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Zusätzliche Anonymisierung

Datenschutz-Browser Brave: Private Tabs mit TOR-Verbindung

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19 Kommentare 19

Den Datenschutz-Browser Brave nutzen wir seit seiner Erstvorstellung Anfang April als schlanke Alternative neben Google Chrome-Browser.

Tor Browser

Die für Mac und iOS verfügbare Browser-Alternative basiert auf Googles Chromium – Chrome-Nutzer fühlen sich also schnell zu Hause – versucht sich aber durch ihren Fokus auf Geschwindigkeit und Datenschutz abzusetzen.

Kostenlos ladbar, setzt Brave nicht nur auf ein strenges Werbe-Blocking (dieses lässt sich mit Hilfe einer Whitelist für geschätzte Online-Angebote deaktivieren), sonder unterbindet auch das Laden von Tracking-Scripten und fragwürdigen Cookies. Dies verschafft dem Browser, der Plugins für Dienste wie 1Password, Pocket, Dashlane und Lastpass bereits ab Werk integriert, einen spürbaren Geschwindigkeitsvorteil.

Tor Large

Private Tabs mit TOR-Verbindung

Mit der seit wenigen Tagen erhältlichen Version 0.23 hat das für Brave verantwortliche Entwickler-Team nun die neue Funktion „Neues Privates Tab mit TOR“ implementiert. Das Feature, das sich derzeit in seiner Beta-Phase befindet, integriert die Anbindung an das TOR-Netzwerk direkt in den Browser und sorgt so für einen fast vollständig anonymisierten Datenverkehr.

Das Team erklärt im Blog-Eintrag zur Aktualisierung:

Private Tabs mit Tor schützen Brave-Benutzer vor [neugierigen] Internet-Anbietern, WLAN-Anbietern und besuchten Websites, die ihre Internetverbindung überwachen oder IP-Adressen und Online-IDs ihrer Besucher tracken und einsammeln.

Freitag, 06. Jul 2018, 9:59 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Verstehe ich das richtig, solange ich über das TOR-Plugin keine zwielichtigen Seiten benutze, ich auch geschützt bin oder gelangt hierdurch trotzdem schnell Schadsoftware auf meinem Mac? Kenne mich leider(!!!!) mit TOR überhaupt nicht aus.

    • Wenn du auf „normale“ Seiten gehst, die nicht im TOR-Netzwerk sind bringt es dir nichts über TOR zu gehen, außer dass diese Seiten z. B. Deine IP nicht bekommen.
      Was dort aber geladen oder nicht geladen wird bleibt das selbe.

    • Zwielichtige Seiten kannst du auch mit anderen Browsern erreichen .. hat ja nichts mit dem Tor Netzwerk zu tun :-)

    • TOR anonymisiert deine Daten die du im Web hinterlässt nur. D.h. Facebook, Googel, etc. können z.B. deinen Standort nicht richtig erfassen oder dein Surf-Verhalten einsehen.

      Welche Seiten du besuchst und auf welche Links zu klickst (links zu Schadsoftware aus fragwürdigen E-Mails z.B.) bleiben weiterhin schadhaft. Egal mit welchem Browser, Tool oder PlugIn du surfst.

      • Der Teil zu FB, Google stimmt nicht. Da man dort im Normalfall angemeldet ist, kann der Standort sehr wohl bestimmt werden, wenn man sich mehr als einmal ohne Tor angemeldet hat. Das Surf-Verhalten wird zusätzlich durch Cookies und extrem viele andere Parameter festgestellt. Tor wiegt einen hier in falscher Sicherheit. Es ist vollkommen unsinnig, sich zu anonymisieren und dann bei FB anzumelden (mit wenigen Ausnahmen).

