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Chaos Computer Club fordert Ausstieg aus unverschlüsselter Kommunikation

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Wie der Chaos Computer Club am Donnerstag verkündete, müsse in Zukunft „jedes Bit und Byte, das von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet wird“ verschlüsselt sein. Der Grund für diese Stellungnahme des Clubs sind die Pläne mehrere Politiker, als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen und die damit gefolgte Welle von verschlüsselten Daten, „Bedarfsträgern“ einen uneingeschränkten Zugriff zur Bürgerkommunikation zu gewähren.

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(Bild: Shutterstock)

Entsprechende Vorhaben werden neben dem britischen Premierminister David Cameron auch vom Bundesinnenminister Thomas de Maizière unterstützt. Eines der vielen Probleme, welche der CCC hierbei aufzeigt ist, dass mit dem Zugang für behördliche Stellen die Gefahr der unerlaubten Verwendung für Kriminelle und Dritte geschaffen wird. Auch der Sinn wird hierbei in Frage gestellt: „Technisch mehr oder weniger versierte Menschen sind jederzeit in der Lage, Maßnahmen zu treffen, die eine verschlüsselte Kommunikation verheimlichen“.

Digitale Selbstverteidigung

Die komplette Ablehnung der Vorhabens der Politiker begründet der Club mit dem Wissen, welches man durch die Snowden-Dokumente gewinnen konnte. Schließlich seien diese Informationen ein Aufruf zur digitalen Selbstverteidigung durch Verschlüsselung. „Nach den öffentlich gewordenen Spionage-Programmen von Echelon bis zu den Snowden-Leaks, ist es offensichtlich, dass die Macht, Verschlüsselung zu brechen, für wirtschaftliche und militärische Interessen missbraucht wird“ erklärt CCC-Sprecher Jan Girlich.

Das Verbot, welches der CCC fordert, solle bei Nichteinhaltung massiv bestraft werden. Schließlich gefährde ein Unternehmen, welches die Daten seiner Kunden unverschlüsselt übertrage, die Sicherheit dieser.

Außerdem ruft der international tätige Club die Bundesregierung dazu auf, sämtliche Pläne der Totalüberwachung des Internets aufzugeben, um sich stattdessen „der Ahnungslosigkeit in den eigenen Reihen“ zu kümmern.

Was denkt ihr? Ist eine Verschlüsselungspflicht im Netz sehr sinnvoll? Oder gehen Cameron und de Maziére den richtigen Weg? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Der Autor auf Twitter: @derdahni

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23. Jan 2015 um 09:20 Uhr von Daniel Fehler gefunden?


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