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"Just walk out"

Amazon Go: „Supermarkt der Zukunft“ öffnet erste Filiale für alle Kunden

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76 Kommentare 76

Später als geplant hat Amazon nun seinen ersten „Amazon Go“-Supermarkt für alle Kunden geöffnet. Im Vorfeld wurde der Selbstbedienungsladen ohne Kasse über ein Jahr lang durch Mitarbeiter des Unternehmens getestet.

Amazon Go Innenansicht

Der Eingangsbereich des Geschäfts erinnert an eine Metro-Station. Beim Betreten müssen Kunden sich über ein von der zugehörigen App angezeigten QR-Code authentifizieren, anschließend läuft alles vollautomatisiert ab und Warteschlangen an der Kasse gehören der Vergangenheit an. Bereits bevor ein Kunde das Geschäft durch die Sicherheitsschleuse wieder verlässt, weiß Amazon was er in seine Tüte gepackt hat, und bucht den Rechnungsbetrag automatisch ab.

Mit Blick auf den technischen Hintergrund hüllt sich Amazon größtenteils in Schweigen. Die Aktionen der Käufer würden zuverlässig durch Sensoren und spezielle Algorithmen erfasst. Direkt nach Verlassen des Geschäfts kann der Kunde in der Amazon-Go-App seinen digitalen Kassenbeleg einsehen.

Was Amazon derzeit noch ausschließlich in einer Filiale in Seattle testet, könnte in nicht allzu ferner Zeit unser Einkaufserlebnis generell umkrempeln. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zu Amazon Go hat das Medienmagazin Fast Company veröffentlicht.

Montag, 22. Jan 2018, 19:10 Uhr — Chris
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  • Für manche Dinge liebe ich ja den kleinen Krämer um die Ecke, aber für Dinge des täglichen Bedarfs kann ich mir das SUPER vorstellen…

    • Ich finde auch, vor allem ist das Anstehen an der Kasse immer das Nervigste beim ganzen Einkaufen. Entweder ein Rentner packt wieder seine Münzen aus oder jemand holt noch „eben schnell“ etwas, aber durch Amazon Go kann man einfach rausspazieren. Hoffentlich kommt das bis 2020 nach Deutschland, ich kann es kaum erwarten und mein Gesicht können die dafür gerne abscannen.
      Die meisten Leute geben Facebook solche Daten in Form von Fotos auf Instagram oder eben Facebook sogar jeden Tag aufs neue freiwillig. Die könnten daraus sogar Werbeplakate machen und du würdest selbst für das geilste Foto keinen Cent sehen.

    • Finde ich genauso , der tägliche Krimskrams gern bei Amazon und den Rest auf dem Markt .

  • Das kostet so viel Arbeitsplätze, wollen wir das wirklich?

      • Ja, aber nur im Niedriglohnbereich und die haben wir schon zu genüge.

      • genau, und die ganzen entwickler dieses konzepts sind alle im niedriglohnbereich

        oh goottt!!!

        wir könnten auch wieder kutschen einführen, da gabs erst richtig viele jobs

    • Als hätte der Beruf des Kassierers eine Zukunft.

    • Was spricht dagegen, dass der Arbeitssektor weiter sich wandelt und reine Dienstleistung ins Controlling geht.
      Landwirtschaft>Industries>…

    • Die müssen einen da ja regelrecht scannen als Kunden. Welche Wege geht der Kunde bei welchen Produkten ist der Kunde unentschlossen! Möchte mal wissen ob die Technik erkennt das wenn ein Kunde ab oder zunimmt!

    • Ja. Arbeitsplätze wurden schon immer durch Maschinen ersetzt. Dafür kamen neuere, interessantere Arbeitsplätze hinzu. Auf lange Sicht muss es ein Grundeinkommen geben. Das ist aber eine Zukunft, auf die ich mich weitaus mehr freue, als auf die Aussicht, für die Arbeit zu leben.

      • Wie das Experiment in Finnland gerade zeigt, gibt es auch beim Grundeinkommen Verlierer, weil Unternehmer einen erheblichen Lohndruck nach unten ausüben können. Schlicht, weil für die Grundsicherung ja der Staat schon sorgt, was sich der Unternehmer dann sparen kann. Dort zum Beispiel wäre ein Mindestlohn viel wichtiger. Und beides wiederum müsste eine mögliche Inflation im Blick behalten, alles nicht einfach.

