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Souverän statt nur schraffiert

Apple Maps: Kosovo fordert neue Grenzen vom Apple-CEO

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Dass Karten-Angebote wie Google Maps, die angezeigten Ländergrenzen oft in Abhängigkeit von der eigenen Geo-Position ziehen, ist hinlänglich bekannt. Einen schönen Artikel, der dies unter anderem am Beispiel von Indien, Pakistan und Kaschmir erörterte, leget die Washington Post erst Anfang des Jahres vor.

Kosovo Apple Maps

Darin erklärte ein Google-Sprecher auch das Selbstverständnis des Konzerns: „Wir bleiben in Fragen umstrittener Regionen und Grenzen neutral und bemühen uns, den Streit auf unseren Karten mit einer gestrichelten grauen Grenzlinie objektiv darzustellen. In Ländern, in denen wir lokale Versionen von Google Maps haben, halten wir uns bei der Anzeige von Namen und Grenzen an die lokale Gesetzgebung.“

Ähnliche Entscheidungen wird zukünftig auch Apple treffen müssen. Hat man sich im Laufe der vergangenen Jahre doch mehr und mehr auf eigenes Kartenmaterial gestützt, das die Kartendaten der bisherigen Lizenzpartner nach und nach ersetzen wird.

Eine erste Kontroverse steht mit dem Brief der kosovarischen Außenministerin Meliza Haradinaj vor der Tür. Diese hat in der vergangenen Woche ein Schreiben an den Apple-Chef Tim Cook aufgesetzt und die Überarbeitung der Darstellung der südosteuropäischen Republik in Apple Maps gefordert.

 

Cook solle dafür Sorge tragen, dass Apple Maps den Kosovo als souveränen Staat abbildet und nicht wie bislang als Teil von Serbien.

Haradinaj verweist in ihrem Schreiben auf andere Diensteanbieter wie Twitter, LinkedIn, Facebook und Spotify, die ihrerseits bereits entsprechende Maßnahmen auf den jeweiligen Plattformen ergriffen hätten.

Statt mit einem Ultimatum zu enden, fordert Haradinaj den Apple-Chef „respektvoll dazu auf, die nötigen Schritte zu einzuleiten“, um die virtuelle Repräsentation des Kosovo an die „politischen, historischen und rechtlichen Realitäten“ anzugleichen.

Unabhängig davon wie die Antwort ausfallen sollte, empfehlen wir euch einen Blick in das eingebettete Video zu werfen. Ländergrenzen haben in vielen Regionen der Welt enormes Konfliktpotenzial.

Dienstag, 28. Jul 2020, 16:06 Uhr — Nicolas
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  • Könnte Apple ja mal machen, immerhin erkennen 114 von 193 UN-Staaten, Kosovo als souverän an.

  • Apple will wohl die große „Pazifistennation“ Serbien nicht verärgern.

  • Was ist mit Palästina? War noch nie auf den Karten aufgeführt

  • Apple ist doch eine US Firma und die USA haben die Unabhängigkeit Kosovos anerkannt also nur eine Frage der Zeit.

  • Na selbst hier bei uns haben viele Firmen Probleme damit, Grenzen zu setzen. Bei Navis hat sich dies inzwischen stark verbessert, aber zum Beispiel Wetter Apps und andere Dienste, die Standortdaten nutzen, wie auch Tinder als weiteres Beispiel, verfehlen da oft die Grenzen um Kilometer, mit Folgen. Ich wohne an der polnischen Grenze. Mich nervt dies schon einige Zeit. Die Grenze ist kein gerader Strich. Und wenn einige Anwendungen meinen, rund 3 km landeinwärts wäre man noch immer im Ausland, führt es zu Problemen. Übrigens ist es bei Anwendungen auf iOS noch am genausten, Android baut da oft genug weit daneben, bzw. die jeweiligen Anwendungen auf dem OS.
    Bei Tinder ist es echt schlimm. Wetter Apps wären mir ja noch egal, aber einige liefern einfach keine grenzübergreifenden Daten. Allgemein, fast alle WetterApps zeigen das Wetter und zum Beispiel Niederschlag nur aus 3 von 4 Himmelsrichtungen. Aus Polen kommend gibt es wohl kein Wetter.

    Übrigens, auch Postleitzahlen sollten, wenn nicht abweichend, der Stadt zugeordnet werden, welcher kleinere Orte untergeordnet sind. Bei meiner Postleitzahl werden immer häufiger automatisch Gemeinden zugeordnet, welche zu meiner Stadt gehören. Selbst meine Software mit welcher ich Kundendaten bearbeite, Aufträge schreibe oder Ware bestelle, macht dies immer wieder falsch.

  • Meiner Meinung nach unnötige politische Diskussion hier in diesem eher technischen Forum.

  • Doch Spanien ist natürlich wichtig, aber da die Mehrheit der europäische Staaten erkennen es an. Spanien macht es nicht wegen Katalonien ist ja bekannt aber jeder wie er will.

  • Wo bleibt der Weißwurscht Äquator?? ;)

  • Warum nichtu trennen 2 Verschidene Volker Sprache KULTUR und und

  • Appel sollte Kosovo mit eigene Grenze zeigen, von 116 Länder is anerkannt,…von Serbien nach Kosovo zufahren jeder kann sehen da gibt es Grenze Zollbeamte Grenzbeamten etz…
    Für Appel und uns alle ist große hilfe wenn man zeig grenze. sonst werden alle entusch sein, wenn kommen bei denn grenzen Republik Kosovo
    Appel soll professional sein,soll grenze zeigen.

    • Wenn das so einfach wäre, würde jede Region sich einfach trennen können (siehe Katalonien) Es Bedarf also die Zustimmung von weit aus mehr als 116 Ländern….

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