GEMA fühlt sich gedisst: Unterlassungsklage gegen YouTube

95 Kommentare

Der Streit zwischen der Verwertungsgesellschaft für Musikrechte GEMA und YouTube spitzt sich zu. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche hat die GEMA beim Landgericht München nun eine Unterlassungsklage gegen die Google-Tochter eingereicht. Streitpunkt ist diesmal nicht die fortwährende Diskussion um eine angemessene Vergütung für die Musikwiedergabe über YouTube, sondern die Tatsache, dass sich die GEMA von YouTube in ein schlechtes Licht gerückt fühlt. Man stört sich an der bei gesperrten Videos angezeigten Meldung, die die GEMA für die Nichtverfügbarkeit von Videos verantwortlich macht. Laut einem GEMA-Sprecher sperre YouTube mehr Videos, als von den Rechteverwertern gefordert und mache durch die unten abgebildete Meldung bewusst Stimmung gegen die GEMA.

In der Tat sperrt YouTube offenbar einen Großteil der Musikvideos quasi vorbeugend. Die GEMA hat bislang nur eine eher unvollständige Liste zu sperrender Titel offiziell an YouTube übergeben. Die Annahme, dass sich diese Auswahl schnell um eine Vielzahl weiterer Videos erweitern könnte, scheint bei dem Pauschalvertretungsanspruch, den sich die GEMA selbst gibt, jedoch durchaus realistisch. In Deutschland sind laut einer Statistik von Datenjournalist.de derzeit mehr als 60 Prozent der 1000 beliebtesten YouTube-Videos nicht verfügbar.

YouTube hält die Ausgleichsforderungen der GEMA für überzogen und hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass man selbstverständlich zu Zahlungen in angemessener Höhe bereit sei. Unabhängig vom aktuellen Rechtsstreit um die auf YouTube angezeigten Meldungen scheint also eine baldige Einigung eher unwahrscheinlich.

Diskussion 95 Kommentare.
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  1. Kindergarten aufgepasst!!

    Die GEMA Gelder müssen weg, komme was will, wenn keiner es will, wird halt geklagt. Ich liebe unser (Un-) Rechtssystem :-)

    — Swoops
  2. Da muss ich der Gema aber leider recht geben.
    Bei den Titeln die auf der Liste stehen kann man den Text ja verstehen, aber einfach vorbeugend Videos (ob jetzt wirklich zum vorbeugen oder einfach nur zur Hetz gegen die Gema ist egal) zu sperren und dann da noch jemand anderen für zu beschuldigen geht einfach nicht.
    Stellt euch vor, Youtube würde anstatt Gema euren Namen dort anzeigen, ihr würdet nicht anders reagieren.

    — kleiner Pirat
    • Das Problem ist, das Youtube beweisen muss, das die Lieder nicht durch die Gema geschützt sind. Denn bei der Gema gilt nicht die Unschuldsvermutung. Und da Youtube scheinbar nicht garantieren kann, das die Werke durch die Gema geschützt sind müssen sie halt erstmal gesperrt werden. Der Text macht also durchaus auch bei diesen Videos Sinn.

      — Sonari
      • Sie dürfen aber eig. nicht schreiben, dass die GEMA die erforderlichen Rechte bei diesem Lied nicht einräumt, Wenn die GEMA bei diesem gar nichts gesagt hat! Das ist ja gelogen!

        — Peter(s)
      • Und das die Rechte nicht eingeräumt werden stimmt ja auch nicht. YouTube will nur nicht den gewünschten Preis zahlen.

        Solange keine weiteren Fakten bekannt sind, sollte man sich mit Meinungen zurückhalten.

        — Icke2
      • Zudem steht bei den vorbeugend gesperrten Videos auch noch in dem Text “dass dieses Video MÖGLICHERWEISE Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von GEMA nicht eingeräumt wurden”.

        Also eigentlich doch alles tutti…

        — Luppes
  3. Witzig. Als ob es in irgendeiner Form notwendig oder sinnvoll wäre, gegen die GEMA Stimmung zu machen. Wenn die Stimmung 0 ist, dann ist das doch völlig sinnlos.

    — olemax
    • danke,
      so seh ich das auch!!!
      Das Image eines Ladens, der bei 95% der Bevölkerung sowieso schon unten durch ist ( die restlichen 5% sind Mitarbeiter und diejenigen, die Geld von der Gema beziehen ), kann ja wohl nicht verschlechtert werden.

      — Dominik
      • Naja, wenn ich mir die meisten der (sinnvollen) Kommentare hier anschaue, dann glaube ich nicht, daß die GEMA bei 95% der Bevölkerung “unten durch” ist. Zumindest nicht bei denen, die verstehen, um was es eigentlich geht.

        — Wombat
      • Völlig richtig. GEMA gehört abgeschafft. Das es legal auch anders geht zeigen alle anderen Länder in denen Youtube Musikvideos problemlos angeschaut werden können. Nur in Deutschland – wegen den überzogenen Forderungen der GEMA – klappt das nicht.

        — Steffen
  4. Vielleicht Betrachten das die lieben netten User mal von der Seite ob SIe den auch ohne Gehalt Arbeiten gehen würden.
    Google nimmt genügend Geld ein möchte aber den Rechteverwertern nicht den Anteil auszahlen den Sie vordern. Und warum ist das so!? Ganz einfach Google möchte natürlich immer mehr Gewinn machen und davon nicht das abgeben was anderen zusteht.

    Da ist es doch ganz Rechtens wenn sich die GEMA und andere gegen Google wehren.

    Na ja aber wenn man kleinkariert ist und meint Google und Konsorten sind Heilige dann denkt man eben nicht über das wesentliche nach!!!

    — A. Pizzi
    • Google will ja zahlen. Allerdings anteilmäßig von den Einnahmen und nicht “pro View”. Letzteres fordert die Gema, ist aber relativ albern, da nicht jeder “View” auch einer ist.
      Die Gema ist übrigens mehr oder weniger der einzige Verein, der pro View Geld will. Alle anderen haben sich auf Anteile von Werbeeinnahmen geeinigt.

