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Yahoo und Google wollen anwenderfreundliche E-Mail-Verschlüsselung

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Die Verschlüsselung von E-Mails mit PGP ist sicher aber auch kompliziert. Dementsprechend verbreitet sich diese für Anwender ja ausgesprochen sinnvolle Technik trotz all der Enthüllungen über staatliche Überwachung und Schnüffeleien nur schleppend. Google und Yahoo wollen dies nun offenbar ändern.

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(Bild: Shutterstock)

Der Sicherheitschef von Yahoo hat auf der Sicherheitskonferenz Black Hat angekündigt, dass sein Unternehmen daran arbeitet, E-Mail-Verschlüsselung auf eine für den Endnutzer angenehme Weise in die hauseigenen E-Mail-Angebote zu integrieren. Die Verwendung von PGP scheitert in der Regel an dem mit dem Abgleich und der Archivierung privater und öffentlicher Sicherheitsschlüssel verbundenen Aufwand für den Nutzer. Yahoo will diese Hürden nun entfernen und quasi die Möglichkeit schaffen, die Verschlüsselung von E-Mails per Schalter im Web-Interface zu aktivieren. Der Nutzer soll sich nicht um kompliziert anmutende Details wie die Handhabung der Schlüssel kümmern müssen.

Yahoo und Google kooperieren

Mit im Boot ist bei diesem Projekt offenbar auch der Yahoo-Konkurrent Google. Wie das Wall Street Journal ergänzend berichtet, unternimmt Google ebenfalls Anstrengungen in dieser Richtung und die Mitarbeiter der beiden Unternehmen würden sich diesbezüglich auch regelmäßig austauschen. Yahoo will auf ein von Google bereits veröffentlichtes Chrome-Plug-in namens End-To-End setzen, damit soll es für Webmail-Nutzer ohne Aufwand möglich sein, verschlüsselte E-Mails and andere Yahoo- und auch Gmail-Nutzer zu schicken. Im Moment befindet sich das Plug-in allerdings noch im „Community-Review“, einer ausgedehnten Testphase, bei der möglichst viele versierte Nutzer das Plug-in auf mögliche Fehler und Schwachstellen untersuchen sollen.

Wenn E-Mails zukünftig tatsächlich im großen Stil verschlüsselt werden, hat dies nicht nur Auswirkungen auf neugierige Staatsbedienstete und Hacker. Google und Yahoo zeigen ihren Kunden auf Basis ihrer E-Mail-Kommunikation auch Werbung an. Laut dem Yahoo-Mitarbeiter rechne man hier allerdings nicht mit Einbußen. Die Informationen aus verschlüsselten E-Mails, sei es die private Mail an die Mutter oder die politische Nachricht eines Aktivisten, hätten wenig kommerziellen Wert. Für die Werbeschaltung relevante Inhalte wie beispielsweise ein elektronisches Flugticket würden ohnehin auch in Zukunft unverschlüsselt bleiben:

The ticket to Las Vegas that United emails you — and that we use to display Vegas ads to you — is never going to be encrypted. The kind of stuff that will be encrypted — such as an email to your mom or that from an activist — doesn’t have a lot of commercial value.

(via Forbes & Spon, danke Komacrew)

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08. Aug 2014 um 17:10 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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