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"tremendous fit and finish"

Vor 20 Jahren: Steve Jobs präsentiert Benutzeroberfläche „Aqua“

16 Kommentare 16

Über die kühle Design-Ästhetik, die mit iOS 7 auf dem iPhone und seitdem, in kleinen Dosen, auch auf dem Mac einzog, wurden zwar viele kritische Aufsätze geschrieben, geändert hat sich an den textbasierter Knöpfen, den flachen Benutzeroberflächen und der Dominanz des Weißraums jedoch nur wenig.

Entsprechend wehmütig dürften alte Mac-Nutzer auf die Jobs-Präsentation des Aqua-Design blicken, die der Apple-Gründer im Jahr 2000 vorstellte und damals mehrfach betonte, wie viel Wert er und das Team auf das „Fit & Finish“ des Platinum-Nachfolgers von Mac OS 9 gelegt hatten.

Aqua führte die Ampel-Knöpfe in der linken Ecke der Programm-Fenster ein, präsentierte neue „Speichern unter…“-Menüs und gab sich viel Mühe, die damals noch Apple-typische Balance aus ernster Arbeitsoberfläche und verspieltem Design-Experiment zu halten.

Jordan Singer hat Clips der Präsentation ausgegraben, deren Konsum wir euch ans Herz legen, wenn es für das halbstündige YouTube-Video nicht reichen sollte.

Die Mac OS X-Vorstellung im Video

Header-Grafik: Wikipedia
Freitag, 10. Jan 2020, 15:53 Uhr — Nicolas
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  • Dass eine Flöche aussieht wie Metall und Buttons wie Drops fand ich nicht besonders gelungen, eher maximal knuffig.
    Apropos knuffig: Vieles war damals knuffig, auch das Aussehen der Hardware. Habe nie verstanden, warum Apple als Designvorbild galt. Albern und knuffig war da vieles.
    Das Design des neue Pros und des Monitors plus Standfuß ist jedoch traumhaft geradlinig und edel.

  • „Wehmütig“ ist gut wenn man den ganzen Mist der letzten Jahre halt wirklich kennt..

    „wie viel Wert er und das Team auf das „Fit & Finish“ das ist leider leider eine Aussage die seit einigen Jahren komplett fehlt. Das „finish“ von heute sind Produkte zu vollkommen überzogenen Preisen in einer Qualität die in ziemlich vielen Fällen an einen frühen heissen Betatest erinnern.

    Gut, keiner bekommt die Stange gehalten. Es wird war und kann nie alles perfekt sein.
    War es damals auch nicht, aber es war eben besser als heute. Sauberer, passender, stimmiger und vor allem noch ehrlicher.

    Was ich meine ist das man zu der Zeit persönlich bemüht war und nicht wie heute „stets bemüht“ ist.
    Was letztendlich wäre es ein schriftliches Zeugniss eine ziemlich beschissene Note ist.

    Bleibt nur zu hoffen das diese Videos nicht irgend wann mal so vorgeführt werden wie das 1985 Video…
    Denn das wäre eine glatte Lüge.

    Danke für diesen Artikel!

    • Früher war auch alles auch ein Ticken grober und einfacher…heute gibt es gefühlt von allem mehr…mehr mediale Aufmerksamkeit, mehr Druck etwas besseres abzuliefern und Aktionäre glücklich zu machen, mehr Performance auf wenig Platz, mehr Umweltstatements, mehr Interaktionen in die Leben der Konsumenten usw.
      man muss kein Genie sein um dann zu erkennen, das obwohl die Qualität und Fehleranfälligkeit gleich ist (ich wage aber sogar zu behaupten das sie wesentlich besser ist) hier auch mehr Fehler publiziert werden, gerade und auch weil man heutzutage medial viel besser vernetzt ist… also Ball flach halten mit früher war alles besser, nur weil man selber ggf. besser und jünger war ;-)

      • Alim Tvåle Krybqvist

        Merci!
        Genau mein Denken.

      • Das hat mit „jünger“ nichts zu tun. Es ist eher das Mehr an Erfahrungen. Ich habe mir vor einer Woche ein Mac mini 2018 gekauft. Die Einrichtungsorgie, die ich seit dem hinter mir habe erinnert mich nicht an superrunde Systeme wie bsw. Mountain-Lion sondern an meine Zeit mit Windows. Kleines Beispiel: mit dem letzten Catalina-Update akzeptiert der Mac den Hotspot meines iPhones nicht mehr. Die Tipps die ich in den Foren gelesen habe, reichten von Rechner neu starten bis Systemdateien löschen. Macdows halt.

