ifun.de — Apple News seit 2001. 45 521 Artikel

Wie transparent wird die Umsetzung?

Werbung in ChatGPT: Erste Hinweise auf aktive Vorbereitungen

Artikel auf Mastodon teilen.
25 Kommentare 25

Aktuelle Code-Fundstücke deuten darauf hin, dass OpenAI die Anzeige von Werbung in ChatGPT vorbereitet. In einer Beta der Android-App finden sich Hinweise auf Funktionen wie „bazaar content“, „search ad“ und „search ads carousel“.

Chatgpt Eingabe

Diese Begriffe lassen darauf schließen, dass Werbeinhalte zunächst in die Suchfunktion integriert werden. Bislang war die Nutzung der KI-Plattform im Kern werbefrei möglich. Zwar gibt es kostenpflichtige Abo-Zugänge, doch Anzeigen spielten bisher keine Rolle.

Die mögliche Einbindung von Werbung wäre ein grundlegender Richtungswechsel. ChatGPT wird von Hunderten Millionen Menschen genutzt und verarbeitet täglich Milliarden von Nachrichten. Die Plattform verfügt über umfangreiche Informationen darüber, wie Nutzer formulieren, suchen und entscheiden. Damit ließe sich Werbung sehr gezielt ausspielen.

Werbung Chatgpt

Die aktuellen Werbe-Referenzen im ChatGPT-Code

Wie transparent wird die Umsetzung?

Technisch wäre es möglich, Anzeigen unmittelbar in Antworten einzubetten oder bei Suchanfragen zu ergänzen. Vom Prinzip her also vergleichbar mit Werbeinhalten in Suchmaschinen, allerdings eingebettet in laufende Konversationen und in ein System, das auf Kontext und persönliche Präferenzen reagiert.

Für OpenAI könnte Werbung eine zusätzliche Einnahmequelle werden. Das Wachstum der Nutzerzahlen zeigt, dass die Plattform Reichweite besitzt, die mit klassischen Online-Diensten vergleichbar ist.

Werbung Chatgpt

So in etwa? Banner-Werbung im Chat wäre eine der transparentesten Varianten

Gleichzeitig birgt die Umsetzung Risiken. Nutzer vertrauen darauf, dass eine KI neutrale Antworten liefert. Die Kombination aus generiertem Text und Anzeigen wirft die Frage auf, wie klar Werbung gekennzeichnet werden müsste und wie transparent der Einfluss kommerzieller Inhalte wäre.

Platz für werbefreie Konkurrenten

Sollte Werbung subtil in Antworten integriert werden, könnte dies das Vertrauen in die Ergebnisse beeinträchtigen. Gleichzeitig könnten Anbieter alternativer KI-Chatbots versuchen, sich als werbefreie Alternativen zu positionieren. Für OpenAI stellt sich daher die Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Wahrung von Transparenz zu finden.

01. Dez. 2025 um 06:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    25 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Gemini wird folgen. Gerade Google wird sich das nicht entgegen lassen.

  • Und viele Nutzer werden es liiieeeben. Weil ‚jetzt bekomme ich nur noch Werbung für Dinge, die ich wirklich brauche‘
    Und noch mehr lieben sie natürlich die tollen, völlig objektiven Shoppingvorschläge.
    Soll ja auch Schafe geben, die lustig Blöcken, wenn sie selber zur Schlachtbank laufen.
    #IronieOff

    • Stimmt. Das sind exakt die Argumente, die ich von Google-Usern höre.

    • Es sollte klar sein, das OpenAI & Co. Milliarden verbrennen und Einnahmen erzielen müssen.

      Was ich viel kritischer finde ist die Frage ob das erlaubt sein sollte. Der Inhalt von OpenAI basiert auf geklauten Daten und die Crawler der Suchmaschinen & ChatBot Anbieter verursachen bei vielen Websites zusätzliche Kosten.

      Es gibt auch viele LLMs die lokal laufen. Jeder der ein Apple-Silicon Rechner mit min. 16 GB und zwischen 20-100GB freien Speicherplatz hat (kann auch auf einer externen SSD sein) sollte sich mal damit beschäftigen.

      • Und gerade die lokalen, meist von irgendwelchen Privatpersonen trainierten Sprachmodell sind ja bekannt dafür, alle Gesetze und Urheberrecht einzuhalten. Spaß beiseite, natürlich nicht. Die sind ganz genauso, nur dass eben kein finanzielles Interesse dahinter steht. Im Gegenteil, die sind eher schlimmer, weil du ja im Ernstfall niemanden findest, die du verklagen kannst.
        Aber ganz ehrlich, ich verstehe auch dieses Argument nicht. Ich bin der Meinung, wenn ein Mensch online kostenlos etwas liest, sollte eine Maschine es auch dürfen. Warum ist es zum Beispiel okay, wenn ich mir als Mensch einen Songtext von einer Songtext Seite mit X Fach geschalteter Werbung durchlese, und die Seite somit Geld damit verdient. Wenn eine KI genau das selbe macht, und den Text nicht mal sagt, sondern nur zusammenfasst, soll das plötzlich ein Problem sein? Hae? Dann müsste doch wenn dann beides verboten sein.
        Und zu der Sache mit den Kosten, es ist nicht so, als würde KI deine Webseite mit tausenden Anfragen am Tag bombardieren. Ich betreibe selber mehrere Webseiten, und ich habe weder durch Google, noch durch Bing, noch durch ChatGPT irgendwelche Kosten gehabt.
        Vieles von diesem Urheberrecht Rummel kann ich leider nicht mehr verstehen. Ich sehe es auch so, wenn zum Beispiel in den Trainingsdaten von ChatGPT ein kostenpflichtiges Buch vorkommt, darf das nicht passieren. Aber was Menschen online öffentlich lesen dürfen, sollen Maschinen auch lesen dürfen. Alles andere ist nur künstliche Verzögerung.
        Die wichtigste Frage aber, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich finde auch, dass Werbung in KI Antworten nichts verloren hat, aber warum machst du dieses Fass hier auf?

      • Ich kann dir versichern, dass Claudebot und Bytespider eine der aggressivsten und hässlichsten Crawler betreiben

  • Oh…noch eine künstlich geschaffene Werbekuh die nur durch mtl. Zuwendungen das Muhen sein lässt.

  • Hoffentlich nur als separate Werbebanner in den kostenlosen Konten!

  • War abzusehen, halte ich aber in diesem Kontext m, wie im letzten Absatz geschrieben, für eher schwierig – ja fehl am Platz.
    Schauen wir mal.
    Wo ist hier eig die EU mit ihrem Torwächterstatus?

  • Egal wo man hinschaut, nur noch Werbung, Werbung und noch mehr Werbung.

  • Bei Google hat das damals genau so angefangen und es hat letztendlich Google nicht bei der Etablierung geschadet.

  • An sich ja nicht schlecht. Wenn die Werbung Bezug auf die Anfrage nimmt, ists nicht verkehrt.

  • War absehbar. Nicht so schlimm, empfänglich sind immer die Gleichen, und die kaufen sowieso was man Ihnen sagt.

  • Katastrophe ! Noch mehr Werbemüll ! Zum abschalten schön !

  • es wird nicht besser

    Wow! Ich bin begeistert. Das werden die Antworten zu spezifischen Fragen zu einem werbenden (Produkt) garantiert 100% neutral ausfallen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 45521 Artikel in den vergangenen 8850 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven