Das stimmigste Gesamtpaket bislang
Tenways AGO Performance im Test: Premium-E-Bike mit Bosch-Antrieb
Mit dem AGO Performance schlägt Tenways eine andere Richtung ein als bei vielen seiner bisherigen Modelle. Wer bereits unseren Test des CGO009 gelesen hat, kennt den Hersteller vor allem als Anbieter komfortabler und vergleichsweise preislich attraktiver City-E-Bikes. Das AGO Performance markiert dagegen den Schritt ins Premiumsegment.
Tenways AGO Performance: Schlanker Aluminiumrahmen mit Akku
Statt möglichst viel Ausstattung zu einem maximal attraktiven Preis anzubieten, setzt Tenways hier konsequent auf hochwertige Markenkomponenten. Entsprechend fällt auch die Preisgestaltung aus. Mit 3.299 Euro gehört das AGO Performance klar zu den höherpreisigen E-Bikes seiner Klasse.
Auf den ersten Blick wirkt das Fahrrad dabei erstaunlich zurückhaltend. Der schlanke Aluminiumrahmen, die sauber integrierte Bosch-PowerTube-Batterie und die weitgehend im Rahmen verlegten Leitungen lassen das AGO Performance deutlich eleganter erscheinen, als man es von vielen Touren- und Trekking-E-Bikes kennt. Erhältlich ist das Modell derzeit in den Farben „Walnut Brown“ und „Mineral Blue“. Laut Tenways richtet sich das Fahrrad an Fahrer zwischen 160 und 195 Zentimetern Körpergröße.
Bereits nach den ersten Kilometern wird allerdings klar, dass der eigentliche Unterschied nicht im Design liegt. Während günstige E-Bikes häufig versuchen, über möglichst umfangreiche Ausstattung zu überzeugen, definiert sich das AGO Performance vielmehr über das Zusammenspiel seiner Komponenten. Motor, Schaltung, Riemenantrieb, Fahrwerk und Software wirken nicht wie einzelne Bausteine, sondern greifen nahtlos ineinander.
Hochwertig: Bosch-Mittelmotor, Riemenantrieb und stufenlose Nabenschaltung
Wer unsere Eindrücke zum Dukawey FUGL 3.0 gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch an dessen überraschend harmonischen Heckmotor. Mit dem Tenways fährt man in einer ganz anderen Liga. Nicht weil der Bosch-Motor wesentlich kräftiger anschiebt, sondern weil das gesamte Antriebssystem deutlich feiner aufeinander abgestimmt wirkt und praktisch nie in den Vordergrund tritt.
Bosch als Herzstück
Herzstück des AGO Performance ist der Bosch Performance Line Mittelmotor der neuesten Generation. Er liefert ein maximales Drehmoment von 75 Newtonmetern und unterstützt bis zur gesetzlich zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Entscheidend ist dabei weniger die reine Leistung als vielmehr die Art, wie sie abgegeben wird.
Bereits beim ersten Anfahren fällt auf, wie unmittelbar der Motor auf den Pedaldruck reagiert. Die Unterstützung setzt praktisch verzögerungsfrei ein, arbeitet ausgesprochen feinfühlig und endet ebenso sanft, sobald nicht mehr getreten wird. Statt eines schiebenden Motors entsteht der Eindruck, als würden die eigenen Beine plötzlich deutlich kräftiger arbeiten.
Navigation, Reichweitenprognose und Fahrdaten bleiben auch bei Sonnenlicht gut ablesbar.
Gerade an Steigungen spielt dieses Verhalten seine Stärken aus. Das AGO Performance erklimmt Anstiege souverän, ohne hektisch zu beschleunigen oder mit einem plötzlichen Leistungsschub zu überraschen. Die Kraft steht jederzeit ausreichend zur Verfügung, wirkt aber nie aufdringlich, was ein sehr natürliches Fahrgefühl aufkommen lässt.
Der Bosch-Motor arbeitet angenehm leise. Zusammen mit dem nahezu geräuschlosen Riemenantrieb entsteht ein ungewöhnlich ruhiges Fahrerlebnis. Die Technik tritt dabei so weit in den Hintergrund, dass wir mehrfach erst nach einigen hundert Metern bemerkten, dass wir versehentlich ohne Motorunterstützung losgefahren waren. Bei vielen E-Bikes fällt das sofort durch den höheren Tretwiderstand oder das größere Gewicht auf. Das AGO Performance lässt sich jedoch auch ohne aktive Unterstützung erstaunlich leicht und natürlich bewegen, sodass der Übergang kaum auffällt und das eigentliche Fahrerlebnis wieder in den Mittelpunkt rückt.
