Planung und Benachrichtigungen vereinfacht
ChatGPT bekommt neue Aufgabenfunktion, Pulse wird eingestellt
OpenAI überarbeitet die Aufgabenfunktion von ChatGPT und führt eine neue zentrale Verwaltung für geplante Aufgaben ein. Die sogenannten Scheduled Tasks sollen schneller arbeiten, zuverlässiger Benachrichtigungen ausliefern und sich einfacher konfigurieren lassen. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen das Aus für „Pulse“ an. Der erst im vergangenen Jahr gestartete Dienst wird innerhalb der nächsten zwei Wochen eingestellt.

Für Nutzer ist die Änderung vor allem deshalb relevant, weil ChatGPT damit einen weiteren Schritt vom reinen Frage-Antwort-System hin zu einem Assistenten macht, der Aufgaben eigenständig im Hintergrund ausführt und Informationen aktiv bereitstellt.
Geplante Aufgaben erhalten eigene Schaltzentrale
Die neue Aufgabenverwaltung steht auf dem Webportal und in den mobilen Apps zur Verfügung. Über eine eigene „Scheduled“-Seite lassen sich einmalige Erinnerungen ebenso anlegen wie regelmäßig wiederkehrende Aufgaben. Nutzer können ChatGPT etwa beauftragen, tägliche Briefings zusammenzustellen, an Termine zu erinnern oder bestimmte Informationen regelmäßig zu überprüfen.
Neu sind dabei auch sogenannte Überwachungsaufgaben. Diese prüfen in festgelegten Abständen, ob sich ein bestimmter Zustand geändert hat und melden sich nur dann, wenn tatsächlich etwas Neues vorliegt. OpenAI nennt als Beispiel die Verfolgung von Sendungen oder die Beobachtung bestimmter Entwicklungen.
Die Aufgaben können direkt über die neue Verwaltungsseite angelegt werden. Alternativ genügt eine entsprechende Anweisung im Chat. Benachrichtigungen erfolgen per Push-Mitteilung, E-Mail oder auf beiden Wegen.
Bereits im Januar hatte OpenAI erste Versionen der geplanten Aufgaben für zahlende Nutzer freigegeben. Damals konnten Aufgaben zeitgesteuert ausgeführt und anschließend per Push-Nachricht oder E-Mail gemeldet werden.
Pulse verschwindet nach kurzer Laufzeit
Parallel zur Überarbeitung der Aufgabenfunktion verabschiedet sich OpenAI von Pulse. Der Dienst wurde erst im Herbst 2025 vorgestellt und sollte Nutzern automatisch tägliche Zusammenfassungen auf Basis früherer Gespräche, gespeicherter Vorlieben und verbundener Dienste liefern.
Die zugrunde liegende Idee bleibt jedoch erhalten. Laut OpenAI lassen sich ähnliche tägliche Übersichten künftig über geplante Aufgaben erzeugen. Dabei können auch Erinnerungen, frühere Chats und angebundene Anwendungen berücksichtigt werden.
Die Weiterentwicklung passt zu einer Entwicklung, die sich bei ChatGPT bereits seit Monaten beobachten lässt. Mit Speicherfunktionen, App-Anbindungen und automatisierten Arbeitsabläufen entwickelt sich der Dienst zunehmend zu einer Plattform, die Informationen nicht nur auf Anfrage liefert, sondern Nutzer aktiv unterstützt.
