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37% erreichen maximale Datenrate

Breitbandmessung: Bundesnetzagentur veröffentlicht Ergebnisse

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Erstmals seit Bereitstellung ihrer Desktop-Anwendungen hat die Bundesnetzagentur heute detaillierte Messergebnisse der offiziellen App Breitbandmessung veröffentlicht.

Breitbandmessung

Das Angebot der Behörde, das als Download für Mac- und Windows-Nutzer bereitsteht, ermittelt die Güte von Internet-Anbindungen mit reproduzierbaren Messverfahren und bietet einen vergleichbaren Standard-Messvorgang an, auf dessen Basis auch Minderungsansprüche geltend gemacht werden können.

37% erreichen maximale Datenrate

Dabei zeigen die jetzt veröffentlichten Werte, was allgemein bekannt ist: Deutsche Internetanschlüsse haben noch massives Spiel nach oben. So gelang es lediglich 36,5 Prozent der Nutzer von Breitbandmessung die vertraglich vereinbarte maximale Datenübertragungsrate zu erreichen.

Immerhin 83,5 Prozent der Nutzer kamen auf mindestens die Hälfte der der maximale „bis zu“-Datenübertragungsrate, die in den Tarif-Angeboten vieler Provider die Kommunikation dominiert.

Als Faustregel gilt: Je höher die maximal beworbene Datenübertragungsrate, um so geringer der Anteil an Nutzern, der diese erreichen konnte.

Anbieter Datenrate

Insgesamt hat die Bundesnetzagentur im beobachteten Zeitraum 167.985 Messungen über die Desktop-App gezählt, im Mobilfunknetz wurden mit dem Smartphone 441.233 Messungen und damit fast dreimal so viele abgesetzt.

Interaktive Auswertung verfügbar

Alle Kennzahlen zur Messauswertung hat die Bundesnetzagentur in ihrem sogenannten „Breitband-Monitor“ (PDF-Download) zusammengefasst. Das 75-seitige Dokument ergänzt die interaktive Darstellung, die auf dieser Übersichtsseite verfügbar ist, um zusätzliche Informationen wie die generelle Kundenzufriedenheit, eine Anbieter-Übersicht, regionale Unterschiede und den tageszeitlichen Verlauf.

Nicht zufrieden mit den Ergebnissen ist Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Dieser kommentiert:

Die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend. Kunden erreichen weiterhin oft nicht die versprochene Internetgeschwindigkeit.

14. Jun 2022 um 12:31 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Will gar nicht wissen wie viele von denen alte Bzw. Nicht geeignete Hardware im Einsatz hat.

    • Soweit ich sehen konnte, wird der Router inkl Softwarestand aufgeführt. Somit fließt er in die Bewertung mit ein. Gerade wenn es darum geht, den Anschluss beim Netzbetreiber zu reklamieren.

      • Es wird ja am Endgerät gemessen. Also gerne mal am uralten Laptop (der passt noch, ich mach nicht viel damit..), und zu weit weg über WLAN.

      • Einfach mal informieren bevor man schreibt… eine Messung über wlan wird unterbunden funktioniert nur über LAN!

  • Solange es in Deutschland Verträge mit „bis zu“ gibt, ändert sich das eh nicht. Da sollte man erstmal anfangen und dann Bandbreiten fordern. Vielleicht auch welche die reale Down und upstreams erreichen…

    • Du bist wohl nicht informiert. Sie müssen soweit ich weiß gesetzlich mindestens 80% der Geschwindigkeit gewährleisten.
      Nagel mich jetzt nicht auf die Daten fest. Aber die App Breitbandmessung gibt diese Werte auch an, die erreicht werden müssen

      • sApple, soweit die Theorie. Tatsächlich sind es übrigens 90%.

        Aber was ist das Ergebnis? Man wird zurückgestuft. Es ist ja nicht so, dass dann die Bandbreite ausgebaut wird. Man bekommt den nächst niedrigeren Tarif und darf sich über 5€ Ersparnis erfreuen. Da nutze ich dann als Kunde doch lieber die 80 statt 100 Mbit, als dann auf 50 Mbit heruntergestuft zu werden.

