Derzeit fast keine Auslastung
Cloud-Engpass bei Apple: Google soll bei Siri unterstützen
Apple bereitet sich offenbar auf deutlich steigende Rechenanforderungen rund um eine neue Version seiner Sprachassistenz Siri vor. Nach einem Medienbericht von The Information hat das Unternehmen Google gebeten zu prüfen, ob Server in Googles Rechenzentren für die nächste, auf Gemini basierende Siri-Generation eingesetzt werden können.
Schon jetzt weicht Siri hin und wieder auf die Cloud aus
Derzeit fast keine Auslastung
Bislang verarbeitet Apple komplexere KI-Anfragen über die hauseigene „Private Cloud Compute„-Architektur. Dabei kommen firmeneigene Server mit Apple-Chips zum Einsatz. Nach Angaben von The Information wird diese Infrastruktur aktuell nur zu etwa zehn Prozent ausgelastet. Ein Teil der vorgesehenen Server soll sich sogar noch in Lagerhallen befinden und wurde bislang nicht installiert. Mit dem Start einer leistungsfähigeren Siri-Version könnte der Bedarf jedoch sprunghaft steigen.
Private Cloud Compute wurde eingeführt, um rechenintensive KI-Aufgaben in der Cloud auszuführen und gleichzeitig hohe Datenschutzstandards einzuhalten. Die Server verwenden Chips, die ursprünglich für Endgeräte entwickelt wurden und sind daher nicht speziell für große KI-Modelle optimiert. Zudem gelten Aktualisierungen als vergleichsweise aufwendig.
Strategiewechsel beim Cloud-Einsatz
Intern soll Apple über Jahre gezögert haben, die eigene Cloud-Infrastruktur stark auszubauen. Der Fokus lag traditionell auf Hardwareprodukten und nutzernahen Funktionen. Experten für Rechenzentren verließen das Unternehmen, während ältere, mit Nvidia-Technik betriebene Server schrittweise außer Betrieb genommen wurden. Parallel griff Apple verstärkt auf externe Anbieter wie Amazon zurück.
Lange Zeit untersagte Apple seinen KI-Teams die Nutzung von Googles Cloud-Diensten aus Datenschutzgründen. Der Softwarechef Craig Federighi soll entsprechende Projekte mehrfach gestoppt haben. Erst nachdem Google 2023 Änderungen an seinen Sicherheitsmechanismen vorgenommen hatte, begann Apple, Teile seiner KI-Workloads auf Googles Infrastruktur zu verlagern.
Vor dem erwarteten Start einer Gemini-gestützten Siri noch in diesem Jahr will Apple nun offenbar sicherstellen, dass ausreichend Rechenkapazität verfügbar ist. Eine mögliche Zusammenarbeit mit Google würde bedeuten, dass Teile der Siri-Verarbeitung direkt in fremden Rechenzentren stattfinden.


Fremde Rechenzentren heisst nicht, dass der Betreiber des RZ Einsicht in den Traffic hat.
Könnte man mit dem mieten einer Wohnung vergleichen. Auch da weiß der Vermieter nicht, was man so treibt.
Naja, aber der Vermieter weiss wann du kommst und wann du gehst, wen du mitbringst, wieviele du mitbringst, wie hoch dein Stromverbrauch ist usw. usw. Alles Daten die nicht zu vernachlässigen sind. Was man daraus macht steht auf einem anderen Papier. Un dich behaupte mal, dass jeder Vermieter noch einen „Ersatzschlüssel“ hat.
Schlechter Vergleich, denn wenn z.b. die Wohnung verkauft wird, hat der Eigentümer ein Besichtigungsrecht.
Interessanter an dem Artikel von the Information finde ich die Aussage, dass Apples Infrastruktur (derzeit M2) zu schwach sei und selbst mit M5 Ultra nicht ausreichend wäre.
Wenn man diese Berichte liest, glaube ich nicht, dass die persönlichere Siri vor iOS 27 startet.
Zwar weiß man nicht, wie weit die Gespräche und noch viel wichtiger die Umsetzung sind, aber selbst iOS 26.5 halte ich für sehr sportlich. Es wirkt auch nicht sehr überzeugend, wenn Apple sich erst jetzt um mögliche Kapazitäten kümmert. Wenn man von seinem Produkt oder seiner Software doch so überzeugt ist, sind diese Schritte doch von Anfang an bekannt und man geht sie gleich an.
Spannend ist, dass Google teilweise selber auf AWS setzt, um Gemini zu betreiben. Die schieben sich das also alle irgendwie zu, damit es am Ende die bestmögliche Auslastung gibt.
Davon einmal abgesehen – als Puffer und mit den Erwartungen klingt das doch ziemlich vielversprechend – zumal Google jetzt etwas ähnlicher zur Private Cloud Compute Architektur aufgebaut hat.
Und ja, Apple wird sicherlich seine neuen M5er Modelle anpassen und in die neuen Server stecken – die sollten dann mehr als potent sein!
Mein Vermieter hat weder einen Ersatzschlüssel, noch kennt er meinen Stromverbrauch oder weiß wer wann kommt und geht.
Und ein Besichtigungsrecht ist doch was völlig anderes.
Schaut euch mal Colocation RZ Anbieter an, da bekommt ihr mehr Infos, wie sowas läuft.