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Google betreibt Museum

Dataland: Erstes Museum für KI-Kunst öffnet seine Türen

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Google beteiligt sich an einem ungewöhnlichen Museumsprojekt in Los Angeles. Das Dataland bezeichnet sich als weltweit erstes Museum für KI-Kunst und öffnet am 20. Juni seine Türen. Auf rund 2.300 Quadratmetern sollen Daten, künstliche Intelligenz und klassische Ausstellungskonzepte miteinander verschmelzen.

Gallery D The Sanctuary Dataland

Quelle: Refik Anadol Studio

Hinter dem Projekt steht der Medienkünstler Refik Anadol, der bereits seit rund zehn Jahren mit verschiedenen Google-Abteilungen zusammenarbeitet. Das Museum befindet sich im von Frank Gehry entworfenen Gebäudekomplex The Grand LA und umfasst fünf multisensorische Galerien.

Die erste Ausstellung trägt den Titel „Machine Dreams: Rainforest“. Grundlage ist ein sogenanntes Large Nature Model, das mit umfangreichen Naturdaten trainiert wurde. Daraus entstehen großformatige Darstellungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen, die nicht als fertiger Film abgespielt, sondern fortlaufend neu berechnet werden.

Bilder, Klänge und Düfte in Echtzeit

Für die technische Umsetzung kommt Google Cloud zum Einsatz. Mehrere KI-Modelle, darunter Gemini sowie Diffusions- und GAN-Modelle, erzeugen insgesamt 1,2 Milliarden Bildpunkte. Die Installationen sollen zudem auf die anwesenden Besucher reagieren.

Neben den Bildern entstehen generative Klanglandschaften. Sensoren erfassen Reaktionen im Raum, während passende Düfte algorithmisch an das Geschehen angepasst werden. Google spricht daher von einem „lebenden Museum“, dessen Inhalte sich durch menschliche Interaktion kontinuierlich verändern.

Parallel zur Eröffnung startet ein sechsmonatiges Residenzprogramm für vier Künstler. Sie erhalten jeweils 25.000 US-Dollar, Unterstützung durch das Refik Anadol Studio und Zugriff auf Google-Cloud-Werkzeuge sowie verschiedene KI-Modelle.

Die dabei entstehenden Arbeiten sollen später im Dataland und über Google Arts & Culture präsentiert werden. Ob es sich tatsächlich um das weltweit erste Museum dieser Art handelt, lässt sich schwer eindeutig abgrenzen. Das Projekt zeigt jedoch, wie schnell sich generative KI vom Werkzeug zur eigenständigen Kunstform entwickelt.

19. Juni 2026 um 08:59 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Unglaublich spannend. Hoffentlich geht das mal auf Reise nach Europa.

  • Cool!
    Allerdings verstehe ich den letzten Satz nicht – Kunst ist doch die Umsetzung einer Idee (sehr vereinfacht formuliert : )
    – ob nun mit Pinsel, Meißel, Bild KI…

    Anyhow, tolles Konzept auf jeden Fall.

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