      • Exakt so sieht es übrigens die Allgemeinverfügung der Bundesnetzagentur vor. Rückstufung auf einen Tarif der erfüllt werden kann oder außerordentliches Kündigungsrecht des Kunden. Wer denkt damit würde sich alles verbessern und die Leitungen massiv ausgebaut werden, wird eher enttäuscht werden.

  • Ich habe mich nicht genau mit dem Messverfahren beschäftigt. Kann mir jemand sagen, ob man zwangsläufig per LAN angeschlossen sein muss, um die Messung durchführen zu können? Und wie wird sichergestellt, dass man nicht parallel noch andere Sachen downloaded oder dass noch weitere Nutzer die Leitung beanspruchen?

    • Ja, muss man. Man kann zwar auch so messen, aber für die Statistik ist das keine gültige Messung.

    • Gar nicht, das ist ja der Witz. Da wundert man sich, das die Provider diese Messungen nicht ernst nehmen.

      • Hä? Das wird abgefragt und man muss es auch bestätigen. Macht man es trotzdem im wlan ist es eben Betrug.

      • Das wird abgefragt und nur bei einer LAN Verbindung fließt das Ergebnis als offizielle Messung ein. Ergebnis kann aber dennoch verfälscht sein, falls man zB den PC über eine Wifi-Bridge oder per LAN am AP angeschlossen ist.

      • @Cartman

        Das ist aber ein klassischer Anwenderfehler. Gut, die meisten wissen es sicherlich nicht besser, aber ich behaupte mal, dass viele, die sich mit MBit/s usw. beschäftigen, schon wissen sollten, wenn ihr Rechner per LAN an einer Bridge o.ä. angeschlossen ist. Dann ist es natürlich sinnvoll, trotzdem auszuwählen, dass man nicht (!) per LAN angeschlossen ist. Geht ja nicht um den Anschluss an sich, sondern ob die Messwerte durch externe Störfaktoren z.B. beim WLAN verfälscht sein können, was meiner Erfahrung nach auch häufig der Fall ist.

      • @Name, das ist schon klar. Wollte nur darauf hinweisen, dass die App eine technische Kontrolle hat, dass das Ergebnis nur bei einem Test über LAN offiziell gewertet wird, aber logischerweise nicht berücksichtigt, ob es sich um eine durchgängige LAN-Verbindung bis zur ersten Übergabestelle handelt.

    • Ich habe in der Desktop-App nach mehrmaligen Messen immer annähernd gleiche Ergebnisse. Zuletzt 202,88 / 94,80 / 10 (Download / Upload / Ping). Beim Messen über drei verschiedene Anbieter im Browser kam deckungsgleich ziemlich genau das raus, was ich auch habe, nämlich 400 / 100 / 5. Von daher halte ich die Messung für die Bundesnetzagentur für nicht aussagekräftig.

      Hinsichtlich des LAN-Kabels, was in meinem Fall natürlich angeschlossen und per GB-Verbindung angebunden war, kommt in der Desktop-App lediglich ein Hinweis:
      „Die verlässlichsten Ergebnisse erhalten Sie beim Test über eine kabelgebundene Verbindung (LAN). Schließen Sie Ihr Endgerät zur Messung daher bitte mittels LAN-Kabel an den Router an. Messungen über eine drahtlose Verbindung (WLAN) sind möglich, können aber das Messergebnis beeinflussen und ggf. zu schlechteren Messergebnissen führen.
      Neben der Art der Anbindung (LAN/WLAN) können parallele Anwendungen und ein paralleler Datenverkehr das Messergebnis beeinflussen. Schalten Sie diese bitte während der Messung aus.“

  • Bestimmt hat die Hälfte mit dem Handy im wlan auf 2,4 GHz gemessen. Leider sind solche Messungen von Privatleuten ohne technisches Verständnis nicht ernst zu nehmen.

    • Leider sind solche Meinungen von Leuten ohne Verständnis über die Erhebungsmethode ohne Bedeutung.

      • Jack, kannst du das bitte mal erläutern, statt einfach eine abgewandelte Parole rauszuhauen?