      — Sonari
      • hmm, das ist ja schön, dass Google zahlen will, aber Google will nicht das zahlen, was die GEMA (als Vertreter für die Rechteinhaber) haben möchte.
        Wäre in etwa so, als ob du beim Einkaufen an der Kasse für die Milch nur 20 Cent zahlen möchtest und dich dann aufregst, dass der Laden, die Bauern und die Kühe zusammen halt 59 Cent haben wollen.

        Google verdient mit den Werbeeinblendungen (die sie im Übrigen auch vor nicht gesperrte Videos mit GEMA Musik stellen) wirklich viel Geld und zwar ohne eigenen Content. Google ist vom Content abhängig und das nervt die natürlich, aber zahlen werden sie trotzdem müssen.

        — thoknight
      • @thonight,

        deine meinung ist also:
        Google ( und ich bin sicher kein Google-Fan ) macht ja genug Gewinn, also kann die GEMA ja auch solange Geld fordern bis der Gewinn von Google wieder in normale Dimensionen gerückt wird.
        Das nenn ich ziemlich Albern, genauso wie deinen Milchvergleich.

        — Dominik
      • Der, der Es hat das auch den Preis bestimmenden! Ich verhandle im Supermarkt doch auch nicht!
        @Dominik:
        Sein Vergleich ist berechtigt!

        — Peter(s)
      • @Dominik: Blödsinn! Das fordert ja keiner!
        Aber schonmal überlegt: Warum macht denn Google soviel Gewinn?? Weil sie Umsatz generieren mit etwas, für das sie nichts bezahlen!
        Wenn ich geklaute Sachen verkaufe, mache ich auch mehr Gewinn als einer, der die gleichen Sachen vorher selber einkaufen muß.
        Merkste selber, oder?

        — Wombat
      • @thoknight
        Du weißt schon das ein Vergleich zwischen Materiellen (Milch) und Immateriallen (Video) Gütern mehr als hinkt, oder?
        Mal davon abgesehen, wenn Youtube pro View bezahlen muss, muss Youtube vorher klären, ob sie für das Lied überhaupt bezahlen müssen. Wenn wir das mal an deinem Milch-Beispiel festmachen würden (wie oben erwähnt ist das aber albern), so würde irgendjemand Milch in deinen Einkaufswagen packen und du müßtest wissen, ob du diese Milch jetzt an der Kasse bezahlen müßtest oder ob sie aus einem anderen Supermarkt stammt.

        — Sonari
      • @Sonari, ja, wenn ich damit Geld verdiene, muss ich das wissen und da muss sich YT überlegen, wie sie das rausfinden. (btw, es gibt da mittlerweile genügend Möglichkeiten Songs zu erkennen und es ist ein leichtes festzustellen ob diese Songs dann bei der GEMA registriert sind)

        Ich finde nicht, dass der Vergleich zwischen materiellen und immateriellen Gütern so sehr hinkt. Warum auch. Für beides ist eine Leistung erbracht worden und beides muss bezahlt werden wenn es konsumiert wird (trinken, hören, sehen)
        Und die anderen Portale (myvideo, vimeo) haben ja auch eine Regelung mit der Gema hinbekommen und scheinen nicht pleite zu gehen.

        — thoknight
      • @Wombat,

        Sonari hat das schon vollkommen richtig bemerkt. Man kann materialgüter und immaterialgüter nicht einfach vergleichen.

        Dazu kommt noch deine Aussage, das Google mit geklauten Sachen Geld verdient. Google klaut keinerlei Sachen. Google bietet mit Youtube lediglich eine Plattform für User Videos online zu stellen und verdient damit mit nicht-eigenem Content Geld. Schon nachvollziehbar, dass man sich daran stören kann. Zudem verletzt Youtube theoretisch noch nichtmal Urheberrechte, sondern der User verletzt diese. Da Youtube allerdings Tools anbietet wie sie auf ihrer Startseite zu finden sind ( Most liked, Most viewed etc.) und die Videos mit dem eigenen Logo versieht, verletzt Youtube damit gegen Urheberrechte.

        — Dominik
      • Man kann materielle und nichtmaterielle Güter nicht nur vergleichen, man muss es.
        Was glaubt ihr was passiert, wenn ihr etwa eine materielle Kopie einer materiellen Kinofilmrolle einfach so kopiert? Nach dem Motto: Das Original ist ja noch da – also entsteht ja kein Schaden.
        Dass man darüber überhaupt reden muss.

        — Eumel
      • Eumel, du bist ja ein ganz ein kluger Kopf.
        Deshalb bleibt der Film immernoch ein immaterielles Gut. Und der Beweis, dass beide Güter miteinander zusammenhängen.
        Und zu deinem Beispiel: Du zahlst für ne DVD also wegen dem materiellen Wert der Plastikscheibe, oder wegen dem immateriellen des Films ?

        — Dominik
      • @Dominik: Doch, kann man, muß man sogar vergleichen!!
        Google klaut nix Materielles, aber sie verwenden Content, der ihnen nicht gehört bzw. an dem sie keine Rechte besitzen! Völlig egal, wer diesen hochgeladen hat!! Den Umsatz macht ja nicht der Uploader, somdern Google!
        Google “vereinnahmt” die hochgeladenen Videos und verwendet diese für sich. Bei privaten Handyvideos von meiner Katze ist das ja ok, aber schwierig bei Videos, an denen der Uploader selbst überhaupt keine Rechte besitzt.

        Und erster Ansprechpartner in solchen Fällen ist nunmal der Betreiber der Seite, das haben zig Gerichte inzwischen festgestellt! Ist ja zB. bei Beleidigungen oder Verleumdungen in irgendwelchen Foren etc. genauso! Was meinst Du, warum überall Beiträge inzwischen erst freigegeben werden müssen, bevor sie online für jeden zu sehen sind? Weil der Betreiber genauso haftet!