Nicht die Leistung steht im Vordergrund, sondern die harmonische Abstimmung des Bosch-Antriebs.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Auto-Modus des Bosch-Systems. Anders als bei klassischen Unterstützungsstufen muss hier nicht ständig zwischen Eco, Tour oder Turbo gewechselt werden. Der Motor analysiert die Fahrsituation fortlaufend und passt die Unterstützung selbstständig an. Im Stadtverkehr, auf längeren Touren oder an Steigungen funktioniert das überraschend zuverlässig. Nach kurzer Zeit haben wir den Auto-Modus praktisch dauerhaft genutzt.
Mehr als nur ein Motor
Bosch liefert beim AGO Performance nicht nur Motor und Akku, sondern ein komplettes digitales Ökosystem. Genau hier unterscheidet sich das Fahrrad deutlich von vielen günstigeren E-Bikes, bei denen Display und Motor häufig voneinander getrennte Systeme bilden.
Zentrale Steuereinheit ist das Bosch Kiox 300. Das kompakte Farbdisplay sitzt gut geschützt mittig am Lenker und lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesen. Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe, Akkustand, Reichweitenprognose und Fahrdaten werden übersichtlich dargestellt. Die Menüführung wirkt durchdacht und verzichtet auf unnötige Spielereien.
Das Kiox-Display zeigt Geschwindigkeit, Reichweite, Navigation und zahlreiche Systeminformationen an.
Besonders gut gefallen hat uns die integrierte Navigation. Wird über die Bosch Flow App eine Route geplant, erscheinen während der Fahrt gut erkennbare Pfeile direkt auf dem Display. Dadurch bleibt das Smartphone in der Tasche und trotzdem gelingt die Orientierung zuverlässig. Gerade in unbekannten Gegenden oder auf längeren Touren erwies sich diese Lösung als deutlich angenehmer, als ständig auf eine Smartphone-Halterung blicken zu müssen.
Bedient wird das gesamte System über die Bosch LED Remote auf der linken Lenkerseite. Die Tasten sind groß genug, um auch mit Handschuhen sicher getroffen zu werden. Unterstützungsstufen, Navigation und Menüs lassen sich bedienen, ohne die Hand vom Griff nehmen zu müssen.
Die Bosch LED Remote lässt sich blind bedienen und macht den Griff zum iPhone überflüssig.
Über die LED Remote lassen sich sämtliche Fahrfunktionen steuern, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Hier kann die Unterstützungsstufe gewählt, das Licht ein- und ausgeschaltet und die Navigation eingeblendet werden.
Display, App und Navigation
Die eigentliche Stärke des Bosch Smart Systems zeigt sich jedoch erst nach der Kopplung mit der Bosch eBike Flow App. Sie erweitert das Fahrrad um zahlreiche Funktionen, die weit über einen klassischen Fahrradcomputer hinausgehen.
So lässt sich das AGO Performance mit dem iPhone verbinden und individuell konfigurieren. Unterstützungsstufen können angepasst, Software-Updates kabellos installiert und Fahrstatistiken ausgewertet werden. Besonders praktisch fanden wir die Möglichkeit, das Fahrrad über das iPhone beziehungsweise die persönliche Bosch-ID gegen unbefugte Nutzung zu sperren.
Die Flow-App: Navigation, Software-Updates, Fahrstatistiken und digitale Wegfahrsperre.
Verlässt man das Fahrrad, lässt sich der Motor digital deaktivieren. Erst nach erneuter Authentifizierung über das gekoppelte iPhone oder die Flow App wird die Motorunterstützung wieder freigegeben. Diese digitale Wegfahrsperre ersetzt zwar kein Schloss, erhöht den Diebstahlschutz aber und integriert sich angenehm unauffällig in den Alltag.
Ebenfalls gelungen ist die Reichweitenberechnung. Während viele günstigere Systeme lediglich den aktuellen Akkustand anzeigen, berücksichtigt Bosch zusätzlich Unterstützungsstufe, Streckenprofil und Fahrweise. Dadurch fällt die Prognose deutlich realistischer aus und erleichtert die Planung längerer Touren.