        Langfristig aber, wenn es durch Automatisierung immer weniger Lohnarbeit geben wird (mit entsprechenden Auswirkungen auf den Steuerhaushalt, erstrecht aber auf den Zusammenhalt unserer Gesellschaft), werden wir über ganz andere Modelle der Vermögensverteilung sprechen müssen, und das, befürchte ich, schon relativ fix.

      • der unternehmer kann und soll ja druck ausüben um kompetetiv zu sein, was er als gewinn erwirtschaftet kann dann immer noch die gemeinschaft entscheiden, wie hoch sie das besteueren möchte.

      • Irgendwann gibt es eh zu viele Menschen und zu wenig Jobs. Das ist eine rechnerische Gewissheit. Eine Grundversorgung wie das bedingungslose Grundeinkommen kommt irgendwann. Nur der Zeitpunkt ist ungenau.

    • Fortschritt hat schon immer Arbeitsplätze gekostet, aber wiederum neue erschaffen.

      • Halt nur nicht synchron (sondern meist so 15-30 Jahre versetzt) und nicht für die gleichen Menschen.

    • Wir können auch fließend Wasser wieder abschaffen. Das würde auch einige Arbeitsplätze schaffen ;)

    • Die Regale müssen trotzdem eingeräumt werden. Und Personal zur Beratung sollte auch da sein, wenn ich was nicht finde oder ich fragen zum Produkt habe.

      • fragen zum produkt, haha? der war gut, als ob jetzt jemand eine diesbezügliche frage beantworten könnte.

        die regale werden von robotern eingeräumt werden so hoffe ich doch bald

      • wo kaufst Du denn ein? Wir haben hier ganz gute Erfahrungen mit dem Service im Einzelhandel…

      • und bei überzogener kreditkarte lassen sie dich gar nicht erst rein.

    • Es macht einfach keinen Sinn daran festhalten zu wollen. So viele Jobs sind gekommen und gegangen. Durch die Digitalisierung wird sich alles so unfassbar wandeln. Wir werden auf kurz (nicht mit dieser Regierung) oder lang das BGE einführen. Wir könnten auch auf Naiv machen und sagen wie doof Amazon Go ist und wollen dass es nicht kommt. Bringt halt nix, es wird kommen. Menschen sind faul und wollen Zeit sparen. Wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Welche Antworten liefert die Politik?

    • Natürlich! Jobs sind kein Argument gegen den Fortschritt die Frage ist wie man es in gesellschaftlich verträglichem Tempo umsetzt.

      • die frage ist das sicher nicht, da das tempo sich eben aus dem fortschritt ergibt.

        ist doch eh so einfach zu verstehen, verstehe nicht (nicht persönlich gemeint) warum hier immer alle in die evolution reinpfuschen wollen.

        an der schule sollen wir die theorie lernen aber im realen leben wehrt sich jeder und alles dagegen

  • Na endlich, Zeit wird es, dass jemand den verstaubten Lebensmittelhändlern den Marsch bläst.
    Zusammen mit den online Angebot „Amazon Fresh“ und dem Stick „Amazon Dash“ ergibt das langsam ein rundes Bild.

    • Meinst du mit verstaubt dass die Preise für Lebensmittel noch nicht weit genug im Keller sind?

      • Er meint wahrscheinlich diese ekelhaften und grässlichen Menschen, diese Bazillenschleudern, diese Biomasse die uns bedient und freundlich zulächelt. Ist ja auch klar, wenn man nur im Internet lebt, wirkt dreiD mit Geruch und realer Intelligenz schon wirklich gruselig. Vor allem, wie die einen beobachten und was die letztendlich aus einem rauskriegen. Womöglich auch noch irgendwelche privaten Informationen. Und man stelle sich vor allem vor, dieses Märchen vergangener Generationen könnte stimmen, dass sich womöglich noch so ein ekelhafter Mensch in einen verliebt an der Kasse! Das ist ja undenkbar…

      • Nicht der Preis ist das Problem, sondern hauptsächlich der Service. Das Konzept langer Warteschlangen wirkt doch schon etwas altmodisch.

      • Da lernt man aber interessante Menschen kennen. In Kassenschlangen sind schon Beziehungen geboren worden. Mach das mal mit Amazon

      • Nein, keinesfalls damit gemeint, händisches abkassieren ist verstaubt. Nur mal überlegen wieviel Lebenszeit jeder von uns mit Warten an der Schlange verbringt…

      • @dockgb: Genau warum in Schlange stehen, wenn man doch viel besser und systemrelevant online konsumieren, oder besser noch auf Insta oder FB Selfies posten könnte

  • Amazone zahlt jetzt schon kaum steuern und bezahlt die Mitarbeiter nicht nach Tarif. Wollen wir so ein Unternehmen mehr Monopol hier in Deutschland geben ?