      • bravo

      • Der Ball wird auch nicht flach(er) wenn man NUHR im Ersten schaut, denn das sind genau dem Nuhr seine mittlerweile ziemlich ausgelutschten Sprüche.

        Natürlich gab es auch damals Probleme. Die leugnet niemand.
        „Fehler“ darf man heute, wo alles deutlich viel besser ist, bei Apple ja nicht mal mehr sagen.
        Der CEO hat es verboten.

        Es wurde bei den damaligen Problem deutlich weniger in die eigene Tasche gelogen wie heute. Heute, wo alles viel multimedialer, viel globaler, viel schneller und noch viel besser ist, verkauft Apple einen Fehler als einen oder gleich mehrern Punkten von 200 neuen phantasic amazing features. Das passt so gut in die heute Zeit das es die jungen nicht mal merken.. es sei den das Handy oder Rechner kackt direkt schon beim Update ab.

        Umweltstatements von Konzernen sind genau so ehrlich und zielführend wie Fahrverbote in einer Straße auf einer Länge von 300 Metern und günstigerweise ab Kreuzung bis zur nächsten Kreuzung angelegt. (Hamburg) Damit mir da ja keiner mit seiner immer noch gleichen Dreckschleuder durchfährt… und ja vorher abbiegt! Genau so geil ist das die 15 größten Schiffe auf allen Ozeanen zusammen an einem Tag so viel Dreck in die Luft blasen wie alle PKWs in Deutschland zusammen in einem Jahr.

        Ein Fahrverbot ist viel besser, moderner und ehrlicher wie bei zwei Containerschiffen an 300 Meter Hafenpier beim löschen der Ladung mal drei Tage lang den Rußkocher abzuschalten..

        Älter, härter, besser ;-)

  • Das Netzwerksymbol wir wahrscheinlich auch die nächsten 20 Jahre den Aqua-Style behalten :D

  • Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern. Ich war total begeistert und inspiriert. Die Hingabe hatte ich auch schon immer für meine Arbeiten und lebe das auch so. Steve Jobs war für mich hilfreich da ich diese Wichtigkeit, die Details erhalten können mit ihm immer gut argumentieren konnte. Anwalt des Perfektionismus. Danke Steve!!!

  • Das waren noch Zeiten, als ein MAC sein Geld, zumindest im Vergleich, noch Wert war

    • Im Vergleich zu Windowsrechnern war der Mac damals noch viel überteuerter als heute.
      Mein IIvx mit 17″ Triniton und Tintenstrahldrucker hat damals deutlich über 10.000 DM gekostet und war den 3/486ern eher performancemäßig unterlegen.
      Aber Photoshop und Cubase waren auch zu der Zeit Grund genug für einen Mac. Es war, wie heute auch, einfach toll zu bedienen.
      In der Summe ist das der Grund, warum wir hier alle mit Apple rundum zufrieden sind.
      Klar gibt es mal kleine Patzer, aber das ist unerheblich im Vergleich zu Produktivität und Wertbeständigkeit.

    • Wenn ich mir so anschaue was vergleichbare Windows-Endgeräte kosten..

      Apple ist nicht billig, aber vergleichsweise auch nicht überteuert oder teuer. Ausnahme sind natürlich Vorfälle wie z.B. die Butterfly-Tastatur.

  • Naja. Brauchbar war erst 10.3 …
    Und vieles wurde noch in der Classic Umgebung erledig. Das beste Mac OS war eh 8.6 ;-)

    Meinen G3 BW habe ich gefühlte 10 Jahre genutzt … mit SCSI Karte und ZIP Drive, ach ja … damals …

  • Ich hab beim umziehen nen alten iPod gefunden.
    Mit iOS5. Ist jetzt nicht so das alles besser war (Stichwort Multitasking), aber ich hab itunes geöffnet und hatte ein bisl Pippi in den Augen.
    Was Apple der armen App über die Zeit angetan hat ist einfach nicht mit Menschenverstand zu erklären.

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