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Bahnreisen einfacher buchen

Europaweite Bahnreisen: EU will Ticketbuchung vereinfachen

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Die Europäische Kommission will Bahnreisen innerhalb Europas einfacher buchbar machen. Unter dem Motto „Eine Fahrt, ein Ticket, volle Rechte“ wurden neue Vorschriften vorgeschlagen, die vor allem grenzüberschreitende Reisen und Verbindungen mit mehreren Bahnunternehmen betreffen.

Deutschlandticket Bahn App

Das Ziel klingt nach etwas, das eigentlich längst selbstverständlich sein sollte: Reisende sollen Verbindungen verschiedener Anbieter auf einer Plattform finden, vergleichen und in einem einzigen Buchungsvorgang kaufen können. Das kann die Plattform eines Bahnunternehmens sein, aber auch ein unabhängiger Ticketanbieter.

Gerade bei internationalen Bahnreisen ist die Buchung bisher oft unnötig kompliziert. Wer mehrere Länder oder Betreiber kombiniert, landet schnell bei mehreren Tickets, unterschiedlichen Buchungssystemen und unklaren Zuständigkeiten. Dass digitale Reiseplanung hier zunehmend wichtiger wird, zeigte zuletzt auch der Blick auf Google Maps und den Verkauf von Bahn-Tickets. Google will seine Karten-App stärker für Bahnreisen öffnen und in ausgewählten Ländern Tickets direkt aus der Routenplanung heraus anbieten.

Mehr Rechte bei verpassten Anschlüssen

Ein zentraler Punkt des EU-Vorschlags betrifft die Fahrgastrechte. Wer künftig eine Reise mit mehreren Bahnunternehmen über ein einziges Ticket bucht, soll bei verpassten Anschlüssen besser geschützt sein. Vorgesehen sind unter anderem Unterstützung, alternative Beförderung, Erstattung und Entschädigung.

Damit würde ein Problem angegangen, das viele Reisende kennen: Sobald eine Verbindung aus mehreren separat gebuchten Abschnitten besteht, ist oft unklar, wer bei Verspätungen verantwortlich ist. Die EU will diese Lücke zumindest für Buchungen schließen, die als ein zusammenhängendes Ticket verkauft werden.

Bahn Reservierung

Die Buchung von Bahnreisen innerhalb Europas kann schnell zum Graus werden.

Neutrale Plattformen

Neue Vorgaben sind auch für Ticketplattformen geplant. Angebote sollen neutral dargestellt werden. Wo möglich, sollen Verbindungen zudem nach Treibhausgasemissionen sortiert werden können. Außerdem will die Kommission sicherstellen, dass Verkehrsunternehmen und Plattformen faire und diskriminierungsfreie Vereinbarungen miteinander schließen können.

Noch handelt es sich allerdings nicht um geltendes Recht. Die Vorschläge gehen nun an das Europäische Parlament und den Rat der Europäischen Union. Erst danach entscheidet sich, welche Regeln tatsächlich kommen und ab wann sie für Bahnunternehmen, Plattformen und Reisende gelten.

13. Mai 2026 um 16:25 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Wenn man schon dabei ist, kann man doch auch gleich dreistellige Entschädigungen bei Verspätungen wie im Flugverkehr aufnehmen

  • Wenn es gut umgesetzt wird, warum nicht. Das soll Europa einheitlich sein ist es aber nicht genauso wie Deutschland.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Die wenigsten ist z. B. klar, dass DB-Regio und DB-Fern zwei unterschiedliche Unternehmen sind. Halt also der RE Verspätung und man verpasst den ICE: Pech gehabt, bei Zugbindung ist in dem Fall eine neue Fahrkarte fällig, natürlich zum vollen Flex-Preis. Würg.
      Es wäre typisch, wenn es dann in der EU über Landesgrenzen hinweg funktionieren, aber nicht im eigenen Land (s. o.).
      Bevor hier das DB-Bashing anfängt: Ja, die getrennten Unternehmen finde ich extrem blöd, insbesondere da es nicht sauber kommuniziert wird. Leider ist es auch in anderen Bereichen üblich, um das Risiko auf den Kunden abzuwälzen wird.

      • Das ist Unsinn und faktisch falsch. Solange Sie die gesamte Reise auf einem Ticket gebucht haben, ist es egal, von welchem Betreiber der jeweilige Zug betrieben wird. Egal ob der Regionalexpress vonder DB-Regio oder von National Express betrieben wird.

        Wenn Sie sich natürlich dazu entscheiden, zwei separate Tickets zu nutzen, dann ist das etwas anderes.

  • Da die erste Idee hierzu vor ca. 16 (sechzehn) Jahren aufkam: Wappnet euch mit Geduld!

  • Und vielleicht noch die Zeitumstellung abschaffen wie seit 12 Jahren bereits abgestimmt

  • Das wäre ja was wenn ich zum Ticket abholen für meine Fahrt nach Frankreich nicht mehr nach Frankreich müsste um das Ticket an einem Automaten zu holen.

  • Wenn jetzt noch der Preis auf das Niveau einer Flugreise sinkt bin ich dabei.
    Warte, doch nicht. Lieber 30 Minuten im Flugzeug anstatt Stunden in einem stickigen Zug. Sorry ist so.

    • Nachvollziehbar. Deswegen müsste man die CO2-Emission (mit den tatsächlichen Kosten für Umwelt und Gesellschaft) in den Fahrpreis von Flug und Bahn integrieren. Dann fällt die Entscheidung einfacher, die Bahn zu nehmen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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