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Problematische und illegale Produkte

EU verhängt 200-Millionen-Euro-Strafe gegen Temu

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32 Kommentare 32

Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Euro gegen die Handelsplattform Temu verhängt. Grundlage ist das europäische Gesetz über digitale Dienste (DSA), das große Onlineplattformen zu umfangreichen Prüfungen und Schutzmaßnahmen verpflichtet. Nach Auffassung der Kommission hat Temu Risiken im Zusammenhang mit illegalen oder unsicheren Produkten auf seiner Plattform nicht ausreichend untersucht und bewertet.

Die Kommission hat unter anderem untersucht, wie häufig Verbraucher in der Europäischen Union bei Temu auf problematische Waren stoßen könnten und kommt zu dem Schluss, dass das Unternehmen die Risiken deutlich unterschätzt hat. So habe sich Temu bei seiner im Jahr 2024 durchgeführten Risikobewertung zu stark auf allgemeine Informationen über den Onlinehandel gestützt. Konkrete Erkenntnisse über die eigene Plattform seien dagegen nur unzureichend berücksichtigt worden.

Temu Webseite

Problematische und illegale Produkte

Die EU stützt sich dabei unter anderem auf Testkäufe und Produktprüfungen. Demnach seien beispielsweise bei Ladegeräten erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Auch bei getesteten Babyspielzeugen habe es Hinweise auf Sicherheitsprobleme gegeben, weil beispielsweise verschluckbare Kleinteile enthalten sind oder chemische Stoffe die geltenden Grenzwerte überschreiten.

Die Kommission kritisiert darüber hinaus die Gestaltung der Plattform selbst. Systeme zur Produktempfehlung oder Programme mit Influencern könnten nach Ansicht der Behörde dazu beitragen, dass problematische und illegale Produkte zusätzliche Reichweite erhalten.

Weitere Strafzahlungen angedroht

Das Fehlen einer angemessenen Risikobewertung wird als besonders schwerwiegender Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste bewertet. An dieser Einschätzung macht die EU die Höhe der festgesetzten Geldbuße fest.

Zusätzlich zur Geldbuße muss Temu nun bis Ende August erläutern, wie die festgestellten Probleme behoben werden sollen. Anschließend befassen sich sowohl das Europäische Gremium für digitale Dienste als auch die Kommission erneut mit dem Verfahren. Sollte das Unternehmen die Anforderungen nicht erfüllen, könnten weitere finanzielle Sanktionen folgen.

29. Mai 2026 um 09:23 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    32 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Die EU meint es oft gut, aber sowas wie die Chatkontroll-Ideen und gleichzeitig Apples geschlossenes Sicherheitsmodell aufweichen zu wollen (mehr „Interoperabilität“ usw.), halte ich technisch und datenschutzrechtlich für eher fragwürdig.

  • Es ging auch um süchtig machendes Verhalten durch den Gamefication Ansatz….

  • Man muss halt seinen Verstand einschalten. Ist das schon wieder zu viel verlangt?
    Natürlich gibt es dort ne Menge Krempel, aber auch echte Perlen, die woanders das doppelte bis dreifache kosten. Die Chinesen stellen zum Beispiel hervorragende Pfeile her. Als 3-D Bogenschütze verliert man schon mal gelegentlich welche. Meine Lieblingspfeile, auf die ich mich eingeschossen habe, bestehen aus einer Carbon-Fiberglas Mischung. Die sind nicht eben billig, auch nicht bei Temu. Aber bei Amazon, wo ich bisher gekauft habe, kosten sie das dreifache und das sind exakt die gleichen Pfeile vom gleichen Hersteller.

    • Bedeutet also wenn Du zehn verschießt landen davon x in der Natur und bleiben dort liegen? Irgendwie erscheint mir der da der Ansatz über einen günstigeren Lieferanten der falsche zu sein …

    • Also den Preis nochmal um das 3-Fache erhöhen, damit du die Pfeile nicht verlierst.

      „Man muss halt seinen Verstand einschalten“.

