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sudo tmutil setdestination

Time Machine-Backup mit externer Platte an der Fritz!Box

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ifun.de-Leser Max hat uns per E-Mail kontaktiert und berichtet vom erfolgreichen Einsatz einer externen USB-Festplatte an seiner Fritz!Box als drahtloses Ziel für die Time Machine-Funktion von macOS.

Tm New Drive

Zwar erfordert das initiale Setup etwas Vorarbeit von euch, habt ihr die Platte entsprechend vorbereitet und mit der Fritz!Box verbunden, lässt sich die in macOS integrierte Backup-Funktion jedoch weitgehend reibungslos nutzen, ohne dafür auf einen macOS Server oder Apples Time Capsule im eigenen Netzwerk angewiesen zu sein.

Max nutzt für die Einrichtung den bekannten Terminal-Befehl „tmutil“, der mit dem Parameter „setdestination“ eine nicht-unterstützte Festplatte in ein von macOS akzeptiertes TimeMachine-Ziel verwandeln kann. Ein gutes Wochenendprojekt. Max schreibt:

Hi ihr, ich habe ein wenig getüftelt und wollte TimeMachine über die Fritz!Box mounten. Dies geht ja per se erstmal nicht. Es gibt aber einen Trick, wie es doch funktioniert, vielleicht wollt ihr diesen veröffentlichen?

Sucht euch eine alte HDD (die ihr sicherlich irgendwo rumliegen habt) und klemmt diese via USB an euren Mac. Der Inhalt dieser Platte wird im folgenden gelöscht, also sichert den Krempel vorher. Öffnet das Festplattendienstprogramm, formatiert die Festplatte auf auf MS-DOS (FAT) und ändert der Bootloader in MBR (unter Optionen).

Schließt nun das Festplattendienstprogramm und öffnet es erneut. Erstellt ein neues, leeres Image über den Button in der Menüleiste. Im Folgenden die Einstellungen, die im angezeigten Dialog vorzunehmen sind:

  • Name: Ist euch überlassen. In meinem Falle habe ich „TimeMachine“ gewählt.
  • Size: Dort wählt ihr die maximale Größe. Sofern die Partition 500GB umfasst, wählt ihr hier 500GB. Oder auch weniger. Ist euch überlassen.
  • Format: Mac OSX Extended (Journaled). Das ist wichtig.
  • Partitions: Single Partition – Apple Partition Map
  • Image Format: sparse bundle disk image (auf deutsch „mitwachsendes Bundleimage“).

Speichert das Image auf der leeren Festplatte. Nun könnt ihr die USB-Platte abstöpseln und an den Router klemmen. In der Fritz!Box muss FritzNAS aktiviert sein und eure Platte erkannt werden. Um das Netzlaufwerk nun zu mounten, begebt euch in den Finder, drückt „CMD + K“, adressiert die angeschlossene Platte mit „smb://fritz.nas“ und verbindet euch mit dem Ding.

Standardmäßig wird nun die Netzwerkplatte gemounted, nicht aber das Time Machine-Sparsebundle. Deshalb klickt hier nun doppelt auf das Sparsebundle und wartet, bis der Eintrag im Finder erscheint. Anschließend muss das Image noch im System gemappt werden. Das erreicht ihr erneut mit dem Terminal über den nachfolgenden Befehl. Sofern alles glatt läuft, müsste TimeMachine euch nun sagen, dass ein neues Laufwerk gefunden wurde, welches für Backups zur Verfügung steht. Viele Grüße Max.

sudo tmutil setdestination /Volumes/TimeMachine

Freitag, 24. Mrz 2017, 16:34 Uhr — Nicolas
27 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Worauf bezieht sich denn die Einschränkung „weitgehend reibungslos“?

  • Hm, was ist mit der FAT Begrenzung, dass Dateien nicht größer als 4GB sein dürfen? Das sparsebundle wird doch deutlich größer?

    • Das sparsebundle besteht aber aus vielen kleinen dateiblöcken, ist also kein Problem :)

      • Und was ist mit Dateien innerhalb des Sparsebundle, die größer als 4 GB sind? Spielt das dann keine Rolle mehr?

      • Das Sparsebundle besteht aus vielen gleich großen Datenblöcken. Wenn man große Dateien speichert, werden diese Dateien in mehrere dieser Datenblöcke aufgeteilt. Ist also kein Problem.

  • Ich bin in diesen Bereichen zwar Laie, habe aber mit direktem Anschluss meiner MYCloud Mirror NAS an die Fritzbox per LAN auch eine Backup Lösung per WLAN vom MacBook. Terminalbefehle waren dazu nicht notwendig, aber die Einstellungen erfolgten in der Konfigutation der MYCloud (Größe vom Speicherlatz).

  • Der Spaß fängt nur dann an, wenn man direkt aus dem recovery zurückspielen möchte. So installiert man erst das OS wieder, richtet das ein und kann dann restoren. Sofern es nur um Filelevel geht durchaus eine Option, für Bare-Metal Restore jedoch zu überdenken.

  • Und wie ist das mit der Rücksicherung im Falle eines Falles? Wurde das schon getestet (z.B. über die Recovery-Partition)? Ich würde solchen Bastel-Lösungen ehrlich gesagt nicht vertrauen.

  • was mich interessieren würde ob man ein backup über das internet machen kann, auf das nas komme ich über das internet aber TM möchte das nicht. gibt es dafür auch einen terminalbefehl?

  • Wireless Backup …
    Auf eine USB Platte…
    An einer FritzBox angeschlossen…

    Ich sterbe innerlich bei dem Aufbau.