      • @Bernd Wieso bitte ist man bei Google im Normalfall angemeldet? Ich bin es nicht .. davon abgesehen nutze ich Google auch nur, wenn das Ergebnis von DuckDuckGo nicht ausreichend ist

      • Bernd hat Recht. Die Nutzung von TOR bringt dir nichts , wenn du Facebook-User bist. Tracken können Sie dich auch weiterhin.
        Besser garkein FB nutzen. Des Weiteren würde ich jed empfehlen, „bekannte“ AdBlocker – die sich verkaufen – nicht zu nutzen. Dazu zählen AdBlock Plus, Ghostery etc… Verwendet besser solche Plugins wie uMatrix. Diese sind deutlich skalierbarer und können wirklich tiefergreifend ein Tracking verhindern bzw. deutlich erschweren. Ausserdem lassen sich (vernünftig konfiguriert), damit sogar solche Nachrichten-Seiten öffnen, die diese nervigen Meldungen „Bitte schalten Sie ihren AdBlocker ab“ bringen.

      • Moment, kann es sein, dass hier ein Denkfehler besteht oder ich einen Denkfehler mache? Wenn ich mit einem Browser Surfe, der nach Beendigung der Sitzung, beispielsweise beim Schließen der Tabs, die super- und Session-Cookies entfernt, bin ich im Prinzip doch höchstens durch die IP-Adresse nachvollziehbar und die Gerätedaten. Wenn ich dann mein Facebook-Fenster schließe und gehe auf eine Shoppingseite, kriegt Facebook dass in diesem Moment doch nicht mit. Wenn ich dann einen sicheren Browser, beispielsweise Firefox klar verwende, mit Google surfe und mich dort nicht anmelde, könnte doch höchstens nur über die IP-Adresse festgestellt werden, dass sich diese Anfrage irgendwie mit einer der vorigen Anfragen verknüpfen lässt. Klar, wenn ich die Facebook App nutze und Werbeblocker, ist das ja dann wieder nutzlos. Wenn ich dann aber über dieses System sogar die Adresse verschleiern kann, wäre das doch dann schon sinnvoll oder nicht? Zumal so ein Browser sicherlich keine Cookies speichert.

    • Nein. Wenn du keine zielichtigen Seiten benutzt (und einen Werbeblocker installiert hast, es gab schon Schadsoftware auf vertrauenswürdigen Seiten über Werbenetzwerke), dann bekommst du keine Schadsoftware, egal ob Tor oder nicht Tor.
      Tor dient lediglich dazu, zu verschleiern, wer du bist und von wo du das Internet benutzt. Das braucht man im Normalfall nicht. Jedesmal, wenn du dich irgendwo anmeldest, ist Tor z.B. eh hinfällig. Sinnvolle Einsatzgebiete für Tor sind z.B. wenn du als Journaslist mit anonymen/unterdrückten Personen kommunizierst, …

      • Balthasar, gerade in bezug auf Werbeblocker gebe ich Dir Recht. Leider aber arbeitet(e) Apple diesbezüglich kontraproduktiv, indem diese Firma, vor nicht sehr langer Zeit, die wirksamste Art von Werbeblockern: Werbeblocker-VPN, aus dem AppStore verbannte. (Mir) bekanntes(tes) Beispiel hierfür ist die Adblocker-App AdBlock for IOS von der Fa. Futuremind (meines Wissens nach Ableger von Kaspersky), welche seinerzeit von Apple vor die Alternative gestellt wurde, entweder den VPN-Teil aus ihrer Werbeblocker-App zu entfernen, oder aber zuzusehen, wie AdBlock for IOS aus dem AppStore fliegt.
        Futuremind hatte gekuscht und in einer letzten Aktualisierung den VPN-Teil aus AdBlock for IOS entfernt -Konsequenz: die neue Version blockt Werbung nicht mehr IOS-(App-) weit, sondern nur noch in Safari-, war aber so hochanständig, in ihrer Aktualisierungsbeschreibung in Großbuchstaben einen entsprechenden Warnhinweis auszugeben
        Aus diesem Grund hatte ich:
        1. AdBlock for IOS nicht aktualisiert.
        2. (U. a. deswegen) auf jegliche weitere IOS-Aktualisierung verzichtet,

        sodaß ich weiterhin die Möglichkeit habe, IOS-weit, via VPN-Adblocker, Werbung auszusperren – bringt Speed und spart Daten …

