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In 30 Sekunden zusammengebastelt

DIY-Luftreiniger: Industrie- und Bastellösungen ähnlich effektiv

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Die Ankündigung des schwedischen Möbelhändlers IKEA, im kommenden Frühjahr in den Verkauf von Luftreinigern einzusteigen, rückt das Thema „Air Purifier“ zurück ins Rampenlicht.

Filter Notape

Ventilator, zwei HEPA-Filter, Gummiband, fertig.

Zuletzt hatten wir uns diesbezüglich ausführlich mit dem VOCOlinc VAP1 auseinandergesetzt – einem Luftreiniger mit HomeKit-Anbindung, der auch mit Hilfe von Amazon Alexa und über den Google Assistant angesprochen werden kann und mit einem satten Verkaufspreis von 371 Euro auftritt.

Wie viel Geld dürfen Luftreiniger kosten?

Das IKEA-Modell wird demgegenüber nur mit einem Verkaufspreis von 49,99 Euro ausgezeichnet sein. Eine massive Preisdifferenz, die die Frage aufkommen lässt, wie viel Geld überhaupt in einen Luftreiniger zu investieren ist.

Ein günstiger Box- bzw. Kastenventilator und ein grob darauf passender HEPA-Filter reichen dicke aus – lautet eine der möglichen Antworten. Nachzulesen in dem vor dem Wochenende veröffentlichten Blogeintrag „Experimente mit einem $50-DIY-Luftreiniger, der sich in 30 Sekunden basteln lässt“.

Feinstaub-Belastungen ähnlich schnell reduziert

Smallroom Log

Die Filterergebnisse in kleinen Räumen

Hier wurde die Do-it-Yourself-Variante gegen eine kommerzielle $100-Einheit ins Rennen geschickt. Die Effektivität der beiden Lösungen unterscheidet sich fast überhaupt nicht.

Beide benötigen für die Reduzierung der im Raum ermittelten Schwebeteilchen etwa gleich lange – dabei setzt der DIY-Luftreiniger auf eine größere Filterfläche als vergleichbar teure Fertigprodukte und dürfte langfristig weniger Filterwechsel benötigen als die Luftreiniger aus dem Baumarkt bzw. vom freundlichen Online-Händler.

Largeroom Log

Die Filterergebnisse in großen Räumen

Im Test wurden Feinstaub-Belastungen nach „PM 2.5“ ermittelt und die Zeit, die DIY-Modell und kommerzieller Luftreiniger benötigten, um wieder einen Normalwert im Zimmer herzustellen. Zwar muss bei der DIY-Lösung auf ein automatisches Einsetzen der Luftfilterung verzichtet werden, für die ersten Gehversuchen mit einem Luftreiniger könnte sich die Bastel-Variante jedoch durchaus eigenen.

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21. Dez 2020 um 08:38 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Die Pics mit den Hepa Filtern erinnern mich an Apollo 13. :)

  • Langsam drehen die Leute durch…

    • Wieso? Man entwickelt sich halt weiter. Im Auto seit Jahren Standard, bei großen Klima-/Belüftungsgeräten ebenso.

      Warum nicht also auch im Haushalt wenn man in einer Großstadt wohnt?

      • Was hat das mit dem Auto zu tun? Steht in deinem Wohnzimmer auch ein Diesel mit laufendem Motor?

        Ich sage es gerne noch mal (andere iFun Beitrag), diese Luftreiniger sind die neue Öko Katastrophe. So viel Elektroschrott der überhaupt nicht benötigt wird.
        Ja, es gibt Allergiker und da macht Luftreinigung Sinn. Bei den meisten unter uns aber überhaupt nicht.
        Noch schlimmer sind die ganzen Firmen die sich gerade die professionellen Geräte anschaffen. Nach Corona steht das Zeug einfach nur rum.

      • Danke HansWurst
        So schaut es aus, nicht zu verachten der Stromverbrauch. Wenn eine Klima im Büro vorhanden ist, macht es Sinn diese zB Corona bedingt nachzurüsten, auch wenn die Ergebnisse nicht wirklich belegbar sind, aber rein für die Wohnung einen Luftfilter? Wer nicht grade an einer Autobahn wohnt, der braucht das doch nicht außer Allergiker, Asthmatiker. Imho.