Die Navigation durch das Display kann nach kurzer Eingewöhnung blind erfolgen
Insgesamt macht das Bosch Smart System einen sehr ausgereiften Eindruck. Motor, Akku, Display, Navigation, App und Software funktionieren so gut zusammen, dass man sich im Alltag kaum Gedanken darüber macht. Alles greift einfach ineinander.
Riemen statt Kette
Neben dem Bosch-System prägt vor allem der Antriebsstrang den Charakter des AGO Performance. Statt einer klassischen Kettenschaltung verbaut Tenways einen Gates-CDX-Carbonriemen in Kombination mit einer stufenlosen Enviolo-Nabenschaltung. Beide Komponenten gehören zu den Merkmalen, die das Fahrrad deutlich von günstigeren E-Bikes unterscheiden.
Der Gates-CDX-Riemen benötigt weder Schmierung noch regelmäßige Pflege und arbeitet nahezu geräuschlos.
Wer bislang ausschließlich Fahrräder mit Kette gefahren ist, bemerkt den Unterschied überraschend schnell. Der Carbonriemen arbeitet nahezu geräuschlos, benötigt weder Kettenöl noch regelmäßiges Nachfetten und hinterlässt auch nach Regenfahrten oder längeren Touren keine ölverschmierten Hände oder Hosenbeine. Gleichzeitig entfällt das typische Klappern einer Kette auf schlechten Wegen nahezu vollständig.
Mindestens genauso angenehm (aber auch deutlich gewöhnugsbedürftiger) arbeitet die Enviolo-Nabenschaltung. Statt fester Gänge verändert sie die Übersetzung stufenlos. Das erinnert eher an ein Automatikgetriebe als an eine klassische Fahrradschaltung. Besonders praktisch ist dabei, dass sich die Übersetzung jederzeit verändern lässt, selbst im Stand. Hier lässt sich an der nächsten Ampel, bereits vor dem Anfahren, wieder die passende Übersetzung wählen.
An die stufenlose Enviolo-Schaltung muss man sich erst mal gewöhnen.
Zusammen mit dem Bosch-Motor ergibt sich dadurch ein ausgesprochen harmonischer Gesamteindruck. Während der Motor seine Unterstützung fein dosiert beisteuert, schaltet man einfach nach Gefühl und wird hin und wieder auch vom Kiox-Display zum Gangwechsel aufgefordert.
Komfort auf langen Strecken
Auch beim Fahrkomfort zeigt sich, dass Tenways das AGO Performance als Touren- und Alltagsrad entwickelt hat. Die aufrechte Sitzposition sorgt für eine entspannte Haltung und entlastet Rücken, Schultern und Handgelenke. Gerade auf längeren Strecken macht sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar.
Federgabel, ergonomische Griffe und die entspannte Sitzposition sorgen gemeinsam für hohen Fahrkomfort.
Der hohe Komfort entsteht allerdings nicht durch eine einzelne Komponente, sondern durch das Zusammenspiel vieler Details. Die gefederte Vorderradgabel nimmt Schläge zuverlässig auf, während die gefederte Sattelstütze zusätzlich Unebenheiten am Hinterrad entschärft. Ergänzt wird das Ganze durch breite, pannengeschützte 29-Zoll-Reifen, ergonomische Lenkergriffe und einen sehr brauchbar abgestimmten Selle-Royal-Sattel.
Gerade auf Kopfsteinpflaster oder Waldwegen bleibt das Fahrrad angenehm ruhig. Natürlich handelt es sich nicht um ein Mountainbike, doch für typische Schotterwege, Feldwege oder schlecht asphaltierte Radwege bietet das Fahrwerk mehr Reserven als viele klassische City-E-Bikes.
Auffällig ist außerdem, dass sich das AGO Performance trotz seines Gesamtgewichts von rund 30 Kilogramm überraschend handlich fährt. Während der Fahrt verschwindet das Gewicht nahezu vollständig hinter dem ausgewogenen Fahrverhalten. Erst beim Rangieren oder Tragen macht sich die Masse bemerkbar.
Der Tragegriff im Rahmen: Eine gute Aufnahme für das mitgeführte Kettenschloss
Praktisch gelöst hat Tenways dabei den integrierten Tragegriff im Rahmen. Wer das Fahrrad kurz über eine Bordsteinkante oder einige Stufen anheben muss, findet sofort einen sicheren Griffpunkt. Das reduziert das Gewicht zwar nicht, erleichtert den Alltag aber spürbar und bietet sich auch als Aufnahme für das mitgeführte Kettenschloss an.
