Fokus auf Produktivität, KI und Datenschutz
Firefox zeigt Zukunftspläne: Mozilla will sich noch nicht geschlagen geben
Mozilla hat erstmals eine öffentliche Roadmap für Firefox vorgestellt und macht damit ungewöhnlich detailliert sichtbar, wohin sich der Browser in den kommenden Monaten entwickeln soll. Die Offenheit kommt nicht zufällig. Firefox kämpft seit Jahren mit sinkenden Nutzerzahlen.
Nach Angaben von Statcounter fiel der Marktanteil auf deutschen Desktop-Rechnern von 22,5 Prozent im Mai 2020 auf zuletzt 13,7 Prozent im Mai 2026. Mit neuen Produktivitätsfunktionen, zusätzlichen Datenschutzwerkzeugen und einer deutlich stärkeren KI-Integration versucht Mozilla gegenzusteuern.
Die Roadmap wirkt dabei weniger wie eine gewöhnliche Funktionsvorschau als vielmehr wie ein strategisches Signal. Mozilla will Firefox als eigenständige Alternative zu Chrome, Edge und Safari positionieren und setzt dabei auf Bereiche, in denen sich der Browser vom Wettbewerb unterscheiden soll.
Produktivität rückt in den Mittelpunkt
Ein großer Teil der angekündigten Neuerungen richtet sich an Nutzer, die viele Stunden täglich im Browser verbringen. Mozilla plant frei definierbare Tastaturkürzel, mit denen sich Arbeitsabläufe individuell anpassen lassen. Wer regelmäßig dieselben Funktionen nutzt, soll diese künftig mit eigenen Tastenkombinationen aufrufen können.
Auch die PDF-Verarbeitung wird erweitert. Dokumente sollen sich künftig direkt im Browser aufteilen, zusammenführen und neu sortieren lassen. Bereits 2022 hatte Mozilla den integrierten PDF-Editor deutlich ausgebaut und Funktionen zum Ausfüllen und Signieren von Formularen ergänzt.
Hinzu kommt die Integration der bislang als Erweiterung verfügbaren Multi-Account Containers. Die Funktion trennt verschiedene Online-Identitäten voneinander. Berufliche Konten, private Logins oder soziale Netzwerke lassen sich in separaten Bereichen betreiben, ohne dass Cookies und Anmeldedaten vermischt werden. Das passt zu Mozillas langjährigem Datenschutzkurs, den das Unternehmen unter anderem mit dem standardmäßigen Cookie-Schutz konsequent verfolgt.
Auch die bereits angekündigte Design-Offensive unter dem Namen „Project Nova“ findet sich in der Roadmap wieder. Mozilla arbeitet an einer moderneren Oberfläche, neuen Anpassungsoptionen und einer stärker vereinheitlichten Bedienung auf Desktop- und Mobilgeräten. Dazu gehören Tab-Gruppen, Split View, vertikale Tabs und eine vereinfachte Navigation durch die Einstellungen.
Die jetzt vorgestellten Vorhaben knüpfen an den Kurs an, den Mozilla bereits Ende 2025 skizziert hatte. Damals kündigte das Unternehmen an, Firefox schrittweise zu einem KI-gestützten Browser weiterzuentwickeln, ohne dabei die Kontrolle vollständig an automatisierte Systeme abzugeben.
VPN und KI sollen neue Nutzer ansprechen
Neben den Produktivitätsfunktionen baut Mozilla auch seine Datenschutz- und KI-Angebote aus. Das kostenlose, bereits im Browser integrierte VPN soll künftig auf Mobilgeräten verfügbar werden. Dadurch könnten Nutzer ihre Verbindung auch unterwegs absichern, etwa in öffentlichen WLAN-Netzen oder auf Reisen. Erst im Frühjahr hatte Mozilla das VPN als festen Bestandteil seiner Firefox-Strategie vorgestellt.
Im Bereich künstlicher Intelligenz plant Mozilla die Funktion „Quick Answers“. Nutzer sollen Fragen per Spracheingabe stellen und direkt im Browser kurze Antworten erhalten. Parallel wird die Entwicklung des sogenannten Smart Window fortgesetzt. Dabei handelt es sich um eine KI-Umgebung, die Inhalte zusammenfasst, Informationen vergleicht und beim Einordnen geöffneter Webseiten helfen soll.
Mit der jetzt veröffentlichten Roadmap macht Mozilla deutlich, dass Firefox trotz rückläufiger Marktanteile weiterhin eine zentrale Rolle im eigenen Produktportfolio spielt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Mischung aus Produktivität, Datenschutz und KI ausreicht, um dem Browser neue Impulse zu geben.



Ich wünsche es Mozilla sehr. Die Chromium Dominanz ist schlecht. Es ist gut, dass es Firefox als Alternative gibt. Wir benutzen den alle auf der Arbeit und hoffen, dass es noch lange so bleibt.
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Ich bin auf Ladybird gespannt, die wollen dieses Jahr in die Alpha gehen
Dito :)
Obwohl ich von KI die Schnauze voll habe und der VPN von Firefox von mir nicht benötigt wird (hab nen anderen VPN Dienst)
Benutze ich Firefox täglich sehr gerne und könnt mir auch keinen anderen Vorstellen …
#FirefoxBeste
Das VPN ist wirklich unbegrenzt kostenlos? Weiß jemand aus Erfahrung, welche Standorte es da gibt?
Ansonsten schon echt schade, dass es sich immer weiter auf die Tech-Riesen Google, Microsoft und Apple zentralisiert…
Mit Arc bin ich leider auch Chromium Nutzer.
Also Multicontainer wäre schon genial, das klappt irgendwie bei Chrome nie
Ich nutze Firefox schon über 20 Jahre auf meinen Windows Rechner, und kann nichts negatives feststellen.