    • Du kannst ganz normal weitersurfen, der Unterschied ist nur das dein Traffic über das TOR Netzwerk verteilt wird. Es besteht also nicht weniger Sicherheit, es gilt das gleiche wie beim normalen Surfen auch, solange du wie du sagtest nicht auf zwielichtigen Seiten surfst ist alles gut :)

    • Brave ist eher ein schlechter Witz. Der Adblocker lässt sich kaum konfigurieren und außer den voreingestellten Addons kann man keine zusätzlichen installieren/nutzen. Es würde mich wundern, wenn die Implementierung von Tor hier wirklich Anonymität bringt. Im besten Fall setzt man auf eine VM oder separate Hardware und einen unveränderten Tor-Browser.

    • Klasse! Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Benutzt jemand von euch TOR für irgendwelche bestimmten Anwendungsbeispiele?

  • Brave gibt’s auch für Windows…

    • hier ist aber iFun und nicht WinFun :)

      • Dann sollte sich die Redaktion aber schnellstens mal für die Unart entschuldigen, die Berichte zu Windows überhaupt zu posten. :)

      • Ach so, habe vergessen: das gilt auch für Dashcams, Sonos, Amazon und Alexa, Smart Home abseits von HomeKit, Netzbetreiber, retro-Konsolen und besonders für Schnäppchen! Wer Apple nutzt, ist Schnäppchen ohne hin nicht gewohnt. Zum Abschluss mache ich mich unbeliebt: trotz teurem iMac und MacBook habe ich die Nase von macOS langsam voll und benutze inzwischen viel lieber Windows 10. Und das ist ganz ehrlich gemeint, zumal ich mich auch in zwei Jahren von Apple komplett weg sehe, nachdem es die Marke nach einigen Jahren nicht geschafft hat, mich vollends zu überzeugen. Das schreibe ich nur deshalb, weil ich gerade die Vielfältigkeit abseits von Apple hier sehr mag. Daher spreche ich mich auch ganz klar für Berichte zu Windows und anderen Konkurrenzprodukten aus.

      • Stephan, kann Deinen Standpunkt gut nachvollziehen, hast Dich bei mir nicht unbeliebt gemacht. Auch, wenn ich selber mit MacOS keine Erfahrungen habe, bekomme ich doch (anhand von Userberichten in vielen Blogs) mit, was mit IOS in allen 11er Versionen, bis hin zur aktuellen, los ist. Inklusive der Produktpolitik der Fa. Apple, welche auf Userinteressen regelrecht schei.t – siehe z. B. das Apple-Ultimatum an den App-Entwickler Futuremind/AdBlock for IOS (anfangs Werbeblocker auf VPN-Basis) (VPN = VirtualPrivateNetwork), in welchem Apple Futuremind vor die Alternative stellte, entweder den VPN-Teil aus seinem Werbeblocker zu entfernen, oder aber aus dem AppStore zu fliegen. Siehe die Dauer-Baustelle IOS 11 in allen bisher erschienenen Versionen.
        Auch, wenn ich mich sehr freue, daß ich mein superteures iPad Pro 10.5′ -aufgrund vorheriger Erfahrungen mit IOS-Aktualisierungen (seinerzeit die Unverschämtheit IOS 9.3.2/iPad Pro 9.7′), entsprechender User-Berichte bezüglich der 11er Version, und vor allem wg. des Futuremind-Ultimatums- nicht auf die 11er-Version aktualisiert habe, versichere ich hier, daß ich, sollten andere Hersteller -z. B. Microsoft („sind Sie sicher, daß Sie auch sicher sind?“ :-)) ) irgendwann für mich interessante Alternativen zu Apple (in meinem Fall iPad) anbieten, Apple einen Kunden für immer verlieren wird.

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