        Der Vergleich mit den “geklauten Sachen” war ja nur dazu gedacht, die hohen Gewinne von Google zu erklären, lass es mich anders formulieren: Zwei Kaufleute haben jeweils ein Geschäft. Der eine kauft seine Waren, die er anbietet, ganz normal regelmäßig auf dem Großmarkt ein. Der andere ist total happy, weil die Waren, die er in seinem Laden verkauft, werden ihm jeden Tag von irgendwelchen wildfremden Leuten vorbeigebracht und in den Hof gelegt. Er weiß nicht von wem, er kennt die Leute nicht, er weiß nicht, wo diese die Waren her haben. Es interessiert ihn aber auch nicht.
        So, welcher Kaufmann von beiden wird jetzt die höheren Gewinne einfahren? Jetzt Prinzip verstanden??

        Und nochmal: JA, man kann materielle und immaterielle Güter sehr wohl miteinander vergleichen!!
        Und JA, Google “klaut” Videos, wenn sie sich diese – wissentlich des Umstands, dass es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt – zu eigen macht und Geld damit verdient!!

        (Im vorherigen Fall würde jeder Richter den zweiten Händler wegen Hehlerei verurteilen, der Händler hätte spätestens im Wiederholungsfall stutzig werden müssen, wo die Waren herkommen, die plötzlich in seinem Hof stehen und kann diese nicht einfach so verkaufen)

        — Wombat
    • Ohhhh ein ganz kluger…

      Youtube will die GEMA am den Einnahmen durch Werbung beteiligen. Das lehnt die GEMA ab. Keine Ahnung was du noch für Einnahmequellen von YT kennst die Geld generieren?

      — Ich
      • Totaler Quatsch! Nach “Personen” abzurechnen ist völlig normal und auch richtig so! Wenn Du zB. eine GEMA-Abrechnung für ein Konzert machst oder sonst eine Spielstätte (Disco, Kino, Geschäft, etc) machst, zählt alleine die Anzahl der Besucher / Kunden und nicht der Umsatz! Auch Radiosender rechnen einzig und allein auf Basis der ermiitelten Höreranzahl ab! Alles andere wäre doch Schwachsinn und überhaupt nicht zu kontrollieren! Was ist mit kostenlosen Konzerten? Da muss dann der Urheber gar nicht bezahlt werden? Was ist, wenn Google auf einmal sagt, sie würden mit Youtube Verlust machen? Dann zahlt die GEMA noch zurück? Oder sie gründen einfach ein neues Portal, wo es bestimmte aktuelle Musik werbefrei gibt? Es muß “pro Person” bezahlt werden, anders gehts nicht!! Und ich finde 0,375 Cent (!) jetzt angesichts der Umsätze nicht übertrieben. Es wäre ja zB. eine Regelung vorstellbar, bei der ein “View” zB. erst ab 10 Sek (oder was auch immer) anschauen gezählt wird.

        — Wombat
      • Google gibt nicht bekannte wie sich mit anderen Verwertungsgesellschaften geeinigt wurde.

        Generell bleibt es aber dabei: YT generiert Einnahmen und nutzt dazu Inhalt, die Anderen gehören. Wie angemessen die per View Forderung der GEMA ist, sei dahingestellt und ist sicherlich Diskussionswürdig.

        Was mich echt verwundert ist, das hier die meisten schlichtweg nicht registrieren, das nicht nur die GEMA Mist baut, sondern das ein Quasimonopolist seine Marktmacht ausnutzt um Bedingungen zu diktieren. Da den Leuten aber ihr “kostenloser” Genuß wichtiger ist, wird das hingenommen und wie die Lemminge folgt man den Vorwürfen von Google, die ja ohnehin eine unbeliebte Organisation treffen.

        Googles Propaganda fällt auf fruchtbaren Boden und am Ende müssen sich Leute wie ich, die nicht in das allgmeine GEMA-Bashing einstimmen, wird einfach mal vorgeworfen “für die GEMA zu arbeiten”. Kritisch nachfragen? Scheinbar unerwünscht sobald es den eigenen Konsum betrifft.

        — Markus
      • @Wombat: nur die GEMA ist zu dämlich, sich mit Google zu einigen. In allen anderen Ländern, wo Youtube verfügbar ist, funktioniert das. Jeder, der halbwegs denken kann bzw. nicht von der GEMA bezahlt wird, kann damit klar nachvollziehen, dass es somit an der GEMA und nicht an Youtube liegt, dass das in Deutschland nicht funktioniert.

        — Steffen
      • @Steffen: wenn die Argumente ausgehen wird jeder, der nicht in die “GEMA-ist an allem Schuld” Kerbe schlägt als gekauft angesehen?
        Wieviel zahlt YT/Google denn an andere Verwerter, wieviel zahlen andere Verwerter an die GEMA?
        Jeder, der etwas mehr als nur halbwegs nachdenken kann, wird auffallen, dass Google da durchaus manipuliert und einfach eine ohnehin nicht beliebte Organsation an den Pranger stellt. Der Shitstorm zeigt das es wirkt, ob das dadurch wirklich richtig wird.. sei dahingestellt.

        — Markus
      • @Steffen: ich wiederhole mich ungern: bitte versorge uns mit Fakten, anstatt hier hohle Floskeln a la “…in anderen Ländern…” zu dreschen!
        Und noch etwas zu mir ganz allgemein: NEIN, ich arbeite weder bei der GEMA, noch werde ich von dieser bezahlt! Ich bin einfach jemand, der ebenfalls durch Kreativität und viel Mühen und Arbeit – zwar nicht im Musik-, aber vergleichbar im Bild- und Programmier-Bereich – sein täglich Brot verdient und diese “Ich-will-alles-haben-aber-es-darf-nix-kosten-Mentalität” kotzt mich einfach sowas von an!!!

