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Frühere Produktionen kosteten nur einen Bruchteil

Amazon: Massenentlassungen aber Millionen für „Melania“

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Der Online-Händler Amazon sah sich erst in dieser Woche dazu gezwungen, massive Stellenstreichungen öffentlich einzuräumen. Auslöser war ein interner E Mail Entwurf zu einem weiteren Entlassungsprogramm, der versehentlich an Mitarbeiter verschickt wurde und kurz darauf wieder zurückgezogen werden musste.

Melania Gallery 5

Wenige Stunden später bestätigte der Konzern den Abbau von rund 16.000 Arbeitsplätzen weltweit. Vor diesem Hintergrund sorgt nun eine andere Entscheidung des Unternehmens für zusätzliche Kritik.

Millionen für einen ungewöhnlichen Filmstart

Parallel zum angekündigten Sparkurs investiert Amazon hohe Summen in die Vermarktung eines Dokumentarfilms über Melania Trump. Für die Rechte an dem Film zahlte der Konzern rund 40 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen etwa 35 Millionen US-Dollar für Marketingmaßnahmen. Nach Analysen der New York Times sind derartige Summen für Dokumentationen sehr unüblich. Üblicherweise liegen sowohl Produktionskosten als auch Werbebudgets deutlich niedriger.

Der Film begleitet Melania Trump in den Wochen vor der zweiten Amtseinführung ihres Mannes und startet zeitgleich in mehreren Tausend Kinos weltweit. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass selbst politisch erfolgreiche Dokumentationen mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit bislang mit erheblich geringeren Mitteln auskamen. Kritik gibt es zudem daran, dass die Protagonistin redaktionelle Kontrolle über das Projekt hatte. Innerhalb der Filmbranche wird deshalb hinterfragt, ob der wirtschaftliche Einsatz in einem realistischen Verhältnis zum erwartbaren Publikumserfolg steht.

Tim Cook bei Privatvorführung

Das aktuelle Investment in „Melania“ unterscheidet sich auch deutlich in von früheren Amazon-Produktionen. Bislang war der Konzern in Hollywood vor allem für gesellschaftspolitisch geprägte Dokumentarfilme bekannt. Dazu zählten unter anderem I Am Not Your Negro, Mayor Pete, All In: The Fight for Democracy sowie Time.

Für diese vier Filme zahlte Amazon zusammengerechnet lediglich 12 Millionen US Dollar und damit weniger als ein Drittel der Summe, die nun allein für den Erwerb der Rechte an „Melania“ aufgewendet wurde.

Mit der Aufmerksamkeit für Melania Trump steht Amazon dabei nicht allein da. Erst kürzlich sorgte die Teilnahme von Tim Cook an einer privaten Vorabvorführung des Films im Weißen Haus für Boykottaufrufe gegen Apple. Auch dort wurde die Nähe zur Trump Familie öffentlich diskutiert und kritisch eingeordnet. „Melania“ startet morgen in die Kinos.

29. Jan. 2026 um 17:31 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    56 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Was interessiert einen denn diese Schraplelle? 40Mio? Lächerlich….

  • Ja netflix hat wohl auch geld geboten,wenn die denken die können damit geld verdienen!?
    Amazon entlässt massenhaft und kauft trotzdem noch filme ,serien und produziert sogar noch selber !? Unglaublich!

  • Das eine hat mit dem anderen jetzt nicht viel zu tun. Aber auch Amazon bückt sich für Trump und Familie tief, gaaanz tief.

    Schade. Zumal der Film Schrott sein soll und außer Trump Groupies und gekaufte Zuschauer kaum einer rein gehen wird.

    Himbeere ist dem bestimmt sicher dieses Jahr…..

  • Ich schau mir das nicht an da zu 100% alles geschönt und abseits der Realität dargestellt wird. Das sich die Reichen gegenseitig das Geld zuschieben muss ich ja nicht nochmal explizit erwähnen.

