Neue Zahlen zeigen anhaltende Probleme im Zustellalltag
Deutsche Post: Beschwerden erreichen neues Rekordhoch
Die Zahl der Beschwerden über Post- und Paketdienste in Deutschland ist erneut gestiegen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2025 insgesamt fast 56.000 Eingaben registriert. Das entspricht einem Anstieg von rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits 2024 hatte einen Höchstwert markiert.
Damit setzt sich die Entwicklung fort, die schon in den zurückliegenden Jahren zu beobachten war.
Letzter Rekord erst 2024
Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Beschwerden deutlich gestiegen. Damals berichteten viele Kunden von verspäteten Zustellungen, beschädigten Sendungen oder Problemen bei der Abholung in Filialen. Auch eingeschränkte Öffnungszeiten und selten geleerte Briefkästen wurden kritisiert.
Die aktuellen Zahlen bestätigen diese Tendenz. Im Mittelpunkt stehen weiterhin verspätete Briefe und Pakete, beschädigte Verpackungen sowie Zustellungen an falsche Empfänger. Ein Großteil der Beschwerden betrifft die Deutsche Post und ihre Paketsparte DHL. Wettbewerber wie DPD, GLS und Hermes spielen eine deutlich kleinere Rolle.
Fast 10 Milliarden Briefsendungen
Gemessen an der Gesamtmenge bleibt die Beschwerdequote vergleichsweise niedrig. Im Jahr 2025 wurden rund 9,4 Milliarden Briefe und 4,5 Milliarden Pakete verschickt. Gleichzeitig gibt es mehrere Faktoren, die zu den steigenden Zahlen beitragen.
Eine wichtige Rolle spielt die Reform des Postgesetzes zu Beginn des Jahres 2025. Seitdem haben Zusteller mehr Zeit für die Briefzustellung. Während früher ein Großteil der Sendungen bereits am nächsten Werktag ankommen musste, gilt nun eine Frist von bis zu drei Werktagen. Für viele Empfänger wirkt dies wie eine Verzögerung.
- Neues Postgesetz ist durch: Brieflaufzeiten werden länger
Hinzu kommen strukturelle Belastungen im Alltag. Bereits zuvor wurde von hohem Arbeitsdruck in Filialen und Zustellung berichtet. Nicht zustellbare Pakete sammeln sich in den verbleibenden Filialen, während gleichzeitig Standorte geschlossen werden. Das führt zu längeren Wegen für Kunden und mehr Aufwand für das Personal.
Für das laufende Jahr deutet sich bereits eine Fortsetzung der Entwicklung an. Im ersten Quartal 2026 gingen über 20.000 Beschwerden ein. Allerdings hat sich auch die Erfassung geändert. Ein neues Online-Tool der Bundesnetzagentur erleichtert die Abgabe von Beschwerden, was die Vergleichbarkeit mit früheren Jahren einschränkt.


Ich kann mich nicht Beschweren weder bei der Post noch DHL .
Das glaube ich dir! Man bekommt keinen Ansprechpartner für Beschwerden an die Strippe!
Meine Erfahrung?
Gefühlte 32 mal „Teebeutel“ sagen und dann hast du einen Ansprechpartner… der dir auch nicht weiterhelfen kann.
Bei der Lieferung ist DHL – bei mir – deutlich zuverlässiger als die anderen Dienstleister. Ich schicke die meisten Sendungen aber auch an eine Packstation.
Die Filiale um die Ecke ist eine Katastrophe. Lange Wartezeiten & schlechter Service. Beschwerden von der Post werden auch nach Monaten nicht beantwortet. Der digitale Kundenservice bekommt von mir eine glatte 6.
Oh man, seit ihr doof?! Er oder Sie meinte, alles läuft super.
Ich kann mich dem nur anschliessen, keine Probleme. Und meine netten zwei DHL Boten bekommen auch immer etwas zu Ostern, Nikolaus, etc.
Von allen Zustellern ist DHL bei uns am Zuverlässigsten. Vermutlich gibt es große regionale Unterschiede.
Da stimme ich dir zu.
Ist hier in Düsseldorf definitiv „das kleinere Übel“.
Bei mir steht und fällt es mit dem Zusteller . Mein standart Zusteller ist top . Die Stellvertretungen sind immer unterschiedlich was zu Zuverlässigkeit angeht. Amazon und DHL sind in meiner Umgebung in Berlin aber noch die zuverlässigsten.
