Getrennte Bereiche für Arbeit und Freizeit
ChatGPT Atlas für macOS: KI-Browser erhält Profilverwaltung
OpenAI hat seinen macOS-Browser ChatGPT Atlas aktualisiert und mehrere Funktionen ergänzt, die sich an der täglichen Nutzung orientieren. Die neue Version erweitert vor allem die Verwaltung unterschiedlicher Nutzungskontexte und vereinfacht den Wechsel vom aktuellen Standard-Browser.
ChatGPT Atlas verbindet klassische Browserfunktionen mit KI-gestützten Elementen wie einer integrierten Seitenleiste und einem Agentenmodus, der bestimmte Aufgaben automatisiert übernimmt.
Getrennte Arbeitsbereiche mit Multi-Profilen
Mit dem Update führt OpenAI eine Multi-Profil-Funktion ein. Nutzer können innerhalb eines einzelnen ChatGPT-Logins mehrere Profile anlegen, etwa für private Zwecke, Schule oder Arbeit. Jedes Profil verfügt über eigene Lesezeichen, einen separaten Verlauf sowie eigene Cookies. Damit lassen sich unterschiedliche Arbeitsumgebungen klar voneinander trennen, ohne ständig Konten wechseln zu müssen. Mehrere parallele ChatGPT-Logins werden aktuell noch nicht unterstützt, sollen jedoch folgen.
Die Funktionsweise orientiert sich an bekannten Profilkonzepten anderer Browser, bleibt dabei aber vollständig in Atlas integriert. Ziel ist es, Kontexte sauber zu trennen und gleichzeitig die KI-Funktionen für alle Profile verfügbar zu halten.
Import, Navigation und technische Verbesserungen
Ebenfalls neu ist der flexible Import von Daten aus anderen Browsern. Passwörter, Lesezeichen, Erweiterungen und Verlauf lassen sich nun jederzeit übernehmen und nicht mehr nur während der Ersteinrichtung. Atlas weist zudem darauf hin, wenn einzelne Import-Schritte noch nicht abgeschlossen wurden.
Bei der Navigation baut OpenAI die im November eingeführten vertikalen Tabs aus. Wird die Tab-Leiste ausgeblendet, erscheint sie beim Überfahren des linken Bildschirmrands mit dem Mauszeiger. Zusätzlich ermöglichen neue Tastenkombinationen das Verschieben von Tabs per Tastatur. Weitere Anpassungen betreffen die Entwicklerwerkzeuge, die nun ihre Fenstergröße behalten, sowie die Startseite, auf der begonnene Prompts erhalten bleiben.
Ergänzt wird das Update durch ein Menü für kürzlich geschlossene Tabs, kleinere Korrekturen an der Rechteabfrage und Optimierungen beim Speicherverbrauch. Nach Angaben des Produktteams handelt es sich um das letzte Update vor der Weihnachtspause. Für die Zeit danach ist unter anderem die Einführung von Tab-Gruppen angekündigt.


Hat jemand diese Browser tatsächlich im täglichen Einsatz? Ich hatte es mal für ein paar Fälle eingesetzt aber denke immer noch eine Extension wäre eine viel bessere Möglichkeit die Tools in anständige Browser zu integrieren.
Ich habe schon ein paar wiederkehrende Browser-Tasks an Atlas delegiert. Der Agentic Mode ist sehr gut, sehr viel schneller als der, der in ChatGPT selbst eingebaut ist.
Hast Du mal Beispiele? Was kann der so machen? Danke!
Würde mich auch interessieren…
Im Prinzip arbeitsrelevante Tasks. Beispiel: Wir haben ein Google Sheet in dem wir eine Risikomatrix für Cloudservices pflegen. Wenn ein neuer Dienst dazukommt, werden hier diverse Spalten ausgefüllt hinsichtlich GDPR/Datenschutz und technischer Begebenheiten wie Fähigkeit von SSO etc. Ich sage also Atlas, es soll bitte dieses Spreadsheet entsprechend nach Recherchen über den jeweiligen Dienst ausfüllen und sich dabei, was das Format angeht, an die bestehenden Einträge halten. Das passiert dann im Hintergrund, und im Nachgang prüfe ich stichprobenartig, ob das auch alles korrekt gemacht wurde. Ein anderes Beispiel: Durch mein Asana (Projektmanagementtool) gehen und alle erledigten Tasks in eine separate Sektion schieben. Im Prinzip einfach für Dinge, die ansonsten zeitaufwendig wären, aber die „jeder“ machen kann.
Danke!
@dynAdz Ein Tip zu Deinem ersten Task-Beispiel: bei KI hilft ein stichprobenartiger Test leider nicht viel. Es können alle Spalten korrekt sein, ausser einer einzigen (und nach Murphy ist das ja immer die wichtigste).
Ein besserer/sicherer Prozess wäre es Dir die zu ermittelten Angaben nicht direkt in das finale Sheet zu speichern, sondern in einem „Pre-Sheet“ anzulegen und in weiteren Spalten die jeweilige(n) Quelle(n) dazu angeben zu lassen.
Der Übertrag von Pre zu Final sollte dann manuell unter menschlicher Prüfung der ermittelten Quellen passieren. So spart man sich dennoch Zeit und erkennt aber auch alle Fehler… klar, kann jetzt bei Dir Overkill sein; das weiss ich natürlich nicht. Aber das wäre der bessere Weg wenn die Daten korrekt & verlässlich sein müssen.
@dynAdZ: Du pflegst also eine Risikomatrix über einen KI Browser, prüfst die Daten nur stichpunktartig und das soll dann GDPR/Datenschutz relevante Dinge sicherstellen. Wow! Einfach nur wow! Das nenn ich mal ein besonderes Risikoprofil …
Aber eine hinterlegte E-Mail-Adresse (z.B. bei Arbeitsplatzwechsel) ist wohl immer noch nicht möglich, oder?
Aber das Wechseln einer…
(sorry, kam zu schnell auf die Return-Taste… ;-))