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Neue Details zu Funktionen und Bedienung

Apples Mixed-Reality-Brille als Zubehör für Sport, Spiele und gemeinsames Arbeiten

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26 Kommentare 26

Die Präsentation der neuen Betriebssysteme spielt mit Blick auf die diesjährige Apple-Entwicklerkonferenz WWDC eindeutig eine Nebenrolle. Die zentrale Frage lautet, ob Apple am 5. Juni tatsächlich sein mittlerweile seit Jahren diskutiertes Headset vorstellt. Inzwischen deutet alles auf diesen Start in eine für Apple bislang fremde Produktkategorie hin.

Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg präsentiert unter Berufung auf seine bekanntlich guten Quellen bei Apple neue Details zu diesem Thema und versucht damit verbunden auch etwas Licht auf die Frage zu werfen, wofür dergleichen den überhaupt gut sei. Dem Bericht zufolge will Apple seine Mixed-Reality-Brille insbesondere als Zubehör für das gemeinsame Arbeiten aber auch für virtuelle Workout-Übungen und dergleichen platzieren.

Apple erklären, warum man die Brille braucht

Apple sieht sich dem Bericht zufolge auch selbst mit der Aufgabe betreut, den Konsumenten zu erklären, warum sie ein solches Gerät überhaupt benötigen. Hilfestellung soll damit verbunden die Möglichkeit geben, iPad-Apps mit der Apple-Brille zu verwenden und somit mehr oder weniger vom Start weg auch Millionen von existierenden Apps in Verbindung mit dem neuen 3D-Zubehör zu nutzen.

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Bei den Bildern im Artikel handelt es sich um Design-Studien von Marcus Kane

Das kommende Apple-Headset soll dabei in der Lage sein, ebenso auf virtueller wie auf erweiterter Realität basierende Inhalte zu vermischen, was gemeinhin als „Mixed Reality“, also die Kombination aus „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ bezeichnet wird. Ein Schwerpunkt in dem von Apple vorgegebenen Nutzungsszenario wird Bloomberg zufolge dabei die praktische Verwendung mit alltäglichen Apps und Anwendungen sein, angefangen vom Fernsehen mit Apples TV-App, Spielen und FaceTime-Chats über das Browsen im Internet bis hin zum Zugriff auf Apple-Dienste wie Mail, Nachrichten, Kalender oder auch die Fotos-App des Herstellers.

Apple arbeite darüber hinaus an für die hauseigene Brille optimierten Versionen seiner Bücher-App, des Abo-Dienstes Fitness+ und natürlich auch der kürzlich erst vorgestellten und für die Gruppenarbeit konzipierten Anwendung Freeform.

Wir haben bereits in der vergangenen Woche angesprochen, dass Apples „Mission Headset“ nicht nur auf ein schlüssiges und für potenzielle Kunden attraktives Konzept angewiesen ist, sondern dessen Erfolg vor allem auch von der Unterstützung durch unabhängige Entwickler abhängt. Deren Engagement in das Erstellen von kreativen Anwendungen, wie wir es insbesondere auch in den Anfangstagen des App Store für iOS erlebt haben, wird zu einem großen Teil mit über den Erfolg eines solchen Projekts entscheiden. Dementsprechend scheint Apples Entwicklerkonferenz nicht zufällig als Bühne für die Vorstellung einer derartigen Produktneuheit gewählt.

Augenerkennung und Handgestensteuerung

Der aktuelle Bericht erwähnt auch ein paar interessante technische Details zu dem prognostizierten Apple-Headset. So soll ein der digitalen Krone der Apple Watch ähnliches Drehrad den Wechsel zwischen den mit der Brille möglichen virtuellen und erweiterten Realitäten ermöglichen. In der virtuellen Realität werde man dann vollständig in seine Apps eintauchen, während man das AR-Erlebnis ein Stück weit mit dem vergleichen könne, wie man Augmented Reality bereits vom iPhone oder iPad kennt – also die Einbindung von zusätzlichen Informationen und Elementen in die Welt um einen herum.

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Die Bedienung der Brille erfolge ansonsten mithilfe von Hand- und Augengesten. Ein integrierter Sensor erkennt dabei auch, wohin der Träger gerade schaut und Anwender haben die Möglichkeit, damit verbunden mit den Händen zu agieren, um beispielsweise Menüelemente auszuwählen. Als weitere Eingabemöglichkeit sollen eine virtuelle, quasi in der Luft hängende Tastatur und natürlich auch Siri zur Verfügung stehen.

Apples Mixed-Reality-Brille sei auch in der Lage, mehrere Anwendungen parallel auszuführen und könne diese auch ortsabhängig automatisch einblenden, sodass beispielsweise in der Küche automatisch der Webbrowser mit einem Rezept angezeigt wird, auch nachdem man diesen Raum kurzzeitig verlassen hat.

Bloomberg liefert hiermit den bislang umfassendsten Ausblick auf das ab, was bei Apple intern teils schon als potenzieller Nachfolger des iPhone gehandelt wird. Wird dürfen auf die Auftaktveranstaltung zur WWDC am 5. Juni gespannt sein.

19. Apr 2023 um 09:04 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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    26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
      • 799€ über einen Handyvertrag zu bezahlen, ist natürlich das gleiche wie 3000€ für ein AR Headset auszugeben.

        Aber mal ganz im ernst:
        Die Einsatzmöglichkeiten dieser Brillen sehe ich eher in medizinischen oder auch anderen industriellen Bereichen.

