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Adobe E-Book-Reader schickt Nutzungsdaten im Klartext nach Hause

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Die auch in Deutschland verfügbare und teils von Bibliotheken genutzte E-Book-Reader-Software Adobe Digital Editions übermittelt Nutzungsdaten im Klartext an Adobe. Und zwar nicht nur die Titel der gelesenen E-Books, sondern auch detaillierte Angaben über das Leseverhalten.

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Zum Thema gemacht hat die Angelegenheit das E-Book-Blog The Digital Reader. Die neueste Version der Adobe-Software protokolliert demnach beispielsweise, welche E-Books im EPUB-Format sich in der Bibliothek befinden, welche davon geöffnet worden sind und sogar welche Seiten bzw. wie viel Prozent eines Buches gelesen wurden. Dies alles sendet die Software zusammen mit diversen weiteren Angaben unverschlüsselt zu Adobe.

Das Blog hat darauf hin eine Anfrage an Adobe gesendet, die bezeichnenderweise erst beantwortet wurde, nachdem die einflussreiche Technikseite Ars Technica sich ebenfalls dem Thema annahm.

Digital Editions wird auch von Bibliotheken genutzt

Adobe hat zunächst eine Sammlung von Textbausteinen rund um das Thema Datenschutz als Antwort verschickt, wenig später gegenüber Ars Technica wohl aber ergänzt, dass ein diesen Fehler behebendes Update in Arbeit sei. Eindeutig wurde nicht formuliert, was konkret Adobe als Fehler ansieht, es ist aber anzunehmen, dass es hierbei vorrangig um die unverschlüsselte Übertragung geht. Zumindest ein Teil der gesammelten Informationen sind nämlich auf für die Funktion von Online-Bibliotheken wie beispielsweise Onleihe wichtig. Analog zu einer klassischen Bibliothek sind hier auch digitale Bücher nur in begrenzter Stückzahl „vorhanden“ und das System muss dementsprechend die Nutzung kontrollieren und reglementieren.

Adobe will darüber informieren, wenn der Fehler beseitigt ist. Um das Vertrauen der Nutzer nicht zu verlieren, sollte Adobe in diesem Zusammenhang nicht nur sicherstellen, dass die Datenübertragung verschlüsselt erfolgt, sondern auch überprüfen, welche Nutzerdaten für die Funktion des Systems tatsächlich erhoben werden müssen. Zudem wäre zu erwarten, dass ein solches Verhalten bei der Installation der Software klar kommuniziert und nicht im Kleingedruckten irgendwelcher Nutzungsbedingungen versteckt wird.

Donnerstag, 09. Okt 2014, 14:03 Uhr — Chris
11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Schon witzig, wie sie, wenn sie erwischt werden immer von einem „Fehler“ sprechen… Kann mir doch niemand erzählen, dass ein Laden wie Adobe sowas „übersieht“ . War halt nicht so wichtig, wird gemacht wenn man erwischt wird…. und an Daten nehmen wir halt mal alles.

  • steve Jobs wusste schon, warum er Adobe nicht mochte!! Sicherheitslücken ohne Ende!!!

  • Nicht der Klartext ist der Skandal, sondern der Inhalt. Daher war die fehlende Verschlüsselung gut, damit offen kundig wird, wie schamlos das Programm auf dem Rechner herum spioniert.

    Wäre es nicht Adobe, sondern ein Hacker, dann würde die große Keule der Gesetzgebung herunter rauschen.

    Ich kann nur hoffen, dass der Inhalt noch ein schwerwiegendes Nachspiel haben wird.

  • Sie hören einfach nicht auf, uns zu verarschen!

  • Ich finde, manche Leute hier könnten sich mal ein Beispiel an Adobe nehmen und ihre Kommentare im Klartext posten.

    • Das war echt ein sinnfreier Kommentar!
      Ich habe bis hierhin keinen verschlüsselten Kommentar von anderen Usern gelesen!

      • Schon mal das Wort „Ironie“ gehört? Wenn ja, obigen Post nochmal lesen und anschließend drüber nachdenken, wie der Kommentar wohl zu verstehen ist.

  • …und dann schreien sie wieder, wenn ein Kopierschutz ausgehebelt bzw. umgangen wird und die Bücher „anderswo“ statt in einem offiziellen Reader und Format gelesen werden.
    Ich mag mich nicht gängeln und schon gar nicht überwachen lassen, was ich wann lese.

  • Man kann es ja immer versuchen bis es auffliegt und sich dann immer schön dumm raus reden wenn man das als otto Normalbürger bloß auch könnte…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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