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Vergleich ohne Schuldeingeständnis

2015 bis 2019: Fehlerhafte MacBook-Tastaturen kosten Apple 50 Millionen Dollar

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Die 2015 zusammen mit der damals gänzlich neuen MacBook-Generation in den Markt eingeführten Butterfly-Tastaturen gehören zu den größten Apple-Fehltritten der zurückliegenden Jahre.

Apple Reparatur

Hardware-Debakel von 2015 bis 2019

Um die eigenen Laptops noch ein paar Millimeter dünner bauen zu können, entschied sich Cupertino für den Einsatz einer gänzlich neuen Tastatur-Technologie, die nahezu alle der zwischen 2015 und 2019 verkauften Apple-Laptops zu tickenden Service-Zeitbomben machte.

Sobald die MacBooks mit den Butterfly-Tastaturen auch nur in Sichtweite mikroskopisch kleiner Schmutzpartikel aufgestellt wurden, versagten einzelne Tasten ihren Dienst nahezu umgehen. Die Fehlfunktionen äußerten sich auf unterschiedliche Art und Weise. Mal verloren einzelne Tasten jedwede Funktion, mal produzierten diese nach einem Anschlag drei oder vier Buchstaben in einem Rutsch. Stellenweise fühlten sich betroffene Tasten ganz still und „klebrig“ an, auf anderen Tastaturen knarzten defekte Tasten hörbar.

Butterfly Taste

Am frustrierendsten: Während die Community bereits Software-Helfer produzierte, um gegen die Buchstaben-Dopplungen vorzugehen wollte Apple den Fehler lange Zeit gar nicht eingestehen.

So veröffentlichte der Konzern lediglich Hilfe-Artikel die Anwender mit defekten Tastaturen schlicht dazu aufriefen, ihre MacBooks mit Luftdruckdosen abzupusten und beteuerte damals keine großflächigen Tastatur-Probleme zu kennen.

Druckluft

Tausch-Service für maximal 4 Jahre

Im Sommer 2018 startete Apple dann ein groß angelegtes Reparaturprogramm für Tastaturen des MacBook und MacBook Pro, das Besitzer der betroffenen Rechner mit beliebig vielen Tauschtastaturen versorgte. Selbst bei neuen Modelle, die erst 2019 veröffentlicht wurden. Allerdings nur in den ersten vier Jahren nach dem Kauf, anschließend wurden vom Werksdefekt betroffene Anwender alleine gelassen.

In den USA hat Apple nun eine Sammelklage mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt, die Apples Reparaturprogramm als unzureichende Reaktion auf die fehleranfälligen Tastaturen bezeichnete.

Ohne ein Eigenverschulden einzuräumen hat Apple das Verfahren mit der Zahlung von 50 Million US-Dollar beigelegt. 15 Millionen davon gehen an die klagende Anwaltskanzlei, das restliche Geld soll zwischen den Teilnehmern der Sammelklage aufgeteilt werden – wobei diese pro Kopf lediglich Anspruch auf ein maximalen Betrag von $395 haben.

20. Jul 2022 um 16:33 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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