    • Ich komme mit dir!

      Ich hab auch alle möglichen Konstrukte ausprobiert mit Synology, QNAP und was nicht alle per LAN per WLAN … am Anfang alles toll aber spätestens nach einem oder zwei Jahren sterben die Alle und die Rücksicherung eh immer ein Vabanquespiel
      Nur ext. Platte direkt am Mac oder TC funktioniert länger zuverlässig

      • Wenn ich mir die Kommentare zu nicht funktionierenden TMB über Synology durchlese muss ich mich wundern. Das funktioniert einwandfrei! Beim Restore mit Apfel+R werden mir meine TMB der Synology angezeigt, Herstellen ausführen, 20 Min. einen Kaffe trinken, fertig.
        Ich kann absolut nicht nachvollziehen was daran nicht praktikabel sein soll.

  • Für mich wäre das mit der Fritzbox zu instabil. Ich habe lange Zeit das TimeMachine-Backup mit meiner Synology DiskStation verwendet und war zufrieden. Weil alle paar Wochen das Backup dann geprüft werden wollte, hab ich die Funktion schließlich abgeschaltet. Aktuell hab ich die Beta von macOS installiert und deshalb ein TimeMachine-Backup auf einer USB-Platte (HFS+-Partition) erstellt. Jetzt habe ich eine entsprechend große Platte, die via USB 2.0 schnell mit Daten gefüttert wird und so das Netzwerk / die DiskStation nicht belastet. Außerdem ist ein Restore mit Neuinstallation direkt so möglich und man muß nicht extra fummeln bis es funktioniert. Die Lösung über die Fritzbox auf einen FAT-Datenträger, wie ich es raus gelesen hab, ist etwas wackelig. Die Fritzbox ist kein Fileserver sondern ein Router mit integrierter Telefonanlage und etwas Firewall-Funktion.
    Empfehlen würde ich weder das Backup via Fritzbox noch via DiskStation. Wobei ich mir bei der DiskStation-Variante mehr Möglichkeiten erhoffe, als an einer Fritzbox. Lokal wird das jedenfalls 100 %ig unterstützt.

  • Und igendwann in einigen Monaten meldet TM das das sparsebundle Fehler enthält möchte ein komplett neues Backup anlegen. Probierlösungen die explizit von Apple offiziell nicht unterstützt werden und nur zu 99% funktionieren sind mir als Backup Lösung zu unsicher. Aber das muss ja jeder selber wissen. Man sollte dann nur nicht Apple die Schuld geben wenn obige TM Meldung erscheint.

    • Witzigerweise hatte ich das beschriebene Szenario mit einer Original(TM) Apple Time Capsule, die auch meine WLAN-Station ist. Also keine FritzBox o.ä. zwischen Mac und Time Capsule.
      Leider schützt das Verwenden von Apple-Produkten heutzutage nicht mehr vor solchen und ähnlichen Enttäuschungen, die man vormals nur der Windows-Welt zugeschrieben hat.

      • Hatte ich mit der AirPort Extreme (altes nicht offiziell unterstütztes Model) auch. Seit dem verwende ich TM nur noch mit direkt angeschlossen USB Laufwerk und habe keine Problem. Zu Sicherheit mache ich noch sporadisch Sicherungen mit CC.

  • Also habe nicht nur ich ein Problem mit dem Backup via Timemachine auf einem NAS. Ich kann nicht verstehen warum das so ein Problem ist, das funktionierend hinzubekommen.

    • Ich könnt mir vorstellen, daß das Problem ein Apple-internes Problem ist. Beim Time-Machine-Backup auf lokale Platte wird ja von HFS+ auf HFS+ gesichert, also das gleiche Dateisystem. Sichert man auf ein afp-Volume via Netzwerk, dann wird ein Sparse-Bundle eingesetzt. Vielleicht gibt es ab einer bestimmten Anzahl von Sparse-Dateien beim Mounten ein Problem? Oder beim Schreiben? Oder sind es schlicht „zu viele Ecken“. Einmal ein FAT-Dateisystem oder ein ext3/4. Exportiert wird das dann mittels afp (je nachdem wie diese afp-Umsetzung stattfindet können dort auch schon Probleme entstehen) und dann wird von TimeMachine ein Sparse-Bundle angelegt, was auch noch gemountet werden muß, darin ist dann das HFS+-Dateisystem was TimeMachine benötigt. Wenn jetzt übers Netzwerk, weils wackelig ist z. B. via WLAN, etwas verloren, dann ist das Backup freilich unbrauchbar.

  • Vielen Dank für diese Anleitung. Ich hatte so etwas ähnliches zwar schon einmal probiert, es aber nicht hinbekommen. Jetzt hat es einwandfrei geklappt.

  • Statt Max für den Einsatz seiner Zeit und der Veröffentlichung der Lösung zu danken, wird gemeckert. Schade.

  • Was ist denn aus der Lösung geworden
    -externe Platte am Mac anschließen
    -erstes Time machine backup auf die Platte machen
    -Platte am Router anschließen
    -Remote Platte am Mac mounten
    -bei Time machine als Backup Platte wählen

    Geht das nicht mehr?

  • hat super geklappt, kommt keinerlei Warnung oder sonst iwas, ebenfalls ist es nicht notwendig die Festplatte zu formatieren, lediglich ist es wichtig dass das Image genau wie beschrieben formatiert wird und die Befehlszeile ausgeführt wird, der Rest geht dann von alleine.

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