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Kletterexperte mit Höhenangst

Roborock Saros 20 Sonic im Test: Die Wischplatte ist zurück

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Mit dem Saros 20 Sonic setzt Roborock ausgerechnet auf eine Wischtechnik, die viele Hersteller inzwischen zugunsten rotierender Mopps oder Walzen aufgegeben haben. Statt zwei runder Pads arbeitet unter dem flachen Saugroboter eine einzelne vibrierende Wischplatte. Im Test erweist sich das nicht als Rückschritt, sondern vielleicht sogar als eine der größten Stärken des Geräts.

Roborock Saros 20 Sonic

Das Wischpad kann seitlich ausfahren.

Der Roborock Saros 20 Sonic gehört zur aktuellen Spitzenklasse des Herstellers. Er ist knapp acht Zentimeter hoch, bietet laut Datenblatt 36.000 Pascal Saugleistung und eine umfangreiche Reinigungsstation. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.549 Euro, aber meist ist das Gerät deutlich darunter zu haben. Das Schwestermodell Saros 20 nutzt rotierende Mopps, während hier das neue VibraRise-5.0-System zum Einsatz kommt. Wir hatten den Saros 20 Sonic bereits zum Marktstart vorgestellt.

Flach gebaut und schnell eingerichtet

Die Einrichtung gelingt typisch Roborock unkompliziert. Nach dem Scannen des QR-Codes führt die App durch die Verbindung mit dem WLAN. Bei der ersten Fahrt erstellt der Roboter schnell eine genaue Karte, erkennt Räume und schlägt deren Aufteilung vor, aber auch auf mögliche Hindernisse wie hohe Kanten wird hingewiesen. Danach lassen sich Reinigungszonen, Sperrbereiche, Teppiche und Einstellungen für jeden Raum festlegen.

Die geringe Bauhöhe macht sich im Alltag bemerkbar. Der Laserturm fährt bei niedrigen Möbeln in das Gehäuse ein, sodass der Saros 20 Sonic unter viele Betten, Sofas und Schränke gelangt. Gleichzeitig bleibt die Navigation präzise. Kabel, Spielzeug und andere Gegenstände wurden im Test zuverlässig umfahren. Auf Wunsch reinigt er sogar besonders nah an Kabeln entlang.

Roborock Saros 20 Sonic 2

Der Turm fährt bei Bedarf ein, sodass der Saros 20 Sonic auch unter flacherer Möbel kommt.

Saugen auf sehr hohem Niveau

Beim Saugen leistet sich der Saros 20 Sonic kaum Schwächen. Staub, Krümel, Sand und Hundehaare verschwanden auf Hartböden zuverlässig. Auch entlang von Fußleisten und in Ecken blieb erstaunlich wenig liegen. Dafür fährt die Seitenbürste bei Bedarf aus und holt Schmutz aus Bereichen, die runde Roboter häufig nur streifen.

Die DuoDivide-Hauptbürste teilt Haare in der Mitte und führt sie zur Ansaugöffnung. In unserem Haushalt mit Hunden funktionierte das ausgesprochen gut: Weder Haupt- noch Seitenbürste mussten von aufgewickelten Haaren befreit werden. Auf Teppichen hebt der Roboter sein Fahrwerk an, steigert auf Wunsch die Saugleistung und kann die Wischplatte auch an der Station zurücklassen.

Die Wischplatte ist keine Notlösung

Die einzelne Wischplatte arbeitet mit bis zu 4.000 Vibrationen pro Minute und 14 Newton Anpressdruck. Sie fährt seitlich aus, um direkt an Kanten, Sockelleisten und um Möbelbeine herum zu reinigen. Das Wasser verteilt sie gleichmäßiger als viele rotierende Mopps.

Das Ergebnis überzeugte im Test deutlich. Der Boden wurde gleichmäßig sauber und zeigte kaum Schlieren oder kreisförmige Spuren, wie sie bei rotierenden Wischmopps gelegentlich zurückbleiben. Auch angetrocknete Verschmutzungen entfernte der Saros 20 Sonic überraschend gut. Bei stärkeren Flecken kann die App zusätzliche Durchgänge oder eine intensivere Wischstufe anordnen. Wassermenge und Vibrationsstärke lassen sich anpassen.

Das Pad hebt sich automatisch an oder bleibt bei Bedarf auch komplett in der Station. Reine Saugrunden sind dadurch möglich, ohne dass ein feuchter Lappen über Teppiche gezogen wird. Gerade bei gemischten Bodenbelägen ist das sehr komfortabel.

Roborock Saros 20 Sonic 3

Nach oben hat er es geschafft, aber über die zusätzliche Kante wollte er nicht mehr runter.

Vier Zentimeter? Hin schafft er es

Spektakulär fällt das neue AdaptiLift-Fahrwerk aus. Roborock wirbt mit bis zu 4,5 Zentimetern bei einer einzelnen Schwelle und insgesamt 8,8 Zentimetern bei zwei passend abgestuften Hindernissen. Beim ersten Durchgang überwand der Roboter tatsächlich die rund vier Zentimeter hohe Kante unserer Dusche und stand anschließend vollständig darin.