        — Wombat
    • Im Grunde sind die meisten Vorschläge ja echt witzig, aber auch wenn es Satire ist, fehlt mir bei da der Schlag in die Gegenrichtung. Da folgt auch der Stern wie ein Hamelner Kind dem Rattenfänger Google und lässt sich zur Meinungsmache vor den Karren des Suchmaschinengiganten setzen.

      — Markus
    • Auch wenn es Satire ist und mitunter sehr witzig: das ist mir zu einseitig, der Stern lässt sich da von YouTube vor den Karren spannen um Stimmung zu machen.

      — Markus
  5. Mal abgesehen von der Thematik GEMA – Google sollte endlich mal die Probleme mit den langen Pufferzeiten und plötzlichen Einbrüchen der Qualität von Bild und Ton bei YouTube (trotz besten WLAN) in den Griff bekommen. Zum Abend hin tritt das vermehrt auf und ist auch nur mit der App der Fall.

    — SpecialOne
    • Das liegt nicht nur an Youtube, sondern vorrangig an den Providern. Teilw. laden sich Videos schneller per 3G, teilw. per Heimnetz. Da YT enormen Traffic verursacht, sind die Geschwindigkeiten oftmals Tageszeiten- bzw. Zugriffsabhängig. Der Flaschenhals ist aber in aller Regel der Provider, nicht Google selbst. Im übrigen ist das auch ein echter Grund zur Aufregung. Die schlimmsten diesbezüglich, sind die werten Männer der Telekom.
      Ich würde gern wissen, ob Platform-abhängige Grenzen vertragswidrig sind.
      Auf der einen Seite wird mit immer schnellerem Netz ala LTE und Glasfaseranbindung geworben, auf der anderen Seite diese Sperren.
      Dagegen müsste vorgegangen werden.

      — rudeee
      • Ich kann mir auch keinen schlüssigen Zusammenhang bilden. Zum einen ist es doch tageszeitabhängig, dass ich bei der Nutzung der App die Krise bekomme, zum anderen gibt’s das Problem in der Form seit dem letzten Update der App, wobei es vorher reibungslos geklappt hat und auch jetzt auf dem PC einwandfrei funktioniert, wenn ich auf dem iPad und dem PC dasselbe Video anschaue. Nur auf dem iPad hab ich diese Probleme.

        — SpecialOne
  6. GEMA fühlt sich gedisst? Mir kommen die Tränen. Ist doch genauso ein Sauhaufen wie die GEZ, kein Mensch braucht sie. Hätten die Leute mal nen ordentlichen Abschluss gemacht, müssten sie heute nicht bei der GEMA arbeiten. Dann würde man ihre Arbeit anerkennen, statt sie zu dissen.

    Farid
  7. wie alle immer gegen GEMA und GEZ wettern, aber gleichzeitig qualitativ hochwertiges TV und Musik wollen. ich zahle gerne GEZ und finde auch die GEMA sollte weiter hart bleiben. Künstler sollen gerecht entlohnt werden und nicht von einem mega konzern wie google übern tisch gezogen werden.

    immer diese “ich will nur das beste, aber bitte gratis” mentalität. sucht euch nen job und hört auf rumzuflennen!

    — el
    • Soweit ganz richtig, bei der GEZ nervt mich aber, das ich nur für die Tagesschau bezahle und dafür 18€ im Monat is mir persönlich doch zu viel, Leute die das Erste und es Zweite gerne sehen und auch die Rentner Radios hört, gerne die dürfen dafür bezahlen, auch gerne so viel.
      Die 18€ in 3 Monaten hab ich gerne bezahlt, aber jetzt ist mir MEIN Preis-Leistungsverhältnis zu negativ.

      — kleiner Pirat
    • Totaler Schwachsinn!
      Thema GEZ: man wird gezwungen für etwas zu zahlen, das man vielleicht gar nicht haben möchte.
      Ich zum Beispiel, kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal ARD, ZDF, … gesehen habe. Diese Sender sind quasi gar nicht existent in meiner Programmliste. Radio höre ich auch nicht. Mir persönlich gefällt dieser ganze Mist einfach nicht, aber trotzdem muss ich zahlen und da bin ich nicht der Einzige, dem es so geht!
      GEMA: genau Dasselbe! Wie finanzieren sich Musiker in anderen Ländern? Durch den Verkauf ihrer Musik. Was ist aber mit den Malern oder Bildhauern? Gibt’s für die auch eine “GEMA”? Google sollte also demnach auch Gebühren für seine Bilder-Suche zahlen? Es ist einfach so, dass eine Organisation die Chance gewittert hat, Profit zu machen (soweit nicht verwerflich), dies aber mit schwammigen Argumenten zu tun, schon. Wieviel der Einnahmen gelangen denn tatsächlich zu den Künstlern? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viel ist, um dieses ganze Theater zu rechtfertigen.

      — brat-bernd
      • In anderen Ländern gibt es auch Urhebergesellschaften, die die Interessen der Komponisten vertreten, dass gibt es nicht nur in Deutschland.
        Bei Bildern gibt es ein ähnliches Recht. Nicht umsonst kann man böse abgemahnt werden, wenn man auf seiner Homepage ein Bild benutzt, für das man keine Rechte hat. Auch hier müssen Verträge über die Nutzung mit den Rechteinhabern gechlossen werden.

        Um zu wissen, was die Künstler bekommen, kannst du dir auf der Seite der GEMA eine Übersicht runterladen (zumindest gab es das früher) – nach Abzug der Kosten, die bei der GEMA bleiben werden über 90% der Einnahmen an die Künstler ausgezahlt.
        Was nicht gut ist, ist der Verteilungsschlüssel der GEMA, aber das ist ein ganz anderes Thema.