    Klar ist bestimmt angenehmer so einzukaufen aber zu welchen Preis wenn es so viele ihre Jobs verlieren würden >.<

    • Daher meide ich Amazon inzwischen in allen Bereichen so gut es geht.

    • Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Auf der einen Seite präsentiert Amazon Fortschritt, wie schon bei vielen anderen Dingen. Was Steuern und Entlohnung der Mitarbeiter angeht, ist eher ein politisches und moralisches Problem.

      • Amazon kann nur aufgrund seiner fragwürdigen Machenschaften (auch bei der Steuer) überhaupt was bieten. Das ist das Problem, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

    • genau amazon bezahlt nicht nach tarif sondern ÜBER dem tariflichen lohn.

      danke, dass du dir selbst dieses ei gelegt hast.

      Jobs kann man nicht verlieren, die gibts und dann gibt es sie eben nicht mehr.

      bitte hört endlich mit diesem sozialistischem festhalten an jobs auf und versucht ein LEBEN zu führen. es gäbe so viele bereiche, wo der mensch mit seiner emphatie und intelligenz gesellschaftlich einen beitrag leisten kann, das muss nicht an der supermarkt kasse sein.

      • wer seinen Job verliert, verliert auch seine Emphatie. Es ist etwas fragiler, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

  • Verstehe schon seit Jahren nicht, warum es nicht schon einen RFID Supermarkt gibt

    • Zu teuer. Jedes Teil braucht einen Chip. Der chip muss programmiert und am Ende auch wieder recycelt werden.
      Und da es im
      Lebensmittelmarkt auf jeden Cent ankommt hat sich das leider nicht durchgesetzt.
      Ein Barcode auf die Verpackung aufdrucken kostet gar nichts (da die Verpackung eh bedruckt werden muss).

  • Es muss ja auch jemand die Regale auffüllen, da sind die Arbeitsplätze!
    Ich habe vor einem Jahr eine Weiterbildung zum Geprf. Handelsfachwirt gemacht, dort wurde mir gesagt wie sinnvoll und super diese Ausbildung ist auf die Frage hin ob sich in naher Zukunft nicht so ein Beruf/Fortbildung bald erledigt hat, würde von Seiten der IHK immer nur gesagt „ Nein, das wird immer benötigt der Einzelhandel boomt“ ich lach mich schlapp!!!

    • @ekelalfred: das versteh ich grad nicht oder hab die Ironie übersehen. Amazon Go ist doch Einzelhandel?! Und Einkaufen stirbt nicht so schnell, die Jobs die daran hängen ebenso nicht, lediglich eine Änderung der Aufgabenstellung.
      Der Trend geht doch schon seit Jahren dahin, dass einfache und monotone Arbeiten automatisiert werden. Alles was komplexer umzusetzten ist bleibt alles was einfach automatisiert wird oder den Kunden erfreut ändert sich (extra nicht: „fällt weg“)
      Kutschfahrer inkl. Betreuung der Pferde etc. wurde zum Chauffeur /Taxifahrer und endet im autonomen fahren.

  • „Ohhh nein – das ist Teufelszeug und kostet die ganzen Jobs!!!“

    Ein Kutschfahrer, 1900

  • Ich bin mal gespannt, wie das in DE laufen wird mit der automatischen Abrechnung, wenn 2/3 der Kunden die hinterste Tiefkühlpizza aus dem Regal wühlen, weil die ja kälter ist und leckerer sowieso und jede Banane akribisch auf Druckstellen untersucht wird.

    Zudem bin ich für die Befüllung der Regale von der Rückseite, damit ein Kunde keinen Mitarbeiter mehr sehen muss. Wenn er Fragen hat, soll er halt Alexa fragen oder einen QR Code scannen.

    • :D ich bin für einen Lieferservice, damit sich mein Leben überhaupt nur noch auf dem Sessel abspielt, ausgestattet mit einer VR Brille auf der ich dann sehe was ich erleben könnte wenn ich nicht im Sessel säße. Vielleicht kommt ja eine Amazon App die den Einkauf im Supermarkt im echten Leben simuliert.

