Apples “Fusion Drive” als neue Speicheroption für iMac und Mac mini: Was steckt dahinter?

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Für den diese Woche neu vorgestellten iMac und auch den Mac mini bietet Apple eine neue Speicheroption namens „Fusion Drive“ an. Laut Apples Beschreibung wird dadurch die große Kapazität einer herkömmlichen Festplatte mit der hohen Leistung von Flash-Speicher kombiniert. Aber wie genau funktioniert das?

Apple bietet das Fusion Drive momentan mit 128 GB Flash- und entweder 1 oder 2 TB herkömmlichem Festplattenspeicher an. Dabei handelt es sich offenbar zum zwei eigentlich voneinander unabhängige Speichermodule, die OS X softwareseitig zu einem „intelligenten“ Laufwerk kombiniert.

Mit Details dazu hält sich Apple bislang noch recht bedeckt, ein paar interessante Zusatzinfos ließen sich Apple-Mitarbeiter im Rahmen der Präsentation der neuen Geräte jedoch entlocken.

Standardmäßig installieren sich das Betriebssystem sowie die von Apple mitgelieferten Anwendungen zunächst auf den schnellen Flash-Speicher. Schreibzugriffe bei der Arbeit mit dem System werden dann zunächst in einem eigens dafür kreierten, 4 GB großen Pufferspeicher auf dem schnellen Flash-Modul abgelegt. Dies erlaubt das schnelle Speichern von kleineren Dateien, beispielsweise auch Programm-Caches oder dergleichen und sollte für eine grundsätzliche Beschleunigung bei der täglichen Arbeit sorgen. Alles, was über diese 4 GB hinaus geht, wird dann zunächst auf der langsameren, klassischen Festplatte gespeichert.

Nun ist OS X gefragt. Mountain Lion soll nun eigenständig dafür sorgen, dass regelmäßig benutzte Dateien und Programm auf dem schnellen Flash-Speicher, die weniger oft genutzten Daten auf dem langsameren Festplattenspeicher liegen. Dies geschieht offenbar vollkommen im Hintergrund und ohne die Möglichkeit, Einfluss auf die Verteilung zu nehmen. Apple stellt kein Benutzerinterface oder dergleichen für Fusion Drive zur Verfügung.

Im Festplatten-Dienstprogramm werden die beiden Laufwerke übrigens unabhängig voneinander angezeigt. Apple erlaubt es auch, die klassische Festplatte zu partitionieren und darauf beispielsweise eine Windows-Partition zu erstellen. Mehr Informationen hierzu hält das heute veröffentlichte Support-Dokument About Fusion Drive bereit.

Diskussion 54 Kommentare.
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      • Nein, denn im neuen Drive ist der SSD Teil und die herkömmliche Festplatte fest zusammen verbaut. Ist wohl nicht nur ein Softwarethema.

        — Stefan
      • FALSCH: Es ist nicht ein Bauteil! Es ist ein “SSD Riegel”, drin und eine fast “normale” Festplatte (Normale HDD’s werden im iMac mit einem zusätzlichem Chip eingebaut damit der Kunde diese nicht einfach wechseln kann… Hat angeblich was mit den Lüftern zu tun!)
        Quelle: http://youtu.be/zb-d78s9yLc

        — Ben
    • Mich würde es interessieren ob die Platte ins MacBook passt und läuft. Glaube nicht das du nur noch ne SSD dazu ballerst und es läuft genauso. Sonst hätte davon ja schon gehört die diesen Ausbau haben…

      — Knotti
    • Du kannst dir auch einfach eine Seagate Momentus in dein MacBook einbauen. Das ist eine Standard Festplatte mit zusätzlichem kleinen SSD Teil. Ein Controller sorgt dann für die Verteilung der Daten, so dass die häufig genutzten Daten auf der SSD Platte liegen. Also das gleiche Prinzip wie das Fusion Drive, nur halt alles Hardware gesteuert in einem Festplattengehäuse:
      http://www.seagate.com/de/de/i.....xt-hybrid/
      Ich habe die 500GB Version seit ca. 1 1/2 in meinem 17er MacBook Pro und ich bin sehr zufrieden. Mac OS X bootet deutlich schneller und meine häufig genutzen Programme laufen auch wesentlich flotter.

      — Cromax
    • INFO: Soweit ich weiß gibt es das “Fusion Drive” nur für die neuen iMac und Mac Mini. Keiner hat was vom MacBook gesagt!

      Das “Fusion Drive” ist Apple’s Variante einer “SSD Hybrid Festplatte”.

      — Ben
    • “Apple like intelligent” ist daran nur eine bereits bekannte und genutzte Technik unter eigenem Namen als neue Sensation zu verkaufen.
      Hybrid-Festplatte gibt es schon eine ganze weile auf dem Markt und sind keine Erfindung von Apple. Natürlich ist es toll, dass es die Technik auch in den die iMacs schafft, aber das als Neuheit hinzustellen finde daneben.

