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Reaktion auf YouTube & Co.

Disney, Paramount und Netflix prüfen kostenlose Angebote

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Die großen Videodienste könnten ihr Angebot um vollständig kostenlose, ausschließlich werbefinanzierte Zugänge erweitern. Auslöser für solche Überlegungen ist offenbar die wachsende Konkurrenz durch kostenlose Streamingangebote.

In den USA sollen laut Business Insider sowohl Disney als auch Paramount über entsprechende Modelle nachdenken. Auch Netflix schließt eine kostenlose Variante grundsätzlich nicht aus. Der Anbieter betont jedoch, dass eine solche Entscheidung von den jeweiligen Marktbedingungen und einem ausreichend entwickelten Werbegeschäft abhängen würde.

Kostenlose Streamingangebote gewinnen an Bedeutung

Während klassische Streamingdienste bislang überwiegend auf Abonnements setzen, legten kostenlose Plattformen zuletzt deutlich zu. Vor allem YouTube sowie werbefinanzierte Streamingangebote wie Tubi oder The Roku Channel konnten ihren Marktanteil bei der Fernsehnutzung in den USA ausbauen. Marktforschern zufolge kamen diese Dienste im Mai zusammen auf rund 19 Prozent der TV-Nutzung.

Nielsen Streaming

Die kostenpflichtigen Streamingdienste bieten bislang lediglich einzelne Folgen oder ausgewählte Inhalte ohne Bezahlung an. Ein dauerhaft frei zugänglicher Bereich mit Werbung könnte ehemalige Abonnenten zurückgewinnen und neue Nutzer an die Plattformen heranführen. Beispielsweise könnten darüber ältere Serien oder ausgewählte Episoden neuer Staffeln kostenlos angeboten werden, um Interesse am restlichen Katalog zu wecken. Gleichzeitig ließen sich zusätzliche Werbeeinnahmen erzielen.

Auswirkungen schwer kalkulierbar

Disney soll intern unter anderem darüber nachdenken, ausgewählte Inhalte von Disney+ frei zugänglich zu machen. Paramount+ arbeitet angeblich an einer Funktion, die intern als kostenloser Einstiegsbereich bezeichnet wird.

Solche Angebote wollen jedoch gut konzipiert sein. Fällt das Angebot zu klein aus, könnte das Interesse gering bleiben. Werden dagegen zu viele Filme und Serien kostenlos angeboten, könnten bestehende Abonnenten ihr kostenpflichtiges Abo kündigen. Deshalb halte sich insbesondere Netflix bei diesem Thema bislang zurück.

Grundsätzlich könnte sich hier bereits die nächste Entwicklungsstufe des Streamingmarkts abzeichnen, nachdem vergünstigte Abos mit Werbeeinblendungen branchenweit zum Standard geworden sind.

05. Aug. 2026 um 07:30 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Es gibt einfach zu viele dieser Dienste und der Markt ist völlig fragmentiert. Dazu kommt, dass das Geld auch nicht mehr so locker in der Tasche sitzt. Netflix könnte ja mal ein Probeabo für Ex-Abonnenten anbieten! Ich war dort mal vor Jahren, sehe aber nicht ein, dort ein Abo abzuschließen, ohne zu wissen, ob es dort nun Dinge gibt, welche mich interessieren würden. Katze in Sack und so…

  • Nichts davon ist kostenlos

    Wir zahlen mit Aufmerksamkeit, Daten und Werbe- bzw. Konsummanipulation

  • Bitte nicht. Ich finde das jetzt schon, seit es die Werbemodelle gibt, sich das Niveau der Inhalte teilweise verändert hat. Finanzierung durch Werbung bedeutet immer, dass der Content primär auf den Teil der Betrachter zugeschnitten wird, der durch Werbung beeinflussbar ist.

  • Werbung ja ,nein , vieleicht oder nur ein bisschen Werbung . 4K, Full HD, oder Atari Grafik . Ich bin gespannt auf die Entwicklung, normales Fernsehen galt ja immer als überholt aber im Grunde zahlt man drauf oder hat das selbe nur auf Abruf. Die YouTube Zahlen sind denke ich mal nur so stark weil Jugendliche es viel nutzen .
    So oder so jeder wie er will und kann .

  • Mich würde interessieren, welche Auswirkung das illegale Streaming dabei hat.

    Gestern erst wieder erlebt: Meine Frau und Tochter wollten Spiderman Homecoming gucken. Tochter: Das ist doch Marvel, das gibt es alles bei Disney Plus – nee den aber nicht, weil Sony. Dann Batman Dark Knight – war super lange bei Netflix und zack wieder raus, da jetzt bei HBO Max.

    Und nein ich weiß, dass ist kein Grund illegal zu streamen und es bleibt Diebstahl. Aber ganz ehrlich ich kann Menschen mit weniger Geduld und Geld als ich sie/es habe verstehen, dass man dann schnell zum einfachen Weg greift.

  • Wenn jeder seinen eigenen Dienst bereitstellt, kann der Nutzer nicht mehr einen Dienst wählen und einfach warten, bis dieser die Lizenz erhält. Ab dem zweiten Streaming-Abonnement fragt dann sich jeder, ob das nottut. Notgedrungen nehmen die Nutzer dann werbefinanzierte Angebote wahr. Somit boomen diese Angebote, weil einfach niemand 6 Streamingdienste parallel abonnieren will.

    • + 1 … und bei jeder Preiserhöhung überlegt man erneut, ob’s das noch Wert ist.

      Bei Disney+ war die Entscheidung zuletzt: nein. Ich habe mir noch für zwei Monate Rabatt auszahlen lassen, weil sie je kein 4K mehr anbieten konnten und hab dann gekündigt.
      Ich hätte tatsächlich erwartet, dass ich es mehr vermisse.

  • Anfangs dachte ich, mit dem Streaming schwappt das Konzept Pay-TV nun auch aus den USA nach Europa über. Aber die Zersplitterung des Angebots macht dem ganzen einen Strich durch die Rechnung.

    Jeder einzelne Dienst ist gefühlt schon zu teuer, aber man nimmt es zähneknirschend hin. Spätestens ab dem 2. hinterfragt man jedes weitere Abo.

    Anbieter zu rotieren killt hingegen wieder den Komfort, gucken zu können, wann man will.

    Und letztendlich bringt jeder Anbieter daher ein werbefinanziertes Konzept heraus und wir sind wieder da, wo wir angefangen haben – halt nur on demand statt linear.

  • Wenn Werbung, dann ohne Abokosten! Alles andere halte ich persönlich schon immer für Betrug.
    Und wenn man schon dafür zahlt, stellt sich die Frage wofür. 90% des Contents bei Netflix und Co. ist so schlecht, dass man ebenso gut kostenlose LG Channels oder gleich den Bergdoktor anschauen könnte.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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