    • So wie ich das verstanden hab, testen die das Konzept bereits ein Jahr lang. Läuft.
      Und was soll das mit den Fragen die ganze Zeit? Ich glaub in meinem Leben habe ich vier Fragen in einem Supermarkt gestellt. Die wissen halt wo Sachen stehen. Weinempfehlungen brauch ich nicht vom real Mitarbeiter. Dazu wird es auch in Zukunft Spezialgeschäfte geben (da werden mMn Jobs entstehen, in Spezialgeschäften mit Beratung durch Kenntniss!)
      Grüße

  • Und was ist wenn das System streikt z.B. Stromausfall oder ähnlichem?
    Laden verlassen ohne zu zahlen;)

  • Wer kennt das nicht von seinem Wochen-Einkauf? Erst packe ich alles in den Wagen, dann stehe ich an der Kasse an, packe alles wieder aus dem Wagen aus, um es dann wieder schnell in den Wagen zu packen, bevor sich alles nach dem Scannen zusammenquetscht. Danach packe ich dann alles in Beutel…ich finde es logisch und gut, dass hier im Alltag etwas einfacher wird.

    • Das ist in z.B. Frankreich gut gelöst. Manche Supermärkte haben einen Scanner am Einkaufswagen. Man scannt alle Artikel ein, bevor man sie in den Wagen legt und geht am Ende einfach raus, die Abrechnung erfolgt automatisch über die Kundenkarte die man am Anfang eingescannt.

  • Alles was hier steht ist vorhersehbar. Es kommt wie Reflex. Würde gerne mal spannende Kommentare lesen.

  • Hoffentlich kommt das schnell nach Deutschland. Würde nur noch dort einkaufen!

  • unabhängig vom konzept. ist es klug einem akteur immer mächtiger werden zu lassen?! alle scheinen begeistert, ich versuch schon jetzt amazon zu meiden wo es nur geht. auch kaufe ich mittlerweile wieder häufiger im stationaren handel. gleiche geschichte gilt übrigens für google.

    zum konzept kassenloser supermarkt… ich weiß nicht, kennt keiner von den jubelschreiern leute die mit kassiererjob ihr taschengeld verdient haben? oder so überhaupt erst in den einzelhandel gekommen sind? soll der schüler/student nun direkt ins controlling/ IT, oder der einfache hauptschulabgänger?! das ist doch sehr unrealistisch. glaubt ihr wirklich amazon zahlt was lidl, rewe und co zahlen?!

    die eigene bequemlichkeit sollte ab und zu zurueckstehen, wenns um das wohl anderer menschen geht. fortschrittfeindlichkeit hat rein gar nichts damit zu tun.

    • tja, ohne amazon eben kein fortschritt.
      unsere wirtschaft ist aber auf evolution ausgelegt.

      und der evolutionäre erfolg gibt amazon recht, genauso wie apple. google und samsung sind eigentlich nur apple kopien und auch ganz gut unterwegs.

      tesla könnte auch die ganze autobranche fressen, nur die werden bald in die gänge kommen und ihr schicksal nochmals herumreissen.

      ob z.b. wal-mart das schafft wird man sehen, immerhin probieren sie es jetzt.

      ein media-markt ist ja auch nurmehr ein „unter-schichten“ programm könnte man böserweise sagen. wer tut sich das denn freiwillig an

  • Damit ist AMAZON endgültig gestorben für mich.

    Schon das die lagernde Ware nicht mehr am selben tag verschicken so wir früher mal üblich, vor der Prime Einführung, stört mich schon lange. Hab letztens den Kundenservice angeschrieben und als Antwort kam tatsächlich nur der Vorschlag PRIME zu buchen. Geht ja gar nicht.

    Und jetzt so ein Mist.

    Und natürlich sieht wiedermal keiner was die ganze Überwachung bewirkt solange es einen minimalen vorteil hat wie 10min an der Kasse Zeit gespart bringt.

    SCHÖNE NEU WELT

    • Hmm? Amazon liefert innerhalb von zwei Stunden kostenlos. Kaufen hier unsere Getränkekisten nur noch darüber, die liefern ja umsonst in den dritten Stock – innerhalb zwei Stunden!

    • genau – amazon muss genau das machen was du willst – auf immer und ewig.

      denke mal anders, wer schickt dir überhaupt deine waren gratis – noch heute tun das die wenigsten unternehmen

      • Amazon schickt dir die Ware auch nicht Gratis, sondern kalkuliert das einfach in den Preis ein. Eine mischkalkulation. Denkt ihr ernsthaft jemand schenkt euch was?

