Fertige Strategie im ersten Quartal 2026
Open-Source-Strategie: EU-Kommission bittet um Feedback
Die Europäische Kommission bereitet eine neue Strategie für offene digitale Ökosysteme vor und bittet dazu um Rückmeldungen aus der Praxis. Mit der Initiative will die EU ihre Abhängigkeit von außereuropäischen Technologieanbietern verringern und den offenen Software-Ansatz gezielt unterstützen.
Entwickler, Unternehmen, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen können sich bis Anfang Februar beteiligen.
„Open Source“ soll wichtiger werden
Open-Source-Software steckt heute in fast allen digitalen Angeboten, vom Betriebssystem über Apps bis hin zu Cloud-Diensten. Viele dieser Programme werden auch von Entwicklerinnen und Entwicklern aus Europa mitgestaltet. Trotzdem greifen Behörden und Unternehmen hierzulande häufig auf Technik zurück, die von großen Anbietern außerhalb der EU kontrolliert wird. Das macht abhängig, schränkt Alternativen ein und kann bei Sicherheitsfragen problematisch werden.
Zwar entsteht ein Großteil der offenen Software gemeinschaftlich, der wirtschaftliche Nutzen landet aber oft bei internationalen Konzernen. Da offene Software künftig auch in besonders leistungsfähigen Rechenzentren und bei neuen Internetdiensten eine größere Rolle spielt, sieht die EU hier Handlungsbedarf.
Wo es hakt und was Brüssel ändern will
Nach Einschätzung der Kommission fehlt es vielen Open-Source-Projekten nicht an Ideen oder engagierten Teams, sondern an passenden Rahmenbedingungen. Der Schritt von der Entwicklung in den breiten Einsatz scheitert häufig an Finanzierung, fehlender Infrastruktur oder unklaren Zuständigkeiten.
Förderprogramme für Forschung allein reichen dafür nicht aus. Die geplante Strategie soll deshalb nicht nur die Entwicklung unterstützen, sondern auch den Einsatz offener Software in Verwaltung und Wirtschaft erleichtern. Vorgesehen ist ein Rahmen, der Projekte von der ersten Idee bis zur Nutzung im Markt begleitet und bestehende EU-Programme ergänzt.
Aufruf zur Beteiligung bis Februar
Für die Ausarbeitung der Strategie sammelt die Kommission nun Rückmeldungen. Gesucht werden konkrete Hinweise darauf, wo Open Source heute ausgebremst wird, welchen praktischen Nutzen offene Software bietet und welche Maßnahmen auf EU-Ebene helfen könnten. Die Online-Befragung läuft bis zum 3. Februar 2026. Die fertige Strategie soll im ersten Quartal 2026 vorgestellt werden und dann als Leitlinie für den weiteren Umgang mit Open Source in Europa dienen.

Ausgebremst? Siehe Bayern mit MS = Markus Söder.
Verschwörungstheorie: die Initialen sind gleich.
Man vergisst leicht den erhöhten Mehraufwand für OpenSource. Ich bin ein Befürworter, aber die bisherigen Ansätze waren einfach der Austausch der Software. Das klappt so nicht. Da muss der Umgang seitens der Admins angepasst werden und die Nutzer müssen sich darauf einlassen.
Finde ich super!
Wäre ich selber auch motiviert mitzuprogrammieren wenn einem in einer Behördensoftware etwas nicht gefällt – kann man es direkt ändern und zeigen wie es besser geht
Damit das aber allumfassend fruchtet, muss man aber auch Konsortium Konstrkte, wie sie bei HDMI herrschen, dazu zwingen, Technologie für alle freizugeben und sich nicht hinter Patenten und Lizenzen zu verstecken.
Unter Linux lässt sich nämlich die volle HDMI 2.1 Spezifikation (vrr usw.) nicht nutzen, weil das HDMI Konsortium AMD die Implementierung untersagt…
Wenn eine Kernfunktion wegen solcher Barrieren nur geschlossenen Plattformen zugänglich ist, wirds mit der open source Strategie schwierig.
Sehe das eher als Thema der Planung. HDMI lässt sich umschiffen.
Läuft das dann so wie mit der Zeit Umstellung?
Was sollen allgemeine Fragen, die sind alle und zur Gänze beantwortet.
So viele Jahrzehnte zu spät!
Man fragt sich was die EU all die Jahrzehnte gemacht hat.
USA dort, China da.
Und wir hier sind das Nokia geworden.
@Rikibu
Richtig, ohne harten Kurs von oben werden die US Unternehmen, nicht freiwillig mitmachen.