen unbekannte Entwicklern installieren wenn nicht ein mindest Maß an Schutz durch den Appstore vorliegen würde.
        Alle Anderen, die kein Problem damit haben unbekannte Apps mit eventuell unfreundlichen Verhalten zu installieren, könne das ja weiter über den freihen Markt tun!

  • Ist ja wohl logisch. Apple will mitverdienen und so ginge das nicht.

  • Sehr gut! Apple hat damit ein klares Statement geliefert. Hoffentlich schließen sich andere an.

    • Ein klares Statement wofür bitte? Dass es nicht in Ordnung ist, dass eine App die Leistung des Rechners nutzt, auch wenn der Nutzer dies explizit wünscht und aktiviert?

      Das Leistungsargument ist doch nur vorgeschoben. Apple gestattet in den Apps nur In-App Käufe und keine anderen Zahlungsarten. Man möchte schließlich 30% mitverdienen… Das kann man gut oder auch schlecht finden. Mit einem „klaren Statement“ hat das aber genau gar nichts zu tun.

      • Bitte mal Referenzen dafür liefern, in wie weit das das Leistungsargument nur vorgeschoben sein soll… oder ist das deine persönliche (unqualifizierte) Meinung? Die CPU-Last beim Hintegrundmining, insb. bei Mobilgeräten, ist ja nun nicht von der Hand zu weisen und dass das auf Dauer den Akku stark beansprucht ebenso wenig…

      • @Eyck Auf dem Screenshot ist klar zu sehen, worauf man sich einlässt. Man sollte selbst entscheiden was man tut, ob man die kostenlose Crypto generierende Variante nutzt oder die Akku sparsame, für 17,99€ kauft.

      • Meiner Meinung nach ist nicht klar ersichtlich auf was man sich einlässt, weder die Akkulast noch die permanente CPU Beanspruchung wird in der Kaufoption via Cryptomining erwähnt… Natûrlich entscheidet jeder selbst was er tut, aber wenn der Akku vorzeitig hinüber ist rennt naturgemäss jeder direkt zu Apple und hinterfragt nicht sein Nutzungsverhalten und die Verwendung von Apps die eigentlich für Mobilgeräte nicht gedacht ist…

  • Also, wenn die Entwickler dann auch eine Garantie dafür übernehmen würden, daß der Akku die vorgesehene Lebensdauer nicht unterschreitet und mir ansonsten den Akku ersetzen, warum nicht? Ebenso gilt das natürlich für den thermisch stark belasteten Mac. Wenn ich den Rechner eh nur für den Kalender verwende und mich ansonsten darüber freuen, einen hübschen Computer zu besitzen, dann kann das Sinn machen.
    So ein Blödsinn. Haben die Entwickler darüber eigentlich überhaupt einmal nachgedacht, was die Kunden über eine App denken, die ihren Mac auf Dauer schädigen kann?
    Und nein, sogar die, die denken, sie sollten alles ohne Apples Eingreifen entscheiden können, werden so etwas sicher nicht mit ihren Geräten anstellen. Vielleicht sind die ja aber auch unter Windows besser aufgehoben. Surface Studio anyone?

  • Wenn ich Krypto-Mining betreiben wollte, würde ich mir ein solches Programm installieren, aber ganz sicher keinen Kalender!

    Auf was für dämliche Ideen manche Leute kommen…

  • Absolut richtige Entscheidung von Apple. Alle, die rum mucken, haben keine Ahnung vom Krypto Mining und wie gefährlich das werden kann. Es kann sogar das Gerät beschädigen oder zerstören. Aber ist ja leicht, rum zu meckern, wenn man die Ahnung nicht hat. Mir kommt sowas ganz bestimmt nicht aufs Gerät.

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