      • Gratis? Falls du Prime meinst, dir ist schon klar daß das kostet? Und andere Artikel kosten versand, außer Bücher glaube ich und ab 29€ wird gratis verschickt.
        Aber darum geht es auch gar nicht. Warum sollte Versand kostenlos sein? Die Frage ist warum lagernde ware nicht sofort verschickt wird. Zwei Klassen Kunden?

  • Was damals als Buchversand anfing…… wird bald zum Kontroll-/Totalüberwachungsorgan.

  • Qualityland…Freunde…lest es und schaut mal.

  • Ich brauche das hier, würde nur noch dort einkaufen

  • Vorschnell ist die jugend mit dem Worte!

    Schon mal überlegt, dass der zuvor zitierte Rentner mit dem Kleingeld sehr wahrscheinlich KEINE Amazon App hat?

    Schon mal überlegt dass diejenigen welche die Regale einräumen wie bereits heute schon Standart in ein Subunternehmen outgesorced werden, einmal am Tag vorbei schauen, einräumen und dann aufbrechen zum nächsten Supermarkt und dort das gleiche tun (warum denke ich da spontan an „Hermes“, „das Baugewerbe“, „Reinigungsfirmen“ und anderen Unrat der die Menschen ausbeutet. Hmm, die 8,50€ Mindestlohn sind nicht umsonst eingeführt worden!)

    Schon mal überlegt, dass die Straßen auf dem Weg zum Amazon Supermarkt eventuell etwas holprig werden?
    Infrastruktur muss bezahlt werden, – leider nicht von Amazon, den die zahlen hier keine Steuern, sondern nutzen nur das vorhandene.

    Schon mal überlegt, dass „Dann entstehen halt andere Jobs“, so einfach auch nicht ist?
    Welche Jobs das sind wird hier nicht rausposaunt.
    Genauso wenig wie es möglich sein soll, wie man als Familienvater, der ein Haus abzuzahlen und eine Familie zu ernähren hat, diese Umschulung auch noch zusätzlich nach 60-80 Wochenstunden auf der Arbeit (Ja, (unbezahlte) Überstunden gehören in Deutschland leider mit dazu. Machen musst Du sie nicht, aber auf kurz oder lang, macht dann jemand anderes Deinen Job) die Umschulung schaffen soll ohne Gehaltseinbußen?

    Schon mal überlegt, dass die hier viel zitierten „neuen Jobs“ sehr wahrscheinlich hochspezialisiert sein werden?
    D.H. für einen der wenigen verbleibenden vergebenen Jobs, gibt es eine Masse an zukünftig Arbeitslosen, Rentnern, Flüchtlingen und anderen Erwerbslosen die aus den Sozialabgaben dieses einen Jobs bedient werden wollen und müssen!
    Das blöde ist nur, dass diejenigen die dann die Zeit und den Intellekt haben, sich ebenfalls für diesen Job qualifizieren und Deinen Chef sagen, „Stell mich ein, ich mach es für die Hälfte“, denn das ist dann immer noch besser als Hatz4.

    Ja, dann steht Du da mit deinem 1er Abitur Zeugnis und Havard Abschluss, Anfang 30 und weinst Dich bei Deiner erneut schwangeren Freundin aus, wie ungerecht die Welt doch ist, dass Du durch den Erwerb Deiner Jahrzehnte langen Qualifikation nichts in die Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine Rücklagen für‘s Alter bilden konntest, trotz der Qualifikation monatlich nur 900€ Netto nach Hause bringen konntest, da Dein Chef täglich Waschkorbweise Bewerbungen erhält von Menschen die Deinen Job wollen und für weniger Arbeiten würden.
    Falls jemand an dieser Stelle mein anmerken zu müssen, dass es ja auch Dienstleistungen gibt, wo keine hohe Qualifikation von Nöten ist, dem sei folgender Gedanke nahe gelegt.
    Zum einen, was glaubst Du, verdient man dann da? Zum andren warten über 1.000.000 Flüchtlinge und den nachgezogene Familie auf diese Chance. – Merkste was?

    • Puh, dann legen wir mal los…

      Schon mal überlegt, dass bereits 20-30% der heutigen Rentner sehr wohl ein Smartphone haben? Und weiterhin schon mal überlegt, dass besagte Rentner in 20 Jahren alle tot sein werden, wohingegen die Technologie heute eingeführt werden muss, damit sie dann in 10 Jahren perfekt funktioniert?