        — thoknight
      • @brat-bernd: die GEMA ist nicht “einfach eine Organisation, die eine Chance gewittert hat, Profit zu machen”!! Das ist totaler Blödsinn!!!
        Die GEMA ist eine Organisation, die von den Rechte-Inhabern / Urhebern von Musik-Werken (Komponisten, Texter, Musiker, etc.) ins Leben gerufen wurde, der sich die Rechte-Inhaber (freiwillig!!) anschliessen, der die angeschlossenen Rechte-Inhaber den Auftrag geben und das Recht erteilen, in ihrem Namen die gewünschten Einnahmen für die Veröffentlichung ihrer Werke einzutreiben!! Punkt!
        Die GEMA treibt das Geld ein und verteilt es nach sehr komplizierten Schlüsseln möglichst gerecht an die Rechte-Inhaber / Urheber, abzgl. eines überschaubaren Verwaltungsbetrages (im Moment ca. 14-15%). Klar, über die Höhe der Beträge, den Verteilschlüssel und Gerechtigkeit der Verteilung kann man diskutieren, aber das ist hier doch gar nicht das Thema!
        Die GEMA ist nicht einfach irgendeine Organisation, die mal einfach so beschlossen hat “Hey, jetzt schieben wir mal richtig Kohle und machen uns die Taschen voll und kaufen uns dicke Autos…” — so ein Blödsinn!
        Nochwas: eine Organisation zur Rechte-Verwertung gibt es in nahezu jedem Land dieser Erde und das gleiche gilt selbstverständlich auch für Rechte an Bildern, Kunstwerken, etc. die von ähnlichen Organisationen überall auf der Welt wahrgenommen werden!! Meinst Du, ein Fotograf möchte mit seinen Werken kein Geld verdienen??
        Speziell bei Musik ist die Wahrnehmung der Rechte aber halt besonders kompliziert, weil sie so allgegenwärtig ist.

        — Wombat
    • @el
      Wenn ich von den ÖR qualitativ hochwertiges Fernsehen bekomme würde ich auch dafür zahlen wollen. In meinen Augen bekomme ich da aber nur Schund. Des weiteren möchte ich auch nur bezahlen wenn ich den Dienst auch nutzen will. Und das ist doch der Knackpunkt.Nicht jeder will die ÖR konsumieren, muss aber dafür bezahlen. Und aktuell muss er auch dann bezahlen, wenn er gar keine Geräte vorhält.
      Und der größte Kritikpunkt an der GEMA ist schlicht, das man beweisen muss das die ausgestrahlte Musik GEMA-frei ist. Und dazu müssen die Künstler offen legen wer sie sind. Die Künstler müssen also ihre Daten einem Verein preis geben, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben.

      — Sonari
      • Aus reiner Neugierde (die Frage geht auch an brat-bernd): wie müsste “qualitativ hochwertiges Fernsehen” denn auschauen? Was fehlt bei den öffentlich rechtlichen?
        @brat-bernd: es gibt auch in anderen Ländern Verwertungsgesellschaften. Google hat interessanterweise keine Details darüber veröffentlicht wie man sich dort geeinigt hat.
        Was die Bildersuche betrifft: Google generiert Content mit den Inhalten anderer. Wenn das ausgewogen ist und der Besucher am Ende auch beim eigentlichen Angebot landet, ist das durchaus okay. Die neue Bildervorschau macht den eigentlichen Seitenbesuch dann häufig überflüssig und spätestens an dem Punkt wäre es nur fair wenn Google für die Leistungen bezahlt die andere erbringen.

        — Markus
      • “Google generiert Content mit den Inhalten anderer.”
        …und für youtube drehen sie jedes Video selbst…

        — brat-bernd
      • @brat-bernd: Auch bei YouTube benutzt Google den Inhalt anderer um das eigene Angebot zu füllen. Ist es denn wirklich deine Meinung das Google sich einfach die Inhalte vereinnahmen soll und dann den Eigentümern die Bedingungen aufdiktiert? Faklten schaffen, Lieferanten anprangern, Autoren enteignen?

        — Markus
      • @Markus
        Qualitativ hochwertiges Fernsehen ist eigentlich nur das, was ich mir selbst zusammen stellen kann. Sowas kann mir natürlich weder der ÖR noch die Privaten liefern. Ich kenne jetzt auch nicht jeden Spartensender im Detail, es mag dort sicherlich interessante Sendungen/Filme geben. Da die Hauptnutzer der GEZ ARD und ZDF zielen meine Aussagen auch nur auf diese Sender ab (und pauschalisieren das für den gesamten ÖR). Und da wird mir einfach nicht das Geboten, was ich will. Und wenn, dann in einem sehr geringen Umfang.
        Des weiteren ist der ÖR nicht im geringsten Politisch neutral, was er aber sein muss. Solange auch nur ein Politiker dort im Aufsichtsrat sitzt, ist für mich keine Neutralität mehr gegeben.
        Mich stört auch das der ÖR auf biegen und brechen Milliarden für Fussball & Co verpulvert. Und nebenbei noch gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt. So darf der ÖR nach 20 Uhr keine Werbung zeigen, muss aber Sponsoren der Fussballweltmeisterschaft erwähnen. Und dies nach 20 Uhr. Man kassiert natürlich dafür kräftig und zahlt eine lächerliche Strafe.

        Mal davon abgesehen habe ich prinzipiell nichts dagegen, das man einen Beitrag zum freien Empfang von Fernsehprogrammen entrichtet. Aber es sollte doch im Rahmen bleiben. 1 Sender für ganz Deutschland und maximal 1 Sender pro Bundesland (wobei das eigentlich schon zuviel ist, es sollte eher Sender für Regionen geben). Alles was da drüber hinaus geht bitte per Pay per View lösen. Und das ganze natürlich in einem finanziell angemessenen Rahmen. Es ist unverständlich das man zig Milliarden an zwei Sender ausschüttet nur damit diese Gagen in Millionenhöhe zahlen können. Oder sich mal eben in “exklusive” Adressen einmieten. Die Miete die der MDR im City-Hochhaus in Leipzig bezahlt hätte man sicherlich auch sinnvoller investieren können.