Alltagstaugliche Ausstattung
Auch abseits des eigentlichen Fahrens zeigt sich das AGO Performance ausgesprochen alltagstauglich. Der stabile Heckgepäckträger nutzt das MIK-HD-System und erlaubt die schnelle Montage unterschiedlichster Körbe, Gepäcktaschen oder Kindersitze. Damit eignet sich das Fahrrad ebenso für den täglichen Arbeitsweg wie für größere Einkäufe oder Wochenendtouren.
Front- und Rücklicht sind sauber integriert und wirken deutlich hochwertiger als viele aufgesetzte Nachrüstlösungen.
Die Beleuchtung hinterlässt ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Das 50-Lux-Frontlicht leuchtet den Fahrweg gleichmäßig aus, ohne entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zu blenden. Das Rücklicht fügt sich harmonisch in den Gepäckträger ein und verbessert die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Positiv fällt außerdem die Verarbeitung auf. Die Lackierung wirkt hochwertig, die Übergänge der Schweißnähte sind sauber ausgeführt und der Rahmen vermittelt insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Lediglich im Bereich vor dem Steuerrohr verlaufen einige Leitungen sichtbar. Zwar verschwinden sie anschließend sauber im Rahmen, ganz so aufgeräumt wie der restliche Aufbau wirkt dieser Bereich jedoch nicht.
Das MIK-HD-System erlaubt den schnellen Wechsel zwischen Gepäcktaschen, Körben und Kindersitz.
Akku und Reichweite
Tenways gibt für das AGO Performance Reichweiten von bis zu 120 Kilometern an. Wie bei praktisch allen E-Bikes lässt sich dieser Wert jedoch nur unter optimalen Bedingungen erreichen. Fahrergewicht, Unterstützungsstufe, Streckenprofil, Außentemperatur, Reifendruck und Gegenwind beeinflussen die tatsächlich erreichbare Strecke erheblich.
Wir verzichten deshalb grundsätzlich darauf, Herstellerangaben bis zur vollständigen Entladung des Akkus nachzufahren. Zum einen fahren wir Akkus im Alltag ohnehin selten komplett leer. Spätestens wenn nur noch zwei Balken verbleiben, laden wir nach. Zum anderen sagen einzelne Reichweitentests oft wenig über den Alltag aus.
Wie bei allen E-Bikes hängt die tatsächliche Reichweite stark von Fahrweise und Streckenprofil ab.
Unser Eindruck fällt dennoch positiv aus. Für Pendelstrecken, Einkäufe und längere Touren bietet der 540-Wh-Bosch-PowerTube ausreichend Reserven. Reichweiten zwischen etwa 80 und 100 Kilometern erscheinen unter normalen Bedingungen realistisch.
Kleine Schwächen im Detail
Perfekt ist allerdings auch das AGO Performance nicht. Mit 29,5 Kilogramm gehört das Fahrrad nicht zu den leichtesten Vertretern seiner Klasse. Während der Fahrt fällt das kaum auf, beim Tragen oder Verladen auf einen Fahrradträger dagegen durchaus.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt betrifft die Akkuabdeckung. Sie muss nach dem Einsetzen des Akkus sorgfältig eingerastet werden. Geschieht dies nicht vollständig, kann sie sich während der Fahrt lösen. Das ist kein gravierender Mangel, verlangt aber etwas Aufmerksamkeit. Oder um es anders zu formulieren: Das Laden im Rahmen ist deutlich bequemer als die Akku-Entnahme.

Hydraulische Shimano-Scheibenbremsen verzögern zuverlässig, könnten aber etwas bissiger zupacken.
Die hydraulischen Shimano-Scheibenbremsen arbeiten zuverlässig und gut dosierbar aber auch etwas zurückhaltend. Wirklich negativ fällt das nicht auf. Im Vergleich zur ansonsten hochwertigen Ausstattung hätten die Bremsen aus unserer Sicht aber durchaus etwas kräftiger zupacken dürfen.
Warum 3.299 Euro?
