Mehr Kontrolle für KI-Bearbeitung
Photoshop: Neuer KI-Editor arbeitet mit Texteingaben
Adobe erweitert Photoshop um neue Werkzeuge, die klassische Ebenenbearbeitung und promptbasierte Bildänderungen enger zusammenführen. Neu in der Desktop-Version 27.10 ist unter anderem eine Licht-Korrekturebene für Belichtung, Kontrast, Lichter, Schatten sowie Weiß- und Schwarzwerte. Die Anpassungen bleiben nicht-destruktiv und lassen sich direkt im Ebenen-Workflow vornehmen.
Eine maskengestützte Bearbeitung mit Firefly Image 5 berücksichtigt zudem den Bildkontext und soll Änderungen anhand kurzer Anweisungen gezielt umsetzen, ohne dass Bereiche pixelgenau markiert werden müssen. Adobe nennt etwa das Öffnen geschlossener Augen oder das Platzieren eines Huts auf einer bestimmten Person. Bereiche außerhalb der Maske bleiben unverändert.
Markierungen ergänzen Textbefehle
Mit der neuen Markup-Funktion lassen sich gewünschte Änderungen direkt ins Bild zeichnen. Nutzer können Bereiche markieren, Pfeile für die Position eines Elements setzen oder grobe Formen skizzieren. So sollen etwa Texteingaben eindeutiger werden.
Auch abseits der KI-Werkzeuge baut Adobe Photoshop aus. Dynamischer Text kann künftig benutzerdefinierten Konturen und Pfaden folgen. Zudem zieht Adobe Stock direkt in Photoshop ein. Mehr als 900 Millionen Inhalte sollen sich über ein andockbares Bedienfeld suchen, vorab ansehen und verwenden lassen.
Schon im Juni hatte Adobe Photoshop um weitere KI- und Workflow-Funktionen ergänzt. Damals kamen unter anderem das automatische Entfernen von Spiegelungen und ein lokal arbeitendes Modell zum Löschen unerwünschter Bildinhalte hinzu.
Eigener Editor für Prompt-Bearbeitung
Stärker auf Texteingaben setzt der neue „AI Assisted Editor“, den Adobe zunächst als Beta anbietet. Die optionale Oberfläche steht neben dem bekannten Pro Editor und bündelt Hintergrundentfernung, generatives Erweitern und Füllen, Objektentfernung sowie generatives Hochskalieren. Änderungen lassen sich per natürlicher Sprache anstoßen und mit visuellen Markierungen präzisieren.
Wer bei der bisherigen Oberfläche bleiben möchte, kann „Prompt to Edit“ über die kontextbezogene Werkzeugleiste des Pro Editors nutzen. Eine Auswahl ist dafür nicht erforderlich. Die Ergebnisse legt Photoshop als eigene generative Ebene ab, sodass Änderungen im Ebenenstapel separat bearbeitbar bleiben.



…leider fehlt dem Artikel jeglicher Bezug um welche Photoshopversion es sich handelt ;-). Aus den Screenshots kann man als geneigter Rätselfreund entnehmen, dass es sich wohl um eine Version für mobile Endgeräte dreht…
Die Kritik muss ich mir anheften und du hast natürlich vollkommen recht. Es geht um Version 27.10 der Desktop-Ausgabe. Ich habe das oben im Text auch nochmal nachgetragen. Danke für den Hinweis.
Ich benutze Photoshop beruflich und privat seit 1991, das war Version 1.07. Damals lag das Programm noch Scannern gratis bei. Es war mir immer eines der sympathischten Mac-Programme. Das ändert sich aber gerade massiv. Die Mobilversionen sind eine sehr mäßige Umsetzung der Desktopversion. Und die Desktopversion wird unverhältnismäßig teuer, wohl vor allem wegen der neuen KI-Funktionen. Und diese ganzen KI-Späßchen brauche ich nicht. Ich bearbeite journalistische Bilder und privat Urlaubs- oder Wettbewerbsbilder mit Photoshop und da ist der ganze KI-Kram überflüssig bis verboten. Ich sehe durchaus Vorteile von KI, aber muss KI so stark in Photoshop integriert werden? Lieber sind mir parallel nutzbare reine KI-Anwendungen. Die würde ich zwar für den Job auch nicht nutzen, aber vielleicht privat damit ein bisschen rumspielen. In Photoshop brauche ich höchstens KI, die Entrauschen etc. besser macht, aber keine, die Elefanten Hüte aufsetzt.
Für dich scheint mir Affinity eine gute Empfehlung zu sein. Ich nutze PS seit 1995 professionell und die KI-Tools sind für mich große Effektivitäts-Booster, die ich nicht mehr missen möchte.