Prüfungsaufwand enorm gestiegen
Apple begrenzt Bugreports: KI-Funde überlasten Prüfung
Apple hat die Zahl der Sicherheitsmeldungen begrenzt, die einzelne Nutzer über das interne Sicherheitsportal des Unternehmens einreichen können. Auslöser ist offenbar eine stark gestiegene Zahl an zum Teil zweifelhafter Meldungen, die mit Hilfe generativer KI erstellt werden.
Apple hat dies gegenüber der Financial Times bestätigt und verweist dabei auf eine branchenweite Entwicklung. KI-Werkzeuge helfen zwar dabei, echte Schwachstellen schneller zu finden, erzeugen demnach aber zugleich viele schlecht belegte oder falsche Hinweise. Jede eingereichte Meldung müsse weiterhin von Menschen geprüft werden, bevor sie als Sicherheitsproblem bestätigt und priorisiert werden kann. Apple setzt nach eigenen Angaben seinerseits KI ein, um die wachsende Zahl an Hinweisen vorzusortieren.
Mehr Prüfaufwand durch KI-Berichte
Die neue Begrenzung gilt seit Juni. Sicherheitsforscher können nun nur noch eine begrenzte Zahl neuer Meldungen gleichzeitig offen haben. Zusätzlich greift eine Wartefrist von 30 Tagen. Wer mehr Meldungen einreichen will, muss eine Erhöhung des Kontingents beantragen. Laut Apple können solche Anfragen jederzeit gestellt werden, damit kritische Hinweise die Sicherheitsteams zeitnah erreichen.
Mit dem Problem sieht sich laut der Financial Times nicht nur Apple konfrontiert. Generative KI wirkt sich gravierend auf die Suche nach Schwachstellen aus. So können weniger erfahrene Nutzer vergleichsweise schnell spekulative Berichte erzeugen, während erfahrene Sicherheitsforscher es einfacher haben, komplexe Fehler aufzuspüren. Für die Anbieter erschwert dies die schnelle Einschätzung der Relevanz eingehender Meldungen.
Dass KI in diesem Bereich bereits eine wichtige Rolle spielt, war zuletzt auch in den Update-Hinweisen sichtbar. Bei den jüngsten Sicherheitsaktualisierungen für iPhone, iPad und Mac hat Apple die Werkzeuge von Anbietern wie OpenAI und Anthropic als Hilfe bei der Fehlersuche erwähnt.
Bynario meldet blockierte Einreichung
Dass dies konkrete Auswirkungen hat, zeigt das Beispiel des italienischen Sicherheitsunternehmens Bynario, das nach eigenen Angaben mithilfe von ChatGPT innerhalb von drei Wochen mehr als 50 Fehler in der aktuellen Version von macOS gefunden hat. Darunter soll sich auch ein schwerwiegender Fehler befinden, der einem Angreifer weitreichenden Systemzugriff verschaffen könnte. Dieser Fund habe sich zunächst nicht an Apple melden lassen, weil das Portal weitere Einreichungen verhinderte.

Dann braucht wohl Apple eine Ki um die Ki Meldungen zu prüfen.
„Apple setzt nach eigenen Angaben seinerseits KI ein, um die wachsende Zahl an Hinweisen vorzusortieren.“
Mit KI wäre ihm der Fehler nicht unterlaufen. XD
Bei der Halluzinierungshäufigkeit hege ich da meine Zweifel
;-))
im Gegenteil, die Antwort war KI gestützt, die menschliche Prüfinstanz wurde übergangen ;-)