        Meiner Meinung nach hat Matty schon recht. Ein Handy im 2,4 GHz-WLAN ist nun mal kein zuverlässiges Messgerät.

        Eine einigermaßen definierte Umgebung mit engen Rahmenbedingungen hat man nun mal nur z.B. mit einem Laptop oder PC und einer normalen 1 GBit/s-Netzwerkkarte mit einem handelsüblichen LAN-Kabel. Da fließen weniger Störfaktoren mit ein, als in einem Handy, das in so kleinem Raum verschiedenste Funktechniken hat (WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, NFC usw.) und welches vielleicht im Hintergrund viel rumfunkt (Hintergrundaktualisierung, App-Updates, offene Apps, die irgendwas cachen, Systemupdates usw.).

        Ich habe reproduzierbare Ergebnisse nur mit einem Laptop, der direkt per LAN an der FB angeschlossen ist, bekommen, wobei alle anderen Geräte ausgeschaltet bzw. im Flugmodus sind. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es eigentlich immer Geräte, die im Hintergrund irgendwelche Updates machen oder anderweitig kommunizieren.

        Das macht natürlich bei Anschlüssen mit 250 MBit/s wenig aus, aber bei Anschlüssen mit sehr geringer Geschwindigkeit, um die es ja letztendlich geht, ist es schon ein riesen Unterschied, ob z.B. irgendein Smartphone im Hintergrund gerade vier Apps aktualisiert oder ob alle anderen nicht mit dem Router während der Messung verbunden sind.

        Bei allen anderen Konstellationen (WLAN 2,4 GHz, acht Geräte verbunden) hat meine gemessene Geschwindigkeit zwischen 20 und ca. 60 MBit/s geschwankt. Als Argumentationsgrundlage wenig sinnvoll, wenn es bei LAN und abgeschalteten Geräten hingegen durchgehend bei ca. 60 MBit/s ist.

      • Noch ein Kommentar zum Thema Leute mit wenig technischem Verständnis:

        Eine Bekannte hat auf der Arbeit die FRITZ!WLAN-App benutzt, um zeigen zu wollen, wie schnell unser Internet doch sei. Die App hat lediglich die Geschwindigkeitsrate zum Router und zurück angezeigt, nicht die Anbindung ans Internet.

        Dann meinte sie stolz, dass wir ja alle durchgehend bis zu 200 MBit/s hätten.. mehrere „richtige“ Speedtests haben dann 10 – 20 MBit/s gezeigt. Das hat sie mir hingegen nicht geglaubt und meinte, das würde ja an meinem Gerät liegen. *lol*

        Wie sagt man so schön: Wer viel misst, misst viel Mist. Wer irgendwelche Werte misst, egal in welchem Bereich, sollte schon wissen, was er damit anfängt und was es bedeutet, durch welche Faktoren es beeinflusst wird, welche Ursache zu niedrige und zu hohe Werte haben etc.

  • Das hätte ich ihnen auch ohne Messung sagen können, das Deutschland in dieser Sache ein Saustall ist und der teureste noch dazu!

  • Lan ist muss. Aber keiner checkt ob ich am Kabel nur am accesspoint hänge, welcher nur wlan zum Router hat. Völlig Banane das Ding.

  • Also ich erreiche auch über WLAN die 100MBit Up und 40Mbit Down zu fast 98%. Demnächst dann Glasfaser 250Mbit synchon. Mal sehen wie es da dann ausschaut…

  • Ganz ehrlich, ich glaube nicht dass das der Realität entspricht. Dann müsste ich ja auch im ganz großen Bekannten und Familienkreis mal was negatives gehört haben, exemplarisch. So extrem sind die Anschlüsse gar nicht.. zumindest bei DSL nicht. Bei Kabel ist das anders wegen der Sternverteilung insbesondere in großen Häusern. Außerdem haben manchmal sogar die Testseiten nicht immer maximale Kapazität. Mehrfach erlebt. Test 400-500Mbit. Dann direkt was bei Steam gezogen. Rechner zeigt 988Mbit an. Wer weiß ob das alles so stimmt was Netzagentur da anzeigt

    • Ich wäre so ein Bespiel:
      – 100/40 bezahlt
      – 47/21 geliefert

      Wenn ich mich beschwere bekomme ich 50/10 geschaltet.

