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Nach Elsagate

YouTube Kids: Zukünftig sollen Menschen filtern

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Die seit Februar 2015 in den USA und seit letztem September auch in Deutschland erhältliche Video-Applikation YouTube Kids soll schon in Kürze um eine neue Option ergänzt werden, die die Kindertauglichkeit der in der App angezeigten Videos garantieren soll.

Youtube Kids

Dies berichtet Buzzfeed unter Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Während die speziell für Kinder entwickelte Gratis-Applikation, die den YouTube-Ausflug altersgerecht koordinieren soll, bislang auf kluge Algorithmen und maschinelles Lernen zum Filtern der angezeigten Videos setzte, sollen Eltern zukünftig auch eine Whitelist-Funktion aktivieren können, die ausschließlich Videos ausgibt, die zuvor von der YouTube-Redaktion abgenickt wurden.

Die Google-Tochter, die zum Start der Kids-App für iPhone und iPad noch versprach beliebte YouTube-Videos mit zahlreichen, völlig neuen Inhalten in einer „sichereren, ansprechenden und leicht verwendbaren Umgebung“ zu kombinieren, scheint mit dem Schritt auf das Vorhandensein von Clips zu reagieren, die nur auf den ersten Blick kindgerecht wirken, im Filmverlauf aber verstörende Inhalte präsentieren.

Elsagate

Bestes Beispiel: Die unter dem Schlagwort Elsagate bekannt gewordene Video-Kategorie. Seit 2014 tauchen in den YouTube-Ergebnissen zum Disney-Charakter Elsa immer wieder Clips auf, die erwachsene Darsteller in entsprechenden Verkleidungen zeigen (neben „Elsa“ aus dem Disney-Film „Frozen“, vor allem Spiderman, Darth Vader und weitere Superhelden) und nicht nur sexuell anzügliche Szenen interpretieren, sondern auch Drogen, Abtreibungen, Selbstmord und Co. thematisieren.

Die Whitelist-Funktion soll fortan verhindern, dass Kinder eigenständig Inhalte suchen und dabei möglicherweise ungeeignete Videos finden. Laut Buzzfeed soll das Feature in den kommenden Wochen ausgerollt werden. YouTube selbst wollte den Bericht nicht kommentieren.

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Montag, 09. Apr 2018, 16:59 Uhr — Nicolas
4 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Schön für Eltern ihre erzieherische Funktion weiterhin Algorithmen zu überlassen.

  • Unsere Tochter hat die App auch mal genutzt, allerdings haben wir sie wieder runter geworfen. Aus unserer Sicht absolut unbrauchbar, die zum Teil im Auto play gezeigten Filme können wir als Eltern nicht befürworten. Im Prinzip soll sie ja auch nur dazu dienen, die Kinder an Google zu gewöhnen und Internetsüchtig zu machen. Eigentlich eine perverse Form der Propaganda… Wer glaubt, da würden Serien gezeigt der Erd. Vieles sind auch privat Aufnahmen, die inhaltlich extrem zweifelhaft sind.

  • In Memory of OPIE!

    Was mich stört ist, das meine Kinder anfangen in deutscher Sprache Serien anzuschauen und dann durch das zappen bei Japanisch oder spanisch landen. Mann müsste die bevorzugte Sprache einstellen können und dann wird auch nur die Sprache angespielt oder geladen. Das fände ich sehr wichtig!

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