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Die kleinen und großen Details

Sonos Move: Bluetooth, Auto-Trueplay, 10 Stunden Akku

39 Kommentare 39

Seit heute steht fest: Das Mitte August gesichtete Sonos-Leak war authentisch. Nicht nur die Fotos und 3D-Renderings trafen ins Schwarze, auch die Größenangaben (240 x 160 x 126 mm) waren zutreffen. Und seit heute kennen wir auch den Namen der ersten tragbaren Sonos-Komponente.

Der neue Outdoor-Lautsprechers der Multiroom-Experten nennt sich Sonos Move und bricht mit dem bisherigen Konzept, das Musik-Streaming allein dem Speaker zu überlassen.

Snonos Move Frau

Doch von vor. Was während der gestrigen Präsentation in Berlin schnell klar wurde: Beim Sonos Move handelt es sich (momentan) noch um zwei voneinander unabhängige Speaker, die zufällig im gleichen Gehäuse stecken. Neben einem, mit dem Play One vergleichbaren Sonos-Lautsprecher, der sich problemlos ins WLAN und bestehende Sonos-Setups einbinden lässt, integriert der wasserfeste Lautsprecher einen konventionellen Bluetooth-Lautsprecher, der sich mit iPhone, iPad und Co. koppeln lässt und für die Beschallung unterwegs sorgt.

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Ohne Freispreche, Offline-Speicher und gekoppelte Geräte

Als Bluetooth-Lautsprecher eingesetzt, hat der Move dann so gut wie gar nichts mehr mit dem Sonos-System zu tun sondern verwandelt sich in einen ziemlich „dummen“ Speaker. Aktuell lässt sich weder die Sonos-App zur Steuerung nutzen, noch können mehrere Move miteinander gekoppelt und so im Verbund eingesetzt werden.

Der Move hat zwar eine Griffmulde und steht auf einem eleganten Ladedock, verfügt aber weder über eine Freisprech-Funktion, noch über einen Offline-Speicher für Songs. Wer Musik mitnehmen will, muss diese auf seinem Handy speichern und per Musik-App, Spotify und Co. abspielen und an den Move übertragen.

Sonos Move Vorn Hinten

Dafür versteht sich der Sonos Move nicht nur auf die vom Sonos One bekannte Sprachsteuerung sondern auch auf ein ganz neues Sonos-Feature: Auto-Trueplay.

Die Klanganpassung muss nicht mehr mit dem iPhone in der Hand ausgemessen werden sondern passt sich durch einen integrierten Beschleunigungssensor automatisch der Umgebung an – wurde der Move bewegt und wieder abgestellt, wird die Audio-Ausgabe binnen ~20 Sekunden in Abhängigkeit von den akustischen Umgebungseinflüssen angepasst.

Auto-Trueplay nicht im Bluetooth-Modus

Die Demo am Rand der IFA war diesbezüglich ziemlich beeindruckend: Der Move, der erst auf einem Schrank spielte, wurde in dessen Schublade verfrachtet und schaffte es tatsächlich aus der dumpfen und knarrenden Extrem-Situation nach kurzer Bedenkzeit noch so etwas wie einen akzeptablen Audio-Teppich herauszuholen. Allerdings muss eine Einschränkung beachtet werden: Auto-Trueplay funktioniert nur im WLAN-Betriebsmodus. Im Bluetooth-Modus ist die Funktion, die bei ausgeschalteten Mikros automatisch deaktiviert wird, erst gar nicht vorhanden.

5 Tage im reaktionsschnellen Suspend-Modus

Im Alltagseinsatz steht der Move in seiner für den Dauer-Einsatz optimierten Lade-Basis (eine alternative Ladung über den integrierten USB-C-Port ist möglich) und kann von hier aus mit an beliebige Stellen der eigenen vier Wände genommen werden. Soll der Move das WLAN-Verlassen, lässt sich der Betriebsmodus über einen Taster an der Rückseite von WLAN- auf Bluetooth-Funktionalität umschalten.

Ladebasis Sonos Move

Über einen weiterer Taster auf seiner Rückseite kann der Move ausgeschaltet oder in einen gesonderten Suspend-Modus versetzt werden. Der Unterschied: Ausgeschaltet benötigt der Move knapp 20-30 Sekunden zum Booten und Herstellen der Betriebsbereitschaft, aus dem Suspend-Modus wacht der portable Lautsprecher beinahe sofort auf, saugt dabei jedoch behutsam aber so kontinuierlich am Akku, dass dieser nach gut fünf Tagen entladen ist.

Die Spezifikationen

Was die technischen Eckdaten angeht, darf angemerkt werden, dass der Move das Aufladen mit USB-C nur dann unterstützt wenn einer der folgenden Ausgangspegel anliegt: 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/2,25 A – was fast immer der Fall sein sollte.