      Ich hätte gerne 100/100 – aber Gbit :-)

    • A nur weil du nichts gehört hast, ist es nicht existent soso

      Wir hatten ob VF oder Telekom beim DSL, nie die zugesagte Leistung. Besonders reduziert bei VF.

      Bei den Stadtwerken nun kommen, statt 100er zwischen 90-95 an. Kommt aber stundenweise <80 MBits an.

      VF und Mobilfunknetz bei angeblichen 20-25 Mbit laut Abdeckung real 5-10 Mbit.

      • Meine Verwandschaft/Bekanntschaft lebt also komplett in einer heilen Welt… na so ein Glück

  • Ist wie bei VW – Politiker mißverstehen oft, dass die Verbraucher und nicht „seltsame“ Geschäftsmodelle beschützt werden müssen.

    • Na ja, das „bis zu“ ist ja in der Regel technisch bedingt, insofern ist das Geschäftsmodell nicht „seltsam“. Aber die Werbung ist irreführend. Wer eine Technik mit schwankender Bandbreite anbietet, sollte auch immer ein „mindestens“ mit angeben müssen – nicht nur im Kleingedruckten. Dann könnte man z.B. zwischen „95 bis 105 MBit/s“ und „50 bis 250 MBit/s“ wählen.

      • Ich habe im Telekom Vertrag stehen, bis zu 500 Mbit, Durchschnitt 450 und mind. 400 Mbit. Am Anfang wurde das bei weitem nicht erreicht. Dann kamen nach ca. 6 Wochen Leute von der Telekom und haben den ganzen Tag Kabel im Keller getauscht und siehe da, hab jetzt immer maximale Geschwindigkeit.

  • Mal eine positive Erfahrung: bin bei 1&1 und habe VDSL 50 gebucht. Bekomme zu jeder Tages- und Nachtzeit realistische 55 – 58 MBit/s (über WLAN).

    Hingegen negativ: bevor wir vom 3 km alten Haus umgezogen sind, hatten wir dort einmal bei der Telekom und einmal auch bei 1&1 ADSL 16 gebucht und hatten nur 9 – 13 MBit/s. Da hat wirklich jedes MBit/s gezählt. Zu dritt eine Qual. Und das in einer Großstadt.

    Als ich mal Bekannte in der tiefsten ländlichen Gegend besucht habe, war dieser Gegensatz teils auch zu sehen. Das eine Dorf hatte Glasfaser und das nächste erreichbare Dorf höchstens ADSL 6 bis ADSL 16. Ein anderes sogar gar keine DSL-Anbindung. Ist aber schon eine Weile her.

  • Sagt wenig aus, wer macht den die Breitbandmessung? Vermutlich vor allem die wo auch Probleme haben und das dann auch überhaupt erst bemerken. Somit nicht wirklich viele wo, so dass es eine verlässliche Aussage geben kann.

    Die keine Probleme haben und das auch wissen, da sie allein in normalen Download (bei Steam und ähnlichen Stores oder so im Browser) schon Ihre Werte sehen und auch wissen was diese MB/s in Mbits bedeuten. Werden wohl kaum diese Messung durchführen.

  • Mich wundert es ein wenig, dass sich hier niemand über die Datensammelwut des besagten Tools aufregt auch wenn ich die Transparenz der App hinsichtlich der erhobenen Daten hoch schätze. :/

  • Die Messung erkennt dummerweise nicht, dass die LAN Karte nur 100 MB/s kann und daher mein 250er Anschluss leider nur einen Bruchteil liefert.
    Auch der am Router auf 10 MBit/s eingestellte LAN Port war auch kein Hindernis.
    Und nein, das sind keine Einzelfälle, das ist meine tägliche Arbeit.

    Und solange der Kunde sagt, mein PC braucht immer noch 5 Minuten um zu starten, obwohl ich jetzt das schnelle Internet habe, weiß ich, was von diesen Messergebnissen zu halten ist.

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