Alltagseinsatz zwischen Stadtverkehr und Wochenendtour
Eleglide C2 angeschaut: Günstiges E-Bike mit Mittelmotor und solider Ausstattung
Ein wiederkehrendes Thema hier auf ifun.de: Welche E-Bikes bekommt man für unter 1000 Euro? Unter anderem das Eleglide C2. Dieses positioniert sich als preisgünstiges Trekking-E-Bike für den täglichen Einsatz und hat uns in den vergangenen Tagen verlässlich transportiert. Unsere Eindrücke haben wir im Folgenden notiert.
Mit einem Verkaufspreis von 719 Euro bei Händlern wie Geekbuying richtet sich das Modell klar an Einsteiger und preisbewusste Nutzer, die vielleicht erst mal einordnen möchte, wie sich ein E-Bike in den eigenen Alltag einfügt, ehe bei den Premium-Herstellern gestöbert wird.
Doch auch Eleglide ist kein unbekannter Anbieter und mit seinem Direktvertrieb bereits seit einiger Zeit im europäischen Markt aktiv.
Zwischen City- und Trekkingrad
Im praktischen Einsatz zeigt sich das C2 als klassisches Citygrad mit aufrechter Sitzposition. Der Tiefeinsteiger-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen deutlich und holt eine recht breite Zielgruppe ab. Von etwa 155 bis 190 Zentimetern Körpergröße fährt sich das Rad bequem. Durch den verstellbaren Vorbau und die flexible Sattelhöhe lässt sich die Sitzposition individuell anpassen. Auch bei größeren Fahrern bleibt die Geometrie stimmig.
Schlichtes Schwarz, tiefer Einstieg, Akku im Gepäckträger
Der Fahrkomfort gehört zu den auffälligsten Eigenschaften im Alltag. Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren. Die Federgabel mit einem Federweg von rund 80 Millimetern arbeitet zuverlässig und lässt sich sowohl vorspannen als auch blockieren. In Kombination mit den breiten 26-Zoll-Reifen entsteht ein ruhiges Fahrverhalten, das auch auf unebenem Untergrund oder Kopfsteinpflaster überzeugt. Für den Stadtverkehr ergibt sich daraus ein angenehmes und kontrolliertes Fahrgefühl.
Antrieb und Fahrverhalten im Praxiseindruck
Der Elektromotor sitzt als Mittelmotor im Bereich des Tretlagers und liefert eine Nenndauerleistung von 250 Watt bei einem maximalen Drehmoment von 75 Newtonmetern. In der Praxis liefert dies eine solide Unterstützung beim Anfahren sowie auf leichten Steigungen. Der Motor bietet eine direkte und gleichzeitig fein dosierte Unterstützung. Die Motorleistung orientiert sich an der tatsächlich eingebrachten Kraft, was zu einem natürlichen Fahrgefühl führt und besonders beim Anfahren sowie an Steigungen Vorteile bietet.
Guter Vortrieb auch mit geringer Muskelkraft
Die Unterstützung ist in fünf Stufen organisiert, die sich an festen Geschwindigkeiten orientieren. In der höchsten Stufe erreicht das Rad konstant Geschwindigkeiten nahe der 23 km/h und nutzt damit die gesetzliche Grenze von 25 km/h nicht ganz aus.
Technik, Ausstattung und Verarbeitung
Ein zentrales Ausstattungsmerkmal in dieser Preisklasse sind die hydraulischen Scheibenbremsen vorne und hinten, die für eine zuverlässige Verzögerung sorgen. Ergänzt wird das System durch eine Motorabschaltung beim Bremsen.
Einfache 7-Gang-Schaltung von Shimano
Die Schaltung stammt von Shimano und bietet sieben Gänge. Dabei handelt es sich um eine einfache, aber bewährte Lösung. Die Gangwechsel erfolgen zuverlässig, auch wenn die Bandbreite begrenzt bleibt. Aber: Als E-Bike-Fahrer schaltet man ohnehin weniger, sondern neigt dazu es sich in einem Gang bequem einzurichten.