„Eine wichtige Rolle spielt die Reform des Postgesetzes zu Beginn des Jahres 2025. Seitdem haben Zusteller mehr Zeit für die Briefzustellung.“
Wurde bei mir Ende letzten Jahres seeehr sportlich ausgelegt, die Briefe kamen 2 Monate später.
Zudem in einer Plastiktüte, gemeinsam.
Ich habe dadurch Fristen verpasst, Aufforderungen über die Zusendungen von Unterlagen nicht eingehalten etc. – …hatte als Freiberufler hier ernsthafte Probleme und finanzielle Einbußen.
Der Satz „Es tut mir leid, ihren Brief habe ich nicht bekommen.“ klingt erstmal lächerlich, bekommt aktuell aber eine ganz neue Bedeutung.
Eine wirklich schlimme Entwicklung, die, wie in meinem Fall, zu einem Haufen Probleme geführt hat.
Ist aber bei dir ein Einzelfall
Nein.
In meinem Umfeld kommuniziert, kamen diesbzgl. noch viele Fälle ans Tageslicht.
Funfact:
Ich wohne über einem DHL Shop und habe meinen Vorfall dort angegeben – die sympatischen Mitarbeiter kannten parallel viele vergleichbare Fälle.
Deine Aussage stimmt also nicht.
Ich schließe mich an. Bekomme zwar fast gar keine analogen Briefe mehr, aber die werden teilweise Wochen später oder gar nicht zugestellt.
Neuerdings werden auch Briefe hier mit dem DHL-Auto zugestellt und die ehemalige Briefträgerin in den Ruhestand geschickt. Seit diesen 4 Monaten habe ich 5x falsche Zustellungen in meinem Briefkasten gehabt, obwohl ich Namen, Straße und Hausnummer fett gedruckt aufgeklebt habe. Das ist für mich glatte Arbeitsverweigerung. War bisher nur zu faul, mich zu beschweren, weil der gelbe Postkasten am Ende der Straße steht und ich die Fehlzustellung einfach dort hineinwerfe, sofern nicht für Nachbarn.
Ein Tipp aus der Praxis: sprich einfach mit deinem Zusteller, weil die Beschwerde Hotline bringt es auch nicht!
Sorry, aber auch hier muß ich dir in Teilen widersprechen…
Mein Zusteller sagte mir, auf meine Probleme oben angesprochen „Keine Ahnung, da kann ich nichts machen.“
Wieder ein Einzelfall?
DHL ist bei mir zuverlässig und freundlich.
Deutsche Post stellt keine Warensendungen zu, klingelt nicht und das Paket geht direkt in die Filiale. Traurig, das man hier so machtlos ist.
2024 ist nicht „vergangenes Jahr“
Zusteller haben nicht mehr Zeit für die Zustellung (also weniger Pakete am Tag) – nur bis das Paket am Zielort in Zustellung geht, dürfen mehr Tage verstreichen. Das kann sinnvoll sein, um keinen halb leeren Laster von [Kleinstadt] nach [nächstgrößere Stadt] zu schicken.
Die Absolute Zunahme der Zahlen sagt gar nichts aus. Im Artikel wurde bereits angedeutet, dass man die Zahlen in Relation setzen muss, aber das hat man nicht getan. Steigt die Zahl der Beschwerden denn nun, gemessen am gestiegenen Paketvolumen? Nach dem Artikel bin ich so schlau, wie davor.
Wundert nicht. Dienstleistung in Deutschland ist leider nicht das was es mal war. Und ein Fehlerkultur existiert nicht. Man redet lieber offensichtliche Defizite schön, statt was dagegen zu tun.
Porto erhöhen dann wird besser . Einfach nur lächerlich bei den Preisen die Leistung.
Ein Paket vom Allgäu nach Schleswig-Holstein für 6,99 € – dann fahr doch mal und bring es selber weg… wenn ich so ein Müll lese, könnte ich im Strahl kotzen!
Wer Infrastruktur in kapitalistische Hände gibt, wird am Ende nicht mehr sagen können „Geiz ist geil“
Herzlichen Glück Wunsch ihr Ausbeuter
Solange es der Vorstand und die Führung des Unternehmens nicht kapiert, wird sich nichts ändern ganz im Gegenteil, die Beschwerden werden noch mehr steigen nahe der 100000 oder mehr…