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"nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb"

Shazam-Übernahme durch Apple: EU-Kommission ermittelt

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21 Kommentare 21

Die Europäische Kommission wird die geplante und bereits Mitte Dezember angekündigte Übernahme von Shazam durch Apple auf Grundlage der EU-Fusionskontrollverordnung prüfen. Die EU-Kommission reagiert damit auf einen entsprechenden Antrag, den Frankreich, Island, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und Spanien eingereicht haben.

Shazam

„erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb“

Schon vor Beginn der umfassenden Prüfung hat das EU-Organ bekanntgegeben, dass man aktuell davon ausgehe, dass Apples Übernahme „erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb“ im Europäischen Wirtschaftsraum haben könnte – entsprechend sollen jetzt die grenzübergreifenden Auswirkungen des Vorhabens abgeklopft werden.

Die Kommission wird Apple nun auffordern, das Vorhaben zur Genehmigung anzumelden.

Die geplante Übernahme von Shazam durch Apple liegt unter den in der EU-Fusionskontrollverordnung festgelegten Umsatz-Schwellenwerten, ab denen Unternehmenszusammenschlüsse aufgrund ihrer EU-weiten Bedeutung bei der Europäischen Kommission angemeldet werden müssen. Daher hat Apple das Vorhaben zur aufsichtsrechtlichen Genehmigung in Österreich angemeldet, wo es den nationalen Schwellenwert für die Meldung von Zusammenschlüssen erreicht.

Österreich stellte bei der Kommission daraufhin einen Verweisungsantrag nach Artikel 22 Absatz 1 der EU-Fusionskontrollverordnung. Nach diesem Artikel kann ein Mitgliedstaat die Kommission ersuchen, einen Zusammenschluss zu prüfen, der zwar keine EU-weite Bedeutung hat, aber den Handel innerhalb des Binnenmarkts beeinträchtigt und den Wettbewerb im Hoheitsgebiet des bzw. der antragstellenden Mitgliedstaaten erheblich zu beeinträchtigen droht.

Mittwoch, 07. Feb 2018, 7:55 Uhr — Nicolas
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  • Inwiefern soll sich die Übernahme nachteilig auf den Wettbewerb auswirken? Wenn Apple die Einbindung von Spotify & Co. entfernt?

    • Bisher hat eine „Liedsuche“ über Shazam dir eine Auswahl an Angeboten geliefert wie du den Song kaufen kannst. So konntest du selbst einfach entscheiden, wo du ihn hören/kaufen willst. Alles innerhalb eines Klicks/Taps. Wenn Apple nun nur noch Apple Music anbietet, könnte es zunächst so aussehen, als ob man den Song nur dort bekommt. Und entgegen der Bestrebung nach Faulheit müsste man bei Nutzung eines anderen Dienstes sich den Songtitel merken und manuell bei seinem Dienst suchen. Da gibt es für viele ganz schnell nur noch zwei Möglichkeiten: Sich eine Alternative zu Shazam suchen oder eben doch zu Apple Music zu wechseln…

      • Ist doch wenn ich in iTunes suche genauso

      • Wenn Shazam dann nur noch iTunes/Apple Music promoted, wird logischerweise die Konkurrenz darunter leiden, dass Shazam/Apple andere Streaming-Anbieter ausschließt.. oder denkst du etwa, dass Apple dann weiterhin Spotify und Co. optional mit aufführen wird? Wohl kaum… dadurch wird der Wettbewerb allerdings verzerrt..;-)

      • Im Gegenteil! Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

    • Zum Beispiel… und sowas könnte mit einer EU-Auflage verhindert werden.

    • @Sebastian
      iTunes ist aber seit je her ein Apple Dienst. Dieser durchsucht einfach nur seine eigene Datenbank. Das machen andere Produkte auch nicht anders.
      Shazam dagegen ist/war ein Musikerkennungsdienst der auf Fremdprodukte verweist und so einen großen Kundenstamm aufgebaut hat – möglicherweise sogar Marktführer ist. Kauft einer der Hersteller eines Fremdproduktes auf das verweisen wird nun den Dienst und bietet ihn weiterhin unverändert selbstständig an – streicht allerdings alle Konkurrenten aus dem Dienst – dann ist das ein großer Eingriff in den Wettbewerb.

  • Und über sowas macht man sich heute Gedanken: ja die EU wird daran zugrunde gehen … schadet der Wirtschaft in der EU – ja ne is klar
    wieviele große Unternehmensfusionen gab es schon ohne Probleme
    Es ist wie immer: Hauptsache um Quatsch kümmern aber nicht um die wirklichen Probleme

  • Stefan B. aus H
  • Wenn Shazam bei gefundenen Titeln zum Download nur auf die Apple-Angebote hinweist, wäre das ein Wettbewerbsnachteil für andere Anbieter

  • Außerdem wird die industrielle Konsolidierung eh weitergehen. Zur Not an (nationalen) Gesetzen vorbei.

  • Vor allem gibt es ja noch genug Alternativen neben Shazam.

  • Verstehe ich nicht … gibt doch jede Menge solcher Dienste und hätte Shazam hier auch nicht als Marktführer erachtet. Alle die ich so kenne haben Soundhound.

  • Ich hab ja keine Ahnung von alldem, aber was soll denn bitte passieren? Der US-Firma Apple kann es doch herzlich egal sein, wenn den Europäern der Schuh drückt? Die konsequente Folge wäre doch dann, dass Shazam zum Beispiel nicht mehr in Europa genutzt/angeboten werden dürfte. oder was? Das wäre ja mal ziemlich hohl…

    Man kläre mich bitte auf :)

  • Shazam ist bereits in iOS integriert. Ich gehe davon aus das die App nur noch für iOS bestehen wird und gar keine Kaufoptionen mehr beinhalten wird. Ich glaube sogar das sie nicht mal als einzelne App angeboten wird sondern in Apple Music, also der Musik-App, integriert wird.

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