Dafür hydraulische Scheibenbremsen vorn und hinten
Das Cockpit wird von einem gut ablesbaren LCD-Display dominiert, das Geschwindigkeit, Akkustand und Fahrdaten anzeigt. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten. Ergänzend stehen Funktionen wie eine Schiebehilfe bis etwa 6 km/h sowie eine Lichtsteuerung zur Verfügung. Die Beleuchtung entspricht den gesetzlichen Anforderungen und liefert eine ausreichende Ausleuchtung bei Dunkelheit.
Drei Tasten aktivieren den Motor und wählen die aktive Unterstützungsstufe
Uns war das Display etwas zu bunt. Hier hätten wir uns ein einfaches monochromes LC-Display gewünscht. Dies ist aber Geschmackssache. Viel mehr als die aktuelle Geschwindigkeit und die Unterstützungsstufe darstellen muss der kleine Bildschirm ohnehin nicht.
Wenig Platz für Fahrradtaschen
Der Akku sitzt im Gepäckträger und lässt sich zum Laden entnehmen. Mit einer Kapazität von 468 Wattstunden und einer Spannung von 36 Volt liegt er im üblichen Bereich dieser Klasse. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu 100 Kilometern haben wir nicht auf die Probe gestellt. Wir gehören zu den Nutzern, die den Akku nach fast jeder fahrt entfernen und wieder mit Strom versorgen.
Die Ladezeit beträgt etwa sechseinhalb Stunden mit dem mitgelieferten Ladegerät. Die Position des Akkus bringt allerdings einen praktischen Nachteil mit sich.
Nur mit Spanngurten lässt sich hier noch zusätzliches Gepäck befestigen
Weil er sehr eng im Gepäckträger sitzt, bleibt oberhalb der Rohre kaum Platz für die Clips klassischer Fahrradtaschen. Im Alltag erschwert das die Nutzung des Gepäckträgers deutlich. Mit eingesetztem Akku ließen sich unsere Taschen derzeit nicht sinnvoll befestigen.
In der Praxis fällt zudem auf, dass die Befestigung des Gepäckträgers vergleichsweise einfach ausgeführt ist, was bei höherer Belastung zu Einschränkungen führen kann. Auch der Seitenständer wirkt funktional, jedoch nicht besonders robust.
Der Akku Lässt leider zu wenig Platz für die Clips klassischer Fahrradtaschen
Mit einem Gesamtgewicht von rund 27 Kilogramm bewegt sich das C2 im typischen Bereich für E-Bikes mit dieser Ausstattung. Die Verarbeitung ist insgesamt zweckmäßig und auf Kosteneffizienz ausgelegt. Details wie Kunststoffpedale und die recht einfachen Griffe unterstreichen die Positionierung im Einstiegssegment.
Vor allem bequem
Im direkten Vergleich mit anderen E-Bikes dieser Preisklasse zeigt sich das Eleglide C2 als ausgewogene Lösung mit Fokus auf ein natürliches Fahrgefühl. Gegenüber dem Touroll MA2 wirkt der Mittelmotor des C2 im direkten Vergleich etwas weniger druckvoll, obwohl beide Konzepte auf eine zentrale Motorposition setzen. Das Touroll MA2 hält die 25 km/h in der höchsten Unterstützungsstufe konstanter.
Dafür bietet das Eleglide C2 spürbare Vorteile beim Fahrkomfort. Sowohl die Abstimmung der Federgabel als auch der breite Sattel sorgen für eine weichere und entspanntere Fahrweise. Gerade auf längeren Strecken oder bei unebenem Untergrund wirkt das Gesamtpaket dadurch angenehmer.
Im Alltag zeigt sich das 719 Euro teure Eleglide C2 als solides E-Bike mit klarer Ausrichtung auf den Einsatz in der Stadt. Der Mittelmotor und die zuverlässige Bremsanlage sorgen für ein stimmiges Gesamtbild, auch wenn bei einzelnen Anbauteilen einfache Lösungen verbaut sind.







Problem, wenn was dran ist findest du kein Fahrradgeschäft das es dir repariert!
Warum?
Weil meistens keiner Lust hat am billigsten Rad zu arbeiten.