      • Um dir auf die Sprünge zu helfen. Die Pfeile verliert man nicht 3-D schießen ist das völlig anderes als Scheiben schießen auf der Wiese. Die Ziele/Attrappen werden in Wald gebeten in in unübersichtlichen Gelände auf realistische Jagddistanz, teilweise halb versteckt, aufgestellt. Wenn man seine Technik verbessern will und zum Beispiel mit Ankerpunkt und Grifftechnik experimentiert schon mal nen Pfeil ordentlich. Die sind dann je nachdem wirklich nicht einfach zu finden, aber keine Sorge. Irgendjemand findet sie dann schon, im Laufe der Zeit.
        Ich kaufe auch ganz gern ab und zu mal einen neuen Satz, weil die ganz alten den Spline nicht mehr halten.

    • Sorry, aber die anderen haben schon Recht, ein Sport, wo Müll in der Natur liegen bleibt sollte verboten werden.

      • Da bleibt NICHTS (dauerhaft) liegen. Die Betreiber solcher Anlagen sind Profis. Die halten da schon Ordnung. https://www.ox-bow.de – ein Beispiel.

      • 3-D Anlagen sind nicht „Die Natur“ sondern Privatgelände da kümmert sich der Betreiber schon drum, dass das ordentlich bleibt. Dauerhaft liegt da nichts rum….

  • Gut so, und hoffentlich nur der Anfang. Am besten Temu in der EU komplett verbieten.

    • Damit du die identische Ware, dann bei Amazon oder wie sie auch alle heißen, per drop Shipping für einen mehrfach hören Preis kaufst. Denken dann schreiben.

      • Beliebtes Argument: ist ja derselbe Kram wie bei Amazon nur billiger.

        Aber temu umgeht offensichtlich die grundlegendsten Standards and Umwelt, Wettbewerb, Arbeitsbedingungen, Steuern, Kundenservice, Sicherheit und Produkt Qualität in Millionen von Produkten.
        Außerdem sind für Mechanismen beim Marketing unlauter, süchtig machend und illegal.

        Und wenn dir das egal ist, meinetwegen, aber Menschen die nachdenken ist das nicht egal.

        Daher gilt eher für dich: Erst denken- dann posten.

      • +1 Danke

  • Um zu wissen das man keine billigen Ladegeräte kauft, brauche ich keine EU. Wieder ein bisschen mehr Eigenverantwortung täte allen ganz gut. Habe noch nie bei Temu gekauft. Natürlich ist das Müll. Man kann nicht alle vor allem schützen. „Suvival of the fittest“ wird so leider verhindert ;-)

  • Serviervorschlag

    Korrekt. Die EU mit zum Teil gefährlichem Schund zuzumüllen sollte sich nicht mehr lohnen.

    • Naja, aber das sind nunmal auch die Geister, die der Westen gerufen hat. Man wollte alles und zwar billig, weshalb man sich unter anderem asiatischer Lohnsklaven bedient. Und dann wollte man alles noch billiger und nannte es z.B. Kostenoptimierung. Das chinesische Unternehmen dann irgendwann, eigentlich genauso wie westliche Firmen, anfangen die Qualität zu „optimieren“ um mehr Gewinn zu machen, ist eigentlich ein Geschäft unter Gleichgesinnten. Es ist selbstverständlich richtig, gefährliche Produkte zu vermeiden, aber vielleicht sollte man im Gegenzug auch eine etwas höhere Zahlungsbereitschaft mitbringen.

  • Überwiegend Chinaschrott, Plagiate und viel zu viel Müll, gut so.

  • Das was es bei Temu gibt, bekommt man bei Action, Tedi und Woolworth auch. Nur das es dort halt teurer ist und angeblich geprüft. Die haben nur Angst das der stationäre Handel nix mehr verdient und viele Steuern verloren gehen.

  • Bei welchem Umsatz? Ist das nicht lange durch Temu eingepreist?

  • Temu ist eine Handelsplattform und verkauft keine eigene Ware. Wie soll Temu seine Händler kontrollieren?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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