      — Dextro
      • nur das Windows diese nicht gerade so ausnutzt wie jetzt Mountain Lion…

        — Bg-On
      • Das war auch mein erster Gedanke, aber scheinbar wird es bei Apple vom OS aif Sateiebene verwaltet, während Hybrid Plätzen es auf Block Ebene selber “steuern” ohne dass das OS einen direkten Einfluss hätte.

        Nicht Neu die Idee. Etwas anders. Aber nett, sogar sehr nett.

        — Elv
      • Ist doch wie mit Siri oder dem iPad. Alles keine neuen Ideen – aber eben genial umgesetzt.

        Das geht aber auch nur wenn alles aus einer Hand kommt :)

        — iChef
      • Apple like ist leider nur die Tatsache das nur ihr überteuertes Produkt von Haus auf unterstützt wird. Offene Standarts ist das Apple Like von früher das ich schmerzlich vermisse.

        — Sturmkater
  1. Habe in meinem Macbook eine 128 GB SSD + 1TB HDD. Sollte also technisch möglich sein. Und wenn schon nicht offiziell, dann hoffentlich durch den Hack eines findigen Entwicklers. OS X ist ja zum Glück noch nicht so eingeschränkt wie iOS.

    — meloen24
    • jo das wäre nice! hab anstatt dem superdrive eine ssd drin wäre schön wenn die auch richtig harmonieren würden :)

      — Janina Haus
  2. Jede Apple Neuheut wird gefeiert als ob Sie das Rad neu Erfunden haben.
    Wieso geht Siri auf dem Mini aber nicht auf dem iPad 2 – gleicher Prozessor ?!?!

    — Silo
    • Ernst gemeinte Antwort: Im iPad2 ist ein Mikrofon verbaut, welches die Umgebungsgeräusche nicht ausreichend herausfiltern kann. Das kann das iPad mini besser!

      — Stefan
      • Wenn man will findet man für alles eine Antwort, Augenwischerei meiner Meinung nach.

        — Brauni
      • Hat der iTouch 4g auch, und zwar auf der Rückseite. Auf dem funktioniert Siri vom Verständniss her auch. Am Mikrofon liegt es in erster Linie wirklich nich.

        — Jon
    • Fas liegt noch an der prozessorleistung! Ich bin mit sicher, dass das iPhone 3GS auch schon eine für siri genügende prozessorleistung hätte.

      — iMensch
  3. Hmm wenn das alles im OS X gemanaged wird, dann würde ich mir diese Funktion auch im älteren iMac wünschen, sofern dieser mit Flashdrive und klassischer HDD ausgestattet ist.

    Christoph
  4. Wer feiert denn? Hier wird doch bloss erklärt, um was es sich handelt. Immer dieses Gemecker, ist ja nicht zum aushalten.

    — marco248
    • Eine Hybridfestplatte funktioniert allerdings auf Blockebene, während Fusion wirklich auf Softwarebene funktioniert. Das ist ein riesen Unterschied und ich bin wirklich gespannt, wie gut es funktioniert.
      Auf Blockebene ist ein Cache heutzutage nichts neues. Auch schon vor den Hybridfestplatten hatten viele Festplatten kleine Caches, die “zwischengepuffert” haben. Allerdings das ganze auf Softwarebene zu machen ist eine echte Herausforderung und dürfte auch nur auf Grund des Systemstruktur funktioneren. Im Gegensatz zu Windows sind die Programme zu grossen Teilen ja in einem Container verpackt und nicht auf der Festplatte und auch der Registry verteilt. Das sollte in dem Fall ein grosser Vorteil sein.

      — Yoless
    • Schon als die SSDs auf dem Markt kamen, wurde die Hybridplatte als eine zumindest theoretische Option aufgführt.

      — Hopfi
  5. Im SAN Bereich gibt es sowas schon lange, sogar als kombiniertes Raid 6 mit Raid 1 und 10 über mehrere Platten. Also nix neues ;)

    — Andy
    • Nur das Hybridfestplatten auf Blockebene ihre Daten cachen und Fusion das ganze wirklich auf Softwarebene macht. Das sind riesengrosse Unterschiede und scheint mir auch ungleich schwieriger. Bin wirklich gespannt, wie gut das Ganze funktioniert.

      — Yoless
  6. Habe in meinem 2011er MBP ne SSD und ne HDD und verwende die FusionDrive Funktionalität schon ein halbes Jahr. Allerdings ohne extra Geld für so ein lustiges FusionDrive marketing Blabla ausgegeben zu haben.

    OS X bzw Unix verwendet seit Jahren “System links” um diese Funktionalität zu ermöglichen – das kostet garnix und wird von allen Apple Mac-OS unterstützt.

    Damit bekommt jeder mit zwei oder mehr Platten “FusionDrive” für lau…

    Einfach mal Mr Google nach System Link fragen – 10min Zeit investieren und fertig.

    — Cheo
    • Du vergisst nur, dass bei deiner Lösung die Verteilung auf SSD oder HDD statisch ist. Du musst dich also selber darum kümmern, was auf der schnellen Platte liegt und was nicht. Bei einer Hybrid Festplatte oder eben dem FusionDrive wird diese Verteilung automatisch nach deinem Nutzungsverhalten durchgeführt, ohne dass du dich um irgendwas kümmern musst. Und genau das ist ja auch der Hauptgrund für einen Mac. Dass man sich um nichts technisches mehr selbst kümmern muss.