Das Bluetooth-Modul spricht nicht den 5er sondern den 4.2er Standard und unterstützt AVRCP sowie die SBC- und AAC-Codecs. AirPlay 2 ist so selbstverständlich integriert wie Alexa und der Google Assistent. Der Move wiegt 3 kg, ist IP56-zertifiziert (Schutz vor Staubpartikeln und starkem Strahlwasser) und verfügt über vier Fernfeld-Mikrofone, einen Mitteltöner und einen nach unten gerichteten Hochtöner, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei ​399 Euro – erhältlich ist der erste flexible Sonos-Lautsprecher dann ab dem 24. September.

Sonos Move Rueckseite

Donnerstag, 05. Sep 2019, 15:00 Uhr — Nicolas
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  • Doch teurer als die meisten geschätzt haben. ;)

  • Für 200 – 250 € sofort, für 400 €, Entschuldigung, 399 € zu teuer für meinen Geschmack

  • 399€!

    Ich hätte ja noch 300€ gerechnet, aber nein danke. Irgendwo hörts auf.

  • Für diesen seltsamen Hack ein happiger Preis

  • Nicht ins Sonos System integriert und dann noch 399€?..

  • Mal ne andere Frage. Wann kann man eigentlich die Türklingel von Netatmo kaufen? Weiß da einer was genaueres?

  • Nicht mal Aptx für 400€, einfach nur fail das Teil

  • Ich schreibe wirklich selten Kommentare, aber es ist sooo nervig, dass ALLE erstmal sofort meckern und nörgeln. Es wird seit Jahren verlangt, dass Sonos endlich mal ein Bluetooth Lautsprecher rausbringt, dazu noch Portable, dann kommt so ein Produkt, aber neiiiinnnn erst mal rumnörgeln!!!! Es ist doch bekannt, dass Sonos nie günstig war und ist. Macht echt kein Spaß mehr hier die Kommentare zu lesen.

    • Lass Dich nicht frusten. Empörung, Spott, Unzufriedenheit, Enttäuschungen sind im Netz häufig einfach lauter als nuancierte Zwischentöne, Skepsis, Lob und der neutrale Blick auf die Dinge. Dass heißt aber nicht, dass diese nicht auch vorhanden sind.

    • +1 Es ist echt schlimm, wie hier vor allem neue Produkte gebasht werden ohne daß man sie selbst in der Hand hatte geschweige denn ausgiebig getestet hat. Nur weil etwas für einen selbst zu teuer oder nicht geeignet ist, ist es doch noch lange nicht schlecht.

    • Viel nerviger sind die Kommentare die immer pauschalisieren und dann von ALLEN gesprochen wird. Meinst du das ist fair? Oder doch nur ein weiterer nerviger Kommentar der nur am nörgeln ist?

      • Natürlich möchte ich mit ALLE nicht pauschalisieren, ich will nur deutlich machen, dass der Grundton in den Kommentaren, egal ob Sonos oder andere Hersteller, oft negativ und nörgelig ist. Selbstverständlich soll und muss man Produkte hinterfragen bzw. auch mal kritisieren etc. ABER erst nachdem man die Sachen persönlich getestet hat und nicht 5 min nach dem ein Produkt veröffentlicht wurde.

    • Du meckerst und nörgelst in deinem Kommentar doch selbst. Auf den Lautsprecher selbst, um den es hier eigentlich geht, gehst du mit keiner Silber ein. Wenn er dir 399,00 € wert ist, bitte. Mir ist er zu teuer.

      • Mich haben einfach die Kommentare genervt und es ging mir garnicht um Sonos, es sollte hier nur als Beispiel dienen. Man kann ja wie du sagen, das Teil ist mir zu teuer und fertig.

    • +1

      Dem gibt es nichts hinzuzufügen! Ein Verhalten, was sich auf vielen Kanälen mit Social Media – Funktionen beobachten lässt…traurig.

      Zum Produkt: Ich finde es auch recht hochpreisig, abhängig von der Soundqualität würde ich es mir dennoch zulegen…suche seit längerem etwas um meinen UE Boom 2 für den Garten zu ersetzen.

      • Ich auch. Jedoch 399€ sind leider zuviel. Würde man auf eine Aktion oder Black Friday warten, wären das maximal vielleicht 320€? Auch das ist noch recht ordentlich. Schade.

  • Ich denke auch, dass er für viele zu teuer sein wird. Dementsprechend wird Sonos die Preise noch nach unten korrigieren. Vermutlich ist er auch deswegen so hoch bepreist. Strategie. 399€ wären mir für den Strand zu teuer. Fürs Fahrrad zu klobig. Für eine Party reichen 10 Stunden zwar, aber wer ernsthaft ne Party feiern will verlässt sich nicht auf eine Bluetooth Box. Wer ist also die Zielgruppe? Terassen-Griller? Vielleicht.

