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Nah am Campus teuer wohnen

Apple Park: Das Raumschiff gentrifiziert

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Spannende Perspektive der New York Times. Unter der Überschrift Apple Disrupts Silicon Valley widmet sich die Autorin Kathy Chin Leong diesmal nicht nur den immens großen, im bayerischen Gersthofen gefertigten Glastüren der neuen Apple-Firmenzentrale, sondern berichtet auch über den Strukturwandel, den der neue Hauptsitz Cupertinos in seiner unmittelbaren Umgebung angestoßen hat.

Zentrale Rondell

So sorgen die seit der Grundsteinlegung im November 2013 laufenden Bauarbeiten an der neuen Apple-Zentrale seit Jahren für steigende Preise in den angrenzenden Wohngebieten.

Während ein 130 Quadratmeter großes Eigenheim mit drei Zimmern und zwei Bädern noch 2011 für umgerechnet etwa 660.000 Euro erworben werden konnte, geht das gleiche Objekt inzwischen für 1,3 Millionen über den Makler-Schreibtisch. Seit Apples Ankündigung, die eigene Firmenzentrale auf dem ehemaligen Hewlett-Packard-Gelände zu errichten, seien die Eigenheimpreise jedes Jahre um 15 bis 20 Prozent gestiegen.

Änderungen, die auch alteingesessene Nachbarn des Raumschiffs zu spüren bekommen:

The price of property in the neighborhood has also become a source of some worry. Sunnyvale and Cupertino, like many other Silicon Valley towns, have had an extended real estate boom, as the tech industry has expanded. Prices in the area really started to rise, real estate agents and residents said, after Apple released its plans. […] Today, bidders usually offer 20 to 25 percent over the asking price. […] Birdland is already drawing Apple employees, replacing homeowners who have cashed out to move to quieter regions. Those who remain are realizing that life will not be the same when all 12,000 of the Apple workers go in and come out on a daily basis. People in the neighborhood dread the increased traffic and expect workers to park in front of their homes since there will be fewer available spaces in the company garage.

Mittwoch, 05. Jul 2017, 16:07 Uhr — Nicolas
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  • Also ich als Anwohner der nicht dort arbeitet wäre aber mehr als glücklich wenn mein Haus auf einmal das doppelte Wert ist. Dann kauft man sich halt woanders was und freut sich über das übrige Geld.

    • Das gleiche gilt für Hotels.
      Ich war in Dezember drüben und habe für 4 Nächte in einem durchschnitts Motel 1200 Dollar gezahlt. Das Motel war dazu noch 4 Blocks vom HQ entfernt und wir mussten den Bus nehmen.
      Ich will nicht wissen was das Hotel gegenüber kostet. Oder die neue Miete für den Starbucks gegenüber.

    • Das gleiche hab ich mir auch gedacht. Und sobald das HP fertig ist steigen die sicher noch mal an. Am besten direkt verkaufen bevor wieder eine Finanz Krise kommt und die Immobilien Preise sinken

  • Und gerade auch für Hinweise auf solche Artikel bin ich Euer treuer Fan. Vielen Dank!

  • Mit Parkplätzen und Co ist das sicherlich nicht so einfach. Aber grundsätzlich würde ich mich freuen, wenn mein Grundstück so an Wert gewinnt… Ist ja jetzt nicht so, dass ein Flughafen in der Nachbarschaft aufgemacht hat.

    • Und was hast du davon, dass dein Grundstück so viel Wert ist? Verkaufen und weit wegziehen und versuchen dort einen neuen Job zu finden?
      Die Bewohner können sich davon nichts kaufen und wehe dem, der nur Mieter ist.

      • Nee, das meinte ich nicht. Aber wenn ich meinen Kindern etwas hinterlassen kann, was 25% Wertsteigerung erfahren hat, ist das schon ne ordentliche Rendite oder? Und wie es versucht habe mit dem Flughafen auszudrücken: Es hört sich nicht gerade so an, als ob das Leben dort jetzt vollkommen an Wert verloren hat.

        Bei Mietern hast Du natürlich vollkommen Recht…

      • Genau, die bezahlen dann auf einmal mehr als im Mietvertrag angegeben ist…
        Oh man…

      • Du denkst ernsthaft, man könnte Mieten nicht erhöhen, nur weil ein Betrag im Vertrag vereinbart wurde? Oder den Mieter raus schmeissen und einen neuen suchen, der bereit ist mehr zu bezahlen?

        Oh man…

      • also im Kreditnehmerland USA ist das sehr viel wert; da kann die Hypothek gleich erhöht werden und Vati kann sich nen neuen Ford kaufen oder GMC … irgendwas mit CarPlay natürlich!

  • Das Problem ist ja kein besonders neues. Mit Gentrifizierung haben alle Standorte zu kämpfen, an den sich große Firmen, die gut bezahlen, ansiedeln.

    • Das Problem ist in der Tat ja nicht neu, bis weit in die SF-Region hinein sind die Haus- und Grundstückspreise explodiert. Was für die Bewohner dort (also in San Francisco) ein großes Problem darstellt, weil das Leben für viele Menschen schlicht unerschwinglich wird.
      Das Sylt-Phänomen: man braucht Service-Kräfte in Hotels, Restaurants, Geschäften, Supermärkten, u.s.w. und möchte auch gerne ausbilden, kann die Mitarbeiter aber nicht mehr vernünftig unterbringen, weil es quasi keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt. Konnten wir nicht kürzlich erst lesen, dass Apple Probleme hat, für seine Kantinen Mitarbeiter zu finden?

  • Wenn man mal bei Tesla den Parkplatz sieht weiß man wovor die Anwohner Angst haben, hoffentlich haben die meisten Eigentum und können mit den erhöhten Grundstück Preisen eine hübschere Bleibe organisieren.

    Finde ich sowas etwas ins Licht zu zerren!

  • Die Probleme betreffen dort wohl den gesammten Bay Area Raum.
    Mieten können oft nach drei Monaten erhöht werden, die Verträge sind dort ganz anders als hier.
    Die Preise für praktisch alles steigen, ’normale‘ Leute mit normalen Jobs können dort nicht mehr wohnen. Z.B. finden die Anwohner keine Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen mehr, weil die die solche Jobs gemacht haben dort nicht mehr leben können. Kleine Läden verschwinden, etc.
    Und die normalen Anwohner können sich die Lebensumstände auch nicht mehr leisten, da hilft es nichts wenn das Häuschen doppelt so viel wert ist. Das sind ja auch oft eher einfache Holzhäuser. Mal eben wegziehen und woanders arbeiten ist auch nicht so einfach, das ist ja schon in Deutschland oft sehr schwierig.

  • Man muss hier vorsichtig sein und nicht Deutschland mit den USA vergleichen. Zum Beispiel ist es in den USA durchaus üblich, beim Hausverkauf auch einen Großteil der Möbel zurückzulassen. Und ein Umzug in eine 1.000 km entfernte Stadt ist für Amerikaner auch nichts Besonderes. Deswegen dürfte es die meisten alteingesessenen Anwohner nicht so schlimm treffen. Zumal man ja auch inzwischen seit fünf Jahren weiß, was einen erwartet.

    Was allerdings hart werden wird, das ist die Problematik mit den einfachen Jobs. Da kann man New Yorker Verhältnisse erwarten, bei denen Servicekräfte täglich 2 Stunden zur Arbeit pendeln müssen. Oder gleich in der Wäschekammer übernachten. Sowas ist natürlich übel.

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