Der Rückweg gelang allerdings nicht, weil die kleine Wasserkante im Weg war. Form, Richtung und Oberfläche einer Schwelle spielen also eine entscheidende Rolle. Danach wurde die Dusche per App als Sperrzone markiert. Für normale Türschwellen und Übergänge bleibt die Kletterleistung trotzdem außergewöhnlich und erspart in vielen Wohnungen kleine Rampen oder das Umsetzen des Roboters.

Station übernimmt fast alles

Die RockDock-Basis entleert den Staubbehälter, füllt Wasser nach, dosiert Reinigungsmittel und wäscht die abgenommene Wischplatte mit bis zu 100 Grad heißem Wasser. Anschließend trocknet sie Pad, Waschschale und Teile des Staubwegs mit 55 Grad warmer Luft. Im Test funktionierten diese Abläufe tadellos.

Der Wartungsaufwand beschränkt sich weitgehend auf Frischwasser, Schmutzwasser, Staubbeutel sowie die gelegentliche Kontrolle der Bürsten. Leise ist die automatische Absaugung allerdings nicht. Für wenige Sekunden wird es deutlich laut, während der Roboter selbst im normalen Betrieb angenehm zurückhaltend arbeitet.

Roborock Saros 20 Sonic App

Roborock hat zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten integriert, um den Saros 20 Sonic fit für jede Umgebung zu machen.

Viele Funktionen, dennoch übersichtlich

Die Roborock-App bietet Karten, Zeitpläne und viele Einstellungen für Saugleistung, Wassermenge, Wischintensität und Teppiche. Wer nicht jedes Detail selbst festlegen möchte, überlässt die Auswahl SmartPlan. Zusätzlich hört der integrierte Sprachassistent auf „Hallo Rocky“.

Matter wird ebenfalls unterstützt, sodass sich grundlegende Befehle über Apple Home und Siri ausführen lassen. Für Karten, Sperrzonen und Feineinstellungen bleibt die Roborock-App aber unverzichtbar.

Fazit: Wischplatte schlägt Rotationsmopp

Der Roborock Saros 20 Sonic ist ein ausgesprochen kompletter Saug-Wisch-Roboter. Er saugt sehr gründlich, kommt gut in Ecken, navigiert sicher und bewältigt Schwellen, an denen viele Konkurrenten scheitern. Die Station nimmt zusätzlich einen großen Teil der Pflege ab.

Seine größte Überraschung ist die Wischplatte. Sie arbeitet kraftvoll, hinterlässt kaum Schlieren und entfernt selbst angetrocknete Flecken erstaunlich zuverlässig. Damit zeigt Roborock, dass rotierende Mopps nicht automatisch die bessere Lösung sind. Kritik verdienen vor allem der hohe Preis und der Umstand, dass extremes Klettervermögen nicht zwangsläufig auch den Rückweg garantiert. Wer ein Premiumgerät mit starker Wischleistung und wenig Handarbeit sucht, bekommt hier eines der überzeugendsten Gesamtpakete.

Produkthinweis
roborock Saros 20 Sonic Saugroboter mit Wischfunktion, VibraRise 5.0 Wischsystem, AdaptiLift Chassis 3.0, 36,000 Pa... 1.279,00 EUR 1.549,00 EUR
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Roborock
Roborock
Entwickler: Beijing Roborock Technology Co., Ltd.
Preis: Kostenlos
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10. Juli 2026 um 20:51 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Das ist doch inzwischen völliger Irrsinn was die Teile kosten. Nein S5 der hier gerade rumfährt hat mich damals 250€ und macht noch immer einen tollen Job.

    Aber jetzt kosten die Teile das fünffache und können auch fünf mal mehr? Ich wage es zu bezweifeln, trotz Stationen etc.

    • Ich habe den S7 MaxV Ultra mit Frischwasseranschluss damals bei Vorstellung für 1.500€ gekauft und der ist sein Geld z.B. nicht wert. Auf rutschfesten Steinzeug-Fliesen taugt dieser Vibrationslappen gar nix.

  • Der Preis würd Erich nicht schockieren, wenn die Leistung dazu passt.

    Hatte erst den Xiaomi Robot Vacuum Gen1. Der war genial. Keine Beutel. Keine Defekte. Kein irgendwo dagegen fahren.

    Habe ihn nur getauscht, weil der Akku mit der Zeit schwächelte und ich gerne zusätzlich wischen lassen wollte.

    Jetzt hab ich den Qrevo Gen1. Er fährt ständig irgendwo dagegen. Braucht dämliche Beutel. Hat ständig irgendwelche Defekte. Etc.

    Wenn ich wieder tausche, dann nur noch beutellos und mit direkt-wasseranschluss

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