    • Terrassen sind meistens in Reichweite vom WLAN und verfügen in der Regel über einen Stromanschluss also auch nicht wirklich das bevorzugte Einsatzgebiet. Ich stelle einfach meinen Play3 raus und gut is.

      • Ich suche tragbar und AirPlay2. Bleibt aktuell nur ZIPP Mini 2.

      • So mache ich es auch aber das hier wäre flexibler. Würdest einfach im vorbeilaufen mitnehmen. So musst erst Kabel raus, Kabel rein. Unter Umständen ist die Steckdose nicht da, wo man sie braucht. Das heißt Verlängerungskabel…

  • Gut dann kommt hier mal was sachliches :)

    „um zwei voneinander unabhängige Speaker, die zufällig im gleichen Gehäuse stecken“

    finde ich ja mal extrem unglücklich formuliert. Zwei unabhängige Speaker? Es ist ein Lautsprecher, der in Verzug schiedenen Modi betrieben werden kann….Da stecken nicht zwei mal die selben Komponenten drin.

    „Neben einem, mit dem Play One vergleichbaren Sonos-Lautsprecher, der sich problemlos ins WLAN und bestehende Sonos-Setups einbinden lässt, integriert der wasserfeste Lautsprecher einen konventionellen Bluetooth-Lautsprecher, der sich mit iPhone, iPad und Co. koppeln lässt“

    Auch hier…was soll diese Formulierung? Das klingt, als bekomme man zwei getrennte Lautsprecher, die man zusammen klicken kann :D

    Die Kritik am Bluetooth Modus bezüglich „dummer Speaker“, keine Steuerung über die Sonos App, keine Koppelung mehrerer Move, Freisprechfunktion und vorallem „offline Speicher für Songs“ kann ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen.
    Damit bewegt er sich im Bereich fast aller BT Speaker. Ich denke kaum einer braucht Alexa unbedingt unterwegs….Die Zielgruppe, die gerne Songs auf dem Lautsprecher speichern würde (sowas hab ich echt noch nie gehört) dürfte auch recht klein sein. Die Freisprechfunktion meines Bose Soundlink habe ich auch noch nie genutzt.

    Ich persönlich hätte unterwegs auch keine Lust mit der Sonos App zu hantieren. Unterwegs hat man halt einfach einen normalen Lautsprecher und daheim dann den vollen Sonos Umfang. Meiner Meinung nach ist das sehr gut gelöst.

    Auto True play wäre sicherlich auch im BT Modus nett, allerdings muss man so wenigstens nicht manuell ran, wenn man nach Hause kommt….Immerhin.

    „dass der Move das Aufladen mit USB-C nur dann unterstützt wenn einer der folgenden Ausgangspegel anliegt: 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/2,25 A – was fast immer der Fall sein sollte“

    Da habt ihr euch anscheinend vertan, denn die meisten „normalen Ladegeräte“ laden mit maximal 2,4 A bei 5V. Somit braucht man explizit ein Power Delivery Ladegerät….Die sind natürlich nicht mal eben so bei den Freunden Daheim zu finden.

    Mir persönlich gefällt das Gerät eigentlich sehr gut. Sowohl vom Design als auch von den Funktionen….für mich ist allerdings auch der größte Kritikpunkt der Preis. Wenn ich mir anschaue was ein Play 1 oder 3 kostet, wäre mir der Aufpreis tatsächlich zu hoch. Schade…Aber das ist natürlich individuell und vielleicht tut sich da ja noch was

  • Der Preis ist schon deftig, wird aber sicher sinken. Was mir noch nicht ganz eindeutig ist, ob ich den Move im WLAN Netz mit den anderen Sonos betreiben kann und dann mit Akkubetrieb auf die Terrasse nehmen kann.
    Oder ob Akkubetrieb nur mit Bluetooth möglich ist.

  • Für mich perfekt – wird gekauft :D

  • Ich finde das Ding auch TOP, der kommt in die Küche wird ins Home-System integriert und wenn wir draußen bzw im Garten sind, kann er ganz unkompliziert mit rausgenommen werden und spielt im weiter im WLAN. Bisher mussten wir immer den One von der Steckdose fummeln. Die Bluetoothfunktion ist eher zweitrangig aber eben nice to have. Das Gesamtpaket ist spitze und der Preis definitiv nicht zu hoch für das Gesamtpaket. Ich hoffe nur das er mehr Leistung bringt als ein One. Bis auf die Größe ( wohl wegen dem Akku )hören sich die Specs gleich an. Könnt Ihr was dazu sagen?

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