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Auf Spenden angewiesen: Falsche Werbung als Anreiz für In-App-Käufe

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Beim Blick auf die im App Store angewandten Geschäftsmodelle, haben die vergangenen Jahren vor allem zwei Trends erkennen lassen. Zum einen wechseln immer mehr Applikationen auf eine Monetarisierung, die auf wiederkehrende Zahlungen setzt und bieten die unterschiedlichsten Abo-Modelle an, die für einen kontinuierlichen Geldfluss sorgen und die Entwicklung so langfristig unterstützen soll. Zwei aktuelle Beispiele: Starmoney und Textexpander.

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Setzt sich „spendenfinanziert“ durch? – Bild: Shutterstock

Zum anderen setzen immer mehr Anwendungen auf freiwillige Zahlungen. Sei es die Podcast-Applikation Overcast der Mediatheken-Betrachter Pavo, oder der Schrittzähler Pedometer++. Apps, die sich grundsätzlich auch produktiv nutzen lassen, ohne auch nur einen Cent investieren zu müssen.

Gefällt das Angebot, können jedoch kleine Spendenzahlungen veranlasst werden. Und wer sich jetzt wundert: Ja auch hier behält Apple die üblichen 30%.

Doch die Welt ist natürlich ungerecht. So sympathisch das Modell der freiwilligen Unterstützung auch sein mag, gut leben können die allermeisten Entwickler von den freiwilligen und meist spontanen Mini-Transaktionen nicht.

Womit wir in der Reklame-Kategorie angekommen wäre. Die Freiwilligkeit, auf die die Entwickler entsprechender Spenden-Apps setzen, scheint sich nämlich ankurbeln zu lassen. Dies geht aus Episode 18 des Podcasts „Under the Radar“ hervor. So konnte der Entwickler David Smith die Rate der Trinkgeld-Zahlungen seiner Nutzer mit einem zusätzlich integrierten Werbebanner deutlich erhöhen. Zuckerbrot und Peitsche, wenn man so will.

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Geringe Spendenbereitschaft

Laut Smith war die Spendenbereitschaft der aktiven Nutzer in den Anfangstagen seiner Anwendung, als Pedometer++ noch komplett werbefrei ausgeliefert, relativ gering. Nachdem sich Smith dann für die Integration eines Werbebanner entschied, nur um dieses beim Eingang einer Spende wieder ausblenden zu können, erhöhten sich die Trinkgeld-Einkünfte rasant.

Lassen sich Umsätze mit falschen Werbebannern ankurbeln?

Eine Anekdote, die den Berliner Programmierer Ole Begemann zum Grübeln animiert hat. Könnten unabhängige iOS-Entwickler ihre Umsätze auch mit falschen Werbebannern ankurbeln?

Begemann, eine Werbe-Gegner aus Prinzip, will sich weder die Integration konventioneller Banner ans Bein binden, noch die von den meisten Werbenetzwerken vorausgesetzten Tracking-Module in seine Applikation integrieren. Aber: Mit einer Handvoll rotierender Bilder, die wie Banner-Werbung aussehen (ohne Bannerwerbung zu sein), müsste sich doch der gleiche Effekt erzielen lassen, oder?

But what about fake ads? Why not add a distracting (but totally fake) rotating banner to the app whose sole purpose is to induce people to pay to get rid of it? There would neither be user tracking, nor would you have to add shady third-party code from a dozen app networks to your binary. Used creatively, you could even make the banners funny and use them to give your app some character […]

Eine interessante Theorie. Wir melden uns diesbezüglich erneut, sobald die ersten Erfahrungsberichte aus der Entwickler-Community vorliegen.

Header-Bild: Polina Shestakova / Shutterstock.com
Freitag, 08. Apr 2016, 17:15 Uhr — Nicolas
19 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Das Mädel auf dem Foto ist süß

  • Naja, irgendwer muss ja auch mal Dumme Ideen haben. Fake Werbungen, die noch nichtmal Geld Generieren sondern einfach nur nerven.

  • Finde ich ein Super Geschäftsmodell. Ich hab schon ein Kaffee ausgegeben.

  • Das nennt man dann Betrug
    Falsche vorgetäuscht Tatsachen!!
    Werbung’s Missbrauch oder falsche angetäuchte Medien.

  • Bestes Beispiel ist die App myatmo . Eine App zur Darstellung der Werte der Netatmo Wetterstation. Unten läuft ein Banner, der keine Werbung ist und auch ein Popuofenster der Sekunden nach unten zählt, auch ohne Werbung. Dann darf man freiwillig spenden, sogar unterschiedliche Beträge und dann verschwindet der Banner und das Popupfenster. Die App ist trotzdem sehr gut.

  • Warum geht’s nicht ganz ohne ([Fake-] Werbung)?
    Einfach Software bezahlen und gut ist- gibt nix umsonst.
    Und die Zeit und Arbeit die drin steckt soll ja auch bezahlt werden (das möchte ich von meiner Arbeit genau so)!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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