        — Sonari
      • @Markus
        Ich hoffe mal mein Text zur GEZ wird noch frei geschalten und ist nicht im Nirvana verschwunden. Aber zu deinem Satz “Google hat interessanterweise keine Details darüber veröffentlicht wie man sich dort geeinigt hat.”
        Was ist daran verwunderlich? So ziemlich jede Firma veröffentlicht ihre Vertragsdetails nicht. Du wirst nirgendwo öffentlich ein Schriftstück finden was Apple an Samsung für die Komponenten-Herstellung bezahlt. Oder Vertragsdetails zwischen Öffentlich-Rechtlichen und den Werbeagenturen. Oder Vertragsdetails zwischen der GEMA und einzelnen Künstlern. Das sind alles Geschäftsgeheimnisse. Und das aus gutem Grund.

        — Sonari
      • @Sonari: das Problem bei der Sache mit dem Geschäftsgeheimnis ist dann aber, das Google anderen Verwertern möglicherweise einen ähnlichen Betrag bezahlt wie den, den die GEMA fordert und hier wird die “Außenseiterposition” der GEMA genutzt um das zu umgehen.
        Wirtschaftlich definitiv nachvollziehbar, in Verbindung mit dem Anprangern aber derart aggressiv, das müsste nicht sein.
        Die Schiedsstelle ist ja aufgerufen und man darf gespannt sein was am Ende dabei herauskommt.
        Das andere Länder dann aber als Gegenbeispiel für ein vermeintlich Funktionieren herangezogen werden, ist mit dem fehlenden Hintergrundwissen wie die Bedingungen da aussehen einfach nicht machbar. Vielleicht geht es “woanders ja auch”, gerade weil Google dort großzügiger ist? Mag auch sein das Google eine Salamitaktik fährt: würde das Problem in allen Ländern auftreten, wäre offensichtlich das Google der Nimmersatt wäre, macht man das mal hier mal da, können die funktionierenden Verträge als positives Beispiel herangezogen werden.

        — Markus
      • Es gibt genügend hervorragende Sendungen im ÖR, aber ihr sucht euch das Schlechteste aus um das Nichtzahlen zu rechtfertigen. Armselig.

        — Eumel
      • @Markus: natürlich kann man aus der Tatsache, dass es in anderen Ländern funktioniert, ableiten, dass es in Deutschland nur aufgrund überzogener Förderungen der GEMA nicht funktioniert, selbst wenn man die Vertragsdetail nicht kennt. Das liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich Google nun ausgerechnet in Deutschland ganz anders verhalten sollte als in anderen Ländern – den theoretisch möglichen Fall, den du beschreibst – gegenüber der Wahrscheinlichkeit, dass Google in allen Ländern bereit ist, einen ähnlichen Betrag zu zahlen, verschwindend gering ist. Der gesunde Menschenverstand legt also nahe, dass es in Deutschland nur aufgrund der GEMA scheitert. Aber als GEMA begünstigter oder Google Hasser mag man das wohl nicht zugeben.

        — Steffen
      • @Steffen: was soll der Kommentar mit “gema begünstigter” bzw. “google hasser”?
        Nur weil ich nicht wie viele auf den Zug “GEMA ist total Scheiße” aufspringe, bedeutet das doch nicht, das ich das System nicht auf für Verbesserungswürdig halte.
        Das man mit “gesundem Menschenstand” nur zu einem Ergebnis kommen mag, passt nicht zu meinem Verständnis von “gesundem Menschenverstand”, denn man sollte sich schon die Motivation aller beteiligten anschauen und die stellt sich doch wie folgt da:
        1. Google/Youtube: dürfte den Anspruch haben Marktführer bei Videoportalen (zu bleiben) und gewinnt alleine dadurch eine Marktmacht, weil die User im eigenen Angebot bleiben. Darüber hinaus geht es auch um Gewinnmaximierung (und in einem Umfeld in dem der Verhandlungspartner ohnehin unbeliebt ist, lässt sich noch wunderbar öffentlich Druck aufbauen).
        2. GEMA: hat von seinen Mitgliedern die Aufgabe deren Einnahmen einzutreiben.
        3. Künstler: einerseits möchten die natürlich die Publicity des Videoportals nutzen um neue Hörer zu erreichen, andererseits beschwert sich von denen auch keiner, wenn eine Überweisung der GEMA (dem jeder freiwillig beigetreten ist) auf dem eigenen Konto eingeht.
        4. Konsument: konsumieren, möglichst billig, am besten für ihn ohne direkte Kosten.

        Kurz: Google und den Künstlern geht es um Reichweite, Google und den Künstlern um Einnahmen, dem Künstler und dem Konsumenten um geringe Kosten.
        Im Grunde wird es hier vermutlich wie bei Lohntarifverhandlung ausgehen: die Gewerkschaften (in diesem Fall die GEMA) versucht für ihre Mitglieder möglichst viel heruaszuholen und setzt hoch an, die Gegenseite (Google) macht ein niedriges Gegenangebot.
        Interessanterweise kommt es deswegen jetzt aber nicht zum Streik durch die Arbeitnehmer (Künstler), sondern zu einer Aussperrung durch den Arbeitgeber.
        Interessant in dem Zusammenhang, das Google auch nicht bereit war/ist übergangsweise die Gebühren auf ein Treuhandkonto zu überweisen (bis die Angelenheit geklärt ist), dann hätten die Konsumenten also weiterhin die Videos sehen können und das geschäftliche hätte im Hintergrund geklärt werden können.
        Überzogene Forderungen: auch da fehlen Vergleichsmöglichkeiten, da genaue Daten a) nicht bekannt sind und b) auch dann noch in Relationen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen stehen müssten. Also konkret: warum sind die Forderungen überzogen? Weil der, der sie bezahlen soll es sagt?
        Man muss Sachen nicht übermäßig kompliziert sehen, aber man muß es sich auch nicht immer zwingend mit der vermeintlich offensichtlichen Erklärung zufrieden sein.

        — Markus
  8. Gibt’s denn keinen Weg, wie man den ganzen Quatsch umgehen kann? Bspw. über ein anderes Land, youtube.ch oder . at oder .rus von mir aus?