  • Die wird sicher richtig toll, aufschlussreich und ganz sicher wird ALLES erzählt was es zu erzählen gibt. Ich bin sicher das Herr Trump NICHT am Drehbuch mitgearbeitet hat.
    Mindestens so real wie die guten Shows morgens bei RTL

  • Wer einen amerikanischen Präsidenten mit einem 40Mio-Schwachsinnsfilm über seine ehedem eingekaufte Escort-Dienstleisterin mit Einstein-Visum (in welchem Wissenschaftsfeld sie wohl gut sein mag) schmiert, damit „sie“ zu Hause endlich Ruhe gibt, und er endlich wieder Zeit für seine menschenverachtenden Aktionen hat, der Muss das Geld ja schließlich auch wieder irgendwo reinholen. Sonst verarmt Bezos noch, denn 255 Milliarden USD sind bei den Preissteigerungen heute schnell aufgebraucht…

  • Das Geld, das amazon in den Film investiert hat (der das vermutlich zum Teil wieder einspielt) gibt das Unternehmen für 16.000 Mitarbeiter je nach Gehaltsstufe in 2-3 Monaten aus. Insofern taugt das nicht für eine Empörungswelle.

    • Sei doch bitte nicht so pingelig. Lass den Leuten ihre tägliche Empörung.

    • Für die Rechte an dem Film zahlte der Konzern rund 40 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen etwa 35 Millionen US-Dollar für Marketingmaßnahmen. Nach Analysen der New York Times sind derartige Summen für Dokumentationen sehr unüblich. Üblicherweise liegen sowohl Produktionskosten als auch Werbebudgets deutlich niedriger.

  • Wie man liest, wurde für die Premiere in London ein (!) Ticket verkauft. Haha.

  • Sieht aus als würde Amazon eine PR Kampagne für für die Trumpies machen. Würde mich nicht überraschen wenn ein Teil des Geldes in Trumpies Schatztruhe wandert. Die Techriesen lecken ja alle die Stiefel von Trumpie!
    Bin zur Zeit beruflich in den USA um sie wieder groß zu machen, es ist dringend erforderlich!

  • Amazon hat erst im Oktober 2025 14.000 Arbeiter entlassen. Jetzt wieder 16.000.

  • RTL soll Niveau haben???Der Witz des Jahres,außer man steht auf das Dschungelcamp,Da kotz ich doch im Strahl!!!
    Die Schwarzwaldklinik hat mehr Niveau

  • Ihr farmt mit den Artikeln in den letzten Tagen doch einfach nur Engagement. lol

  • Bevor ich mir diesen Film mit dieser Pissnelke angucke, geh ich lieber drei Monate in Haft. :)

  • Zählt sie dann ihre unzähligen OP’s auf? Aber eigentlich egal, was da berichtet wird ich frage mich, wen das interessiert …

  • „Stell dir vor, es läuft Melania und keiner geht hin.“

  • Glaubt denn tatsächlich jemand, dass diese „Dokumentation“ wirklich USD 40 Mio an Produktionsaufwand gekostet hat?
    Amazon hat wohl das Geld bezahlt, aber wieviel davon „in andere Taschen“ geflossen ist, kann sich jeder selber denken bei *der* Administration.
    Man (er)kauft sich wohl das Wohlgesonnensein, ähnlich dem Buchdeal bei ihren „Memoiren“.

  • Ich kann nur sagen: Sie haben ihn gewählt. Ich hoffe jeder Wähler der blauen Partei schaut sich das sehr aufmerksam an! Es sind nicht die Eliten die darunter leiden werden.

  • Wieder 16k Arbeitsplätze weniger. Weltweit zwar, aber etliche sicher auch in den Staaten.

    Wir sehen: maga funktioniert. Dafür hat Familie Trump Amazonas Millionen plus Image-Film doch wohl verdient!

  •  ut paucis dicam
  • warum kann ich kommentieren, wie ich will? Ich erhalte einen WordPress-Fehler …

  • Von Trump & Family-Clan sehr geschickt eingefädelt, um ihr Vermögen weiter aufzubauen.

  • Ist das nicht ein Film der in einem abgedunkelten Kino laufen müsste wo man 18 Jahre sein muss

  • Dieses Projekt ist von Korruption fast nicht zu unterscheiden

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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