      • Feinstaub ist in allen größeren Städten ein Thema und in allen Gebäuden in denen keine maschinelle Lüftung mit Filter vorhanden ist potentiell geeignet die Schadstoffmenge zu reduzieren. Viel cooler wäre es aber über so etwas nicht nachdenken zu müssen und gleich für reine Luft sorgen. Im Gegensatz zu den Leihscootern bei denen nur die Faulheit gefördert wird ist bei solchen Teilen die Verbesserung der eigenen Gesundheit, zusätzlich zur Lebensqualität, im Vordergrund und da ist es durchaus zulässig dem einzelnen solche Maßnahmen zu gönnen.

      • Ich wohne in einer Wohnung unmittelbar neben einer Straße wo täglich 30k Autos durchfahren. Reicht das für nen Luftfilter?

      • Im Auto stehe ich aber auch am Auspuff von nem anderen Auto. Keiner sagt was in vorhandene Lüftungsanlagen Filter einzubauen. Oder wenn jemand Asthmatiker ist oder von mir aus auch wenn jemand im Stuttgarter Kessel direkt an der Hauptstraße wohnt (Wobei letzteres schon gar nicht mehr so viel Sinn macht). Das Problem ist, dass sich auch auf dem Land die Leute reihenweise diese Xiamo China Dinger ins Haus stellen explizit wegen Corona und nicht wegen Feinstaub. Als ob täglich 100e Leute durch die Wohnung latschen. Da wird nur wieder massenweise Schrott produziert, der in 6 Monaten nur rumsteht oder bestenfalls Energie für nix verbrät. Um die Luft zu filtern, die man gar nicht filtern müsste wenn man mal mit dem ganzen sinnlosen Konsum aufhören würde und nicht ständig Schrott um die halbe Welt schickt. Und man noch dazu bessere Luftqualität haben könnte wenn man einfach mal das Fenster auf macht.

  • Interessant, vor allem wenn man bedenkt, dass die von Dyson sogar noch teurer sind.

  • homekit label ist wie eine gelddruckmaschiene, gilt für die meisten homekit fähigen geräte,
    ein segen wer darauf verzichten kann

    • Wenn man sich das selber zusammen bastelt wie z.B. mit einem ESP ist es sogar noch deutlich günstiger als die Geräte ohne Homekit Label.
      Homekit ist so krass flexibel und ich brauche nur die Home App um alles in meiner Wohnung zu steuern. Dabei steuer ich meinen Beamer mittels Infrarot, empfange Werte von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, mit denen ich wiederrum meinen Luftbefeuchter ansteuer. Hier hab ich einfach ein 15€ Gerät Smart gemacht, dass hat mich 1,10€ für das Relais gekostet. Ich hab sogar meine Klingel und Türöffner aus den 70ern mit einem ESP Homekit Fähig gemacht. Materialkosten waren dabei unter 10€. Kann nur jedem empfehlen sich damit auseinander zu setzen. Vor allem mit der Tasmota Firmware auf den ESPs ist das auch gar nicht so schwer.

      • Wie genau steuerst du Infrarot Geräte mit HomeKit? Habe bisher nur Lösungen für Alexa und co gefunden…

  • Man bezahlt ja hier auch das Design *hüstel*
    Und das Look and Feel. Also gut sehen die DIY-Lösungen nicht aus, wer will das schon haben? ;))

  • Selbst basteln und eine Eve Steckdose dran machen und schon ist es smart. Habe eh einen Eve Room da. Bei nur noch 2 von 5 Sternen kann ich das Teil ja dann anspringen lassen.

  • Beim tiny room ist die DIY Variante doch sogar viel effektiver?

    • Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es hängt schlicht vom Luftumsatz pro Stunde und dem verwendeten Filter ab, wie schnell der Feinstaubwert fällt. Wenn man einen dicken DIY Lüfter gegen einen kleinen Raumluftfilter antreten lässt, sind die Messwerte nicht verwunderlich. Zudem kommt es darauf an, wo und wie gemessen wurde sowie auf die Luftverteilung im Raum.

      Solange nicht mehr weiß, kann man nichts zur Effektivität sagen.
      Und ein Luftfilter ist eben auch nicht mehr als ein Filter und ein Ventilator.

      Wenn man Aerosole (Coeonaviren) filtern will, hat der Feinstaubwert allerdings nur bedingt Aussagekraft, da Aerosolpartikel kleiner sein können als die typischen 2,5 um Partikel, die mit den gängigen Sensoren noch halbwegs gescheit gemessen werden können. Schlechte Filter und hohe Verwirbelung machen die Sache ggf. bzgl. Corona nur schlimmer, siehe Schlachthöfe/Tönnies.