    — Frankhiphone
  9. Um die potentielle Macht von Google mal zu verdeutlichen: heute hauen die in eine Kerbe in die ohnehin schon alle schlagen.

    Was, wenn Google auf die Idee kommt von Apple direkt Geld für die angebotenen Dienste zu verlangen? Unwahrscheinlich, aber technisch machbar:

    “Dieses Video kann nicht angezeigt werden, weil du versuchst mit einem Apple-Device darauf zuzugreifen. Apple gestattet seinen Kunden aber nicht die Benutzung unserer Dienste. Das tut uns leid”

    — Markus
      • Offensichtlich fehlt es dir an richtigen Argumenten.
        Im Gegensatz zu vielen Versuche ich mich nur mit Argumenten von beiden Seiten zu beschäftigen, dir scheint es ja zu reichen dich von Google instrumentalisieren zu lassen.
        Da du ja an andere Stelle über überzogene Forderungen der GEMA polterst, scheinst du ja zumindest gute Infos zu haben wieviel YT/Google den anderen Rechteverwertern bezahlt und was angemessen ist? Versorge uns bitte mit Fakten anstatt mit plumpen Parolen. Danke.

        — Markus
  10. Wenn die GEZ wenigstens was gescheites anfangen würde mit den Geldern. Ich Brauch keine 10 WDR Süd Nord West Ost etc. Auch das Programm von ARD und ZDF ist Mist. RTL pro7 und Co sind auch nicht besser, aber da müssen wir zumindest nix bezahlen

    — Flo
    • Öffentlich Rechtliche: Gebühren und Werbefinanziert

      Private Sender (Free TV): Werbefinanziert

      Pay TV: Bezahlfernseh.

      Bezahlen tust du alle, die Wege die dein Geld geht sind nur unterschiedlich (und ja, die ÖR-Rundfunkanstalten gehen manchmal nicht wirklich sorgsam mit dem Geld um).

      Und auch, wenn das ÖR-TV nicht komplett frei von Lobbyismus ist, haben die Nachrichtensendungen dort doch ein anderes Niveau als das der meisten Privaten Sender.

      Sicherlich ist es richtig Konzepte zu Hinterfragen (und auch Gebührenhöhen), problematisch für GEZ und GEMA ist ja einfach: sie wollen unser bestes und sind deshalb genauso unbeliebt wie Inkassounternehmen. Das es bei beiden erstmal gilt die eigene “Unschuld” zu beweisen macht es nicht einfacher.

      Wenn man sich aber (z.B. bzgl. GEMA) überlegt wo potentielle Fallgruben sind, ist es verständlich woher diese Annahme kommt. Es wäre ja vertretbar Benefizveranstaltungen von GEMA-Gebühren zu befreien, das hätte dann wohl aber zur Folge, das quasi jeder auf seinem Konzert symbolisch ein Sparschwein aufstellt und es als Benefiz deklariert.

      Alternativ müsste mit immensen personellem Aufwand kontrolliert werden, was die Gebühren und vor allem die Verwaltungskosten extrem in die Höhe steigen lassen würde (denn mal ehrlich: ich habe als Musiker schon genügend Kleinveranstalter kennengelernt, bei denen mir das Attribut “fair” absolut nicht einfällt).

      Von da aus sind die Pauschaleinnahmen, bzw. die Grundannahme nicht grundsätzlich falsch. Allerdings bedeutet das nicht, das man nicht über Gebührenhöhe diskutieren müsste.

      Und mal ehrlich: hat jemand eine Ahnung wieviele Bürger wirklich ordentlich alle TV und Radiogeräte angemeldet hatten?

      — Markus
      • Zuerst einmal ist niemand so übergriffig wie die GEZ! (Auch wenn es in diesem Post um die GEMA geht, die etwas komplett anderes ist und nicht im Ansatz mit den Interessen der GEZ zu tun hat)

        Wenn ich freiwillig Privatfernseh schaue, entscheide ICH, welche Werbung wie oft auf mich eindrischt. wenn ich PayTV buche, entscheide ICH, wer wie viel Kohle von meinem Konto bekommt. Die GEZ entscheidet einfach mal so, dass alle zu zahlen haben. (Egal wer was angemeldet hat, seit diesem Jahr zahlt jeder pauschal!)

        Das Argument ist, dass damit das Programm insbesondere in Richtung des so oft zitierten Bildungsauftrages finanziert werden soll.

        Die privaten haben den Anspruch nicht, aber die ÖR Sender verschandeln diesen Bildungsauftrag von Jahr zu Jahr mehr. Oder kennst du nennenswerte Formate, die den Bildungsbürger auch nur im Ansatz interessieren??

        Zum Thema Benefiz gibt es auch ne klare Regel: Niemand wirtschaftet in die eigene Tasche. Mit nem Sparschwein am Bühnenrand oder einem Spendenaufruf ist es nciht getan.

        Wer Benefiz fährt, kann nichts erwirtschaften. So klar sind die Regeln. Das Ordnungsamt möchte im Zweifel auch das SPendenkonzept erörtert wissen und es droht Betrugsklage, wenn man das nicht schlüssig nachvollziehen kann!