Selbst ist der Mann/Frau
Es muss hier nicht jeder der riesen Schrauber sein, aber mir fehlt da echt die Fantasie was einen an nem Rad überfordern könnte, dass man es gar nicht selber hinkriegt.
Ohh doch. Ich habe ein E-Bike vom „Markenhersteller“ Rabeneick, welches nach 2 Jahren (neu gekauft) irreparabel war, da es keinen Ersatz für den defekten Umrichter gab. Weder bei 6 Händlern, die ich kontaktiert hatte, noch beim zentralen Service in DE. Alles versucht. Habe dann zufällig einen gebrauchten Controller von ebay ergattert, den ich selbst eingebaut habe. Wenn der mal kaputt ist, war’s das.
Ich hab nebenbei in einer Fahrradwerkstatt gearbeitet. Die meisten schaffen es nicht einmal Luft in den Reifen zu pumpen geschweige einen Sattel gerade einzustellen.
Das Hinterrad bei einem Platten auswechseln ist keine Lappalie.
Max Von Mustermann, die Erfahrung habe ich als Kunde auch in Fahrradwerkstätten gemacht.
Doch ist es. Das bekommt sogar ein mittelmäßig begabter Schimpanse nach Anleitung hin. Das konnten wir vor 30 Jahren schon und da gab es nicht für jeden Scheixx irgendwo ein YouTube Tutorial.
ich bin zwar nicht im markt für ein neues elktrorad, aber freue mich, dass hier immer mal welche kommen, die nicht gleich 3000 euro kosten ^^ gerne mehr davon
Mir wäre das auch zu teuer. Fahre nur gelegentlich.
Das widerspricht dem „täglichen Einsatz“.
Dem „täglichen Einsatz“ widersprechen 27kg!
Ich weiß, der Preis muss ja irgendwo herkommen. Aber der Akku unter dem Gepäckträger? Der Akku ist sicher nicht umsonst bei fast allen anderen zwischen den Rädern im/ am Rahmen.
Nein, das Modell mit dem Akku im Gepäckträger ist ebenfalls ein absolut gängiges System. Das hat eher was mit der Lastenverteilung und Ästhetik zu tun.
Für Deutschland magst du Recht haben, in den Niederlanden sehe ich den Gepäckträgerakku sehr regelmäßig und häufig.
Das war vor etlichen Jahren mal bei den meisten eRädern so…
Hab ein KTM Macina Style 720 zu verkaufen falls jemand Interesse hat
Warum verkaufst du es? Ich habe ein Macina 820 XL und bin sehr zufrieden. Kein Schnapper, aber ein Top eBike.
27kg für ein Damenrad? Es gibt genügend bezahlbare E Bikes mit weniger als 18kg.
Ich finde das Gewicht auch sehr heftig. Hier bei mir muss man das täglich aus dem Keller und wieder runter tragen, sonst hat man keins mehr…
Eine E-Bike unter 18 kg? Da gibt es nicht viele.
Mein Sushi bike wiegt etwa 19 kg
Mein Simplon Chenoa wiegt mit Akku auch nur 18kg. Bezahlbar ist es jedoch nur als JobBike ;-)
Paul, was ist da deine Liste?
Wenn es nicht all zu teuer werden und leicht sein soll, würde ich nach einem Rad mit Mahle Motor suchen. Allerdings ist das dann kein Mofa, sondern muss auch noch was tun.
Die Fremdwerkstätten müssen eine Garantie für die Reparatur abgeben. Das machen die nicht bei einem Billigbike aus China!
So ein Quatsch. Wenn Du die Bremsscheiben Deines Suzuki bei einer KfZ Werkstatt wechseln lässt besteht auch Gewährleistung.
Suzuki ist bei Motorrädern aber auch ein Markenprodukt und kein Billiganbieter. Ich würde mir sicherlich kein neues Rad, schon gar kein Ebike unter 1000€ kaufen. Das kann nichts Gutes sein. Lieber ein ungenutztes, gebrauchtes ebike mit Markenkomponenten, die auch nach Jahren noch repariert werden können