Mit einem Verkaufspreis von 3.299 Euro gehört das AGO Performance sicher nicht zu den günstigen E-Bikes. Gleichzeitig erklärt sich ein großer Teil dieses Preises durch die verbauten Komponenten. Bosch-Motor, Bosch-Akku, Bosch Smart System, Gates-CDX-Riemenantrieb, Enviolo-Nabenschaltung, MIK-HD-Gepäckträger und die übrigen Markenkomponenten bewegen sich sämtlich im oberen Qualitätssegment.
Premium-Komponenten statt Preiskampf: Das AGO Performance setzt konsequent auf etablierte Markenhersteller.
Hinzu kommt ein Aspekt, der sich nicht unmittelbar auf dem Datenblatt ablesen lässt. Bosch bietet eines der größten Händler- und Servicenetzwerke im E-Bike-Bereich. Gerade im Vergleich zu vielen günstigen Direktvertriebsmodellen kann das im Alltag ein wichtiger Vorteil sein.
Während sich Ersatzteile, Diagnosen und Reparaturen bei Bosch-Systemen häufig über den örtlichen Fahrradhandel abwickeln lassen, stehen Besitzer günstiger Importmodelle bei Defekten mitunter vor größeren Herausforderungen. Nicht jede Werkstatt nimmt Räder aus dem reinen Onlinehandel zur Wartung oder Reparatur an. Mit dem höheren Anschaffungspreis bezahlt man daher auch den Zugang zu einem etablierten Service- und Werkstattnetz, das die langfristige Nutzung des Fahrrads deutlich erleichtern kann.
In der Bosch-App lassen sich auch die Fahrmodi individualisieren
Wer lediglich möglichst günstig elektrisch fahren möchte, findet selbstverständlich deutlich preiswertere Alternativen. Das Dukawey FUGL 3.0 oder das Eleglide C2 haben gezeigt, wie viel E-Bike man inzwischen bereits für deutlich unter 1.500 Euro bekommt. Das AGO Performance verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Hier steht nicht das Preis-Leistungs-Verhältnis einzelner Komponenten im Vordergrund, sondern das möglichst harmonische Zusammenspiel eines hochwertigen Gesamtsystems.
Unser Eindruck
Nach mehreren Wochen Nutzung bleibt vor allem ein Eindruck bestehen: Das AGO Performance drängt sich nie in den Vordergrund. Weder Motor noch Schaltung oder Software versuchen ständig Aufmerksamkeit zu erzeugen. Stattdessen funktioniert das gesamte Fahrrad erstaunlich selbstverständlich.
Unauffällig im Auftritt, überzeugend im Alltag: Das AGO Performance war das stimmigste E-Bike bislang
Genau darin liegt seine größte Stärke. Bosch-Antrieb, Flow-App, Kiox-Display, Gates-Riemenantrieb und Enviolo-Nabenschaltung greifen so harmonisch ineinander, dass man sich schon nach kurzer Zeit kaum noch Gedanken über die Technik macht. Das Fahrrad wird zum Verkehrsmittel im besten Sinne und erledigt seinen Job unauffällig, komfortabel und zuverlässig.
Wer ein sportliches Trekkingrad oder ein möglichst leichtes E-Bike sucht, wird anderswo fündig. Wer dagegen bereit ist, für hochwertige Komponenten, hohen Fahrkomfort und ein durchdachtes Gesamtsystem mehr Geld auszugeben, findet im Tenways AGO Performance ein E-Bike, das sich sowohl auf täglichen Pendelstrecken als auch auf längeren Touren ausgesprochen souverän präsentiert.
Für uns ist es damit das bislang beste E-Bike, das wir getestet haben.















Ich werde mit dem Motor in der Mitte nicht warm. Ich brauche immer Räder mit Frontmotor. Finde ich gemütlicher zu fahren und man kann es eben auch selbst ersetzen. Ich bastel aber auch immer gerne am Rad herum und fahre nur in der City.
Weil du wie oft den Motor schon ersetzen musstest?
Einmal aber ich fahre das Rad quasi immer und das seit 2017. Das war aber super günstig. So ein Vorderrad mit Motor hat mich 89 EUR gekostet und war in 20 Minuten entspannt gewechselt.
Viel zu schwer und dann noch so ein kleiner Akku. Nicht mehr zeitgemäß.
Der Link zur Radseite führt zu folgender Meldung:
„Diese Verbindung ist nicht sicher.