        Der Otto Normalverbraucher wird sich kaum abends son Ding aufsetzen und auf der Couch chillen.

  • Es würde mich schon wahnsinnig reizen, sowas einmal auszuprobieren, einen konkreten Nutzen für meinen persönlichen Alltag sehe ich allerdings aktuell noch nicht. Ich möchte nicht zusätzlich zu meiner normalen Brille auch noch mit dieser rumlaufen.

  • Ortabhängige offene „fenster“ oder besser Objekte, finde ich sehr interessant

    Zb um notizen bei der haustür platzieren oder aich an einem Punkt während einer reise

    Zusätzlich wäre es auch ganz cool an events/austelllungen gleichzeitig wie andere die infos lesen zu können, anstelle zu warten bis das schimdchen frei wird

  • Und die Leute sollen sowas jetzt stundenlang tragen? :D

    Das Ding wird ein „Flop“, selbst für „nur“ 999 €.
    Dafür brauch man kein Genie sein.
    Apple selbst weiß nicht mal für was es gut sein soll.
    Ein Gerät das Lösungen bietet für Probleme die nicht existieren.
    Das ist ein Gerät für die Börse.

    • Mach mal ein Screenshot von heute und vergleiche den in 10 Jahren. Aussagen wie deine habe ich in den 80er beim Mac gehört, in den 0er beim iPod und später beim iPhone, dann beim iPad, dann bei der Uhr und richtig gelacht haben alle bei den AirPods. Und wie immer lagen solche Leute falsch. Und beim Bitcoin lache ich heute auch noch, wie auch bei den Immobilien die laut Experten seit Ewigkeiten überteuert sind. Vielleicht liegt Apple diesmal falsch. Muss ja auch mal sein.

      • Ja so aussagen gab es oft und manchmal wurden sie widerlegt. Das ändert aber nichts daran dass sie verdammt oft/meistens nicht widerlegt wurden. Wieviele Revolutionäre Dinge gab es die letzten 15 Jahre an die man sich kaum noch erinnert? Das Ding wird ein Flop, würde ich ebenfalls drauf wetten.

      • Seit wie vielen Jahrzehnten ist die Eingabe per Maus und Tastatur ungeschlagen? Vor 20 – 30 Jahren dachte man wahrscheinlich auch in der Zukunft ist das vorbei…

        Mir kann keiner sagen warum das Ding im PRIVAT Bereich einschlagen soll?
        Für was? Noch ein Gadget zum aufladen, noch ein App Store…

        Das Ding wird eine absolute Nische werden…die kleine Schwester vom HomePod.

        mach du dir ein Screenshot;)

    • Das Gerät wurde noch nicht vorgestellt und schon wird über Preise spekuliert oder gleich als Flop abgetan. Keine Phantasie?!

      Stell Dir z.B. vor, Du setzt das Ding auf und siehst Bildschirm, Tastatur und Maus vor Dir, vielleicht sogar Deinen ganzen Schreibtisch und kannst damit arbeiten, egal wo Du bist. Du könntest mit anderen in einem Meeting sitzen oder mit den Kollegen gemeinsam an einem Projekt arbeiten und dass obwohl Ihr physisch nicht beisammen seid.

      Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten und es wird auch in Zukunft noch vieles entwickelt, was wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Vielleicht ist das Teil ja für Profi-Anwender und erst mal gar nicht für den Hausgebrauch entwickelt. Wer weiß das denn jetzt schon. Aber ich lasse mich sehr gerne überraschen.

      • Ich stelle mir vor allem vor, das Ding wäre von einer normalen Brille nicht mehr zu unterscheiden. Ich setze meine normale Korrekturbrille auf und wenn eine Message rein kommt wird mir ein Hinweis rechts oben eingeblendet. Schaue ich ihn an, wandert der Hinweis ins Zentrum meines Blickfeldes und klappt während der Bewegung langsam auf gibt dabei den ganzen Text preis wenn er in der mit angekommen ist.
        Das wäre praktisch! In gleicher Art geht das mit vielen anderen Anwendungsfällen.
        So wird es kommen und dann… warum noch ein Smartphone rumschleppen?!

  • Die Pornoindustrie wird dieser Technologie zum Durchbruch verhelfen.

  • Ich sehe einen potentiellen Kundenkreis bei Motorrad Fahrern oder Radfahrern. Man könnte so viele Details ins Sichtfeld des Fahrers einblenden. Dann noch spritzwasser geschützt mit einem schutzaufsatz um vor Beschädigungen zu schützen beim fahren. Wenn sie dann noch bisschen schick aussieht wäre das ne super motorradbrille. Bleibt nur die Frage offen wie das für Brillenträger gelöst wird.

  • Kann ich damit beim Tauchen virtuelle Fische einblenden? :-)

  • Beim Sport, naja. Mit einem Batteriegürtel und ner schweren Skibrille kann ich mir außer Apple Fitness+ nicht viel toll vorstellen. Aber vielleicht überrascht mich Apple ja doch.

  • Mist. Und ausgerechnet jetzt werden überall die Pornoseiten gesperrt.

  • Ist das braune Teil auf den Bildern ne Akkutasche ??? Ok, Strom muß sein… aber sooooo ?

    • Das habe ich auch gerade gedacht. Dieses Ledertäschchen geht natürlich gar nicht. Und generell sieht das Ding aus wie eine Taucherbrille. Ich hoffe, das kommt nicht so… das wäre irgendwie Apple unwürdig.

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