        — Leif2
      • @Leif2: Ich stimmte dir zu, dass die GEZ übertrieben fordert und bin gespannt was jetz, nachdem die ersten Kommunen aufbegehren passieren wird.
        Dann geht es beim ÖR nicht nur um den Bildungsauftrag (der mit Eigenproduktionen wie der Terra X Reihe, Leschs Kosmos etc. durchaus auch unterhaltsam umgesetzt wird (und idR fundierter als “Aimal Abdallah hat persönlich mit dem Fürst der Finsternis über die Sieben Todsünden gesprochen”), Tagesthemen, Tagesschau (die App belegt nicht umsonst einen der Spitzenplätze bei den Downloads und wird auch mit den GEZ-Abgaben finanziert), heute und die digitalen Spartenkanäle (okay, die verwerten einiges aus dem Archiv) Politsendungen (sicherlich nicht 100% neutral, da ja doch jeder in Aufsichtsräten und Vorständen ein Parteibuch hat, aber zumindest im Ansatz).
        Ich sehe selber, dass der Umgang mit dem Geld (und den Regeln) bei den ÖR sicherlich nicht perfekt ist, aber ich möchte nicht auf diese Angebote verzichten (man Vergleiche da auch ganz speziell KiKa mit Super RTL!). Ob wir so viele Landesanstalten benötigen ist sicherlich auch Diskussionswürdig.
        Bzgl klarer Regelung für Benfefizveranstaltungen habe ich mein Zweifel: wie weit in der Kette sollte das gehen? Darf der Getränkelieferant auch nicht in die eigene Tasche wirtschaften? Allerdings sollte das Benefizkonzert auch Beispielhaft genannt werden, denn grundsätzlich habe ja alle Seiten wirtschaftliche Interessen (der Veranstalter, Diskobetreiber möchte möglichst viel Einnahmen generieren und möglichst wenig an GEMA etc. abführen, das sich daraus nicht automatisch ein “ihr habt immer ein volles Haus”-Anspruch ergeben darf.

        — Markus
    • Das Problem ist, daß ein gut gemeintes, hochwertiges Bildungs- und Infofernsehen keiner schaut. Deshalb müssen die ÖR ein Vollprogramm anbieten und dazu gehört auch Sport und manches eher seichtes Zeugs. Aber anders erreicht man die Menschen nicht und die eingestreuten Perlen würden komplett unbeachtet bleiben.

      — Andreas
      • weil es nicht angeboten wird oder maximal auf arte nachts um drei. GEZ zahle ich für ALLE ÖR Sender.
        Da erwarte ich bildungsfördendes Programm mindestens zu 25% pro Sendetag und zwar bei allen Beteiligten. (ARD, ZDF, die dritten mit sämtlichen Spartensendern!)

        — Leif2
      • @Leif2: der Auftrag der ÖR geht in erster Linie in Richtung “neutrale Berichterstattung”, entstanden ist das durch die Erfahrungen die mit gleichgeschalteten Medien gemacht wurden. An ein privates Angebot hatte man seinerzeit auch noch gar nicht gedacht. Was wäre die Alternative? Zwangsabgabe in eine Freiwillige umwandeln und Verschlüsselung der ÖR-Angebote?
        Im Netz haben wir bereits ein Quasimonopol bei Suchmaschinen, damit lassen sich Meinungen extrem steuern (einige Beiträge in dieser Diskussion sind ein trauriges Beispiel dafür, wie Meinung manipuliert werden kann, wenn jemand die entsprechende Plattform besitzt).
        Was wäre denn (deiner Meinung nach) ein Vernünftiges Gebührenmodell für den ÖR?

        — Markus
    • Und Google aka Youtube weiß, dass ihr Umsonstmentalitäten auch nix zahlen wollt, drum sträüben sie sich ebenfalls zu zahlen.

      Ihr sägt euch alle den eigenen Ast ab, auf dem ihr noch sitzt.

      — Eumel
      • Du bist echt ein Eumel. Die Frage ist doch, wofür soll gezahlt werden?? Das Musikgeschäft ist eingebrochen. klar. Aber das Netz ist doch nur der Auslöser, nicht der Schuldige. Dass die Musikmacher es verpasst haben, sich auf neue Märkte einzurichten, ist doch deren Schuld!

        Hat die Fahrradlobby das Heulen und hetzen angefangen als das Auto erfunden wurde??

        Die Musikindustrie ist doch selber schuld!
        Mein Chef sagt immer “Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen”.

        Apple war auch am Boden und kurz vor dem Toreschluß, Mighty Gates hat dem Spartenhaufen aus Cupertino durch Marktbeherrschung den Garaus gemacht. Und jetzt? Machen die Apfelelaner 14 Milliarden Dollar Reingewinn pro Quartal.

        Da soll mir keiner kommen mit der armen Musikwirtschaft!

        — Leif2
  11. Ich raff nich warum Google bzw. Youtube nur 1 cent an die GEMA zahlen soll. Youtube ist nur eine Plattform und lebt von der Nutzung der User. Goggle stellt auf Youtube keinen eigenen Content bereit, außer Werbung und damit darf es ja wohl die Server bezahlen bzw. Gewinn einfahren.

    — Manu
  12. Nichts was Internet geht mir so auf den Sack wie die GEMA!!!!!!!!! So ein scheiß!!! Jedes geile Video ist gesperrt!!! Man sollte die mal irgendwie abschaffen!!! -.-

    — Phy
  13. Ich finde es richtig geil wie sich YouTube verhält!
    Scheiß GEMA.
    Haben wir nicht wegen der besch… GEMA iTunes in the Cloud für Filme & TV in Deutschland nicht?

    — Stevie
    • Was redest Du für einen Schwachsinn?!? Wenn Du den von Dir selbst als Quelle erwähnten Artikel der Berliner Zeitung mal gelesen hättest und rechnen könntest, dann würdest Du schwarz auf weiss sehen, dass der Verwaltungsanteil bei 15% liegt!! FünfZEHN, nicht fünfZIG!!
      Und dieser Anteil (13-15%) ist normal und akzeptabel.

      Bitte einfach mal nachrechnen, bevor Du hier unqualifiziert Bockmist verbreitest!

      Und das der Grossteil der Ausschüttungen an relativ wenige geht, ist auch vollkommen klar. Das sind die Produzenten und Produktionsfirmen, die die Rechtewahrung und Abrechnung im Rahmen eines Plattenvertrages mit dem Künstler macht. Das heisst, der Künstler geht nicht leer dabei aus, sondern wird nicht selbst Mitglied bei der GEMA, sondern bekommt sein Geld dann wieder von der Produktionsfirma / Plattenfirma. Das ist einfacher und die meisten (kommerziellen) Künstler haben sowieso einen Plattenvertrag, an dem sie selber dann verdienen.

      — Wombat

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