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Aktive Warnungen: Adobe geht gegen Account-Sharing vor

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Adobe verschärft die Kontrolle bei der Nutzung seiner Software-Abonnements. Mit der aktuellen Version 27.1 von Photoshop erhalten Nutzer erstmals direkte Warnmeldungen, wenn das System eine mögliche gemeinsame Nutzung eines Kontos erkennt.

ACCOUNT SHARING 1

In den Hinweisen wird darauf aufmerksam gemacht, dass ein Adobe Konto zwar auf zwei Computern aktiviert sein darf, aber nur von einer einzelnen Person genutzt werden kann. Gleichzeitig fordert das System dazu auf, das Kennwort zu ändern und alle aktiven Sitzungen zu beenden, um das Konto „abzusichern“.

Neue Warnmeldungen direkt in Photoshop

Die Hinweise erscheinen direkt in der Anwendung und sind unmissverständlich formuliert. Wer sein Konto mit anderen teilt, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und riskiert den Verlust des Zugangs. Ergänzend wird auf die Abo Modelle verwiesen, die für jede nutzende Person ein eigenes Abonnement vorsehen. Mit der Kennwortänderung lassen sich laufende Anmeldungen auf fremden Geräten sofort beenden. Adobe greift damit aktiv in die Nutzung ein und verlässt sich nicht mehr ausschließlich auf die vertraglichen Regelungen im Hintergrund.

Adobe Eine Person

Bereits im September hatte das Unternehmen seine entsprechende Hilfeseite aktualisiert. Dort ist geregelt, dass Apps zwar auf mehreren Geräten installiert werden dürfen, eine gleichzeitige aktive Nutzung jedoch nur auf einem Computer erlaubt ist. Zwei parallele Anmeldungen sind technisch möglich, die tatsächliche Verwendung bleibt aber auf eine Person beschränkt.

Nutzungsbedingungen schließen Teilen klar aus

Auch in den Allgemeinen Nutzungsbedingungen ist die gemeinsame Nutzung eindeutig ausgeschlossen. In der seit Oktober gültigen Fassung ist festgelegt, dass jede Lizenz nur von einer einzelnen Person verwendet werden darf und nicht übertragbar ist.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Abo-Preise und zusätzlicher Kosten für KI-Funktionen, wie sie zuletzt bei den Firefly Credits eingeführt wurden. Für Anwender, die zuvor ein Konto im kleinen Kreis geteilt haben, bedeutet die neue Praxis vor allem eines: Die Nutzung wird konsequenter kontrolliert und eigene Abos lassen sich künftig kaum noch umgehen.

08. Dez. 2025 um 13:29 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Und dann wird sich gewundert warum immer mehr leute auf open source zurückgreifen

  • Dann geht’s halt zu Affinity ;-) Arbeit mich da sowieso gerade ein und vermisse bisher noch nichts. Lediglich die Bedienung ist noch gewohnungsbedürftig.

    • Dream on. Affinity wurde auf Freemium umgestellt. Deswegen kann Adobe es sich mehr den je leisten, die Zügel anzuziehen. Siehe Photo-Abo Preiserhöhung und jetzt das. Die Firma die Affinity gekauft hat, hat sicher einiges damit vor, da es kein Geld mehr kostet, kann man sich nicht dagegen wehren.

    • Na dann würde ich gern mal sehen wie mit Affinity ein 140-Seiter mit Bildern, Texten und Tabellen gestaltet wird und als PDF für Print und Web exportiert wird. Da ist InDesign doch ungeschlagen, oder?!
      Lasse mich gern überzeugen …

      • Probier es doch mal aus, ist doch kostenlos ;) Komme auch von Adobe, bin jetzt privat bei Affinity. Professionell im Agenturgeschäft bspw. würde ich erstmal weiter auf Adobe setzen. Da ist dann ja Zeit auch Geld und die Designer, etc. arbeiten oft schon seit vielen Jahren auf Adobe. Das heißt aber nicht, dass Affinity nicht das selbe Ergebnis liefern kann. Es ist zwar sehr ähnlich, aber funktioniert dennoch ein wenig anders. Adobe geht mir etwas besser von der Hand. Gerade bei Vektordaten mit mehreren Ebenen, Gruppen und Masken, hat Illustrator was die UX angeht, die Nase vorn. Da ist Affinity mit seinen drei Mauszeigern etwas schwerer zu bedienen. Willst du bspw. Ein Bild in der Maske verschieben, machste das mit Leertaste. Doppelklick geht da nicht. Ne Maske kannst du sperren, verschiebt sich aber trotzdem mit. Und das skalieren der Maske, ist auch bissel fummelliger. So Kleinigkeiten halt. Macht der Gewohnheit :)

      • Probier’s aus.

  • Einer meiner Kunden hatte 30 Rechner mit Adobe ID Abo, 2 mit CC Abo. Die Software wurde aber nur sporadisch ca. 1-2x pro Woche an jedem Rechner genutzt. Es gab daher also Doppel Aktivierungen, also NICHT legal. Adobe hat den Kunden vor ca. 2-3 Jahren dann massiv telefonisch und per Email bedrängt, die doppelte Anzahl an Lizenzen zu mieten. Ende der Geschichte: der Kunde ist seitdem bei Affinity. Das hat sich, inkl. Umschulung, bereits nach dem ersten Jahr gerechnet. Wer den Hals nicht vollkriegen kann, steht am Ende vielleicht leer da.

    • „Den Hals nicht vollbekommen“ und zu Recht auf bestehende Nutzungsbedingungen zu pochen sind schon zwei Paar Schuhe.

      Ob sich die Abmahnungen am Ende für den Hersteller rechnen, wird man anhand von Einzelfällen nicht beurteilen können. Denn nicht jeder will sich in ein neues Programm einarbeiten und holt sich vielleicht doch eine eigene Lizenz.

  • Danke für den Hinweis zu Affinity. Hatte noch ein gekauftes Photoshop 5.5, was
    für mich immer vollkommen ausreichte, aber weil Adobe die Lizenz-Server abgestellt hat, kann ich es nicht mehr starten. Support: „Holen Sie sich halt ein Abo“.

  • Diese Abo Geschichte ist eh unglaublich. Ich nutze das seitdem es es als Abo gibt nicht mehr . Nur das alte auf einem alten Mac

  • Wir haben letzten Monat von 9 Creative Cloud-Lizenzen auf 2 und 2x nur Illustrator reduziert, der Rest wird jetzt erst mal mit Affinity (teils mit Abo) abgedeckt. Auslöser war weniger der Preis als Adobes Drohungen, weil ein paar der Account-Mailadressen „zu allgemein und nicht Personen zugeordnet“ waren…

  • Na da bin ich mal gespannt, unsere Firma erlaubt es netterweise die ungenutzte 2. Aktivierung privat zu nutzen. Wenn das mal nicht demnächst auch unter adobes Aktivismus fällt

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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