Überwachte Ordner oder Drag-and-Drop
Remacable: Mac-App schickt Dateien automatisch aufs reMarkable
Aus unserem Test des reMarkable Paper Pure ist ein kleines Nebenprojekt entstanden. Das Tablet eignet sich gut zum Lesen und handschriftlichen Bearbeiten von Dokumenten, der Weg dorthin bleibt aber unnötig manuell. Remacable setzt hier an. Die native Mac-App sitzt in der Menüleiste und lädt neue Dateien automatisch in die persönliche reMarkable-Cloud. Ohne Abo, ohne Frickeleien, ohne Abhängigkeiten.
Motiviert hat uns hier der ganz persönliche Alltagseinsatz. Bei uns lädt ein Skript lädt jeden Morgen zwei Tageszeitungen im PDF-Format auf den Mac. Auf das Kindle Scribe konnten wir diese bislang weitgehend automatisiert transferieren. Beim reMarkable war ein täglicher Handgriff und die Desktop-App des Herstellers erforderlich. Remacable nimmt uns diesen ab und überwacht dafür schlicht ausgewählte Ordner.
Ein Ordner ersetzt den täglichen Drag-and-Drop
Dateien lassen sich auf das Menüleisten-Symbol ziehen, per Dateidialog auswählen oder aus überwachten Ordnern automatisch hochladen. Pro Ordner können Zielverzeichnis, Dateimuster, Wartezeit, Unterordner und Regeln zum Umbenennen festgelegt werden. Auf Wunsch bleibt die Quelldatei unangetastet.
Da reMarkable nur PDF und EPUB verarbeitet, kann Remacable weitere Formate umwandeln. Office-Dokumente werden mit LibreOffice zu PDF, Text und Markdown mit Calibre zu EPUB. Bilder wie JPG, PNG oder HEIC landen mithilfe der macOS-Bordmittel als PDF auf dem Tablet. Fehlt eines der Hilfsprogramme, funktionieren die übrigen Formate weiter.
Die Einrichtung kommt ohne Terminal aus. Remacable installiert das benötigte Upload-Werkzeug und koppelt sich über einen achtstelligen Code mit dem reMarkable-Konto. Der Weg bleibt einseitig: Die App lädt vom Mac aufs Tablet, holt aber keine Anmerkungen zurück.
Den Zugriff auf die reMarkable-Cloud übernimmt ddvk/rmapi. Das Community-Projekt spricht die inoffizielle Cloud-Schnittstelle des Tablets an und erledigt den Upload. Remacable legt Oberfläche, Ordnerüberwachung, Konvertierung und Protokollierung darum.
Version 1.0 ist für macOS 14 oder neuer verfügbar, signiert und von Apple notarisiert. Der Quelltext liegt auf GitHub.