Diese Website unterstützt keine sicheren Verbindungen über HTTPS. Informationen, die du auf dieser Website siehst oder einträgst, einschließlich Kreditkartennummern und Pass-wörtern, können von Dritten gelesen und verändert werden.“
Jup …kein ssl Zertifikat vorhanden oder abgelaufen.
Moin – aus meiner Perspektive liefert Ihr eine sehr fundierte Darstellung des Bosch Ökosystems, was Tenways sich hier zu eigen macht, um den deutschen/den europäischen Markt noch besser aufrollen zu können.
Tenways an sich baut chic aussehende Fahrzeuge und bietet diese in Europa zu günstigen Preisen an. Gerne im Direktvertrieb über die gut gemachte Webseite, aber auch über Händler, derer man sich gerne bedient, weil „nur online“ bei einem teureren Artikel, wie einem Pedelec, nicht funktioniert.
Die Strategie ist klar: Eroberung der europäischen Märkte. Das Mittel: attraktive Fahrzeuge zu attraktiven Preisen.
Allerdings hat die Sache aus meiner Perspektive mehrere Haken. Tenways Fahrzeuge bieten Händlern schwache Margen. Das Argument von Tenways: hohe Nachfrage, hoher Lagerumschlag.
Die Realität: schwache Lieferfähigkeit, keine wirkliche Betreuung durch den Aussendienst, der gefühlt halbjährlich wechselt. Schwache Unterstützung bei der Teileversorgung. In Summe: Der Endkunde wird nicht optimal unterstützt. Ich habe darauf keine Lust mehr. Alle diese halbseidenen Marken wie Amflow, Tenways, Lankeleisi etc. haben mMn. kein langfristiges Interesse ein gutes Produkt in einer guten Markenumgebung zu platzieren – sie wollen mit vermeintlichen „Superprodukten“ die hiesige Fahrradindustrie planieren, um mittelfristig den Markt zu bestimmen, der dann noch weniger nachhaltig als derzeit agiert. Einfach! Nicht! Kaufen! Das Bosch Ökosystem befindet sich in vielen anderen Marken – bei Herstellern mit nachvollziehbaren sozialen und ökologischen Standards. Der Fachhandel berät hierzu gern!
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Sorry aber hört auf am falschen Ende zu sparen
Will hier keine Werbung machen aber wir haben grade neue Räder bekommen und die haben Standart Bosch Performance Px Motoren mit 85 nm die sind schwer und man denkt du sitzt auf nem Mofa und wir fahren neuerdings immer locker ohne anstrengung 27 kmh
im Eco modus ,auch die Deiche hoch merkst du nix von anstrengung, also kauft ordentlichre Motoren und viel kraft , wir haben 800er Akkus drauf und kommen locker 275 km weit im Eco modus und mit den bikes fährst du locker 10 Jahre also kauft was ordentliches .Ach so wir sind keine Rennfahrer sondern normale bequeme Fahradfahrer und wer traininieren will kann ja ohne Motor fahren.
Die Deiche hoch, also satte 5 bis 10 Höhenmeter. Bitte entschuldige, dass ich mich jetzt etwas darauf versteife, aber ist das Bewältigen von Deichen jetzt wirklich die neue Referenzmarke für die Leistungsfähigkeit beim Überwinden von Steigungen? Auch dürften sich die 10 Nm mehr Drehmoment in der Praxis nicht bemerkbar machen, wenn man sowieso primär im Eco-Modus fährt und die Leistung gar nicht abruft. 275 km Reichweite bei 800 Watt klingen generell nach Fahrten im absoluten Flachland bei minimaler Motorenunterstützung.
Korrekt ist aber sicherlich, dass man beim Kauf eines teureren E-Bikes, welches man entsprechend lange fahren möchte, einen noch größeres Augenmerk auf Qualität und Servicenetzwerk setzen sollte.
Du weißt schon wie steil so ein Deich ist, oder?
Steil ja, aber eben nur 5-10 Höhenmeter. In Süden des Landes oder gar in den Bergen kann man auch schon mal 500-1500 Höhenmeter am Stück bewältigen müssen
Deiche sich ja eher weniger im Gebirge zu finden. Wenn du Berge hoch fahren willst, ist das nicht das richtige Rad. Muss halt jeder nach seinem Einsatzzweck das richtige Rad suchen, es gibt nicht das eine das alles abdeckt. Und „dürfte sich im in der Praxis nicht bemerkbar machen“ ist nur Vermutung. Auch „275 km bei 800wh klingen…“ vermutest du ebenfalls. Und selbst wenn… was willst du damit sagen?
