Neuer Offshore-Windpark
Strom für eine Million Haushalte: Amazon investiert in Ostsee-Windkraft
Amazon hat einen langfristigen Stromabnahmevertrag mit dem Windparkentwickler Skyborn Renewables unterzeichnet. Der Handelskonzern sichert sich eine Leistung von 600 Megawatt aus dem geplanten Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich um einen der größten Verträge dieser Art in Europa.
In der Nordsee entsteht bereits ein Offshore-Windpark.
Gennaker soll rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entstehen. Der Windpark wird aus 63 Turbinen bestehen und eine Gesamtleistung von bis zu 976,5 Megawatt erreichen. Rechnerisch soll die produzierte Energie ausreichen, um den jährlichen Strombedarf von mehr als einer Million deutscher Haushalte zu decken.
Der Baubeginn ist ab Sommer 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme soll schon Ende 2028 folgen. Amazon nimmt somit nicht die gesamte Leistung des Windparks ab, sichert sich mit den vereinbarten 600 Megawatt aber einen großen Anteil der geplanten Produktion.
Vertrag soll Planungssicherheit schaffen
Bei der Vereinbarung handelt es sich um ein sogenanntes Power Purchase Agreement. Solche langfristigen Stromabnahmeverträge geben eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage und können dadurch die Finanzierung großer Energieprojekte erleichtern. Der Strom muss dabei nicht unmittelbar und ausschließlich zu Amazon-Standorten fließen. Entscheidend ist die vertraglich vereinbarte Abnahme der erzeugten Energiemenge.
Amazon bezeichnet die Vereinbarung als seinen bislang größten Stromabnahmevertrag in Deutschland. Mit Gennaker soll das deutsche Portfolio des Unternehmens auf zwölf Wind- und Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 1,3 Gigawatt anwachsen.
- „Shipment Zero“: Amazon lässt Klima-Versprechen verschwinden
Das Investitionsvolumen des Windparks wird mit rund drei Milliarden Euro angegeben. Ein Teil der Komponenten entsteht in der Region: Die Fundamente der Windräder sollen bei EEW Special Pipe Constructions in Rostock gefertigt werden. Amazon und Skyborn verweisen daher neben der Energieerzeugung auch auf neue Aufträge und Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern.
Für Amazon sind solche Vereinbarungen nicht zuletzt wegen des hohen Strombedarfs seiner Logistikstandorte und Cloud-Rechenzentren von Bedeutung.


Gefühlt macht Amazon immer fast alles richtig. Schon mehr als 50.000 elektrische Lieferwagen auf der Straße weltweit und jetzt kaufen sie sich noch spottbilligen Windstrom. Und mehr als 50 % des deutschen Onlinehandels haben sie auch in der Hand…
Ajo, mal abgesehen von ihrer Dauerüberwachung der Mitarbeiter, dem unter Druck setzen von kleinen Händlern, dem ganzen plastikchinaschrott im Store der einem ständig bevorzugt angezeigt wird, obwohl man inkl Marke genau eingegeben hat was man sucht etc.
Und dem durchgriff der amerikanischen Regierung, sollte der irgendetwas nicht passen…Nein danke!
dafür gibt es Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen. Ob du den „Chinaschrott“ kaufst oder nicht ist dir überlassen
jetzt nehmen die uns den deutschen Wind.
Aber gut, uns bleibt noch deutscher Strom aus deutscher Sonne
Hahaha!
Ich bin für eine Windmaut :-)
Keine Sorge, der Wind ist ja dann nicht weg. Ist nicht wie bei Kohle. Du kannst ihn an anderer Stelle ja trotzdem noch haben. :-)
Mal rein physikalisch: Natürlich ist hinterm Windrad der Wind nicht weg, aber schon deutlich langsamer. Irgendwo muss die Energie ja herkommen.
Wirk sich das dann nicht eher negativ auf die Endverbraucher aus, die als Kleinabnehmer weiterhin eher hohe Preise für grünen Strom blechen müssen, während große und reiche Unternehmen wie Amazon schön günstige Großabnehmerpreise bekommen?
Leider ist der Strompreis an den Gaspreis gekoppelt. Auch wenn der Wind geschenkt ist, müssen wir den Gaspreis zahlen.
Ja leider. Der Preis rechnet sich nach dem teuersten.
Aber nur wenn nicht genügend Wind- und Solarstrom verfügbar ist. Merit-Order heißt: der teuerste _benötigte_ Strom setzt den Preis. An sonnigen Wochenendtagen (hohe Produktion, geringer Verbrauch) kommt es häufig zu einem Überangebot und dementsprechend niedrigen bis hin sogar zu negativen Preisen
Genau so ist es. Und Amazon als Global Player sollte eh zerschlagen werden statt die Macht noch in andere Bereiche ausbauen zu lassen.
Die Angabe „Strom für X Haushalte“ ist nicht mehr treffend. Wärmepumpen und E-Autos verdreifachen den Strombedarf im Haushalt. Der Energiebedarf jedoch sinkt.
Aber bei Heizung und Autos bleiben wir doch jetzt technologieoffen. Mit etwas Glück fahren wir auch in 30 Jahren noch Verbrenner, heizen mit Öl und sparen so jede Menge Strom. Und den, den wir dann noch brauchen, den erzeugen wir durch das Verbrennen von Gas.
Strom für eine Millionen Haushalte und dann kommt Amazon und krallt sich zwei Drittel. Genau mein Humor.