Moderner Streamripper für macOS
Tapelark: Neuer Audio-Rekorder für Musik und Radio am Mac
Musik aus dem Internetradio mitschneiden, einzelne Titel automatisch erkennen und als Audiodateien auf dem eigenen Rechner archivieren. Was früher Programme wie Streamripper erledigten, übernimmt auf dem Mac jetzt auch Tapelark. Die neue Anwendung des Schweizer Entwicklers Victor Antofica zeichnet nicht nur Radiostreams auf, sondern kann grundsätzlich auch die Audioausgabe anderer Mac-Anwendungen mitschneiden.
Als Quellen kommen Musikprogramme, Browser-Tabs, Podcasts und Internetradios infrage. Dabei versucht Tapelark, Titelwechsel selbstständig zu erkennen und die Aufnahme an passenden Stellen aufzuteilen. Meldet eine Anwendung einen neuen Song, sucht Tapelark nach einer vorausgehenden Stille. Fehlen entsprechende Informationen, orientiert sich die Software an Pausen im Audiosignal. Manuelle Schnitte sind ebenfalls möglich.
Radiosendungen automatisch aufzeichnen
Für Internetradio bringt Tapelark ein eigenes Senderverzeichnis mit. Die Suche lässt sich nach Genre, Herkunftsland und Übertragungsqualität eingrenzen. Radiosender werden direkt über ihren Stream aufgezeichnet. Der Mac kann währenddessen stummgeschaltet bleiben oder andere Audioinhalte wiedergeben.
Aufnahmen lassen sich zudem zeitlich planen, entweder einmalig oder wöchentlich wiederkehrend. Die Anwendung speichert erkannte Songs einzeln und ergänzt Metadaten sowie Coverbilder. Unterstützt werden AAC, Apple Lossless, FLAC und WAV. Eine integrierte Bibliothek ermöglicht das Bearbeiten von Tags, das Zuschneiden von Aufnahmen und den Export in gewöhnliche Finder-Ordner.
Ein ähnliches Konzept verfolgt das bereits im Sommer vorgestellte StreamWriter Studio. Tapelark erweitert den klassischen Radiorekorder allerdings um eine allgemeine Audioaufnahme und einen Podcast-Bereich, der neue Episoden abonnierter Sendungen automatisch lädt.
Einmalkauf statt Abonnement
Tapelark benötigt mindestens macOS 14.4 und läuft auf Intel-Macs sowie Rechnern mit Apple-Prozessoren. Nach Angaben des Entwicklers bleiben sämtliche Aufnahmen lokal. Ein Benutzerkonto ist nicht erforderlich, Nutzungsdaten werden nicht übertragen. Kopierschutzmechanismen umgeht die Anwendung ausdrücklich nicht.
Die Software lässt sich 14 Tage kostenlos mit allen Funktionen ausprobieren. Allerdings enden Aufnahmen ohne Lizenz grundsätzlich nach zehn Minuten. Diese Einschränkung bleibt auch nach Ablauf der Testphase bestehen.
Bis zum 31. Oktober kostet die Standardversion einmalig 29 Euro, anschließend 39 Euro. Die Lizenz gilt für alle eigenen Macs und umfasst Updates innerhalb der Hauptversion 1.x. Für 79 Euro gibt es Tapelark Pro mit zusätzlicher Videoaufnahme, Stimmisolierung und Videobearbeitung. Die KI-Funktionen setzen neuere macOS-Versionen voraus.