Same
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Kann Zen empfehlen. Basiert auf Firefox und hatte Feature bereits gehabt, die Firefox dann auch integriert hat…
Unter Windows, Linux immer Firefox
Yes! Firefox auf allen Geräten. Bin absoluter Fan.
hoffe das firefox mal langsam nativ fürs iphone kommt und plugins nutzbar werden.
orion von kagi kann es und hat einen deutlich besseren ad blocker dadurch
Mozilla kämpft gegen den Gigant Goole. Da wäre es eher naheliegend, dass Google eine Version rausbringt mit eigener Engine auf iOS. Das macht aber keiner, weil nur in der EU Apple verpflichtet ist, dies zuzulassen. Somit müsstest dies eher an Google oder noch besser, Apple adressieren
Und Orion mal kurz geschaut… die haben es möglich gemacht Plugin von chrome und Firefox installieren zu können. Würde das mal so interpretieren, dass die dafür nen Layer eingezogen haben. Ja, ist ok. Nativ ist es deswegen noch lange nicht und die Engine dahinter, die von Safari…
Kann man bei Firefox mittlerweile wieder mehrere Tabreihen nutzen? Und werden Profile, Lesezeichen, geöffnete Tabs etc. wieder zuverlässig gesichert und im Falle eines Programmabsturzes zuverlässig wieder hergestellt?
Soweit ich weiß funktioniert alles ja
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, wann Firefox bei mir zuletzt abgestürzt ist.
Ich habe aber auch selten mehr als 30 Tabs offen, meist eher fünf.
Bei Updates sind zumindest im letzten Jahr immer alle offenen Tabs und Tab-Gruppen zuverlässig erschienen. Lesezeichen habe ich noch nie verloren.
Nutze den Browser auch seit 20 Jahren, egal ob Windows oder Mac. Wenn es den Browser nicht meht geben würde, währe das für mich wirklich furchtbar. Ich habe keine Lust auf Chrome, schon in der Beta war der Browser mir damals unsympathisch.
Ich frage mich warum so viele lieber Chrome/Google, Safari/Apple und Edge/Microsoft nutzen.
Firefox ist top! Täglich!
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Ich schätze Firefox wegen seiner vergleichsweise starken Bookmark Verwaltung. Wenn man viele hat oder zwecks Recherche benötigt, sind andere Browser meiner Meinung nach deutlich schlechter.
Finde zwar die Mozilla Foundation und den unabhängigen Browser wichtig als Konzept, in der Onlinewelt, aber solange Mozilla sich nicht einfach mal um eine essentielle Sache kümmert, nämlich die Integration von modernen Webstandards, wird sich da auch nicht viel tun.
Weil so haben sie niemals die Webentwickler auf ihrer Seite. Es ist zum Haare raufen, dass man als Entwickler etliche Features, die so unglaublich spannend sind, oder die die Entwicklung komplett verändert haben in den letzten Jahren, nicht verwenden kann. Und nur für diesen einen „alten Hund“, der in der Entscheidungs-Riege des Kunden sitzt, der noch den Firefox als Daily Driver nutzt, Anpassungen machen und Kernfeatures komplett weglassen oder dafür eigene JavaScript Umgehungen schreiben muss. CSS ist da noch am meisten betroffen.
Wenn man sich auf “Can I Use” oder der Mozilla eigenen MDN anschaut, wie viele Features Firefox nicht integriert hat, die selbst Safari (WebKit) schon seit Jahren unterstützt, packt man sich echt an den Kopf.
Viele Entwicklerkollegen optimieren gar nich mehr für Firefox. Wozu? Für die zwei, drei Prozent der User Base? Dadurch wird natürlich die Browserfahrung auf einigen Seiten schlechter. Was zu der Auffassung beiträgt Firefox wäre ein schlechterer Browser. Deswegen sag ich, das Beste, was Mozilla machen kann, ist, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit der es Webstandards adaptiert. Und wir reden hier wirklich von Jahren Unterschied zu dem anderen Engines. Oder beim Beispiel des Sharing-Dialogs niemals adaptiert werden.
Wen interessiert denn dann bitte, ob die zum x-ten Mal ihr Interface rumschieben oder aufhübschen? Ich würde herzlich gerne Firefox benutzen. Als alter Linux-Liebhaber wäre das echt ein Traum. Aber mit den Ressourcen, die Mozilla hat seh ich das leider nicht. Tatsächlich setze ich auch eher mein Pferd auf Ladybird und hoffe, dass die einer Foundation irgendwann übergeben werden.
Wer Interesse hat auf einen Podcast mit einem der bekannteren Entwicklern bei Mozilla hat, kann ich die aktuelle Syntax-Podcast-Folge empfehlen.
Wirklich niemand braucht Websites die nicht mal auf Firefox laufen. Man kann alles auch mit der Schnittmenge umsetzen die alle Browser unterstützen. Viel wichtige fände ich Vorgaben, die eine komplett Scriptfreie Bedinung wichtiger Websites erzwingen. Und wenn doch Scripte geladen werden müssen, dann nur von der eigenen Domain.
Web 2.0 und neuer ohne Skripte bei größeren, nicht-simple-gestrickten Websites? Das wird ambitioniert. An welche große, bekannt Website, die komplexer gebaut ist, hättest Du denn da so als Referenz gedacht?
Bevor hier weiter an der unnützen KI gearbeitet werden soll, sollte man lieber mal an der Geschwindigkeit gearbeitet werden. Firefox ist der langsamste Browser von allen, kein Wunder das den keiner mehr nutzen will. Benutze zZ lieber noch Opera.
Solange es im Linux, Windows, Android Lager nur Googles Chromium engine gibt ist es völlig Wurscht was Firefox und co treiben.