      — Cromax
  7. Hat schon jemand in Erfahrung bringen können, ob man sich in den kleinen neuen iMac eine SSD einbauen lassen kann? Also ich meine nicht bei Apple direkt. Das geht ja nicht. Ich meine eher bei Gravis oder so. Die machen das ja jetzt auch bei den noch aktuellen iMacs und zwar viel günstiger als Apple.

    — Tiflis
    • Schau mal bei lacie nach den orangenen thunderbold platten. So eine habe ich seit nem Monat und das läuft ohne Probleme

      — Dehub
      • Aber es ist doch nicht so sinnvoll Mac OS auf einer externen zu haben? Wenn’s überhaupt geht. Oder?

        — Tiflis
  8. Ich bin vor allem auf den Preis gespannt. Wieder so astronomische Preise wie bisher für die SSD!? Dann Sage ich nein danke!! Ich vermute man wird saftige Aufpreise zahlen müssen.

    — Tom
    • Also wieder nicht gerechtfertigt teuer. Ihr solltet mal schauen was die für 16 GB Arbeitsspeicher verlangen. 350 Euro die übertreiben es wirklich enorm.

      — Brauni
  9. Wie sieht denn das dann beim TimeMashine-Backup aus. Sichert er dann nur die System-Disk oder auch die klassische Festplatte?

    — nr69
    • Beides wird natürlich gesichert. OS X handhabt beide Medien (HD und SSD) wie eine System-Platte.

      “Sollte eines der beiden Laufwerke ausfallen, kann man es theoretisch ganz einfach ersetzen und die Daten zurückspielen (sofern man ein aktuelles Backup hat). Man muss nicht zwingend beide Teile des Fusion Drive austauschen, wenn nur ein Teil ausfällt.”

      — JD
  10. Das “Fusion Drive” ist nichts anderes als die “Intel® Smart Response Technology” (einfach mal Google dafür anwerfen), ist ein Teil des Intel® Chipsets (Apple verbaut nur Chipsets von Intel). So wie es aussieht sind die neuen Macs mit so einem Chipset ausgerüstet, Apple hat Treiber dafür entwickelt und sich einen netten Namen einfallen lassen.

    — GM
  11. Etwas “off topic” und bereits schon mal in den Kommentaren erwähnt: Insbesondere bei älterer Hardware lohnt es sich die Seagate Momentus XT anzuschauen. Ich habe die 750 GB Variante in einem MacBook Pro (Mid 2010) eingebaut und bin äußerst positiv vom Geschwindigkeitszuwachs überrascht.
    Das Teil ist wirklich eine relativ preisgünstige Alternative zu einer “echten” SSD. Somit spare ich mir die Investition in ein neues MacBook um mindestens ein weiteres Jahr ;-)

    — pmuc
  12. Moin,

    die Erfahrungen mit der Seagate Momentus kann ich nur bestätigen. Ich habe sie seit mehr als einem Jahr in meinem MacBook Pro verbaut und bin voll zufrieden. Die Bootzeit ist deutlich verringert und Programme Laden schneller.

    Zum neuen iMac.
    Ich wollte mir einen neuen iMac kaufen. Deshalb habe ich bis zur Präsentation der neuen Geräte gewartet. Aber 200 € Mehrpreis für den Wegfall des optischen Laufwerks, keine Möglichkeit der nachträglichen Speicheraufrüstung und eine Hybridlösung mit einer Festplatte mit 5400 U/min.

    Dieser Umstand hat mich dazu getrieben einen der letzten iMacs aus der bis vor ein paar Tagen aktuellen Reihe zu kaufen. Schade eigentlich. Aber ich denke Apple  wird sich damit keinen Gefällen tun.

    — Andreas
  13. Habe zwar alles nur überflogen, aber ist ja schon interessant, was manche Leute hier von sich geben. Fusiodriver = Seagate Momentus ?! Ganz im Ernst, wenn man sich nichtmal 5 Minuten über was belesen kann, sollte man auch nicht drüber sprechen. Zwischen den “herkömmlichen” Hybridfestplatten und dem Fusiondrive gibt es gewaltige Unterschied. Hybridfestplatten Cachen die Programme nur und schieben sie sozusagen in einen Pufferspeicher. Fusiondrive speichert oft genutzte Programme dauerhaft auf der SSD, was die Performance deutlich erhöht! Bei Fusiondrive sind die beiden Festplatten zudem unabhängig voneinander und man hat zusätzlich noch den Pufferspeicher, der das vermeintliche SSD-Gegenstück auf der Hybridfestplatte darstellt. Das heißt man hat bei oft genutzen Programmen die volle Leistung einer SSD und bei eher selten genutzten Programmen immer noch die Leistung einer Hybridfestplatte. Soviel zum Thema Seagate = Fusiondrive

    — P4

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