EU lässt Apple von der Leine
Apple Maps und Apple Ads in Europa nicht dominant
Die europäische Kommission stuft Apples Werbedienst „Apple Ads“ und das Kartenangebot „Apple Maps“ vorerst nicht als sogenannte Torwächter-Dienste im Sinne des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) ein. Die Prüfer sind zu dem Schluss gekommen, dass beide Angebote nicht die Voraussetzungen erfüllen, um als zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Endnutzern zu gelten.
Anlass für die Prüfung war die im November von Apple an die Kommission übermittelte Mitteilung, dass die beiden Dienste die im DMA definierten Schwellenwerte erreicht haben. Das Gesetz sieht vor, dass besonders große Plattformdienste bestimmten Verpflichtungen unterliegen, sofern sie definierte Nutzer- und Umsatzschwellen überschreiten. Durch die stärkere Regulierung einflussreicher Plattformen soll kleineren Marktteilnehmern die Teilnahme am Wettbewerb erleichtert werden.
Apple hatte im Zusammenhang mit der Meldung dargelegt, warum Apple Ads und Apple Maps nach eigener Einschätzung keine bedeutenden Zugangsstellen für Kunden sind. Die Kommission hat diese Argumentation daraufhin überprüft und ist nun zu der Einschätzung gelangt, dass Apple in Bezug auf diese beiden Angebote tatsächlich keine marktübergreifende Kontrollstellung einnimmt.
Reichweite der Apple-Dienste in Europa eingeschränkt
In ihrer Begründung verweist die Kommission unter anderem auf die vergleichsweise geringe Nutzung von Apple Maps innerhalb der Europäischen Union. Zudem habe Apple Ads im europäischen Online-Werbemarkt nur eine begrenzte Reichweite und spiele dort ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Beide Faktoren sprächen dagegen, die Dienste als wichtige Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verbrauchern einzustufen.
Die Entscheidung betrifft ausschließlich Apple Ads und Apple Maps. Der bereits zuvor festgestellte Gatekeeper-Status Apples für andere zentrale Plattformdienste bleibt unberührt. Gleichzeitig kündigte die Behörde an, die weitere Entwicklung von Apple Ads und Apple Maps zu beobachten. Sollten sich Nutzung, Marktstellung oder Bedeutung der Dienste deutlich verändern, könne eine erneute Bewertung erfolgen.

Auch wenn iMessage nicht den Status eines Torwächters hat frag ich mich was der Nutzen ist wenn man WhatsApp zwingt interoperabel zu sein und andere nicht
Damit jemand mit WA darüber jemand messagen kann, der kein WA hat.
Nutzt nur nichts wenn der Messenger, den du vielleicht lieber nutzt, sich nicht öffnet, weil er es eben nicht muss
Na da überleg aber noch mal. Wenn das nur WhatsApp betrifft, kannst du damit dennoch mit keinem anderen Dienst kommunizieren. Es braucht mindestens 2, welche dazu verdonnert sein müssen.
Man braucht nicht zwei. Man braucht nur WA verdonnern und dann kann jeder, der einen anderen Dienst baut, Kompatibilität mit WA einbauen, wenn er das will. Das könnte Apple also bereits machen. Daran ändert sich auch nichts, wenn iMessage auch Torwächter-Status hätte. Dann hätte Apple immer noch die freie Wahl, ob sie nun WA in iMessage einbauen oder nicht. Es würde nur bedeuten, dass Anbieter von Drittlösungen die Möglichkeit hätten, iMessage einzubauen, wenn gewollt.
Abgesehen davon funktioniert das schon seit Jahren problemlos mit Beeper und Konsorten, auch ohne spezielle Gesetze.
Is doch super, dann braucht man kein WhatsApp mehr und kann mit iMessage mit Menschen kommunizieren die WhatsApp haben
Nein, iMessage ist nicht interoperabel
Kommen dann endlich auch die Funktionen Visited places nach Europa?