      Schon mal überlegt, dass Outsourcing & Co natürlich ein großes Problem ist, aber der Mindestlohn sicher nicht aus Jux & Dollerei eingeführt wurde und dass das ein generelles gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem ist, das sicherlich nicht durch den Erhalt von Kassiererarbeitsplätzen gelöst wird. Hier ist der Staat gefordert, und nicht ein Unternehmen.

      Schon mal überlegt, dass es die Aufgabe des Staates ist, ein vernünftiges Steuersystem bereitzustellen, und dass kein Unternehmen freiwillig mehr Steuern zahlt, als es muss, da es seine Aktionäre zufriedenstellen muss. Sowas würde man von den stets viel zitierten Mittelständlern, dem angeblichen Rückgrat der deutschen Wirtschaft, nicht verlangen, obwohl bereits dort unglaublich viel Geld auf wenige Personen verteilt ist.
      Ebenso ist es die Aufgabe des Staates, die Infrastruktur bereitzustellen, niemand will doch, dass sich Unternehmen auch darum kümmern, siehe Post & Telekom.

      Schon mal überlegt, dass es aufgrund von gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technischer Evolution schon immer so war, dass gewisse Berufszweige aussterben und andere, meinetwegen auch höher spezialisierte Berufe nachfolgen? Das ist der natürliche Lauf der Dinge und eine reiche Gesellschaft wie die unsere kann und wird sich darauf einstellen. Die Weichen müssen eben bereits früh gestellt werden, im Bereich der Bildung, und auch diese liegt glücklicherweise im Aufgabenbereich des Staates. Ich bin sicher, dass große Unternehmen bei zunehmender staatlicher Untätigkeit irgendwann eigene Schulen errichten und ihre zukünftigen Arbeiter dort rekrutieren würden, was auch niemand wollen kann. Aber hier muss man eben auch in die Puschen kommen, und solche Angebote wie Amazon machen nur auf die zukünftig bestehenden Defizite aufmerksam, gleichwohl wird nichts getan.

      Wenn wir irgendwann soweit sind, dass es nicht mehr genügend Jobs für einfach qualifizierte Menschen gibt, dann ist die Gesellschaft so reich geworden, dass man um Lösungen wie ein Grundeinkommen nicht mehr herum kommt. Dass damit eine völlige Neuordnung des sozialen Grundgefüges einhergeht, ist unvermeidlich und auch logisch. Dass für diese Gedanken in eindimensionaler Denkrichtung, die sich nur am Gestrigen und bereits Gegebenen orientiert, kein Platz ist, ist mir durchaus klar. Ist aber eben genau der Grund dafür, dass sich so viele Leute abgehängt und unzufrieden fühlen (auch völlig zurecht), dass zu wenig nach vorn gedacht wird, sondern die Menschen lieber mit den Rückblicken auf vergangene Tage vertröstet werden, anstatt ihnen klar zu machen, dass man die Zukunft zum Besseren für sie verändern kann, wenn man es denn anpackt. Das erfordert aber Mut, und gerade Politiker haben es bequemer, wenn sie nicht zu weit nach vorn schauen, das wäre nämlich zu viel Arbeit und würde Zeit davon wegnehmen, Wählerstimmen für die nächste Legislaturperiode zu generieren.

      Und zum Schluss, schon mal überlegt, dass man Standard mit d schreibt?

  • Wenn keiner mehr Menschen braucht und anstellt zur Arbeit, kann irgendwann auch auch keiner mehr einkaufen in den tollen Supermärkten der Zukunft. Typisch Amazon-Moral …

  • Das ist ein NoGo und wird boykottiert. Ich gebe der Sammelwut an Kassen :“Wie lautet ihre PLZ“ schon nicht nach und sage das ich das nicht unterstütze. Mein Portmonee ist RFID-geschützt wegen dem Perso und anderen Karten und für meinen Reisepass habe ich ebenso eine RFID geschützte Hülle.
    Warum?
    Hier geht es nicht nur darum Personal einzusparen. Der RFID Chip lässt sich im ganzen Supermarkt auslesen (wo ist der Kunde langgegangen , wo verweilte er und alles lässt sich auswerten und statistisch wie persönlich zuordnen).
    Spinnen wir mal weiter: Kund A kauft nur Junkfood. Die gesammelten Daten lassen sich dan an Krankenkassen und Versicherungen verkaufe, für die diese Daten Gold wert sind. Datenschutz gibt es doch nur auf dem Papier.

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