@Frager: Der Motor liefert die 85 Nm auch nur dann, wenn er die maximale Leistung zieht. Also der Motor den Fahrer so stark unterstützt wie es technisch möglich ist. Im Eco-Modus ruft das System diese Leistung jedoch gar nicht ab. Die Bosch Performance PX 85 Nm Motoren regeln im Eco-Modus werkseitig genau so wie die aktuellen Performance Line mit 75 Nm auf maximal 35 Nm ab. In beiden Systemen lässt sich zwar softwareseitig die Begrenzung aufheben indem ein anderer Unterstützungsfaktor gewählt wird, dann steigt jedoch auch der Energieverbrauch entsprechend. Da von 275km realer Reichweite bei 800 Wh Akkukapazität gesprochen wurde, kann dies allenfalls im Eco-Modus ohne leistungs- und verbrauchssteigernde Modifikationen erreicht werden. Und dann ist es nahezu egal ob ein Motor 85 oder 75 Nm Maximaldrehmoment liefern kann, wenn er auf 35 Nm gedrosselt ist.
Aber du kannst uns sicher erläutern, wieso diese 10 Nm mehr Maximaldrehmoment bei zwei auf die gleichen 35 Nm und ebenso im Eco-Modus auf maximal 250 Watt Peak gedrosselten Motoren einen nennenswerten Leistungsunterschied erzielen. Ich bin da unglaublich gespannt drauf.
@AO: Einen Deich strampelt man entweder wenige Meter mit extremer Steigung oder eine etwas längere Rampe herauf. Der TO sprach davon Deiche ohne Anstrengung im Eco-Modus, also mit den maximalen 35 Nm und maximal 250 Watt Motorunterstützung, hoch zu radeln. Er fährt die Deiche also entweder eine Rampe hoch, oder er tritt entgegen seiner Aussage doch massiv in die Pedale um den Deich frontal hochzuhecheln. Oder seine ganzen Ausführungen sind Schwachsinn. Such’s dir aus.
Ich glaube seiner Aussage mal, was alles andere als eine relativ flache Rampe unter den genannten Voraussetzungen wohl physikalisch unüberwindbar machen würde. Und entsprechend bleibe ich weiterhin darüber amüsiert, dass der TO ausgerechnet Deiche als Beispiel wählte um zu verdeutlichen, wie viel besser der PX Motor im Eco-Modus zur Bewältigung von Höhenmetern geeignet sei.
Ich habe mir gerade das „Cube Touring Hybrid SLX 800“ für 2950,- gekauft. Bosch PX Motor in der neuesten Generation mit 90NM, Riemantrieb, Bosch 800er Akku und Nabenschaltung. Ich finde besser geht es nicht.
Guter Kauf! Ich habe selbst vor drei Jahren ein Cube Hybrid gekauft und bin weiterhin sehr zufrieden! Mit 85er Motor und 750er Akku und natürlich dem Bosch Smart System und dem guten Cube Service.
Qualität zahlt sich immer aus. Ich fahre ein Stevens und meine Frau Riese&Müller. Waren teuer, aber top.
+ 1 … hab mir ein Kalkhoff e-Bike mit Riemen und hydraulischen Bremsen gekauft – gebraucht, weil immer noch teuer genug, aber das ist gar kein Vergleich: Selbst ohne Motorunterstützung fährt es sich besser als alles, was ich vorher hatte!
Vielen Dank für die Besprechung des Bosch-Systems. Es klingt fast so, als würdet ihr das erste Mal eines fahren, so wie ihr es beschreibt, tatsächlich aber bieten all das, was ihr da beschreibt, mehr oder weniger alle Fahrräder mit Bosch-/Shimano-Systemen. Zum Tenways an sich erfährt man leider aber nur wenig…
Bosch System ist gut.
Fahrrad zu schwer.
Bei dem Preis bekommt ihr locker ein Cube oder sonstigen deutschen Hersteller.
Es ist schon toll wie Bosch das Smart System kontinuierlich weiter entwickelt und verbessert hat. Auch ich verwende mittlerweile nur den Automatikmodus, weil er in allen Situationen wirklich sehr schnell reagiert aber ebend nicht überreagiert.
30 Kilo :D
Was ist mit ABS?