  • Holger Haslbeck

    Also der Titel liebes ifun-Team ist missverständlich und gefährlich:

    Ich beobachte seit einiger Zeit was manche Gemeinden an Luftreinigern für Klassenzimmern anschaffen. Leider machen die günstigen Geräte, die dort von BlueAir oder Xiaomi angeschafft werden, die Sache gefährlicher als ohne Luftreiniger mit dem bisherigen häufigen Lüften.

    Den für was brauche ich Luftreiniger? Für Räume die keine Lüftungs-/Klimaanlage haben und auch schlecht über Fenster belüftet werden können (auch Querlüften) oder wenn ich gerade im Winter die Lüftungsfrequenz reduzieren will.

    Um im Vergleich zu „oft lüften“ bei geringerer Lüftungsfrequenz eine gleich geringe Aerosolbelastung oder eine geringere zu erreichen, müssen diese Geräte die Raumluft 5-6 mal in der Stunde per HEPA-13/14 Filter reinigen (CDAR-Wert). In einem Klassenzimmer wären das um die 900 Kubikmeter Luft. Um das bei bei sehr leisem Betrieb zu gewährleisten helfen die BlueAir oder Xiaomi Geräte (800€ bzw. 300€ Klasse) nicht mehr. Da fängt es dann erst bei 2000€ an, die das bei 40 dB(A) oder weniger Geräuschentwicklung schaffen. Alles andere ist in einem Klassenraum oder Büroraum bei dauerhaften Betrieb während der Anwesenheit deutlich hörbar und störend. BlueAir und Xiaomi Geräte liegen zwischen 50-65 db(A) bei Vollgas und schaffen dann die 900 Kubikmeter alleine auch nicht…

    Ja, mann kann sich mit Gebläse und einem Filter etwas selber bauen, dass auch Feinstaub filtert. Das kann man selbst auch noch gut prüfen. Bei Aerosolen wird es dann auch schwieriger bzw. im Alltag unmöglich selbst festzustellen ob die Geräte das auch so schaffen wie angegeben…

    Das Umweltbundesamt hat zum Thema Corona und Luftreiniger Mitte November Empfehlungen herausgegeben: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/dokumente/201116_irk_stellungnahme_luftreiniger.pdf

    Die interessieren aber leider viele Gemeinden oder Arbeitgeber recht wenig. Hauptsache da steht was, egal ob es hilft oder nicht.

  • „Bastellösung“ kann Lüftungsanforderungen nicht erfüllen

    [Quelle:Recknagel-08/12/2020]

    Die Experten für Lüftungs- und Klimatechnik Prof. Dr.-Ing. Christoph Kaup, Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier, Prof. Dr.-Ing. Ma rtin Kriegel, Hermann-Rietschel-Institut der TU-Berlin, Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, E.ON Institut RWTH Aachen und Prof. Dr.-Ing. Ulrich Pfeiffenberger, Technische Hochschule Mittelhessen, bewerten das Konzept z.B. die vom Max-Planck-Institut für Chemie (MPI) !!! entwickelte Abluftanlage
    aus mehreren Gründen skeptisch.

    Beispielsweise könne nicht davon ausgegangen werden, dass eine gute Erfassung der kritischen Aerosole im Raum gelingen kann, da sich virenbelastete Aerosole nicht zwangsweise in der Auftriebsströmung über einer Person befinden.

    Allein über die Atmung können die Aerosole im gesamten Raum verteilt werden. Selbst im Fall einer optimal ausgerichteten Auftriebsströmung über einer Person sei der in der Studie angegebene Volumenstrom für jede einzelne Abzugshaube im Raum nicht ausreichend, um die in der Auftriebsströmung vorhandenen Aerosole aufzunehmen.

  • Ist denn bereits durchgesickert, dass man Filter auch wechseln muss, oder kommt dass erst im nächsten halben Jahr, wenn plötzlich vermehrt Asthmafälle diagnostiziert werden?

  • Moment, wir reden hier von einem Luftreiniger mit Hepafilter und dann wird die Leistung anhand von PM2.5 bewertet? Das zeigt leider das die Tester ziemlich wenig Ahnung haben.
    Wenn es darum geht PM2.5 Partikel zu filtern reichen Panelfilter beispielsweise in der Filterklasse F7.

  • Man kann sich auch zwei ALDI-Tüten über die Füße stülpen. Messwerte ergaben: sind wasserdichter und günstiger, als Turnschuhe.

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