Sicherheitsbriefings als Weckruf
CIA warnte Apple: Tim Cook zwischen US-Produktion und Taiwan-Risiko
Dass Apple die Fertigung einzelner Produkte in die Vereinigten Staaten ausweitet, haben wir heute bereits am Beispiel des Mac mini aufgegriffen. Die geplante Produktion in Texas steht für eine vorsichtige Verlagerung von Kapazitäten. Im Hintergrund spielt jedoch ein deutlich größeres Thema eine Rolle: die Abhängigkeit von Taiwan bei hochentwickelten Chips.
Wie die New York Times berichtet, haben US-Sicherheitsbehörden Apple und andere führende Technologiekonzerne in vertraulichen Briefings wiederholt vor einem möglichen chinesischen Vorgehen gegen Taiwan gewarnt. Auch Apple-Chef Tim Cook nahm demnach an entsprechenden Gesprächen teil. In den Runden sei auf ein mögliches Zeitfenster bis 2027 verwiesen worden, in dem sich die Lage zuspitzen könnte.
Sicherheitsbriefings als Weckruf
Die Warnungen betreffen vor allem die Rolle der „Taiwan Semiconductor Manufacturing Company“ (TSMC). Der Konzern produziert den Großteil der weltweit modernsten Halbleiter. Diese stecken in iPhone, Mac und Servern für KI-Anwendungen. Ein militärischer Konflikt oder eine Blockade Taiwans würde die Lieferketten unmittelbar unterbrechen. Branchenanalysten gehen davon aus, dass ein solcher Ausfall gravierende wirtschaftliche Folgen für die USA und die globale Wirtschaft hätte.
Vor diesem Hintergrund wirken die jüngsten Produktionszusagen von Apple weniger wie isolierte industriepolitische Zugeständnisse an Trump und die Republikaner, sondern wie Teil einer langfristigen Risikostreuung. Cook hatte im vergangenen Jahr Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe in den Vereinigten Staaten angekündigt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf neuen Chipkapazitäten in Arizona, wo TSMC mehrere Werke errichtet.
Politischer Druck in den USA
Sowohl die Regierung von Joe Biden als auch die Administration von Donald Trump drängten die Branche, mehr Produktion in die USA zu verlagern. Während Biden auf Subventionen setzte, baute Trump eine Drohkulisse mit Strafzöllen auf.
Die Ausweitung der Mac-mini-Produktion in Texas erscheint damit als sichtbarer Teil einer größeren Strategie. Apple versucht, politische Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig die eigene Lieferkette gegen geopolitische Risiken abzusichern, ohne die bewährte Zusammenarbeit mit TSMC abrupt zu verändern.


Also lieber diese Jahr nochmal zuschlagen, falls eine Anschaffung sowieso anstand, für den Fall der Fälle :-D
Die USA sind nur an Taiwan wegen der wirtschaftlichen Produktion und einer damit verbundenen Abhängigkeit interessiert…wenn diese in Zukunft dann wegfällt, ist es der amerikanischen Regierung egal, wer sich dann das Land einverleibt.
Denke ich auch
Auch hier meine Frage:
Woher hast du diese Info? Es gibt
Exportbeschränkungen für Hochleistungs-Chips gegenüber China. Natürlich ist es auch bei geringer(er) Abhängigkeit von Taiwan den USA nicht egal, ob China die Kontrolle über und den Zugriff auf die Fertigungsanlagen von TSMC erhält.
Den USA sind mit der derzeitigen Regierung grundsätzlich alle anderen Länder egal.
Die wirtschaftlichen Interessen sind der Grund für den Schutz von Taiwan. Was daraus wird wenn die USA keine wirtschaftlichen Interessen mehr an und in Taiwan haben….
Dir USA sind nur an Taiwan wegen den wirtschaftlichen Verbindungen und der damit einhergehenden Abhängigkeit interessiert. Wenn in Zukunft dann diese Abhängigkeit geringer wird, ist es der amerikanischen Regierung egal wer sich dann das Land einverleibt.
Woher hast du diese Info? Es gibt Exportbeschränkungen für Hochleistungs-Chips gegenüber China. Natürlich ist es auch bei geringer(er) Abhängigkeit von Taiwan den USA nicht egal, ob China die Kontrolle über und den Zugriff auf die Fertigungsanlagen von TSMC erhält.
Mal unabhängig von den komischen Zeiten die zur Zeit herrschen ist es eigentlich spannend . Die wunderbare billige Globalisierung der großen Firmen und Ketten fallen nun vielen auf die Füße in so instabilen Zeiten. Erst wird der Mittelstand gestutzt um es nett zu beschreiben und nun wird an allen Fronten gejammert bei den oberen.
Um für Dividende die halbe Welt verrückt zu machen braucht es anscheinend nicht viel .
… das hat sich jahrzehntelang entwickelt und was in 20 Jahren weltpolitisch abgeht stand damals eben nicht zu Debatte.
Wir wissen auch, dass das Klima vor die Hunde geht und haben jahrzehnte nichts wirklich bewegendes diesbezüglich unternommen !
Der Mensch eben ….
Das gilt aber leider nicht nur für Apple. Wenn es in Taiwan Stress gibt, werden wir es alle merken. TSMC ist offensichtlich so wichtig wie die Bienen geworden… durch die digitale Brille betrachtet.
Wir haben in der Ukraine gesehen, wieviel mit gutem Zureden der Bundesregierung gegen den Aggressor Russland bewirkt werden konnte. Deutschland muss auch in Taiwan gegenüber China den Zeigefinger erheben, sollte es dort ähnlich kommen. Und natürlich viel Geld in das Land pumpen. Komme was wolle und bedingungslos.
wenn Apple seine Kapazitäten in Amerika erhöht ist TSMC in argen Schwierigkeiten,Taiwan ein Pubs-Land
Da gibt’s aber noch eine andere Abhängigkeit für die USA. Wenn die EU den Export von ASML reglementiert können die USA einpacken. Wundert mich, dass die Verhandler das dem Trump nicht schon mal gesteckt haben.
TSMC hat bereits angekündigt, bei einem Angriff von China auf Taiwan, weltweit unverzüglich alle eigenen Fabriken unbrauchbar zu machen. Dies sollte eigentlich Schutz genug sein.
Und wenn die USA nicht mehr mit uns oder wir nicht mehr mit Ihnen spielen wollen? Wo ist das Engagement von Apple bzw. TSMC zur Risikodifferenzierung auf EU-Gebiet zu sehen?